Mehrere Grafikkarten in ein Workstation-Board einbauen: Easy. (Solange man nur wassergekühlte Karten testet. Was übrigens den Testaufwand drastisch reduziert.^^)
Mehr Hände und Arme an Raff anbauen:
@PCGH_Dave
"OC Tagebuch 2.0: Threadripper am Limit" confirmed?
Der Erfolgsteil von Daves Tagebüchern besteht doch gefühlt nur aus RAM-OC. Da gilt:
Wieso Zeit in Quad-Channel investieren, wenn man Octa-Channel haben kann?
Ich würde sogar erwarten, dass sich das richtig lohnt, denn die IF-Anbindung sollte bei Threadripper nicht langsamer, sondern sogar schneller sein. Aber der RD-RAM ist einfach ein Latenzproblem. Deswegen kamen wir damals, als 2-MiB-Golden-Cove noch aktuell war, auch mit dem Xeon auf keinen grünen Zweig. (Okay, und weil er bei 960 W aus bis heute unbekannten Gründen weiteres OC verweigert hat.)
Ist ja genauso wie mit einem Auto-Magazin. Nur ein sehr kleiner Teil der Leser wird sich einen Lamborghini kaufen können. Oder wollen. Aber das Interesse an den technischen Daten besteht trotzdem.
Oder Hifi-Magazine mit teuren Anlagen. Ist trotzdem interessant sowas zu lesen.
Der Vergleich passt leider nicht:
Gute Anlage = wie mittelmäßige Anlage, macht nur das besser, was die Leser wollen: Gut klingen.
Lamborghini = wie 2er BMW, macht nur das besser, was die Leser wollen: Schnell fahren.
Workstation-CPUs dagegen machen das, was PCGH-Leser wollen, bestenfalls gleich gut oder sogar
schlechter: In allen Situationen, in denen Kern-Kern-Kommunikation limitiert, ist auch Threadripper auf acht Kerne beschränkt (Xeon W könnte über acht skalieren, ist aber aus heutiger Sicht allgemein lahm) und in allen Szenarien, in denen Speicherlatenz den Flaschenhals darstellt, und das sind viele, sehen TR5 und LGA4677 kein Land gegen AM5 und 1185. Der bessere Vergleich wären somit:
Einen Actros 40-Tonner in einer Auto-Zeitschrift, weil er so schön viel Platz bietet.
Eine Bahnhof-PA-Anlage, weil man damit 20 Bahnsteige gleichzeitig beschallen kann.
Testet, glaube ich, in diesen Magazinen niemand. Und genauso stehen wir ein bisschen verloren da, wenn es um die Frage geht: "Was tun mit Threadripper?"
Selbst in normalen Anwendungen skaliert der überwiegend nicht; hat hier schon Glück dass Daves Parcour einseitig Offline-Renderer bevorzugt. Um seine Stärken zu zeigen, müssten wir also ganz neue Tests entwickeln. Ideen dazu standen sogar ein paar im Raum, aber das kostet einfach extra Zeit. Zusätzlich zu dem Extra-Aufwand mit der exotischen Plattform stellt sich also die Frage: Wollt ihr 1 weiteren Benchmark-Wert vom 9960X oder lieber 3 weitere Benchmark-Werte vom 9950X3D?