News Unkrautvernichtung: Zwei Dutzend Nvidia-GPUs sorgen für Lasertod

Was dieser Satz soll weiß ich nicht. Ich kann nur sagen: Kein Landwirt setzt Hirnlos Pflanzenschutzmittel ein. Jede Behandlung kostet ja auch Geld und Zeit.
Der zielte auf Deinen den Kommentar mit "nur mitsamt Wurzel brauchbare Vernichtung".
Man muss nicht die Pflanze komplett vernichten, um sie klein zu halten und zu bekämpfen.

?? Auch ein Satz wo ich nicht weiß was Du genau meinst. Bisher sehe ich Roboter und Drohnen eher als unausgereifte Technik an. Gegen Pilze und Insekten helfen die dann aber auch nicht. Vor allem gegen Pilze hilft nur Chemie.
Arbeitszeit und Aufwand. Ein Drohnen-Schwarm an kleinen Helferlein, der punktuell wirkt und hegt, könnte effektiver sein, als die groß ausgebrachte Einmalanwendung mit der Gießkanne vom Traktor oder der großen Maschine aus.

Stell dir vor, du hast 20 kleine Roboter, die auf dem Feld nach dem Rechten sehen, sich um die Pflänzchen kümmern, hegen, gießen, düngen, Schädlinge behandeln und Konkurrenzpflanzen hacken.
Die wuseln da rum, sammeln Daten, führen Tätigkeiten dauerhaft aus und parken zwischendurch an ihrer Station.
(ähnlich wie die Rasenmäh-Roboter in den Gärten heute)

Mit so einem Ansatz muss man Ackerbau und Großflächeneinsatz umdenken. Wird in den Niederlanden erprobt.
Und plötzlich wären große Monokulturen zur Arbeitsvereinfachung auch nicht mehr nötig, was wiederum Schädling und Krankheitsausbreitung oder Pilze eingrenzt.

Ich will aufzeigen, dass die Chemiekeule nicht die einzige mögliche Lösung sein muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Arbeitszeit und Aufwand. Ein Drohnen-Schwarm an kleinen Helferlein, der punktuell wirkt und hegt, könnte effektiver sein, als die groß ausgebrachte Einmalanwendung mit der Gießkanne vom Traktor oder der großen Maschine aus.

Stell dir vor, du hast 20 kleine Roboter, die auf dem Feld nach dem Rechten sehen, sich um die Pflänzchen kümmern, hegen, gießen, düngen, Schädlinge behandeln und Konkurenzpflanzen hacken.
Die wuseln da rum, sammeln Daten, führen Tätigkeiten dauerhaft aus und parken zwischendurch an ihrer Station.
Ja. Mit diesen Robotern ist es nur wie mit vielen anderen Techniken: Sie sind nicht wirklich in der Praxis angekommen. Kann ich mir den schon irgendwo einen Schwarm Roboter zulegen für das? Und wie viele brauchst Du dann? Ob es effizienter und kostengünstiger ist weiß ich auch nicht. Ich hab nochmal Chat GPT bemüht. Alle Variablen sind sicher nicht drin, aber ich glaube nicht dass sich das rentiert mit den Robotern, sonst wären sie schon längt großflächig im Einsatz:



Rechne mal aus was eine einzelne Weizenpflanze an Geld einbringt wenn wir von 50 Körnern pro Pflanze und einem TKG von 50 Gramm ausgehen.
Das ist eine sehr berechtigte Frage – und genau die Art von wirtschaftlicher Überlegung, die bei der Entwicklung landwirtschaftlicher Robotik entscheidend ist. Lass uns konkret rechnen:




🔢 Gegeben / Grundlage:​


  • Ertrag pro Pflanze:0,00063 €
  • Wir wollen wissen: Wie viel Zeit darf ein Roboter pro Pflanze aufwenden, damit sich das rechnet?



🎯 Ziel:​


Das bedeutet: Die Betriebskosten (z. B. Strom, Wartung, Abschreibung, Arbeitszeit) pro bearbeiteter Pflanze dürfen den Ertrag nicht übersteigen.




🔍 1. Ertrag pro Stunde – was ist möglich?​


Angenommen, der Roboter kostet im laufenden Betrieb z. B. 15 € pro Stunde (inkl. Abschreibung, Wartung, Strom etc.). Das ist eine typische Untergrenze für einfache autonome Maschinen.


Dann darf er pro Stunde nicht mehr kosten als er einbringt:




🧮 2. Wie viele Pflanzen muss er pro Stunde schaffen?​


Ertrag pro Pflanze:

0,00063 €(Pflanze)0{,}00063\,€ \quad \text{(Pflanze)}
Benötigte Pflanzen pro Stunde:

15 €0,00063 €≈23 810 Pflanzen pro Stunde\frac{15\,€}{0{,}00063\,€} \approx 23\,810 \, \text{Pflanzen pro Stunde}


⏱️ 3. Wieviel Zeit darf er pro Pflanze brauchen?​

3600 Sekunden23 810≈0,15 Sekunden pro Pflanze\frac{3600 \, \text{Sekunden}}{23\,810} \approx 0{,15} \, \text{Sekunden pro Pflanze}


✅


Damit sich ein Roboter bei einem Pflanzenertrag von 0,00063 € wirtschaftlich rechnet, darf er:


  • Nicht mehr als ~0,15 Sekunden pro Pflanze brauchen
  • Oder: mindestens 24.000 Pflanzen pro Stunde bearbeiten



📌 Was folgt daraus?​


  • Es lohnt sich nicht, einzelne Pflanzen manuell oder langsam zu pflegen.
  • Roboter müssen massiv skalieren – d. h. hohe Geschwindigkeit und automatisierte Massenbearbeitung.
  • Alternativ braucht es hochwertigere Kulturen (z. B. Gemüse, Kräuter), bei denen der Einzelpflanzenertrag viel höher ist.
  • Oder der Roboter übernimmt Aufgaben, die deutlich mehr Wert schaffen (z. B. präzise Unkrautbekämpfung → Ertragserhöhung → indirekter Nutzen)



Wenn du willst, können wir das mal mit z. B. Salat, Erdbeeren oder Weinreben vergleichen – da sieht das Verhältnis nämlich ganz anders aus.
 
Alle Variablen sind sicher nicht drin, aber ich glaube nicht dass sich das rentiert mit den Robotern, sonst wären sie schon längt großflächig im Einsatz:
15€ pro Stunde halte ich für sehr hoch gegriffen. Ich hätte da jetzt an robuste Drohnen oder so was gedacht, die man dann auch so lange einsetzen kann, dass der Einkaufspreis pro Arbeitsstunde in den Centbereich rutscht. Bei 20.000€ für Einkauf und Wartung über fünf Arbeitsjahre bei 20 Arbeitsstunden am Tag, wären wir bei 0,55€/h plus vielleicht 0,09€ für rund 300W Energie bei einem Einkaufspreis von 0,30€/kWh, wobei sich natürlich anbietet, lokal erzeugte Energie zu nutzen. Das ist zwar sicher auch nur ein grober Überschlag, über den man auch gerne noch diskutieren kann, ich halte ihn aber schon für realitätsnäher als die Kosten für eine halbe menschliche Arbeitskraft und dann wäre man immerhin schon mal bei 3,5 Sekunden pro Pflanze.
 
Ja. Mit diesen Robotern ist es nur wie mit vielen anderen Techniken: Sie sind nicht wirklich in der Praxis angekommen. Kann ich mir den schon irgendwo einen Schwarm Roboter zulegen für das? Und wie viele brauchst Du dann? Ob es effizienter und kostengünstiger ist weiß ich auch nicht. Ich hab nochmal Chat GPT bemüht. Alle Variablen sind sicher nicht drin, aber ich glaube nicht dass sich das rentiert mit den Robotern, sonst wären sie schon längt großflächig im Einsatz:
Tja, LLM's sind sch***e für die Websuche. :schief:

Das ist noch größtenteils in der Entwicklung - besonders die kleinen im Schwarm. Kommt mehr und mehr. Vereinzelt schon da.
Mir ging es um die kategorische Aussage zur Chemiekeule.
Wie gesagt wird da intensiv dran geforscht und in Holland sind Piloten im Gange.

Z.B. Flugdrohnen noch ganz rudimentär, hemdsärmlig, z.B.in Österreich und auch hier werden Flugdrohnen von Drohnenpiloten vermehrt für den Tierschutz (Rehkitze bei der Ernte) eingesetzt.
Oder zur gezielten Pestizidausbringung gegen den Maiszünsler. Auch optische Verbreitungserkennung von Unkraut und Giftpflanzen.

Aber die Feldroboter sind immer mehr im kommen:

Es würde nicht entwickelt und weiter vorangetrieben, wenn es kein Potential hätte.

Von wegen "smarter" ... hier mal ein Beitrag zu regenerativer Bodenwirtschaft und Immergrünen Äckern für bessere Böden (Belüftung, Wasserspeicherung, Lockerheit mit Bodenorganismen und Würmern) und weniger Erosion und Austrocknung (er setzt jetzt hier auch Glyphosat in geringsten Mengen ein, um die Bodenstruktur nicht zu stören).
Zum Thema Bodenverdichtung: da sind natürlich viele kleine Maschinen auch besser, als wenige große.
 
Zuletzt bearbeitet:
@G4mest3r Ich bin mir sicher dass diese Roboter für Getreide wohl nie wirtschaftlich sein werden. Dafür ist der Gewinn pro Pflanze zu niedrig. Aber wie die KI richtig sagt sieht das bei "höherwertigen" Pflanzen ganz anders aus. Außerdem stehen Getreidepflanzen so eng dass da kaum ein Durckommen für Roboter ist, es sei denn sie fahren andere Pflanzen über den Haufen, was aber auch nicht Sinn der Sache ist. Wenn ich Getreide in Reihen anbaue, so dass der Roboter durchkann, verliere ich auch viel Anbau Fläche. Ich kann mir aber vorstellen dass es für Kartoffeln oder Gemüse sinnvoll sein kann diese Teile einzusetzen. Kommt halt drauf an was Du für Kulturen hast.
15€ pro Stunde halte ich für sehr hoch gegriffen. Ich hätte da jetzt an robuste Drohnen oder so was gedacht, die man dann auch so lange einsetzen kann, dass der Einkaufspreis pro Arbeitsstunde in den Centbereich rutscht. Bei 20.000€ für Einkauf und Wartung über fünf Arbeitsjahre bei 20 Arbeitsstunden am Tag, wären wir bei 0,55€/h plus vielleicht 0,09€ für rund 300W Energie bei einem Einkaufspreis von 0,30€/kWh, wobei sich natürlich anbietet, lokal erzeugte Energie zu nutzen. Das ist zwar sicher auch nur ein grober Überschlag, über den man auch gerne noch diskutieren kann, ich halte ihn aber schon für realitätsnäher als die Kosten für eine halbe menschliche Arbeitskraft und dann wäre man immerhin schon mal bei 3,5 Sekunden pro Pflanze.
Wenn Maschinen für so einen speziellen Zweck entwickelt werden werden die automatisch abartig teuer. Schau dir nur mal die Preise für Mähdrescher an. Der Größte Lexion von Claas kostret knapp 900.000 Euro. Ohne Schneidwerk, das kostet nochmal 150.000. Also über eine Million. Und das dafür dass du das Ding zwei, drei Wochen im Jahr einsetzen kannst. Wenn Du Maisdreschen willst musst nochmal 150.000 für die Ausrüstung drauflegen.
 
Wenn Maschinen für so einen speziellen Zweck entwickelt werden werden die automatisch abartig teuer. Schau dir nur mal die Preise für Mähdrescher an.
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass Landwirtschaft so speziell ist.
Der Größte Lexion von Claas kostret knapp 900.000 Euro.
Könnte das aber nicht auch zumindest zum Teil einfach daran liegen, dass das riesige Maschinen sind, die dazu noch extrem leistungsfähig, robust und auch recht geländegängig sein müssen?
 
Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass Landwirtschaft so speziell ist.

Könnte das aber nicht auch zumindest zum Teil einfach daran liegen, dass das riesige Maschinen sind, die dazu noch extrem leistungsfähig, robust und auch recht geländegängig sein müssen?
Klar ist Landwirtschaft speziell. Und das letzte gehört natürlich auch dazu. Die müssen in den zwei Wochen die sie im Einsatz sind zuverlässig arbeiten. Denn sie sind SPEZIELL für diese zwei Wochen gebaut. Du kannst damit nix anders machen als Ernten. Wenn das vorbei ist stehen sie wieder ein Jahr in der Halle. Die haben auch schon massiv Technik drin die enorme Entwicklungskosten beinhalten. Das ist alles im Preis mit drin.
 
Ja, aber es ist doch jetzt schon nicht so, als ob die nur von einer Handvoll Leute benutzt würden.
Na sicher werden die von wenigen Leuten benutzt. Die Betriebe werden größer und haben mehr Fläche. Die brauchen dann einen Großmähdrescher mit 13.8 Meter breitem Schneidwerk. Die können gar nicht genug Leistung haben. Oder der Lohnunternehmer kauf welche.

Ich bin selbst Lohnunternehmer. Ich haben einen Claas Medion 340 Mähdrescher und dresche bei vielen unterschiedlichen Bauern. Meiner ist, wie der Name schon sagt, einer mit mittlerer Leistung. Weil ich aus Bayern bin und wir hier kleinere Flächen haben passt das soweit. Aber früher hatte jeder etwas größere (nach damaligem Maßstab) Betrieb mit 30 Hektar einen Mähdrescher. Wir hatten einen Claas Europa mit 45 PS und 1.9 Meter Schneidwerk. Damit haben die den ganzen Sommer gedroschen. Mit der Zeit haben viele Betriebe aufgehört. Schon in den 70er und 80er Jahren wurden die Drescher immer Größer und Teurer. Dann hat man sich keinen Drescher mehr gekauft sondern den Lohnunternehmer ran gelassen. Jetzt gibt es hier bei uns nur noch wenige die so eine Maschine haben. Und im Rest von Deutschland ist das ähnlich. Großbetriebe haben dann mal mehrere davon, je nach Größe des Betriebs. Aber es sind und bleiben Spezial Maschinen mit einem Speziellem Einsatzzweck und Speziellen Kunden. Und dieser Kundenkreis wird immer kleiner. So teuer wie die neuen Mähdrescher sind rentiert sich das für mich auch nicht einen neuen zu kaufen. Meiner ist jetzt 20 Jahre alt. Ein Neuer in der Größe würd selbst schon 350.000 Euro kosten. Heißt wenn meiner kaputt ist wird er wahrscheinlich nicht ersetzt. Dann musss die Fläche ein Größerer Lohnunternehmer übernehmen.
 
Wenn Maschinen für so einen speziellen Zweck entwickelt werden werden die automatisch abartig teuer. Schau dir nur mal die Preise für Mähdrescher an. Der Größte Lexion von Claas kostret knapp 900.000 Euro. Ohne Schneidwerk, das kostet nochmal 150.000. Also über eine Million. Und das dafür dass du das Ding zwei, drei Wochen im Jahr einsetzen kannst. Wenn Du Maisdreschen willst musst nochmal 150.000 für die Ausrüstung drauflegen.

So große Drescher kauft du aber auch nur z.B., wenn du ein Großunternehmen in Meck Pomm mit Feldern jenseits der 50 Ha hast. Da fährst du nicht mit nem New Holland TX 32, der dann vielleicht auch noch Feuer fängt - wie neulich bei uns erst wieder ein alter New Holland TX auf offenem Feld aufgrund des Alters und der Hitze.

OT: coole Maschine und 6m Arbeitsbreite sind doch schon ordentlich. Vielleichet sehen wir die ja auch noch im LS :D
 
Naja gut, ist ja auch sehr relativ. Natürlich weniger als irgendwelche Alltagsgegenstände, aber ich hätte jetzt schon gedacht, dass es dafür einen doch schon noch halbwegs großen Markt gibt. Die vertreiben die Teile ja sicherlich auch weltweit.
Ich glaub unsere Meinungsverschiedenheit beruht nur darauf ab wann Du "Spezialbereich" definierst.
Und noch ein Grund warum die Maschinen so teuer sind ist einfach weil es Investitionsgüter sind. Die Hersteller wissen ganz genau welche Betriebe die Maschinen kaufen und was sie verlangen können, damit sie die größte Marge haben.

So große Drescher kauft du aber auch nur z.B., wenn du ein Großunternehmen in Meck Pomm mit Feldern jenseits der 50 Ha hast.
Haha. Ich glaub einen 8900 legt man sich erst jenseits der 1000 Hektar zu. Es gab mal eine Beispielrechnung in der TopAgrar für einen neuen Mähdrescher der 350.000 kostet. Du kommst erst +- 0 raus wenn Du 200 Hektar zum dreschen hast. Und die hab ich nicht.

Aber hier wärsrt Du der King wenn Du für deinen kleinen Hobby Betrieb einen 8900er kaufst. :D
 
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Und noch ein Grund warum die Maschinen so teuer sind ist einfach weil es Investitionsgüter sind. Die Hersteller wissen ganz genau welche Betriebe die Maschinen kaufen und was sie verlangen können, damit sie die größte Marge haben.
Aber gibt es so wenige Hersteller oder wieso kommen die damit durch? Zu viel Vendor-Lock-In durch proprietäre Aufbauten und Zubehör? Oder einfach eigentlich ein Fall fürs Kartellamt?
 
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