rabensang
PCGH-Community-Veteran(in)
Inhalt:
Einleitung:
Coolermaster schickte mit der Storm-Serie eine neue hauseigene Marke ins Rennen, die Gamer mit dem Hang zu LAN-Partys ansprechen soll. Der Erste eigens dafür designte Tower war das Sniper. Nun folgt der zweite Streich in Form des Scout. Coolermaster kopierte jedoch nicht einfach das alte Gehäuse, sondern setzte auf ein völlig anderes Konzept. Das neue Storm Scout ist kompakter und handlicher, aber genau so praktisch gestaltet, wie der Vorgänger. Ob Coolermaster ein weiteres Top Produkt abliefert, zeigt sich in diesem Test.
Spezifikationen:
- Maße: 219 x 495,5 x 489 mm (BxHxT)
- Material: Stahl
- Gewicht: 8,7 kg
- Farbe: Schwarz
- Formfaktor: ATX, Micro-ATX
- Lüfter:
1x 140 mm (Front, Red LED)
1x 140 mm (Deckel)
1x 120 mm (Rückseite, Red LED)
2x 120 mm (Seitenteil, optional) - Laufwerksschächte:
5x 5,25 Zoll (extern)
1x 3,5 Zoll (extern, in 5,25 Zoll Schacht)
5x 3,5 Zoll (intern)
1x 2,5 / 1,8 Zoll (intern, im 3,5 Zoll Schacht) - Erweiterungsslots: 7+1
- Netzteil: Standard ATX PS2 / EPS 12V (optional)
- I/O Panel:
4x USB 2.0
1x eSATA
1x je Audio IN/OUT (HD / AC97) - Grafikkartenlänge: max. 28cm
Verpackung / Lieferumfang:
Coolermaster gestaltet den Karton gemäß dem Einsatzgebiet des Scout. Designtechnisch sind die Gaming- und LAN-Aspekte stark hervorgehoben. Der Hersteller unterstreicht außerdem die Gimmicks, die das Scout zu bieten hat und veranschaulicht dessen Fähigkeiten.
- Anleitung
- Schrauben
- FDD-Track
- Laufwerksschienen für 3,5" und 2,5"
- Speaker
- Kabelbinder
Verarbeitung:
Die Verarbeitung des Storm Scout wirkt rundum zufriedenstellend. Man kann keine scharfen Kanten, schlechten Lack oder andere Mängel feststellen. Die einzige Schwachstelle, bilden die Schnellverschlüsse der Erweiterungslots. Diese brechen bei häufiger Benutzung relativ leicht ab, lassen sich aber durch die mitgelieferten Thumbscrews ersetzen. Sehr stabil sind ebenso die Kunststoffteile am Gehäuse, gerade der Griff wirkt robust und haltbar.
Äußere Ansichten:
Das Scout kann keineswegs als schlicht bezeichnet werden. Die Optik ist martialisch und außergewöhnlich gestaltet, genau richtig um auf LAN-Partys aufzufallen. Aufsehen erregend oder zurückhaltend, mit der einschaltbaren Beleuchtung hat man die Wahl. Die komplett schwarze Farbgebung wird von den roten LED-Lüftern unterstrichen und sorgt für den finalen Touch. Von der Größe her, sind nur geringe Unterschiede zu einem herkömmlichen Midi-Tower festzustellen. Die verwendeten Materialien, Plastik und Stahl, unterscheiden sich optisch kaum voneinander – Übergänge fallen daher wenige ins Auge.
Die Front besteht aus Kunststoff, mit eingelassenem Mesh-Gitter, dahinter schützt ein Staubfilter vor unerwünschtem Schmutz im Gehäuseinneren. Wie gewohnt finden sich die 5 Laufwerksblenden im oberen Teil und ein rot beleuchteter 140-mm-Lüfter genau darunter. Der Clou: Die komplette Frontblende lässt sich abnehmen, ohne das irgendwelche Kabel daran befestigt sind. Das erleichtert einerseits die Reinigung des fest verbauten Filters, ist aber notwendig, um die Laufwerksblenden zu entfernen. Schräg eingelassen im Deckel befindet sich das gut durchdachte und super aufgebaute Alu- I/O Panel. Neben den üblichen Power-, Reset und Beleuchtungsknopf sind E-SATA, Audio In/Out und vier USB-Anschlüsse enthalten. Durch die unterschiedliche Größe der Knöpfe vereinfacht der Hersteller die Handhabung allgemein. Der voluminöse Power-Taster kann einfach und präzise ausgelöst werden. Der Reset-Knopf wurde so designt, dass man ihn nicht ausversehen betätigen kann.
Gleich hinter dem I/O Panel befindet sich der Tragegriff, der stabil genug ist, das Gehäuse auch mit schwerer Hardware einfach und sicher zu transportieren. Durch die seitlichen Aussparungen können zum Beispiel USB- oder Audiokabel verlegt werden, um nicht vor den Laufwerken zu stören und herum zu baumeln. Im hinteren Teil des Deckels, sieht man den nach außen blasenden, einfachen 140-mm-Lüfter, der durch ein 120 Modell ersetzt werden kann.
Beide Seitenteile gleichen sich fast bis auf hundert Prozent. Im rechten, erblickt man noch ein Highlight in Form des Windows, welches von schwarzen Nieten umkreist wird. Ein dezenter Blick auf die verbaute Hardware erfreut damit so manches Auge. Ein weiterer farbiger Akzent befindet sich im oberen Teil des Hecks. Hier kommt ein rot beleuchteter 120-mm- Fan zum Einsatz. Im Gegensatz zu einigen herkömmlichen Midi-Tower, liegt das Netzteil auf dem Boden. Ansonsten lassen sich keine Besonderheiten feststellen.
Innere Ansichten:
Im Innenraum setzt sich der schwarze Look konsequent fort. Auf den ersten Blick wirkt alles sehr eng und klein. Beim einsetzen der Hardware ändert sich diese Vermutung. Erstaunlicherweise passen sogar eine ausgewachsene HD 4870 X2 oder eine GTX 260 (65Nm)in das Case. Hat jedoch eine so lange Grafikkarte die Stromanschlüsse am Ende des PCB, gibt es gewaltige Probleme, denn der Platz wäre mit 0,5 cm einfach zu gering.
Das Scout kann fünf 5,25“ und fünf 3,5“ Laufwerke aufnehmen, wobei ein 5,25“ Schacht für ein Floppy Laufwerk herhalten muss. Die benötigten Blenden und Halterungen liegen dem Lieferumfang bei. Zusätzlich unterstützt das Case die Nutzung von 2,5“ SSDs oder Festplatten.
Um genügend Luft durch und ins Scout zu befördern gibt es fünf Lüfterplätze. Drei davon sind serienmäßig schon belegt. Im Deckel und der Front arbeiten zwei 140-mm-Lüfter, die durch ein weiteres 120-mm Modell unterstützt werden. Optional lassen sich im Seitenteil ebenfalls zwei 120-mm-Lüfter verbauen. Dank der beigelegten Gummischeiben, sind diese nachher auch entkoppelt. Sollen High-End-CPU-Kühler wie zum Beispiel der Megahalems zum Einsatz kommen, ist es unmöglich diese beiden Lüfter zu verwenden. Hoffungslos macht das die geringe Breite des Scout. Hilfreich für den Einbau eines solchen CPU-Kühlers mit Backplate erweist sich die großzügig dimensionierte Aussparung im Mainboardtray.
Das Netzteil findet in gewohnter Coolermaster Manier im Boden Platz. Ein kleines, fest montiertes Lochgitter dient als Staubfilter. Um den Luftstrom optimal zu unterstützen, kann das Netzteil mit dem Lüfter nach oben arbeiten.
Die Kabel können bequem am Boden verstaut werden. Leider lassen sich nur wenige Stromkabel hinter dem Mainboardtray verlegen, da der Platz beschränkt. Trotzdem bleibt genügend Raum um ein aufgeräumtes Inneres zu garantieren.
Der Einbau von Erweiterungskarten und Laufwerken geschieht werkzeuglos. Entsprechende Vorrichtungen sind bereits montiert oder liegen dem Scout bei. Die Festplatten Entkopplung übernehmen kleine Gumminoppen in den Laufwerksschienen.
Storm Guard:
Die von der Storm Division entwickelte Sicherung trägt diese Bezeichnung und schützt die extern angeschlossene Hardware wie z.B. Maus und Tastatur vor unerwünschten Zugriffen oder Diebstahl. An der Erweiterungsslot-Blende lassen sich 3 Geräte sichern. In Zusammenspiel mit der Seitenteilsicherung, eine wirksame Sache, die das Gewissen auf LAN-Partys mehr als beruhigt.
Hardware-Einbau:
DVD-Laufwerk:
Dafür wird lediglich die Front abgenommen und die Slotblende von hinten entfernt. Das Laufwerk kann eingeschoben und mittels des Schiebemechanismus an der Seite arretiert werden. Beim Scout muss man vorher ein Slot- Blech herausbiegen.
Festplatte:
Der Einbau gestaltet sich durch die Kunststoffschienen sehr einfach und entkoppeln die Festplatte ein wenig. Diese müssen an die HDD, in die passenden Löcher gesteckt und in den 3,5“ Rahmen geschoben werden. Durch ein vernehmbares einrasten, fixiert man das Ganze.
Mainboard:
Coolermaster legt eine Schablone zur Mainboard-Montage bei und vereinfacht damit die Suche nach den richtigen Löchern. Hat man die entsprechenden Bohrungen herausgesucht, müssen nur noch die Abstandshalter darin eingeschraubt werden. Danach das Mainboard montieren und schauen ob alle Löcher verwendet wurden.
Grafikkarte und Soundkarte:
Dafür müssen lediglich die Schnellverschlüsse oder die Thumbscrews geöffnet und die Blenden entfernt werden. Dann die Karten an den entsprechenden Plätzen eingesteckt werden. Mit Hilfe der Verschlüsse oder Thumbscrews wieder eindrehen und befestigen, fertig. Bei manchen Karten, kann es vorkommen, dass nur Thumbscrews verwendbar sind.
Netzteil:
Das Netzteil wird einfach auf den Boden gelegt und mit den beiliegenden Schrauben am Heck befestigt. Dann kann die Verkabelung vorgenommen werden.
Testmethode:
Das ganze System wird bis auf die Festplatte auf 100% ausgelastet. Den Prozessor erhitzt Prime 95 und die Grafikkarte Furmark 3D. Durch die Auslastung erhöht sich die Temperatur der anderen Komponenten automatisch. Einzig die Festplatte läuft im normalen Windows betrieb. Der Tower muss den Test im Auslieferungszustand bestehen. Falls nur ein Lüfter vorhanden ist, wird ein zweiter zum Wärmeabtransport montiert.
Testsystem:
Intel Core 2 Quad Q6600
Prolimatech Megahalems
Noctua NF-P12
Asus Maximus II Formula
G.Skill 4GB DDR2-800
XFX Geforce GTX 260 Black Edition
Corsair TX650W
Creative SurpremeFX X-Fi
Samsung HD501LJ 500GB
Samsung SH-S203 DVD-RW
Prolimatech Megahalems
Noctua NF-P12
Asus Maximus II Formula
G.Skill 4GB DDR2-800
XFX Geforce GTX 260 Black Edition
Corsair TX650W
Creative SurpremeFX X-Fi
Samsung HD501LJ 500GB
Samsung SH-S203 DVD-RW
Testergebnisse:
Trotz der geringen Ausmaße und der beengten Verhältnisse, bleibt die komplette Hardware schön kühl.
Betrieb:
Das Storm Scout verrichtet seinen Dienst leistungsstark und leise. Die Lüfter arbeiten fast unhörbar. Optisch bleibt das Case ein Leckerbissen.
Fazit:
Die Storm Division hat ihren „Befehl“ zuverlässig ausgeführt und präsentiert mit dem Scout ein zuverlässiges, hochwertiges und extrem funktionales Midi-Case. Die Zusammenarbeit mit den Top-Gamern dieser Erde bewährt sich. In dieser Preisklasse sind die Features herausragend und einmalig. Mehr Innovation und Ausstattung findet man kaum woanders. Für knapp 80€ sollte man nicht zweimal überlegen und bei Interesse zuschlagen. Die etwas labilen Schnellverschlüsse vergisst man da schnell. Die durchdachte Diebstahlsicherung gibt zusätzliche Sicherheit, gerade auf LAN-Party`s. Auch der zweite Streich der CM Storm Serie ist ein voller Erfolg.
!!!!!!!!TOP CASE!!!!!!!
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Andere Gehäuse-Reviews:
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Viel Spaß beim lesen
