Videoqualität testen - wie? (Intel Quick Sync, x86, Cuda)

GoldenMic

Kokü-Junkie (m/w)
Videoqualität testen - wie? (Intel Quick Sync, x86, Cuda)

Hallo,
ich habe heute und morgen einen i5-3570K da und wollte daher gern direkt mal etwas testen.
Und zwar wollte ich mir gern die Zeiten sowie die Qualtität mal selber ansehen.
Was ich zur Verfügung habe:
i5-3570K
Z77 Extreme 4
GTX 470

Was ich gerne testen würde:
Quick Sync vs. x86 vs Cuda.

Wie bewerkstellige ich da nun? Gibt es Freeware mit dem ich das ganze mal austesten kann? Die Videos sollen nicht sonderlich lang sein, nur möglichst hohe Auflösung sollte es sein.
Was nehme ich da am besten für Material und wo bekomme ich es her? Kann mir das mal jemand erklären? Danke :)
 
AW: Videoqualität testen - wie? (Intel Quick Sync, x86, Cuda)

Was nehme ich da am besten für Material und wo bekomme ich es her?
Wenn ich diesen Satz lese hat sich der Rest eigentlich bereits erübrigt. Wenn Du weder weisst, was Du konvertieren möchtest noch, in was das dann konvertiert werden soll und welche Prioritäten Du setzt (Encodingzeit, Bildqualität mit oder ohne Deinterlacing, Zieldateigröße u.s.w.), dann kannst Du direkt im Netz nach einem Vergleich suchen.

Quick Sync vs. x86 vs Cuda.
Damit hast Du wohl zusätzlich eine Grafikkarte an welcher (vermutlich) der einzige Monitor angeschlossen ist?? Falls ja wirst Du wohl auch noch Lucid Virtu installiert haben müssen, sonst ist die IGP vom i5-3 deaktiviert.

Wie bewerkstellige ich da nun? Gibt es Freeware mit dem ich das ganze mal austesten kann?
Bei Quick Sync kenne ich als echte Freeware-Lösung nur das Intel-Quick Sync SDK, die man dann per Graphedit entsprechend (manuell) verschlaten könnte (siehe hier). Das ist aber m.M. nach nichts für den "Encodinganfänger", der die Hintergründe dazu nicht kennt.

Sonst bleiben für Quick Sync nur die Demoverwionen diverser professioneller Encoder wie DVDFab, MediaEspresso 6.5 oder auch Adobe Premiere (mit dem entsprechenden Intel Plugin).

Für Cuda könnte man z.B. MediaCoder 0.8.12 5242 - VideoHelp.com Downloads nehmen, und als reinen Software-Encode entweder auch den MediaCoder, MeGui oder sonst einen beliebigen Wrapper um x264. Wobei ich auch hier schonn frei geraten haben, daß Dein Ziel mp4 und nicht mpg2 ist.

Die Videos sollen nicht sonderlich lang sein, nur möglichst hohe Auflösung sollte es sein.
Wenn Du die Performance testen möchtest nützt Dir ein 2-3 Minuten Video nichts. Ob Du aber nun DVB-C/S in SD (mpg2) oder HD (mp4) encoden möchtest (vieleicht sogar noch mit Deinterlacing) oder von BlueRay geriptes 1080i oder 1080p oder Videos, die mit der eigenen Kamera aufgenommen wurden, macht nicht nur im Performancevergleich, sondern auch im Qualitätsvergleich einen riesigen unterschied aus. Voruasgesetzt, Du möchtest Dich mit allen Encodern an die optimale Datenrate bei gleicher visueller Bildqualität heran tasten.

und selbst da gibt es schon Unterschiede, ob Du das Ergebnis nachher nur am Video am PC (mit oft zu geringem Betrachtungsabstand), am Fernseher (mit dafür geeignetem Abstand) oder (wie es Zeitschrifen bei Tests gerne machen, damit sie überhaupt etwas drucken können) ob Du Standbilder der kritischen Szenen betrachtest.

Vieleicht ermöglicht die Testversion von TMPGEnc einen solchen Vergleich. Um aber die mögliche Qualität zu vergleichen, mußt Du bei allen drei Encodingversionen die jeweils nötigen optimalen Paramter für Deim Material selber ermitteln. Und wenn Du dann nicht nur die max. mit diesem Programm mögliche Qualität wissen möchtest, dann sind nicht nur bei der reinen Softwarelösung, sondern mind. auch bei einer CUDA-Lösung sicherlich Tests mit anderen Encodern angesagt.

Und als Abschluß: Quick Sync ist, wenn es um Bildqualität bei gleicher niedriger Zieldatenrate geht, einem guten Softwareencoder immer unterlegen, da Quick Sync m.W. nach immer noch kein 2-pass Encoding kann. Wie das bei CUDA aussieht weiß ich nicht. Wenn es aber eher um Performance oder gar den Stromverbrauch geht (z.B. Herunterrechnen von selber aufgenommenen Videos auf dem Laptop), dann ist Quick Sync vermutlich derzeit kaum schlagbar.
 
AW: Videoqualität testen - wie? (Intel Quick Sync, x86, Cuda)

Danke für die ausführliche Anwtort.
Naja ich dachte eben ich nutze mal die Gelegenheit :ugly:

Bisher wurde es mir so eingetrichtert:

Gewscheindigkeit:
Quick Sync > Cuda > x86

Qualität:
x86 > Quick Sync > Cuda.

Daher wollte ich das gerne mal selber testen...aber nunja :ugly:
 
AW: Videoqualität testen - wie? (Intel Quick Sync, x86, Cuda)

M.M. nach kann man Geschwindigkeit, Qualität und Dateigröße nicht trennen. Man wird zwar mit der SW-Lösung bei der Geschwindigkeit nicht an eine HW-Lösung heran kommen. Aber schon bei der SW-Lösung sind locker Geschwindigkeitsunterschiede von Faktor 10 und mehr möglich.

Für die Software-Lösung gilt normalerweise (jedenfalls, wenn man den selben Encoder verwendet):
- gleiche Zieldateigröße (=Datenrate) und höhere Geschwindigkeit ergibt eine schlechtere Qualität
- gleiche Qualität und höhere Geschwindigkeit ergibt eine größere Zieldateigröße

Da die HW gewisse Features nicht bietet dürfte man diese m.M. nach für einen fairen Vergleich also auch nicht verwenden. Damit müsste man den Vergleich auf gleiche Zieldateigröße/Datenrate und mit den Features des "schlechtesten" Encoders testen. Das wäre dann:
(1) 1-Pass Encoding mit einer vorgegebenen Zieldatenrate
(2) 1-Pass Encoding mit gleicher visueller Bildqualität

(1) ist noch recht einfach zu testen und dort dürfte im Allgemeinen Deine Angabe zur Geschwindigkeit stimmen
Bei (2) stellen sich für mich die bereits weiter oben genannten Probleme. Ab wann ist die Bildqualität vergleichbar gut/allgemein akzeptabel oder gar hervorragend. Dies hängt massiv vom Ausgangsmaterial ab (Spielfilme ohne große Action (1080p) erfordern bei gleicher Bildgröße erheblich weniger Datenrate wie interlaced-Sportaufnahmen (meist 1080i), wenn beide nachher am HDTV ohne sichtbare Artefakte abgespielt werden sollen.

Wenn es darum geht, die maximale Bildqualität bei minimaler Dateigröße zu erreichen, dann hilft nur ein 2-Pass Encoding, was die HW aber in der Regel nicht kann.

Ob unter Bedingung (1) Deine Aussage zur Qualität haltbar ist kann ich aus eigener Erfahrung nicht sagen. Ich habe selbst die Quick Sync Lösung nur recht kurz getestet, die CUDA-Lösung garnicht und zu Nvidias neuem Hardware-Video-Transcoder NVENC habe ich noch nichts gelesen. Bei vergleichbarer Bildqualität musste ich (bei den Sportaufnahmen, die ich konvertieren musste) die Zieldatenrate erheblich höher setzen wie mit dem 2-Pass Softwareencoding. Daher nehme ich lieber einmal die erheblich längere Umwandlungszeit in Kauf als Jahrelang mehr Plattenplatz zu belegen wie nötig.

Bei meinen Einstellungen komme ich (i7-2600k, DV->mp4 inkl. Deinterlacing mit meGUI x64) auf einen Faktor von ca. 3,25, also eine Stunde Video benötigt knapp 19 Minuten. Zu P4-Zeiten und der Vidac (HW mpg2-Encoder) sah meine Entscheidung noch anders aus, da war ich aber auch froh, wenn das DV-Video ohne Deinterlacing innerhalb einer Nacht nach mpg2 (DVD) encoded war. Mit der Vidac kam man denn ansatzweise auf Echtzeit.

Bevor jetzt jemand schreibt: Plattenplatz kostet doch nichts mehr:
Es ging im ersten Schritt um die Konvertierung von ca. 150 selber aufegenommenen (und geschnittenen) DV-Kassetten (je 1h), und dann nochmal um eine ähnliche Anzahl von DVDs mit TV-Mitschnitten. Bei mind. 300h Material kamen da schon etliche GB (im dreistelligen Bereich) zusammen.
 
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