AW: Wasserkühlung mit Unold Cooler 8920 Mini-Gefrierschrank
Peltier-Elemente haben einen extrem schlechten Wirkungsgrad (ca. 50%) und benötigen einen sehr effektive Kühlung der hot-plate. Mit Peltier-Elementen über 80W-100W elektrischer Nennleistung (entspricht 40 bis 50W Wärmepumpleistung) ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen, da die Temperatur der hot-plate auch mit einem zweiten großen Wakü nicht tief genug gehalten werden kann, um an der cold-plate noch so tiefe Temperaturen zu erzeugen, dass ein hoher Wärmestrom aus dem Ausgleichsbehälter abgezogen würde. Abgesehen davon, müsste der Ausgleichsbehälter selbstverständlich einer aus Alu oder Kupfer sein, damit ein einigermaßen brauchbarer Wärmeübergang zustande kommt, aber das ist bei Weitem nicht das Hauptproblem

. Allgemein ist ein AB als Wärmetauscher nicht besonders geeignet.
Die einzige nachweislich funktionierende aber nach wie vor extrem ineffiziente Methode mit Peltiers und Wakü dauerhaft etwas niedrigere Temperaturen zu erreichen bzw. den Taupunkt zu erreichen, sind kleine Peltier-Elemente, die in Reihe geschaltet werden und mit einer potenten Wakü für die Kühlung der hot-plates ausgestattet sind. Im zweiten, dann aktiv gekühlten, Kreislauf sitzen die Komponenten. Um einen Taupunktregler kommt man dabei auch nicht herum und der Stromverbrauch ist angesichts des bescheidenen Ergebnisses einfach nicht gerechtfertigt.
Vor Jahren habe ich selbst mal einen Peltier-Booster für meine damalige Wakü gebaut, und konnte mit einem kleinen Peltier-Element sogar eine Temperaturabsenkung um 6 °C erzielen. Das ging gerade noch so mit luftgekühlter hot-plate (extrem laut, weil nur ein schnelldrehender Lüfter ausreichte). Die lächerliche Wärmepumpleistung von 20W ist für ein heutiges System nicht der Rede wert (elektrisch wurden 40W verbraucht). Das ging damals nur weil eine verhältnismäßig schwach heizende CPU drin war und der eingebaute Single-Radiator zufällig so bemessen war, dass er den Effekt nicht wieder aufheben konnte sondern selbst unterdimensioniert war.
Hier ein paar Bilder meines Mini-TEC-Boosters:
http://img169.imageshack.us/img169/812/umbau20062007cmstacker0aq9.th.jpg
http://img153.imageshack.us/img153/759/umbau20062007cmstacker0qs9.th.jpg
http://img368.imageshack.us/img368/4362/10001574jr.th.jpg
Die Eisbildung war nur im Leerlauf möglich. Schon durch das bloße einbinden in den Kreislauf ging das aufgrund der hohen Wärmekapazität des Wassers nicht mehr.
Für eine normale Wakü mit heutigen Prozessoren bräuchte man mindestens vier, fünf oder je nach Komponenten noch mehr solcher Booster und der Effekt wäre nicht höher. An die Kühlung einer Grafikkarte darf man da gar nicht denken.
Erst wenn darüber hinaus noch mehr solche Booster in den Kreislauf eingebunden würden könnte man sich langsam dem Taupunkt nähern. Angesichts des Preises für die nötige Rückkühlung, die Peltier-Elemente,, den Taupunktregler, die Stromversorgung, die Isolierung und des Stromverbrauchs ist das keine praktikable Lösung, wenn damit bessere OC-Ergebnisse erzielt werden sollten oder gar dauerhaft so gekühlt werden soll. Da gibt es bei Weitem effizientere Methoden.
Die dauerhafte Kühlung ist, wie von Speed-E schon angesprochen, auch der Grund warum dein Kühlschrank-Konstrukt nicht funktioniert.
Wenn schon unter die Raumtemperatur kühlen dann gleich direkt per Kompressor und Verdampfer oder mit Trockeneis oder LN2 zum benchen. Selbst professionelle Chiller (Kompressorkühlung für den Wakü Kreislauf) bringen in aller Regel keine besonders hohen OC-Ergebnisse, da die erreichbaren Temperaturen einfach nicht niedrig genug sind - mal ganz abgesehen vom Kondenswasserproblem, welches aber bei allen aktiven Extremkühlmethoden auftritt

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