AW: Vishera: AMD bestätigt AM3+-Sockel für FX-Nachfolger
Naja... also die Sache mit Intels Marktausnutzung wurde ja schon tausendfach diskutiert, ich sag dazu nur wieder, da gabs nichts was nicht AMD auch gemacht hätte (nur weniger Effektiv).Tatsächlich hat Intel die Werbung im Rennen gehalten. Das "bestechen" der Mediamarkt/Saturn-Kette war außerdem hauptsächlich ein lokales Problem, Deutschland ist nicht die Welt(auch wenn viele Deutsche das gerne glauben), bei uns gabs genauso AMD wie Intel, man hat nur nicht genug geworben- schließlich griffen die Leute zu der Marke die sie ausm Fernsehen kennen (zumindest die Ahnungslosen, die Leute mit Fachkenntnissen (wenige!) griffen auch nicht automatisch zu AMD, die Kombination aus Intel CPU und Board stand immer noch für absolute Stabilität und das war einer der vielen weiteren Gründe warum sich AMD nie durchsetzen konnte. OBWOHL man die schnellste CPU hatte. Aber ein Teil alleine ist in einem gesamten System eben irrelevant: Ob die CPU bei gleichen Preis jetzt 3% schneller ist, ist mir egal, wenns um 15 andere Dinge auch gehen kann. Vorallem hatte damals AMD noch keine guten Chipsätze usw, die drittherstellerchipsätze waren oft suboptimal, es gab viele Inkompatibilitäten, Instabilitäten... allgemein hatten gerade die OEM Hersteller aber auch die Leute die eine ganze Reihe an Systeme bauten, wie auch einige Kunden ein "besseres Gefühl" wenn eine Intel/Intel Kombination oder generell Intel CPU drin war, als eine AMD CPU (der frühere "billig"-Hersteller) mit einem Mobo eines mehr oder weniger unbekannten drittherstellers.
Privat hatte ich zu der Zeit auch eine AMD+Asus Kombination(A8N-SLI Deluxe) sowie diverse andere Boards, dank AMDs damals schneller Sockelwechsel

. Da haben sie sich was von Intel abgeschaut. Ich muss sagen, ich hatte irrsinnig viele Probleme und scheinbar unausgereifte Boards (die bei Tests immer Bestnoten hatten...). Unsere damaligen Kunden, denen wir ausschließlich Intel Systeme verkauft haben (nicht wegen irgendeinem Vertrag, sondern weils für ein Unternehmen, welches Computer baut, verkauft und Service/Support dafür macht, einfach besser ist, wenn man möglichst wenig verschiedene Systemkonfigurationen, Softwarekonfigurationen (Treiber) usw hat, somit kennt man die Systeme schnell mal, etwaige Probleme die 1x auftreten kann man beim nächsten System bereits verhindern oder kennt es zumindest schon usw.
-> zufriedenere Kunden.
Außerdem war es für uns somit auch viel leichter Ersatzteile (im Garantiefall usw) zu bekommen, da man das ganze eben über eine (Intel) und nicht mindestens 3 (AMD,Intel, Dritthersteller für Boards) Firma bezieht usw usf.
Warum erzähl ich das: Weil es einfach ein total logischer entschluss ist, für viele Computerhersteller, nur auf Intel gesetzt zu haben. Und die stabilen 80% Marktanteil nicht von daher gerührt haben, dass Intel mit diversen Unternehmen Agreements hatte. Das geweine ist zwar groß von den AMD Fans, aber ich glaub nicht, dass der Schaden tatsächlich 1.5 Mrd für AMD war. Die Nachfrage nach AMD in Firmenpcs usw war einfach fast null.
Private (also nicht die oben beschriebenen Firmenkunden) Kunden haben durchaus meist die AMD+Drittherstellerboard gewählt, allerdings wollten die meist (AMD Kunden-typisches Problem^^) möglichst wenig zahlen für möglichst viel Leistung und dabei spart man dann natürlich beim Board. Eine derart hohe Rücklaufquote bei Hardwareprodukten hatten wir zuvor nur bei IBM Deskstar-Festplatten
Und zumindest hier im Forum und bei den Techfreunden stimmt das Statement mit der Gier der AMD Fans, das Todschlagargument von den AMD Fanatikern ist immer noch "na und dafür sind sie billiger" und genau das bringt AMD um weil man erstens deutlich weniger Stücke verkauft, zweitens pro stück deutlich weniger verdient und somit wiederum weniger Geld für Forschung, Entwicklung, Werbung hat...