Ich wage auch mal zu bezweifeln, dass CD Project Red genau so viel Herzblut in die Entwicklung stecken wird, wie bei den vorherigen Teilen.
Immerhin wurde mehrfach betont, dass man die Reihe mit Teil 3 abgeschlossen hat und man nichts mehr erzählen könne. Sowie, kein Interesse mehr verfolgt Spiele wie The Witcher zu entwickeln.
Man wollte sich mehr auf andere Genres konzentrieren, was in Cyberpunk 2077 mündete, welches nicht die Verkäufe und Beliebtheit wie die Witcher-Reihe erreichte.
Und nun wurde ein 4. Teil angekündigt, welcher mit Ciri den beliebten Charakter Geralt als MC ablöst.
Ich sehe in der Änderung des MC von Geralt zu Ciri ein paar Probleme.
Immerhin ist die Reihe nicht wegen Ciri, sondern Geralt von Riva so populär geworden.
- Sein Verhalten/Auftreten
- Seine Sprüche
- Seine Erfahrungen
- Seine Bekanntheit
- Seine Liebensbeziehungen
- etc.
Ciri ist hingegen in der Welt sehr unbekannt. Möglicherweise spielt das "Witcher 4" in einer viel entfernteren Zukunft, in der sich Ciri einen Namen gemacht hat. - Wir wissen es nicht.
Also gehen wir mal von dem Punkt aus, an dem Witcher 3 geendet hat.
Sie hat bei weitem noch nicht die Bekanntheit erreicht, wie sie Geralt hat. Ja, sie ist sehr stark, weil sie eben diese magischen Kräfte besitzt. Aber reicht das aus, das ganze Universum zu tragen? - Ich jedenfalls nicht.
Sie ist im Vergleich zu Geralt auch deutlich unruhiger und spontaner. Geralt überzeugte auch wegen seiner Bedacht Heit und stürmte nicht gleich kopflos drauflos.
Auch die Kämpfe und Gegner könnten leiden.
Immerhin gibt es in der Welt viele Wesen, die es auf Männer abgesehen haben und diese versuchen mit dem u.a. Charme einer Frau in die Falle zu locken.
Dies funktioniert mit einem weiblichen Charakter nicht sooo einfach, ohne ihre Interessen für das weibliche Geschlecht zu wecken.
Obendrein könnte man auch Wesen erschaffen, die es eher auf weibliche Charaktere abgesehen haben könnten, aber das könnte zu abstoßenden Umsetzungen führen.
Ein Aspekt wird man wohl nicht so einfach realisieren können - die Liebensbeziehungen.
Geralt hat so einige Beziehungen in The Witcher 3. Viele der Szenen enthalten nur Andeutungen, aber der Spieler weiß, was da gerade passiert.
Dies wird mit einem weiblichen Charakter bedeutend schwerer umzusetzen, ohne sie gleich den Ruf als "Leichts Mädchen" zu verschaffen.
Was mich zu den Interessen der Spieler selbst bringt.
Das Spiel bot sowohl für weibliche und männliche Spieler ein paar nette Hingucker.
Einen gestellter Mann zu sehen, wie er Kämpft, durch sein Auftreten und Bekanntheit andere Männer dominiert und immer wieder durch seine Erfahrung glänzt.
Hinzu noch die vielen Liebensbeziehungen zu sehr interessanten Charakteren. - "in jedem Dorf eine Geliebte"
Dies sind Eigenschaften, die es für männliche und weibliche Spieler interessant macht zu spielen.
Ciri wird dies meiner Meinung nach nicht schaffen, ähnlich beliebt zu werden.
Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Beliebtheit von Ciri unter den Spielern.
In meinem Bekanntenkreis ist die Meinung zu ihr recht eindeutig, wir mögen sie nicht so sehr.
Allgemein finde ich die Bedingungen, unter denen dieser Teil entwickelt wurde, nicht gerade hilfreich für einen 4. Teil.
Es wird bestimmt einige Käufer finden, die die Vorgänger liebten. Somit stützen sich die Verkäufe wohl eher auf die Erfolge ihrer Vorgänger, aber ob es sich selbst trägt, wage ich mal zu bezweifeln.
Unter diesen Gesichtspunkten werde ich wohl Teil 4 überspringen.
Mal abwarten, was die Trailer und erstes Gameplay so bringen werden.