WD red RAID - Hardware, Software oder Software...

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flotus1

Guest
Vielleicht hat jemand eine begründete Meinung zu folgendem Thema:

Ich plane zur Erweiterung unserer Speicherkapaitäten ein RAID (vermutlich 5) aus einigen WD red 8TB, so etwa 3-5 Stück.
Nachdem ich mich jetzt ein wenig eingelesen habe bieten sich mir 3 Möglichkeiten: RAID-Controller (ein PERC H310 liegt noch im Schrank rum), über das Mainboard (Intel C612) oder Software-RAID über das Betriebssystem.

Vor- und Nachteile fand ich hier ganz gut zusammengefasst wodurch ich für mich zu dem Schluss kam dass ein Software-RAID per Betriebssystem nicht die schlechteste Wahl ist. Oder kennt jemand Gründe wieso eine andere Lösung doch besser wäre?
Und die empfohlene Vorgehensweise den Cache der Festplatten zu deaktivieren trifft hier zu? Oder haben die WD RED ein Feature das es erlaubt bei Softare-RAID den Cache aktiviert zu lassen? Habe dazu keine konkreten Hinweise gefunden.
 
Welches OS kommt zum Einsatz?

Hardware-RAID:
Pro:
-Rechenleistung übernimmt der Controller
-Bleibt trotz Softwarewechsel verfügbar

Kontra:
-Wenn das Sys Hochverfügbar sein soll, müsste ein weiterer Controller als Reserve im Schrank liegen. Sonst kann niemand anders mehr beim sterbenden Controller das RAID auslesen.

Software-RAID: Einfach Pro und Contra von oben umdrehen.

Wegen Cache deaktivieren: Den Cache wird man wohl nicht brauchen, da die Gesamtperformance durch die vielen Platten deswegen nicht leiden wird. Allerdings sollte man ihn nur aktivieren, wenn man eine funktionierende USV hat.

Was spräche denn gegen ein RAID 6? Außer natürlich, dass 2 Platten nicht "genutzt" werden. Dafür ist die Ausfallsicherheit gleich höher, zumal ein Rebulid eines so großen RAID5 durchaus ziemlich lange dauern kann. (Das RAID 5 kann während des Rebuilds Datenverlust erleiden, wenn sich eine 2.te Platte für den Freitod entscheiden sollte)
 
Danke für deinen Input. Ja, die Überlegungen habe ich auch schon alle gewälzt.
Gegen RAID 6 habe ich mich vorerst entschieden weil ich eigentlich nicht noch eine Platte "verschenken" wollte. Budget ist leider nicht unbegrenzt. Bei RAID5 liegen ja schon 2 HDDs brach (eine brauch ich als hotspare oder "cold"spare im Schrank), bei RAID 6 wäre es noch eine mehr. Für 24TB bräuchte ich dann schon 6 Platten. Auch hat mich der erhöhte Rechenaufwand beim schreiben auf RAID6 ein wenig abgeschreckt. möglich dass ich hier falsch denke. Immerhin stecken 2 Xeon E5-2650v4 im Rechner, möglich dass die CPU-Last vernachlässigbar ist :ka:
Wohler wäre mir auch mit RAID 6 wegen genau der Thematik die du ansprichst...
 
Bei RAID5 liegen ja schon 2 HDDs brach (eine brauch ich als hotspare oder "cold"spare im Schrank), bei RAID 6 wäre es noch eine mehr.

Wenn eh schon eine brach liegt, würd ich wohl eher das RAID 6 vorziehen, denn dann ist die "Reserveplatte" schon mit allen Daten befüllt und du sparst dir den Rebuild, bis das RAID wieder voll da ist.

Bei Ausfall einer Platte hast du quasi immer noch ein RAID 5, musst dir eben die ausgefallene Platte erst langwierig ordern.
 
Ach so, ein RAID 6 mit einer ausgefallenen Platte ist noch einsatzfähig? Das ist tatsächlich eine für mich neue Information. Gut dass ich gefragt habe.

Ganz vergessen: Betriebssystem ist Opensuse.
 
Ich habs zwar selber nie ausgetestet, aber RAID 6 hat 2 Paritätsplatten, deshalb "Kapazität von 2 Platten" an Verlust.

RAID 5 hat ja nur eine Paritätsplatte, wär also mit dem Ausfall einer Platte auch noch funktionsfähig, aber hier müssten die Daten erst aus der Parität herausgerechnet werden.

Allerdings vermute ich stark, dass es auch vom RAID-Controller abhängen kann, ob der das RAID "abschaltet" sobald eine Platte fehlt.

Hierzu hab ich nur theoretische Informationen, wär also gut, wenn hier noch wer aus der Praxis berichten kann.
 
Sööö
Nach weiteren Nachfragen in einem anderen Forum bin ich mir jetzt ziemlich sicher dass es ein RAID 6 ohne spare wird. Zunächst mit 4 Platten, dann wird so bald wie möglich auf 6 aufgestockt. Es ist wohl in der Tat so dass das Volume auch nach Ausfall einer (in diesem Fall 2) Platten weiter nutzbar ist, auch vor dem Rebuild. Somit ist es für meine Zwecke nicht nötig eine Ersatzplatte im Schrank zu haben weil ich damit leben kann dass die eine ausgefallene Platte erst durch die RMA muss oder neu gekauft werden muss damit Ersatz kommt. Da stand ich wohl auf dem Schlauch, vielen Dank an bschicht86.

Wie mir Dorian_WD per PN mitgeteilt hat ist es bei den WD red weder notwendig noch möglich den Cache abzuschalten wenn man sie im RAID ohne BBU betreibt. Hier soll die "NASware-Technologie" für Zuverlässigkeit sorgen. Wie das genau von Statten geht falls der Strom ausfällt muss ich mich wohl noch einlesen.

Nächstes Thema ist die "richtige" chunk size fürs RAID6. Geschrieben werden schwerpunktmäßig größere Datenmengen sequentiell. Falls jemand dazu eine Meinung hat würde ich sie gerne hören.
 
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