Edifier M60: Bessere Verbindung – USB-C oder 3,5-mm vom ASUS X470-F?

gangville

Software-Overclocker(in)
Hallo zusammen,


ich nutze aktuell die Edifier M60 am PC und frage mich, welche Verbindung technisch und klanglich besser ist:


  • USB-C direkt an die M60 (also digital, DAC im Lautsprecher)
    oder
  • 3,5-mm Klinke vom ASUS ROG Strix X470-F (also analog, DAC des Mainboards)

Das X470-F hat ja den SupremeFX S1220A, der auf dem Papier ziemlich gute Werte hat. Gleichzeitig liest man häufig, dass moderne Aktivlautsprecher über USB besser klingen, weil sie ihr eigenes DAC/DSP-System optimal nutzen können.


Meine Frage an euch:


Welche Verbindung liefert eurer Meinung nach den besseren Klang bei den Edifier M60 – USB-C oder 3,5-mm vom Mainboard? Und warum?


Bin offen für jede technische Einschätzung oder praktische Erfahrung.


Danke vorab! 🙂
 
Hi @gangville,

wieso probierst Du es nicht einfach aus? Dann weißt Du auch was Dir mehr zusagt. Kabel sind ja so wie ich das gesehen habe dabei.

Viel Erfolg...
Sound ist immer so eine Sache.
Da beide Methoden gut sind, lässt sich mit dem menschlichen Ohr schwer feststellen, welcher Weg besser ist.
Die interne Soundkarte vom Mainboard hat zwar eine höhere Abtastrate, aber der Sound wird halt analog übermittelt. Da das Ökosystem mit den Boxen besser ist, läuft der interne M60 DAC besser, da besser abgestimmt zueinander.
 
Das ist komplett bums. Den Unterschied hörst du nicht.
Rein theoretisch wäre via USB-C für die Klangqualität besser, da man so Störungen auf die analogen Signale minimiert.
Aber das ist komplett irrelevant für die Leitungslänge und Kabelqualität.
Auch könnte man meinen, dass Edifier den dac auf die Lautsprecher anpasst.

Wenn man irgendwo ne Beimschleife hat kann eine galvanische Trennung via toslink sinnvoll sein.
 
Also gut,
dann versuchen wir es nochmal anzugehen.

Du musst für Deine Ansprüche und Hörgewohnheiten den passenden Weg finden. Fragen musst Du dich eigentlich nur was klingt besser, nicht was ist technisch besser. Hast Du denn Störgeräusche wenn die Boxen analog angeschlossen sind? Knarzt es bei der digitalen Übertragung? Wenn das alles bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt wurde, ist es egal welchen Anschluss du effektiv nutzt.

Es ist halt nur wichtig, was für Dich, bei deinem Setup die bessere Wahl ist.

Und wir können für Dich nicht Probe hören, also ist das eine rein subjektive Entscheidung die zu treffen ist.

Gruß Beatlejuice
 
Also gut,
dann versuchen wir es nochmal anzugehen.

Du musst für Deine Ansprüche und Hörgewohnheiten den passenden Weg finden. Fragen musst Du dich eigentlich nur was klingt besser, nicht was ist technisch besser. Hast Du denn Störgeräusche wenn die Boxen analog angeschlossen sind? Knarzt es bei der digitalen Übertragung? Wenn das alles bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt wurde, ist es egal welchen Anschluss du effektiv nutzt.

Es ist halt nur wichtig, was für Dich, bei deinem Setup die bessere Wahl ist.

Und wir können für Dich nicht Probe hören, also ist das eine rein subjektive Entscheidung die zu treffen ist.

Gruß Beatlejuice
Ich höre weder bei 3,5-mm-Klinke noch bei USB-C irgendwelche Störgeräusche – das ist also nicht mein Problem.
Mir geht es um den technisch besseren Signalweg, nicht darum, ob mir etwas „gut genug“ klingt.


ChatGPT hat erklärt, dass bei der Nutzung von AUX das Signal unnötig oft gewandelt wird (Digital → Analog → wieder Digital → erneut Analog), weil viele moderne Aktivlautsprecher intern mit DSP arbeiten. Dadurch kann es theoretisch zu Qualitätsverlusten kommen, selbst wenn die Spezifikationen der internen Soundkarte (SupremeFX S1220A) auf dem Papier sehr gut aussehen.


Was mich verwirrt:
Früher hieß es immer, Headsets oder Lautsprecher mit 3,5-mm-Klinke seien grundsätzlich besser als Modelle mit internem DAC. (Beispiel: Die Hyperx Cloud I mit Klinke waren beliebter als mit USB)
Jetzt höre ich aber, dass die USB-C-Verbindung in meinem Fall sogar der sauberere Weg sein kann, weil dort nur eine Wandlung stattfindet.


Ich möchte einfach wissen, welcher Signalweg objektiv besser ist – nicht, welcher mir subjektiv „reicht“. Wer hat dazu technische oder praktische Erfahrungen?

ChatGPT meint, dass der interne DAC des M60 besser sei, da es ein eigenes geschlossenes Ökosystem bildet.(Trotz 24 Bit / 96 kHz DAC)
Die 32-Bit/192kHz vom X470 werden beim konverten sowieso ein bisschen verschlechtert.
 
Es kommt eigentlich immer darauf an, wo der bessere DAC sitzt, und dort nimmt man die Wandlung vor. Sitzt er vor dem Kabel, geht man analog von der Quelle zum Ziel, hat das Ziel den wertigeren DAC, dann digital.

Was beim internen Onboard-Wandler aber definitiv ein Problem ist: Man fängt sich unweigerlich Störeinflüsse der umliegenden Komponenten ein, die zu einem höheren Rauschpegel im Signal und damit schlechterem Signal-Rausch-Verhältnis führen. Gibst du ein Digitalsignal aus, hörst du das nicht, weil der DAC am Ende der Leitung ja nur zwischen 0 und 1 unterscheiden muss und das Rauschen nicht so stark ist, dass es zu Bitfehlern kommt, aber bei einem Analogsignal hörst du es, sobald du die Lautstärke weit genug aufdrehst. Aus dem PC heraus ist eine digitale Übertragung, sofern eine Option, immer die bessere Wahl. Nicht ohne Grund arbeiten Profis ausschließlich mit externen Audio-Interfaces, die per USB, Thunderbolt oder Netzwerk angebunden werden.

Und wegen der Zahlen mach dir mal keinen Kopf. Ich habe schon das eine oder andere Mal zum Besten gegeben, warum im Grunde CD-Qualität schon völlig ausreicht, Abtastraten über 48 kHz und Quantisierungsauflösungen über 24 Bit dem menschlichen Hörempfinden physikalisch bedingt keinen Mehrwert bringen und in der Produktion ihre Berechtigung haben mögen (weil jede digitale Nachbearbeitung mit einer mathematischen Fehlerfortpflanzung verbunden ist), im Consumer-Bereich aber reines Marketing sind.

Wenn du eine eindeutige Antwort willst: Ich gehe nicht davon aus, dass die DACs in den M60ern signifikant schlechter sind als der auf dem Board. Demgegenüber stehen die beschriebenen internen Probleme mit Störeinflüssen, die du in den Boxen nicht hast. Daher: USB.
 
Es kommt eigentlich immer darauf an, wo der bessere DAC sitzt, und dort nimmt man die Wandlung vor. Sitzt er vor dem Kabel, geht man analog von der Quelle zum Ziel, hat das Ziel den wertigeren DAC, dann digital.

Was beim internen Onboard-Wandler aber definitiv ein Problem ist: Man fängt sich unweigerlich Störeinflüsse der umliegenden Komponenten ein, die zu einem höheren Rauschpegel im Signal und damit schlechterem Signal-Rausch-Verhältnis führen. Gibst du ein Digitalsignal aus, hörst du das nicht, weil der DAC am Ende der Leitung ja nur zwischen 0 und 1 unterscheiden muss und das Rauschen nicht so stark ist, dass es zu Bitfehlern kommt, aber bei einem Analogsignal hörst du es, sobald du die Lautstärke weit genug aufdrehst. Aus dem PC heraus ist eine digitale Übertragung, sofern eine Option, immer die bessere Wahl. Nicht ohne Grund arbeiten Profis ausschließlich mit externen Audio-Interfaces, die per USB, Thunderbolt oder Netzwerk angebunden werden.

Und wegen der Zahlen mach dir mal keinen Kopf. Ich habe schon das eine oder andere Mal zum Besten gegeben, warum im Grunde CD-Qualität schon völlig ausreicht, Abtastraten über 48 kHz und Quantisierungsauflösungen über 24 Bit dem menschlichen Hörempfinden physikalisch bedingt keinen Mehrwert bringen und in der Produktion ihre Berechtigung haben mögen (weil jede digitale Nachbearbeitung mit einer mathematischen Fehlerfortpflanzung verbunden ist), im Consumer-Bereich aber reines Marketing sind.

Wenn du eine eindeutige Antwort willst: Ich gehe nicht davon aus, dass die DACs in den M60ern signifikant schlechter sind als der auf dem Board. Demgegenüber stehen die beschriebenen internen Probleme mit Störeinflüssen, die du in den Boxen nicht hast. Daher: USB.
Vielen Dank, das hat mir wirklich weitergeholfen.


Ich habe die M60 jetzt per USB-C angeschlossen.


Wenn man unbedingt ausschließlich analog arbeiten möchte, wären Systeme wie der Logitech Z623 bzw. Z625 eine Option. Die sind klassische Analog-Sets ohne interne DSP-Verarbeitung, daher findet dort keine erneute Wandlung statt. Das passt aber eher zu einem anderen Konzept – moderne Aktivlautsprecher wie die M60 arbeiten intern ohnehin digital.


Eine Frage hätte ich noch:
Stimmt es, dass klassische Soundkarten heute kaum noch eine Rolle spielen bzw. bald ausgedient haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man unbedingt ausschließlich analog arbeiten möchte, wären Systeme wie der Logitech Z623 bzw. Z625 eine Option. Die sind klassische Analog-Sets ohne interne DSP-Verarbeitung, daher findet dort keine erneute Wandlung statt. Das passt aber eher zu einem anderen Konzept – moderne Aktivlautsprecher wie die M60 arbeiten intern ohnehin digital.
Ich hatte die Antwort jetzt allgemeingültiger gehalten. Im Falle der M60, wo die interne Verstärkerelektronik digital arbeitet und man noch einen DSP hat, wäre es in der Tat kompletter Quark, analog reinzugehen, wenn die Quelle über USB gehen kann.
Eine Frage hätte ich noch:
Stimmt es, dass klassische Soundkarten heute kaum noch eine Rolle spielen bzw. bald ausgedient haben?
Kann man so sagen. Die Onboard-Chips sind mittlerweile so gut, dass sie den meisten Usern zur reinen Wiedergabe völlig genügen, da besteht für brauchbare Qualität keine Notwendigkeit mehr, eine separate Soundkarte zu kaufen. Selbst Surround wird durch Onboard oft hinreichend abgedeckt (mindestens bis 5.1 analog), wobei im Massenmarkt nach wie vor Stereo-Setups dominieren und beim Gaming-Bereich der Trend eher zu Headsets geht, die zudem oft noch über USB angeschlossen werden. Bei immersivem Content bzw. Surround mit Wiedergabe über einen AV-Receiver wird dieser üblicherweise über HDMI versorgt, eine separate Soundkarte wäre hier völliger Unsinn.
Und wer auf professionellem Niveau produzieren will (und sei es „nur“ Twitch-Streaming), kommt an einem richtigen Audio-Interface nicht vorbei. Internen Soundkarten wie von Creative und ASUS ist mit der Zeit einfach die Zielgruppe immer mehr weggebrochen, weil es für praktisch jeden Anwendungsfall eine bessere oder kostengünstigere Lösung gibt.

Der einzige Anwendungsfall, der mir einfiele, wo ich eine interne Soundkarte bräuchte, wäre, wenn das Mainboard keinen S/PDIF-Anschluss hätte, weil alles an PC-Audio, was nicht direkt über ASIO gehen kann, eher semigut mit professionellen Audio-Interfaces spricht, da die Treiber darauf nicht optimiert sind, was bei der Wiedergabe immer für Latenz sorgt, die so manches Spiel unspielbar macht. Darum bekommt mein Focusrite das PC-Audio mit S/PDIF und lediglich die DAWs sprechen über USB direkt mit dem Interface. Bei einer internen Soundkarte, deren Zielgruppe Gamer sind, darf man davon ausgehen, dass die mit DirectSound bzw. WASAPI arbeiten, was bei Games keine Probleme macht; da reicht dann aber auch die einfachste Soundkarte, die den S/PDIF-Port hat. Aber diejenigen, die sich ein professionelles Audio-Interface hinstellen, sind tendenziell nicht die Leute, die beim Mainboard-Kauf sparen, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass dieses bereits S/PDIF an Board hat, relativ hoch ist.
 
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