Welche Power steckt in Virtualisierung?

iGreggy

PC-Selbstbauer(in)
Der Titel sagt es schon, es handelt sich dabei aber um eine theoretische Frage. Mir geht es darum wie viel Power die virtuelle Maschine hat. Bei heutiger Technik kann man ein XP ohne Probleme virtualisieren und dann Starcraft spielen, das dürfte echt einfach sein. Aber was geht noch?
Nehmen wir mal eine fiktive Hardware:
- Core i7 "Gulftown" (sechs Kerne)
- 8GB RAM
- Ati 5870 GPU
- 64-bit OS

Wie stark könnte meine VM werden? Könnte man theoretisch Spiele wie Fallout 3 in einer VM zocken? Klar kann man fragen wozu das Ganze virtualisieren, darum geht es jetzt aber nicht. Theoretisch müsste es doch machbar sein. Der VM kann man ja mehrere Kerne zuweisen, RAM ist auch genug da und die GPU hätte auch Pfeffer. Was meint ihr?

Jemand vielleicht sogar Erfahrungswerte?

Grüße
Greggy
 
Meines Wissens gibt es momentan keine Virtualisierungs-Software, welche es der virtuellen Maschine erlaubt, direkt auf die Hardware der Grafikkarte zuzugreifen (kann architekturbedingt auch nicht sein, "es kann nur einen geben";), der direkt mit der Hardware kommuniziert). D.h., in den verfügbaren Lösungen wird die MS DX9-API durch die Host-Software nur für die virtuellen Maschinen emuliert. Der dadurch entstehende Geschwindigkeitsnachteil und die nicht vollständig zu vermeidenden Fehler bei der Portierung der DX9-API wird bei anspruchsvollen Spielen wohl wenig Freude aufkommen lassen.
 
Stimmt, den Punkt hatte ich jetzt nicht bedacht. Okay lassen wir mal das Thema Spiele uns nehmen normale Anwendungen, Videoschnittprogramme oder Konverter wie XMedia Recode. Wie schauts da aus?
 
Ich habe hauptsächlich Erfahrungen mit VMware, diese sollten jedoch auf Grund der prinzipiell gleichen Architektur auch auf andere Virtualisierungen übertragbar sein. Die CPU-Leistung skaliert in den virtuellen Maschinen nahezu ohne Verluste (z.B. Folding@Home in einer VM: http://extreme.pcgameshardware.de/f...ow-schnell-effizient-falten-mit-einer-vm.html). Die virtuellen Filesysteme sind i.d.R. merklich langsamer als der native Zugriff, bei kommerziellen Lösungen bzw. auch schon beim VMware ESXi 4 ist der Geschwindigkeitsnachteil etwas geringer. Beachten sollte man auf jeden Fall, dass man für den OS-Core jeder VM einen Overhead an Hauptspeicher-Bedarf hat, der bei einer nativen Ausführung im Host-OS (falls das möglich ist) nicht erforderlich wäre.
 
Eine 3D-Unterstützung, beispielweise für Spiele, gibt es zumindest "experimentell" bei VirtualBox in Form von DirectX 8 & 9. Ob und wie es funktioniert weiß ich allerdings nicht.
 
VMware Fusion (for Mac) kann auch Dx9 emulieren. Bei Virtual Box werden - glaube ich - die API Zugriffe abgefangen und auf OpenGL umgemappt. Bei VMware habe ich auch eher ältere Titel, wie AvP2 auf offiziellen Screenshots gesehen, daher vermute ich mal, die Leistung ist eher bescheiden. Naja, ne VM ist ja auch nicht zum zocken gedacht ;)
 
Mit einem Typ 1 Virtualisierungsprogramm sollte man auch aufwändigere Programme nutzen können.

z.B. Xen ist ein Hypervisor, das heißt, dass er nicht auf einem OS aufbaut, sondern selbst das OS ist und die einzelnen VMs paravirtualisiert - die Hardware wird weitergeleitet und nur leicht abgeändert - das spart Resourcen.
Hier wird von mehr als 98% des Hostsystems gesprochen (das halte ich für unwahrscheinlich)
Hier noch ein Link zu einem Bild, das den Unterschied der beiden typen grafisch darstellt


Ich bin selbst gerade dabei meinen PC zu virtualisieren, mein Vorhaben ist allerdings wesentlich weniger fordernd:
Eine Partition soll Win 7 haben und nichts virtualisieren - für viel Leistung ohne Einbußen
Die Andere Partition soll Xen beinhalten und viele schwache VMs + eine VM mit XP sein -> Banking kann dann in einer sicheren Linuxumgebung geschehen...

Ich bin nur am überlegen wie das alles klappen soll ... zumindest das Installieren von Xen :/
 
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