AW: Tesla Cybertruck: Elon Musk nennt Strömungswiderstandskoeffizient
Also mit bis zu 2.487 kg weniger als eine G-Klasse (2.560 kg).
Also meine Limousine Bj '07 hat 5.076mm, sprich der Cybertruck hat ca. 800mm mehr. Dafür hat er aber auch Ladefläche ... das ist Fair denke ich, wenn man bedenkt das eine Europalette mindestens drauf passen muss.
Nur weil du bislang schon ein Dickschiff fährst, heißt das nicht, dass noch dickere Dinger benötigt werden. Als langjähriger Passatfahrer kann ich bestätigen, dass 4.669 mm schon wesentlich mehr Transportkapazität bieten, als 99% der Privatpersonen außerhalb eines Umzugs benötigen. Und der 3B ist mit Längsmotor und genug Platz für V8 schon nicht unbedingt ein Raumwunder, ein aktueller Octavia ist 62 mm kürzer und bietet noch einmal circa 10% mehr Platz. Geht man streng nach Volumen, würden ein Fabia oder Klio Kombi (2 Personen + 1400 l bzw. 1380 l) schon für die meisten private Transporte ausreichen einschließlich nicht-Camping-Urlauben mit zwei Kindern. Die messen nicht einmal 4,3 m. Wozu also einen fast 40 Prozent längeren Cybertruck? Nimmt man dessen miserable Übersichtlichkeit und den vermutlich auch größeren Wendekreis, benötigt er in der Praxis das doppelte an Parkplatzlänge, zusätzlich zu einer größeren Breite.
Und sag jetzt nicht "Europalette". a) muss kaum eine Privatperson jemals eine Europalette verladen (oder hätte überhaupt einen Hebewagen, um das zu machen) und b) schafft das schon die kleinste Ape, obwohl die leichter und vermutlich sogar kompakter als Teslas Beiboot für den Truck ist.
In den Publikationen werden Cw-Werte unter 0.04 erwähnt. Eine im Simulator errechnete optimierte Form kommt auf 0.02. 0.01 gibt es scheinbar in der Natur nicht.
Abgesehen davon gilt der Wert für Strömung im Wasser und nicht in der Luft. Der Pinguin braucht keine Räder unter Wasser (oder in seinem Fall Beine, die sind angelegt), was ihm da gewisse Vorteile bietet.
Pinguine brauchen zwar keine Räder, aber Flügel, um trotz ihrer deutlich unter 1 liegendenden Dichte tauchen zu können. Wer es schafft, den Luftwiderstand zu senken, in dem er Räder durch Flügel ersetzt, sollte (E-)Flugzeuge bauen, die dann nicht nur weniger Energie pro km brauchen, sondern dank Luftlinie auch noch weniger km pro Reise
Tesla hat scheinbar als Rechtfertigung für den Namen "Cyber" ein paar scharfe Strömungsabrisskanten eingebaut. Die rächen sich im Windkanal, da sie starke Verwirbelungen hervorrufen.
Eigentlich ist da nur eine ungünstige Kante: Die auf dem Dach. Alle anderen liegen längs oder am Wagenende, wo eine sinnvoll designte Abrisskante besser ist als eine Rundung. Und bei der Kante auf dem Dach sehe ich, wie oben geschrieben, eine 50:50 Chance, dass sie den cW-Wert gegenüber einem flachen, abgerundeten Dach mit gleicher Höhe am Anfang und Ende der Fahrgastzelle sogar senken könnte. Schließlich stehen steht den paar Wirbeln eine um mindesten 20 cm erhöhte Silhouette gegenüber und cW ist Widerstand/Frontfläche. Ein potthässliches, nutzloses Designmerkmal, dass für 5% mehr Widerstand, aber auch 5% mehr Frontfläche sorgt, ist also cW-neutral.
Was dagegen ein riesen Problem sein dürfte: Die riesige platte Front und das eben so platte, über die volle Breite gehende Heck. Ein paar Rundungen würde aber nur wenig ändern, entweder man investiert einen weiteren halben Meter vorn und einen vollen hinten für einen vernünftigen aerodynamischen Abschluss, oder man muss den Panzer einfach kleiner machen.