Laß es lieber sein.
CVD ist ein Planarverfahren.
Damit kann man keinen Einkristallkeimling herstellen.
Fü das Ausgangsmaterial ist es machbar.
Das Verfahren ist auch nicht in einer Ampulle sondern als Gasreaktor realisiert, da das Gas (Clor-Silan o.ä.) über den Rezipienten fließen muß.
Ich hab schon mal ein CVD-Verfahren durchgeführt.Du auch?
Ganz unrecht hast du aber nicht,da man mittels CVD auch Oberflächen beschichten kann.Das Gleichgewicht,das speziell bei dem hier benannten Verfahren angewendet wird lautet:
Si + 3 HCl [Gleichgewichtsdoppelpfeil] HSiCl3 (das von dir genannte Trichlorsilan) + H2
(Quelle: Riedel,Anorganische Chemie,6.Auflage)
Außerdem sagte ich ZUM AUFREINIGEN das CVD-Verfahren,damit erhält man polykristallines Silicium.Da man aber monokristallines möchte,also einen Einkristall,zieht man sich den anschließend mittels des Czochralski-Verfahrens.
@mmayr: Er hat damit angefangen
@GR-Thunderstorm: Genauso isses (soweit ich mich an die Festkörper 2-Klausur noch erinnere,die is schon soooo lang her).Es werden ganz geringe Mengen von Fremdatomen gezielt in das Siliciumkristallgitter eingebracht,wodurch die Leitfähigkeit extrem gesteigert wird.Silicium hat,wie es das Periodensystem sagt,4 Valenzelektronen.Bringt man nun Phosphor- oder Arsen- (5 Valenzelektronen,sog. p-Donoren) und z.B. Aluminium- oder Galliumatome (3 Valenzelektronen,sog. n -Akzeptoren) in die Struktur ein,so entstehen im Gitter Stellen mit einem Elektron zu viel (p-Donoren),auf der anderen Seite solche mit einem Elektron zu wenig ("Elektronenlöcher").Nun können (ab einer bestimmten Temperatur) die Elektronen,die zu viel sind,zu den Elektronenlöchern springen und damit die Struktur bzw. den Kristall durchqueren - die Substanz ist leitfähig bzw. weitaus leitfähiger als zuvor.
Das ganze kann man prima anwenden für Schaltelemente,da Strom ein Element,das aus einem Donorelement und einem Akzeptorelement besteht (also ein Element,bei dem ein p-dotiertes Material und ein n-dotiertes Material "zusamengeklebt" wurden) nur in einer Richtung durchqueren kann,d.h. nur,wenn der Pluspol am p-dotierten Ende angelegt wird.
Sind beide Dotierungen im gleichen Material vorhanden,so kann man das z.B. für Solarzellen verwenden,dabei werden dann die überschüssigen Elektronen durch das Licht angeregt,zu den Elektronenlöchern zu springen.Da gehören sie ja aber eigentlich nicht hin,es entsteht also eine Spannung,die man dann abgreifen kann.
So,genug geklugscheißert für heute

,Zeit fürs Bettchen.