Stellst du Windows auf maximales Energiesparen, dann ruckelt dir jedes Spiel. Im Gigabyte UEFI gibt es sogar eine spezielle Option, die den Leistungsverlust durch C States an SSDs minimiert. Die Option hat aber nicht jedes UEFI.
Bist du dann im Spiel auf Höchstleistung unterwegs, dann schafft es der Kühler kaum eine Haswell CPU zu bändigen. Der Unterschied zwischen geköpfter CPU + Flüssigmetal-WLP und der ungeköpften Standard-CPU ist riesig. Hinzu kommt der Anpressdruck, den man durch Push-Pins nicht erreichen kann. Selbst eine Highend-Wakü hat Probleme einen AVX3 Haswell zu kühlen, da die Wärmeübertragung nicht stimmt.
Das Problem mancher ITX bzw. Thin-ITX Boards ist auch die Qualität. Die Boards leisten nicht immer soviel wie größere ATX Boards. Die CPU braucht mehr Strom bzw. man kann nicht jeden Schalter im Bios umlegen um Strom zu sparen. Gerade unter Last erwarte ich einen erhöhten Verbrauch.
Das Problem mit der KFA² low profile ist, dass die Karte keinen 6Pin Stecker hat. Denn relativ viele Feedbacks zu Karten ohne Stromstecker lauten: das Mainboard kann den gewünschten Strombedarf unter Last nicht decken. Andererseits ist die KFA² lp sowieso schwächer als andere 750 Ti Modelle. Natürlich gibt es zu demselben Preis schon Karten mit 1400er Takt, die fast 30% schneller sein können. Ebenso kann es hier auch das Problem mit der WLP geben, denn die Hersteller nehmen im Prinzip das günstigste Material. Mit ein wenig Garantieverlust (kein Händler interessiert sich dafür) kann man die Leistung verbessern. Bei den Reviews zu den 750 Ti Karten vom Februar muss man aufpassen, da durch die neuen Treiber etwas Mehrleistung zustande gekommen ist. Doch der Bios Support seitens Nvidia ist recht schlecht. Man kann die 750 (ti) Serie schon als EoL bezeichnen und eventuell kommt schon dieses Jahr eine 850 Ti auf den Markt.
Nun wollte ich tatsächlich eine M.2 SSD kaufen. Das gestaltet sich schwierig, da neben dem geringen Angebot auch die Preise deutlich über den Preisen für 2,5" SSDs liegen. M.2 gibt es bekanntlich in verschiedenen Längen, Geschwindigkeiten, Modi (Sata oder PCI-E) und nicht jede M.2 ist bootbar. Zudem braucht man quasi zwingend UEFI bzw Windows im UEFI Modus. Ich hätte erwartet, dass man auf jedem neuen 9er Board eine M.2 Schnittstelle findet, doch dem ist nicht so. Warum das so ist wird dem User klar, wenn er die Vorteile und Nachteile von M.2 nachließt und das Thema sinnvollerweise auf die kommende Generation von Intel verschiebt, wo es dann ausgereifter sein wird. Ich könnte es dennoch schaffen eine kompatible SSD aufzutreiben, doch der Aufpreis zur aktuellen Crucial MX100 wäre spürbar.
Vergleicht man noch aktuelle Netzteile, dann sieht man schnell, dass leistungsstarke PICO-Netzteile recht teuer sind. Die SFX Netzteile sind güntiger, aber dafür lauter. Zwar gibt es gute 350-400 Watt SFX Netzteile, aber das dürfte mehr kosten als ein Marken-Netzteil. Zudem sind die Full Size ATX Netzteile leiser und leistungsfähiger für kommende Aufrüstungen. Andererseits stelle ich fest, dass ein normaler Spiele PC weniger als 300 Watt im Spiel verbraucht, doch es gibt Grafikkarten mit 400 Watt Verbrauch. Nimmt man nun den Test auf CB zu Rate, dann hält ein gutes Netzteil schon mehr als 5 Jahre und überlebt 1-2 Aufrüstungen. In 5 Jahren wird die Medium-Highend Grafikkarten-Generation eben nicht bei 100 Watt hängen, sondern wie eh und je bei 300-400 Watt.
Also müßte des Plan des vernünftigen Users lauten: ein möglichst kleines ATX Gehäuse samt einfachstem z-ATX Mainboard, dickem CPU Kühler, sauschnellem 2400er Speicher, aktueller P/L Grafikkarte (280x), 92+ Netzteil mit 14cm Lüfter, neuste Lüfterrechnologie und flinker 250 Gb SSD. Optional wäre eine einfach Soundkarte speziell für Kopfhörer in Betracht zu ziehen.
Dennoch habe ich nun mein zehntes ITX Mainboard bestellt
