(Un)Sinn einer integrierten Grafikeinheit

mksu

Software-Overclocker(in)
Ich würde mal gern eure Meinung zu diesem Thema hören. Seit Einführung der Clarkdale-Familie bei Intel gibt es ja nun CPU's mit integrierter Graphikeinheit (meistens IGP genannt), wie z.B. den i5-660 oder i3-540. Diese Dualcores sind für Zocker eher nicht erste Wahl, da zwei Kerne nicht mehr up to date sind, zudem ist die Leistung der IGP eher mit der einer Onboardgrafik vergleichbar und kommt somit für Spiele nicht in Frage. Für Arbeits-PC's und Media/HTPC's sind solche Prozessoren jedoch sehr sinnvoll und haben daher ihre "Daseinsberechtigung".

Nun möchte Intel aber in alle CPU's der in 2011 kommenden Sandy Bridge-Archtiektur, welche die aktuellen Lynnfields und Clarkdales ablösen soll, eine IGP integrieren. Sandy Bridge CPU's werden in 32nm und vier Kernen kommen, somit werden sie die erste Wahl für Mainstream-Spieler sein welche einen Intel-Prozessor haben möchten.

Jedoch sehe ich nicht ein, wieso ich extra für ein Feautre bezahlen soll, welches ich gar nicht haben möchte. Es wäre eine Illusion zu glauben dass die Kosten der IGP nicht in den Endpreis der CPU eingepreist werden. Schließlich fallen für die Produktion einer IGP Herstellungskosten an, welche an den Endverbraucher weitergegeben werden. Ein Mainstream-Spieler kann aber mit einer IGP nichts anfangen, da in seinem Rechner ohnehin eine dedizierte Grafikkarte steckt. Hinzu kommt eine durch die IGP erhöhte Leistungsaufnahme. So liegt die TDP eines Pentiums G6950 (Clarkdale, 32nm, 2,8 GHz, 3MB Cache) mit 73W um 8W höher als die eines zwei Jahre alten C2D E8400 (Wolfdale, 3,0 GHz, 6 MB Cache, 65W TDP), obwohl dieser noch in 45nm gefertigt ist.

Ich finde einfach Intel befindet sich auf einem Irrweg wenn man meint, allen PC-Benutzern eine CPU mit IGP aufzwingen zu müssen, obwohl vielde damit nichts anfangen können und dies nur unnötig Kosten mit sich bringt. AMD's Ansatz finde ich hingegen vernünftiger. Dort werden die kommenden CPU's in 32nm in zwei Familien aufgeteilt, nämlich einmal Llano mit IGP und dann Bulldozer ohne IGP. So hat der Endanwender die Wahl, ob er sich für eine CPU mit IGP entscheiden möchte oder eben nicht.

Was meint ihr dazu?
 
Afaik soll die Igp der Cpu auch etwas Arbeit abnehmen, da Gpu's sehr effizent durch die Mehrzahl an Rechenkernen rechnen können.

Kann aber auch sein, das AMD dieses Prinzip hatte.

Es gibt auch Arbeitspc's die auf einen Quadcore setzen aber keine dedizierte Grafikkarte brauchen.
Da es afaik keine Boards für Intel mit onBoard Graka gibt, ist es schon berechtigt.
Allerdings ist das ein sehr kleiner Nutzerbereich.
 
@mksu ... du musst bedenken dass die Spieler für intel nur einen winzig kleinen Teil der "Kundschaft" ausmacht - der überwiegende TEil der intel (Desktop-)REchner steht nun mal in Büros und verfügt über eine onboardgraka

so wie es aktuell ist gibt es aber onboardgraka nur für die langsamsten CPUs der ix Serie ... man kann in der ix Serie Serie keinen Quadcore mit Onboardgrafik kombinieren

und ich könnte mir gut vorstelles das das einige große Komplettpchersteller nicht gerne sehn ... schließlich müssen sie eine Graka verbaun ... die onboard Grafik hingegen gibts praktisch umsonst

und für intel selbst ist es natürlich auch einfacher in der Produktion wenn man nur eine CPU-Maske braucht bzw nur einen Chipsatz

mfg
 
Mit der intigrierten Gpu könnte man die Cases von den "Office"-Rechnern kleiner machen, da keine Grafikkarte verbaut werden muss. Ist wieder etwas Platz für andere Steckkarten.
Es rechnet sich wohl bei einer Großbestellung einer Firma, wenn man keine dedizierte Grafikkarte kaufen muss, sondern gleich die Gpu bei der Cpu hat.
 
Wer sagt denn, das es in jeder CPU eine integrierte Grafikeinheit geben wird?
Sandy-Bridge-Prozessoren verfügen über eine Vektorbefehlssatzerweiterung (AVX), Hyperthreading, einen Turbo-Modus, die Verschlüsselungstechnik AES-NI und einen integrierten Grafikkern.
Die Aussage^^ ist sehr allgemein gehalten, oder nicht?
Und das sagt doch schon alles:
Intel bleibt weiterhin zögerlich mit seinen Informationen zum Nehalem-Nachfolger Sandy Bridge
Ich weiß auch garnicht ob es sinn macht darüber einen Thread auf zu machen, was irgendwann wie sein könnte, obwohl noch garnichts feststeht und auf reinen Spekulationen beruht?
Wenn du bei der TDP schon solch Milchmädchenrechnung machst, dann rechne mal zum E8400 noch den Chipsatz hinzu und stelle das dann mal gegen den So1156 ;)
 
[/URL=http://www.pcgameshardware.de/aid,744837/Intel-Acht-Kern-CPUs-fuer-Spieler-ab-Mitte-2011/CPU/News/]Diese News vom 12.04.[/URL] bestätigt aber eher meine Vermutung, dass alle Sandy Bridge-CPU's über ein IGP verfügen werden:
Die "Sandy-Bridge" werden die aktuellen "Lynnfield" und "Clarkdale" zu Beginn des nächsten Jahres ablösen. Die neue Mittelklasse mit bis zu vier Rechenkernen wird in 32-nm-Fertigung hergestellt und wird eine integrierte Grafikeinheit bieten.
Aber vielleicht hat einer der Redakteure noch ein paar Insider-Tipps.

Und dass der P55-Chipsatz eine niedrigere TDP haben soll als der P45 oder P35 ist mir noch nicht zu Ohren gekommen. Allerdings könnte der integrierte Speichercontroller eines Clarkdales eine gewisse Mitschuld an der höheren TDP tragen.
 
also ich finde die integrierte Grafik nur für z.b. Wohnzimmer-PCs interesant, da es die CPUs mit der Grafikkarte sehr Sparsam sind und daher auch keine laute Kühlung brauchen. Für DVD/BR-D reicht die integrierte Grafik auf jeden Fall, für Spiel taugt sie nichts.
 
Man muss mal bedenken, dass 80% der Leute (ist jetzt einfach mal meine Schätzung), die einen PC benutzen, gar keine Spiele spielen oder irgendwas anderes grafisch anspruchsvolles machen, sondern eben einfach nur Büroarbeit machen ;)
Da kann man das dann ja mit den Grafikeinheiten in den Mainboards vergleichen, die reichen auch dicke für sowas, weil sie ja eigentlich nur ein "billiges" 2D Bild darstellen müssen, ohne viel zu rechnen.
Was man dabei bedenken sollte: Wenn die Grafikeinheit kaputt ist, muss ein ganzer neuer Prozessor her, wenn man aber irgendeine billig GraKa verwendet, schmeißt man schnell 'ne neue rein und gut ist :D
 
Ich sehe keinen sinn darin. Da die CPU´s damit viel zu teuer sind. Da kann man sich gleiche noch eben eine kleine 54XX oder GT2XX kaufen, hat man mehr von und kommt günstiger bei weg.
 
Der Sinn ist auf jeden Fall vorhanden.

Habe nen Kumpel der sich letztens zum Spielen einen Phenom II gekauft hat und später für SC2 statt der Onboard Grafik ne richtige Graka kaufen wollte. Vor ein paar Tagen meinte er zu mir, dass er gar keine Graka mehr kaufen will, da es auch so gut läuft (780GX oder 785GX Chipsatz). Klar sind die AMD Grafikchips um einiges schneller als die Intels aber das kann sich ja noch ändern bzw. wird AMD ja auch bald CPUs mit integriertem Grafikkern veröffentlichen.

Zusätzlich dürfte es wie bei Nvidias Optimus Technologie möglich sein, die Zocker Grafikkarte abzuschalten und stattdessen in 2D auf die GPU im Prozessor zurückzugreifen. Ob sich das im Desktopbereich durchsetzt ist allerdings ne andere Sache. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall.
 
Wie schon öfters erwähnt ist die Grafikeinheit vor allem aus einem Grund drin:
Für die mehr als zwei Drittel der Leute, die mit dem Rechner nur Filme schauen, im Internet surfen, Arbeiten und ab und zu ein Flashspiel laufen lassen.

Insgesamt könnte das ganze aber neue Möglichkeiten bieten, da man mittels entsprechender Software vieleicht mal die dedizierte Grafikkarte im 2D ganz abschaltet (richtig geile Sache!).

Ansonsten kann man mit so einer Lösung den Rechner auch bei kaputter Grafikkarte noch für's E-mailchecken oder zum Surfen verwenden - oder einfach, um Ersatz zu bestellen :ugly:.
 
Ich sehe keinen sinn darin. Da die CPU´s damit viel zu teuer sind. Da kann man sich gleiche noch eben eine kleine 54XX oder GT2XX kaufen, hat man mehr von und kommt günstiger bei weg.


das ist doch quatsch ... die intel GPUs waren schon immer und ist auch in den aktuellen CPUs praktisch umsonst - ein G Chipsatz war auch noch nie wirklich teurer als ein P - ist ja nich so das die CPUs mit integrierter Grafik jetzt 300€ mehr kosten

mfg
 
@ Blechdesigner
Vielen Dank für diese Tabelle. Ich hätte nicht gedacht dass der Unterschied in der TDP der Chipsätze derartig groß ist, anscheinend macht der Speichercontroller doch einen dicken Unterschied. Es wäre trotzdem mal interessant zu erfahren, wo die TDP eines Clarkdales liegen würde, wenn er keinen IGP hätte.

@ Topic
Ich fürchte ich habe meinen Eröffnungspost etwas missverständlich formuliert. Den generellen Sinn einer IGP möchte ich gar nicht anzweifeln, da wie bereits viele geschrieben haben die meisten Rechner gar nicht zum Zocken verwendet werden und für die übrigen Anwendungen so eine IGP vollkommen ausreicht. Mir ist auch bewusst, dass wir Zocker eben nur einen gewissen Teil der Intel-Kundschaft ausmachen.

Was mich aber stört ist: CPU's welche eher für uns gedacht sind sollen in Zukunft zwangsweise mit einer IGP daherkommen. Ich möchte da aber lieber die Wahl haben, deswegen finde ich AMD's Ansatz mit Llano (mit IGP) und Bulldozer (ohne IGP) gelungener. Allerdings wurde ja schon das Argument gebracht, dass man so zwei verschiedene Masken in der CPU-Fertigung bräuchte, was natürlich zu höheren Herstellungskosten führt. Aber die hat man nunmal zwangsweise, wenn man ein diversifiziertes Produktportfolio hat. Schließlich wollen die Kunden kein Einheitsprodukt. Dies ist zumindest meine Sicht der Dinge.
 
Hm, wenn man sich nun vorstellt, dass die IPGs sich durchsetzen und somit in (fast) allen Rechnern vorhanden sind, wäre es nicht möglich sie als Coprozessor NEBEN der dedizierten Grafikkarte gewisse Aufgaben übernehmen zu lassen?

Fragt mich jetzt nicht welche, für die Physikberechnung sind sie zu schwach auf der Brust, aber evtl. für die K.I.?

Ich weiss, GPUs sind wesentlich spezielisierter als CPUs, aber inwieweit wäre sowas möglich? Wenn sie weit verbreitet sind, wäre das doch eine Resource, die man als Spieleentwickler nutzen könnte?
 
Kann Helfen Energie zu sparen wenn man nicht Spielt oder nur Flash nutzt (das kann der CPU alleine eigentlich gut genug) und zum Arbeiten braucht man eigentlich keine GPU in Steckkartenform.

Aber da Nvidia und Intel sich streiten und es deswegen keine Mainbords mit Nvidia Chipsetzen für Intel CPU's gibt, was ich sehr schade finde wird es das wohl nicht geben. Somit kann nicht umgeschaltet(bzw. die GPU zugeschaltet) werden zwischen GPU auf Mainbord oder in CPU und in PCI-EX Steckplatz.
 
Der Sinn ist auf jeden Fall vorhanden.

Habe nen Kumpel der sich letztens zum Spielen einen Phenom II gekauft hat und später für SC2 statt der Onboard Grafik ne richtige Graka kaufen wollte. Vor ein paar Tagen meinte er zu mir, dass er gar keine Graka mehr kaufen will, da es auch so gut läuft (780GX oder 785GX Chipsatz). Klar sind die AMD Grafikchips um einiges schneller als die Intels aber das kann sich ja noch ändern bzw. wird AMD ja auch bald CPUs mit integriertem Grafikkern veröffentlichen.

Zusätzlich dürfte es wie bei Nvidias Optimus Technologie möglich sein, die Zocker Grafikkarte abzuschalten und stattdessen in 2D auf die GPU im Prozessor zurückzugreifen. Ob sich das im Desktopbereich durchsetzt ist allerdings ne andere Sache. Sinnvoll wäre es auf jeden Fall.

kann ich gut nachvollziehen , wenn man dann ein Board mit Sideport Mem hat kommt man auf ne ganz ordentliche Leistung ...
wenn mein Board SP Mem haette wuerd ich mir auch noch ne weile keine Graka kaufen wollen :)
und zum Filme gucken surfen etc reicht eh die HD4200 locker aus ...
dazu Modern warfare 2 oder L4D tut auf der onboard ganz i.o. !

mfg F-4
 
Mal ehrlich:
Eine IGP ist nicht verkehrt für Office Rechner, oder aber Multimediarechner.
Auch kann man hier einige Spielchen wagen.
Allerdings ist das was Intel da verkauft ziemlicher Schrott, der kaum funktioniert (siehe Reviews!)

Entsprechend kann man sich das Zeugs auch eigentlich nicht kaufen, denn verwenden würd mans eh nicht, zumal man auch noch einen zusätzlichen Treiber bräuchte...
nV IGPs gibts ja auch nicht mehr, da sie keinen Bock auf AMD haben und bei Intel dürfens nicht (und können tuns ja auch nicht).
 
Hm, wenn man sich nun vorstellt, dass die IPGs sich durchsetzen und somit in (fast) allen Rechnern vorhanden sind, wäre es nicht möglich sie als Coprozessor NEBEN der dedizierten Grafikkarte gewisse Aufgaben übernehmen zu lassen?

Fragt mich jetzt nicht welche, für die Physikberechnung sind sie zu schwach auf der Brust, aber evtl. für die K.I.?

Ich weiss, GPUs sind wesentlich spezielisierter als CPUs, aber inwieweit wäre sowas möglich? Wenn sie weit verbreitet sind, wäre das doch eine Resource, die man als Spieleentwickler nutzen könnte?

hab ich mir schon lange gedacht ! wobei die aktuellen GFX karten brauchen ja auch kaum idle Saft ... aber wenn man ne Fresser karte hat waere es toll bei 2d die Onboard zu nutzen ...
da wuerde meine 4200HD vollkommen reichen .
im grossen ganzen denke ich das die kosten nicht gross sind , bei AMD sind in denn meisten Chipsets onboard GPU dabei und das macht schon sinn und soviel teurer auch nicht ...
wenn euch die Main Karte abraucht seit ihr bestimmt froh an einer IGP :) auch wenn sie nicht viel bringt bleibt der bildschirm nicht ganz dunkel bis die neue da ist ;)

mfg F-4

ps: k.a was die IGP von intel taugen , aber die 4200HD kommt mit sideport schon gut an einer 6800GT vorbei , je nach dem ... oder 7600 GS ... also wirklich ganz ok !
 
Allerdings ist das was Intel da verkauft ziemlicher Schrott, der kaum funktioniert (siehe Reviews!)

wie wärs wenn du zu deinen anti intel Parolen zumindest einen Link zu entsprechenden Reviews posten würdest?? - oder zumindest deine behauptungen auch begründen würdest

nV IGPs gibts ja auch nicht mehr.

aha - und was ist dann ion??

zumal man auch noch einen zusätzlichen Treiber bräuchte...

den braucht man bekanntlich nicht nur für die intel Grafik

mfg
 
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