• Hallo Gast, du kaufst gerne günstig ein und erfährst oft vor deinen Freunden von interessanten Angeboten? Dann kannst du dein Talent als Schnäppchenjäger jetzt zu Geld machen und anderen PCGH-Lesern beim Sparen helfen! Schau einfach mal rein - beim Test der Community Deals!

Userreview Cougar GX-F 550W, Stefan Payne

Stefan Payne

Kokü-Junkie (m/w)
Verpackung + Inhalt

DSC_4864 (Andere).JPG DSC_4866 (Andere).JPG DSC_4865 (Andere).JPG
Das Gerät kommt in einem schwarzen Karton mit Orangen Akzenten und einem Bild des Gerätes auf der Front, mit den üblichen Logos vom Hersteller, 80plus und den 7 Jahren Garantie.
Auf der Rückseite gibt es weitere Diagramme und Marketing Text wie Effizienzkurve, Lüfterkurve, Infos über das HDB Lager und andere Sachen.
Am oberen Rand sind alle Produkt Label mit den elektrischen Ausgabedaten der GX-F Serie aufgelistet sowie die Anschlüsse der Modelle.

DSC_4867 (Andere).JPGDSC_4868 (Andere).JPG
Nach dem Öffnen findet man das Netzteil in einem Schaumstoff, eine kurze Anleitung sowie ein kleines, farbiges Info Blatt, welches weitere Cougar Produkte bewirbt.
Auf der Rechten Seite befinden sich die Kabel mit einem Klettverschluss Kabelbinder gesichert, auf der linken Seite das allseits bekannte und beliebte Kaltgeräte Kabel.

DSC_4870 (Andere).JPGDSC_4869 (Andere).JPG
Der gesamte Inhalt der Verpackung.
Ein Netzteil, insgesamt 3 relativ lange Klettverschluss Kabelbinder, die obligatorischen 4 Schrauben, ein Kaltgeräte Kabel sowie die zum Netzteil gehörenden Kabel.

DSC_4871 (Andere).JPG DSC_4873 (Andere).JPG
Das Label in Englisch und Chinesisch.
Das Label weist das Gerät als Single Rail aus, was auch korrekt ist. +5V und +3,3V sind mit je 24A spezifiziert, gemeinsam 130W.
Gesamtleistung 550W, +5V Standby Leitung ist mit immerhin 3Ampere spezifziert.

DSC_4872 (Andere).JPG
Das modulare Anschlusspanel mit allen Anschlüssen von dem Gert. 6pin PCIe für Laufwerke, 8pin EPS12V für CPU/Grafikkarte sowie 10+18 Pin für den ATX Stecker.

DSC_4875 (Andere).JPG DSC_4874 (Andere).JPG
Und das Gerät noch mal von oben sowie von hinten.

Wer sich an dieser Stelle über die nicht vorhandenen Schrauben wundert, wird sich sicherlich denken, dass sie irgendwo unter dem Label sein müssen - womit man voll ins Schwarze getroffen hat. Ganz zum Leidwesen des hier schreibenden, sind alle Schrauben unter dem Label versteckt. Das hat den Vorteil, dass mans nicht sieht, aber auch den Nachteil, dass die Aufkleber teilweise entfernt/gelöst werden müssen, damit man das Gerät öffnen kann - was der normale Endkunde niemals machen sollte!
Von daher ist die Entscheidung, die Schrauben zu verstecken, so dass das Gerät nicht ohne sichtbare Mängel wieder zusammengeschraubt werden kann, nicht falsch.


Somit hätte man sich eigentlich sogar den Warranty Void Sticker sparen könnte, weil wenn die Aufkleber einmal gelöst wurden, sie sich nie wieder vernünftig befestigen lassen und das deutlich sichtbar und die optische Beschaffenheit von dem Gerät beeinträchtigt wird.

Beiliegende Kabel:
1x ATX Kabel, ca. 590mm (Stecker zu Stecker)
2x PCIe Kabel, ca. 590mm
1x CPU Kabel, ca. 690mm (2x 4pin Anschlüsse)
2x Kabel mit 3x S-ATA Anschluss, 450mm zum ersten Anschluss, 120mm zwischen den Anschlüssen.
1x Kabel mit 3x Molex Anschlüssen, 395mm zum ersten Anschluss, 120mm zwischen den Anschlüssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
Stefan Payne

Stefan Payne

Kokü-Junkie (m/w)
Innenleben + Lüfter

DSC_4885 (Andere).JPGDSC_4892 (Andere).JPGDSC_4900 (Andere).JPG

Im inneren finden wir ein neuartiges HEC LLC-Resonanzwandler Design, welches für voll modulare Geräte ausgelegt ist.
die +12V Gleichrichter befinden sich hierbei auf einer separaten Platine und sind direkt mit dem Transformator verlötet ist. Daneben befinden sich die DC-DC Module, die über je einen Dual MOSFET verfügen.
Die +12V Leitung wird von 4 recht großen 1000µF/16V Polymer Kondensatoren gefiltert, darüber hinaus finden sich no ch drei 2200µF/16V Teapo SC im +12V Kreis.
Gesamt Kapazität auf dem main PCB sind damit 10600µF

DSC_4896 (Andere).JPG
Auf dem modular PCB, welches mit dem main PCB fest verlötet ist, finden sich 9 weitere 270µF/16V Polymerkondensatoren.
Die Anschlüsse sind sehr schön angeordnet, rechts unten der ATX Anschluss mit dem üblichen 18+10 pin Anschluss, dadrüber die Laufwerksanschlüsse.
auf der linken Seite sind die 6 Anschlüsse, die wahlweise für CPU oder Grafikkarten genutzt werden können. Da Cougar nur 1:1 Verbindungen vorsieht, entspräche das 4 Grafikanschlüsse und zwei CPU maximal.

DSC_4890 (Andere).JPG
Eine Nahaufnahme von dem im Netzteil verbauten Metal Oxyd Varistor sowie einer Spule und X-Kondensator vom Eingangsfilter.
Eine weitere Spule, ein X-Kondensator und ein Paar Y-Kondensatoren sind sehr gut versteckt auf einer Platine versteckt, die die Eingangs Buchse mit dem Ausschalter verbindet.

DSC_4893 (Andere).JPG
Das PCB in seiner vollen Pracht, dem man seinen frühen Zustand leider an den ganzen Nachgelöteten Stellen ansieht.


DSC_4899 (Andere).JPG
Der 135mm Lüfter von Globe Fan in seiner vollen Pracht und laut Spec 'nur' 1500rpm bei 12V und 106,85CFM bei 2.03mmH²O
Als Lager wird ein verbessertes Gleitlager verwendet, dass hier als Hydro Dynamisches Lager (HDB) bezeichnet wird....
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
Stefan Payne

Stefan Payne

Kokü-Junkie (m/w)
Test/Bewertung

Das Gerät ist mit 150mm zwar etwas länger als die ATX Spezifikation, aber eher auf der kompakteren Seite, Kompatibilität daher ist sehr gut.

Die Anschlüsse sind 6pin für Laufwerke und 8pin EPS12V Buchsen mit der gleichen elektrischen Belegung. Hier hat man sich grundsätzlich gegen eine neue, Proprietäre Belegung entschieden und eine Belegung genommen, die auch von anderen Herstellern wie z.B. Bitfenix überwiegend beim Whisper M, verwendet.

Als Lüfter kommt zum ersten mal bei einem Cougar Gerät, welches von HEC hergestellt wurde, ein HDB Lüfter von Globe Fan zum Einsatz.
Bei niedriger Last dreht der Lüfter mit etwa 590 Umdrehungen und konnte bei voller Last mit meinem Testsystem (Ryzen 7/1700x, zwei Radeon HD7970GHz/280x, Prime 95 + Heaven, etwa 575W Last Primär) konnte den Lüfter auf maximal ~836rpm bringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
TE
Stefan Payne

Stefan Payne

Kokü-Junkie (m/w)
Fazit:
Das Cougar GX-F 550W ist ein recht interessantes Gerät mit einem sehr guten Gehäuse, jedes PCIe Kabel besitzt nur einen Anschluss, die CPU und PCIe Anschlüsse verwenden die gleichen Buchsen am Netzteil, so dass das Netzteil sehr flexibel in diesem Punkt ist und bis zu 6 dieser Kabel aufnehmen kann. An Laufwerken unterstützt das Gerät bis zu 4 Laufwerkskabel mit mehren Anschlüssen. Sowie dem ATX Anschluss.


Dokumentation und Garantie
Die Dokumentation ist, wie bei modernen Netzteilen leider zu oft üblich, sehr kurz gehalten und enthält im wesentlichen nur die Spezifikationen des Netzteiles. Die Garantie wird auch nach der 24monatigen gesetzlichen Gewährleistung über den Händler abgewickelt. Eine dt. Anschrift findet sich in der Dokumentation nicht.
Die Garantiebedingungen sind relativ logisch und was man erwarten würde. Wie üblich bei längeren Garantien ist die Garantie nicht übertragbar.

Kabel und Anschlüsse
Die Ausstattung an Kabel und Anschlüssen ist für ein Gerät dieser Klasse gut und lässt nur den üblichen Raum für Kritik:
20+4 pin ATX statt untrennbarer 24pin ATX, CPU Anschluss als zwei nicht vereinbare einzelne Stecker ausgeführt. Die Molex Anschlüsse sind in der schwarzen version ohne Ausziehhilfe verwendet worden, was keine Probleme mit der Kompatibilität mit diesen Steckern bedeutet. Die S-ATA Stecker sind ins Kabel geschnitten.
Als Anschlüsse werden 6pin Buchsen für die Laufwerke und 8pin für CPU und PCIe verwendet. ATX 10+18pins.
Das ATX Kabel ist mit einem Mantel umzogen und an den Seiten mit selbst klebendem Schrumpfschlauch abgeschlossen und insgesamt eher einer der steiferen Vertretern.

Also nur das übliche. Positiv hervorzuheben ist, dass ganze zwei PCIe Kabel mit nur einem Anschluss verwendet wurden. Das erlaubt auch den Problemlosen Einsatz von starken Highest End Grafikkarten von beiden Herstellern, ohne dass Probleme bei den Anschlüssen zu befürchten wären.

Technik
Wie bei Cougar meist üblich, stammt das Gerät von HEC/Compucase. Das merkt man schon an dem sehr stabilen Gehäuse, dass leider die Schrauben zum Öffnen hinter dem Produkt Label versteckt hat. Besonderheiten wären die 1000µF/16V Polymer Kondensatoren. +5VSB wird von Nippon Chemicon Kondensatoren gefiltert und ist dabei auch sehr weit von dem +12V Bereich entfernt - nämlich am anderen Ende der Platine. So sind Beeinflussungen dieser beiden wichtigen Rails untereinander auszuschließen.
Die +12V Gleichrichter sind auf einer Zusatzplatine, die an den Transformator gelötet wurde und mit einem (kleinen) Kühler versehen. Die Filterung der +12V Leitung wird von einigen Teapo SC Kondensatoren und den (für Polymers) recht dicken 1000µF/16V Kondensatoren übernommen.

Lautstärke und Lüfterregelung
Der Lüfter dreht bei niedriger Last mit nur 581rpm bei meinem Exemplar.
Unter hoher Last konnte ich den Lüfter auf etwa 836rpm bringen. Insgesamt ganz passable Ergebnisse.

Garantie/Gewährleistung
Das Cougar GX-F besitzt laut Hersteller eine Garantie von 7 Jahren, die offiziell (laut beiliegender Dokumentation) über den Händler abgewickelt werden soll.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, den Hersteller direkt via Website sowie Facebook zu kontaktieren. Dabei werden die Anliegen in Deutsch, Französisch, Englisch, Chinesisch und Spanisch beantwortet. Die Abwicklung der Garantie würde, nach erfolgreicher Kontaktaufnahme, durch Caseking stattfinden.



Eigenschaften
  • 150mm kurz
  • 6 Anschlüsse für CPU
  • Anschlüsse bündig mit dem Gehäuse.

Positiv
  • nur ein PCIe Anschluss pro 8pin Buchse am Netzteil
  • CPU und PCIe Anschlüsse nutzen die gleichen Buchsen, physikalisch wie elektrisch
  • niedrige Drehzahl bei niedriger Last
  • kein eigenes Süppchen bei der Belegung der Anschlüsse.
  • 4 Laufwerksanschlüsse am Netzteil
  • lange Garantie
  • recht kompaktes Gehäuse
  • FDB/HDB Lüfter


Negativ
  • 20+4 pin ATX Anschluss -> 24pin wäre schön
  • CPU Stecker als zwei nicht verbindbare Stecker ausgeführt
  • keine Kabeltasche oder Box für die beiliegenden Kabel,
  • Kabel nicht zum Netzteil zugehörend markiert


an dieser Stelle möchte ich mich bei Caseking für die Bereitstellung des Samples bedanken.
 
Zuletzt bearbeitet:

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Meine Güte, noch keiner außer Stefan hat gepostet. :(
Dann mache ich das mal.

Danke, Stefan, für deine Mühen. Sehr guter Test. :daumen:
Wie meinst du das eigentlich mit dem CPU Stecker? Man kann den doch in die 8 Pin EPS Buchse am Mainboard stecken und gut.
Natürlich könnte man kritisieren, wieso das kein 8 Pin Stecker ist, weil man heute praktisch nur noch Mainboards mit 8 Pin Stecker hat. Aber vermutlich will man wie immer abwärtskompatibel sein.

Und wie würdest du das Cougar im Vergleich zu anderen Netzteilen in der Leistungsklasse einordnen?
 
TE
Stefan Payne

Stefan Payne

Kokü-Junkie (m/w)
Danke, Stefan, für deine Mühen. Sehr guter Test. :daumen:
Bitte, bitte

Wie meinst du das eigentlich mit dem CPU Stecker? Man kann den doch in die 8 Pin EPS Buchse am Mainboard stecken und gut.
Natürlich könnte man kritisieren, wieso das kein 8 Pin Stecker ist, weil man heute praktisch nur noch Mainboards mit 8 Pin Stecker hat. Aber vermutlich will man wie immer abwärtskompatibel sein.
Na, das kennst du doch von den be quiet Geräten ;)

Es gibt Stecker, die man verbinden kann, sei es zusammenschieben oder aber zwei Federelemente haben, so dass sie sich wie einer verhalten. Ist schwer zu beschreiben.

Daher hier mal 2 Fotos, einmal wie es beim GX-F ist:
DSC_4926 (Andere).JPG

Und hier was ich meine mit verbindbaren Steckern, in diesem Fall die (schwächere) Clip Version. Die gibts aber auch zum ineinander schieben:
DSC_4927 (Andere).JPG

Da der CPU Stecker auf dem Board oft sehr ungünstig ist, ist der 2x4pin, ohne physikalische Verbindung äußerst fummelig und nervtötend, wenn das Board schon eingebaut ist.
Die verbindbaren sind da deutlich angenehmer...

Aber das trifft halt nur auf das anschließen von diesem Stecker zu, ansonsten ist das egal...

Und wie würdest du das Cougar im Vergleich zu anderen Netzteilen in der Leistungsklasse einordnen?
Naja, da wo es preislich sich selbst einordnet.
Elektrisch ists ganz gut, soweit ich bisher gesehen habe, da gibt es wirklich kaum was dran auszusetzen.
Lautheit ist jetzt nicht soo überragend, aber auch nicht störend, der Lüfter geht in Ordnung.

Also bisserl unter dem Whisper M, aber nicht viel. Zumal die Kabel (fast) austauschbar sind. Also GX-F Kabel mit dem Bitfenix. Das Bitfenix ATX Kabel sollt man nicht an anderen Netzteilen nutzen.
Also auch für die Leute, die Custom Sleeve Kabel wollen, gibt es schon lange passende Kabel, die auch breit verfügbar sein sollten (wenn nicht ausverkauft).
 

Threshold

Großmeister(in) des Flüssigheliums
Ach so. Alles klar.
Ich nutze für den 8 Pin Verlängerungen. Habe also nie das Problem, dass ich den EPS Stecker vom Netzteil ins Mainboard fummeln muss.
Ist aber auch beim 24 Pin so, oder nicht? Der ist ja ein 20+4 Pin. Wird also das gleiche Problem haben.

Tja, wird echt Zeit, dass die Spezifikationen mal überarbeitet werden.
 
Oben Unten