welches h97 board?

Der Soundchip dürfte wohl etwas besser sein nur ob man es bemerkt? Ich teile deine Meinung mit dem HD3 ist ein gesunder Kompromiss
 
Selbst mit der herkömmlichen Bestückung wäre der Rechner schnell genug falls eine SSD genutzt wird
 
Suchs dir aus. Die sind halt alle ein Stück weit anders:
In der Hauptsache unterscheiden sie sich halt dem PCI/PCIe Slot Layout nach, dem verwendeten Audio und Lanchip, dem Zubehör und der Farbgestaltung.

Vorangestellt das günstigste Einsteigerboard ohne Biosupdate ist ein ASRock H81M BTC:
Dieses Board kann auch schon alle Haswell Refresh CPUs mit seinem Bios betreuen. Für ein ~45€ Board sicher eine günstige Anschaffung. Die Ausstattung beschränkt sich aber auf das minimalste, das der H81 Chipsatz nicht viel bietet. So gibt es nur 4 x SATA3, 4 x USB 3.0, 8 x USB 2.0 - das sollte aber an Anschlüssen mit SSD+HDD*DVD bei normal Nutzer reichen. Dazu verfügt es nur über einen älteren PCIe 2.0 x16 wo die Grafikkarte hineinkommt (Vorgabe durch den H81 Chipsatz), welcher wenn überhaupt aber nur minimalen Einfluss auf die Grafikkarten Performance haben sollte. Mit dem Soundchip sieht es eher schlecht aus bei einem Realtek ALC662 wurde nur das nötigste für 5.1 getan. Beim netzwerk wird auf einen günstigen Realtek RTL8111GR zurückgegriffen der minimal unter den Leistungen von Intel und Qualcom Killer NICs leigt. Im Leiferumfang sind 2 Kabel enthalten. Positiv zu vermerken sind die mit kleinen passiv Kühlern versehenen Spannungswandler.

Der nächst größere Chip B85 der sich zusammen mit Haswell Refresh blicken lässt findet sich auf einem ASRock B85M BTC:
Für derzeit ~52 gibt es eine Unterstützung aller Haswell Refresh Prozessoren. Maßgebliche Unterscheidung zum H81 Chipsatz macht hier die Native 1 x PCIe 3.0 x16 Unterstütung für den 16fach Grafikkartenslot aus! Auch die restlichen Anschlüsse haben sich im Gegensatz zu H81 vermehrt: 4 x SATA3, 2 x SATA2, 4 x USB 3.0 (2 Front, 2 Rear), 6 x USB 2.0. Die restliche Ausstattung gleich der des H81 Bruders. Auch hier finden sich mit kleinen passiv Kühlern versehenen Spannungswandler.

Als erstes H97er mit allem was nötig ist kommt das ASRock H97 Pro4 daher:
Dieses Board ist mit ~70€ vergleichsweise zum vorausgegangen teurer. Dafür bietet es diese Anschlüsse: 6 SATA3, 6 USB 3.0 (2 Front, 4 Rear), 6 USB 2.0 (4 Front, 2 Rear) - damit sollte jeder Normal PC Nutzer rundum versorgt sein. Dazu hat es den Intel Netzwerkchip der neusten Generation 218V drauf, der laut Asus sogar besser wäre als Killer NICs und zudem wenig Treiberprobleme unter Windows verursacht. zudem gibts Audio mit 7.1 von einem Realtek ALC892 + ELNA Audio Kondensatoren. Das ist ganz ok. Vorwurf ist zum einen, dass noch PCI Slots verbaut wurden und keine M.2 Schnittstelle auf dem Mainboard ist. In beiden Fällen kann man beruhigen. Meist wird keine Zusatzkarte gebraucht, und die Sachen die zumeist nachgerüstet werden können auch wie ein W-Lan Stick mit gleicher Leistung oder einer externen Soundkarte (welche zudem das Problem elektromagnetischer Felder im inneren des PCs nicht hat) umgangen werden. Wer schon eine alte Soundkarte mit PCI-Anschluss hat und diese weiterbetreiben mag sollte hier zuschlagen. Das Feature M.2 SSD auf '97 Chipsätzen ist ein Schritt in die Zukunft allerdings in der derzeitgen Ausgestaltung mit Gen2 implementation "essig", weil bei 770MB/s im Konsumer Bereich beim lesen Schluss ist zu vergleichsweise realistischen 550MB/s auf SataIII. Der Mehpreis für gegenwärtig etwa 40% (770/550) schnelleres Lesen ist außerhalb jedes vernünftigen P/L und für nen Normalanwender ist die SSD Beschleunigung auf SataIII ausreichend zu einer Festplatte mit 150MB/s um den Faktor 3,6 auf zuvor genannte 550MB/s. Solang man nicht speziel SSDs braucht, die auch im Schreiben über 500MB/s liegen, was wiederum mit hohen Kapazitäten aufgrund der Controller und angesteuerten Flashspeicher zusammenhängt ist M.2 kein Kaufgrund der die Entscheidung beeinflussen sollte.

Als Abwechslung dazu, wer sich nun doch etwa eine interen Soundkarte installieren will jedoch nicht auf neue PCIe anbindung verzichten will ist gut aufgehoben beim MSI H97 Guard-Pro (7923-002R):
Für nochmals 8€ Aufpreis bekommt man mit diesem Board nur noch PCIe Steckplätze. Dazu gibts den schon bekannten Realtek ALC892 Audiochip aber ein etwas schlechteren Netzwerkchip Realtek RTL8111G. Zudem gibt es hier eine M.2 Schnittstelle. Neben den abgewinkelten Sata Steckern die nur der Optik einen Mehrwert geben präsentiert sich das Board als das günstigste unter den mit dem besten Layout.

Ebenso brauchbar ist das ASRock Fatal1ty H97 Performance:
Hier wurde ruckwärtsgewand für ~85 auf PCI gesetzt als Schnittstelle. Aber wer die 6€ Aufpreis zahlt bekommt mit diesem Board den aktuellen vollausbau des ALC 1150 Soundchips. Mit der Purity2 Erweiterung zudem ist dies das einzige Board das ausweislich unter den H97er auch DTS Connect unterstüzt. Für jeden der digital über optischen Ausgang seine Soudngeräte verbinden will ist dies also ein gutes Angebot. Der Sound hat noch ein EMI Schild zum Schutz des Audiochips vor EM Strahlung im PC und verfügt über einen Kopfhörerverstärker sowie hochwertige Audio Kondensatoren. Einige bestreiten auch den Unterschied im Sound. Qualitativ gibt es da aber einen Sprung nach vorn was den onBoardSound angeht. Über eine gute Zusatz Soundkarte geht aber immer noch nix nur müssen dafür ~30€ oder mehr ausgegeben werden, was das P/L Verhältnis eines vorangegangen H97 Pro4 oder MSI Boards doch als etwas ungenügend erscheinen läßt. Für den normalnutzer ist allerdings der onBoardsound schon vollkommen ausreichend. Und natürlich braucht es auch entsprechende Boxen/Kopfhörer um das Potenzial einer extra SoKa auszuschöpfen. Daher ist bei günstigem Sound Equipment der onBoard Sound nicht besser oder schlechter als eine kleine AudioSteckkarte. Audio wird wichtiger auf Mainboards zur Unterscheidung (mittlerweile ist der Ausbau in der zweiten Generation bei allen Herstellern zu haben nur halt jeweils aus Marketinzwecken anders genannt) Zudem gibt es auch eine Thunderbolt Schnittstelle. Es unterstütz Trusted Platform Module. Und ist als einziges mit 8 Phasen zur Stromversorgung ausgelegt. Leider fehlt dem Packet eine M.2 Schnittstelle, die aber wie oben schon beschrieben derzeit keine Vorteile bringt, da sie P/L technisch hinter SataIII Lösungen rangiert.

Kommen wir zu den Empfehlungen die auch aufgeführt werden sollten darunter fällt als erstes das Gigabyte GA-H97-D3H:
Hier vereint sich ein besseres Layout auch abseitige PCIe slots mit einem ALC 1150 Audiochip und einer M.2 Schnitstelle zusammen mit 4 Phasen CPU Stromversorgung. Alles sehr gut ausgewogen und definitiv ein gutes Board für derzeit rund 86€.

Daneben sollte auch noch das ASUS H97-Pro (90MB0IJ0-M0EAY0) genannt sein.
Dies ist im großen und ganzen eine 20 Euro teurere Version des Asrock Pro4, dass lediglich diesen Preisunterschied erklärbar macht mit dem derzeit unnötigen M.2 Anschluss und TPM sowie 4 Sata Kabel im Lieferumfang. Der Realtek ALC892 ist auf einem 90€ Mainboard nicht zeitgemäß das macht auch die Schmückung mit Crystal Sound 2 und Audio Kondensatoren nicht wett. Zweischneidig zeigen sich die zwei blank liegenden Spannungswandler der 6 Phasen Stromversorgung der CPU. Da Asus sein BIOS so umgeschrieben hat, dass auch auf dem H97 übertaktetet werden kann derzeit, ist dies mit gemischen Gefühlen zu sehen was die Stromversorgung betrifft. Wer also mit dem Gedanken spielt einen i5k oder i7k auf solch einem Board zu betreiben sollte davon abstand nehmen aus meiner Sicht. Dafür wurden die Boards nicht ausgelegt. Auch die fortwährende Unterstützung der Übertaktung kann durch ein Update der Intel Management Engine jederzeit kassiert werden. Was vor allem beim Nachrüsten dazu führen kann, dass Komponenten zwar erst nach Biosupdate funktionieren, jedoch eben genau mit diesem Update das Übertakten ausgeschaltet wird.

Zuletzt wenn sich die Gelegenheit bietet ein paar Worte zu den teuren Asus, Asrock und MSI 111elf!!! >>Gaming<< Boards, wenn man sie den für unter 85€ bekommt, kann man sich dafür erwärmen, andernfalls Fallen sie wegen ihres hohen Preises und der gegenüberstehenden Leistung nicht glänzend auf und sind eine mMn unnötige Mehrausgabe für keinen Mehrwert.

PS: Natürlich ist für tüftler ein H87/B86 Board der alten Generation und ein Haswell Prozessor mit richtigem Bios noch eine Option. Man erreicht durch das fahren des Boosttakts auf allen Kernen rund 75MHz über alle Kerne mehr. Zu beachten ist dabei aber, dass dann das Board eben nur mit diesem BIOS in Kombination mit der CPU zu betreiben geht. Neure Updates die mögliche Probleme beheben, werden zwar nutzbar sein, jedoch wird mit der Rücksetzung der Intel Management Engine der vermeindliche Mehrtakt gekappt und man hat einen 100MHz schlechteren Prozessor der gleichviel kostete wie ein Haswell Refresh.
 
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