News Tech-Embargos noch sinnvoll? Arrow Lake wird bereits verkauft

War mir zu viel Text, aber dann kann man das doch ebenfalls im Artikel schreiben, dass das genaue Datum und Uhrzeit Gegenstand des NDA sind und nicht benannt werden dürfen. Wie auch immer. Halte die Diskussion für mich irrelevant. Ich komme immer zu PCGH, um das zu lesen ,was ich vielleicht schon gelesen habe. Eine Quelle reicht mir nie aus und ich lege hohen Wert darauf, was PCGH in Ihrem Artikeln schreiben. =)

Ich denke ihr braucht euch, um diese Frage, keine Gedanken machen. Jeder der PCGH kennt weiß die Qualität der Artikel zu schätzen. Da wird euch nicht sehr viel weg genommen, denke ich.
 
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Dann fehlt der gegenseitige Austausch, sämliches Begleitmaterial zum Verstehen der Architektur et cetera - wird nicht gut (gerade bei "kontroversen" Produkten, die viel Repro brauchen).

-> Besser (auch) den Shops funktionierende Sperren auferlegen.

MfG
Raff
Da fehlt es aber vermutlich an einem Hebel, der lang genug ist. Das Vertriebsnetz ist deutlich komplexer als die Peer to Peer Beziehung zwischen Journalisten und dem Hersteller. Der Hersteller müsste ja den einzelnen Händler dingfest machen, der vorab verkauft und anschließend die Distributoren auch noch dazu verpflichten können, diesen Händler nicht mehr zu beliefern.

Ergo, kurze Antwort auf die Frage in eurer Überschrift: Nein :D
 
Wenn wir niemals iwelche finanziellen Grenzen hätten, hätten schon alle Stickstoff Kompressor Kühlung mit 8GhZ cpu und 500w stromverbrauch.
Dann hätten wir zwar kein finanzielles, aber ein noch größeres ökologisches Problem. Wenn jeder - quasi unbegrenzt - Strom zieht, bräuchten wir noch viel mehr bzw. leistungsfähigere Kraftwerke. Man kann nicht jedes Problem mit mehr - oder gar unbegrenzt - Geld erschlagen.

Das haben wir immer alle gedacht, die jüngere Vergangenheit zeigt aber nicht wirklich genau dieses Bild. Denn scheinbar werden bei Nodes immer nur die Leistungsvorteile mitgenommen und die Effizienz und der Verbrauch außen vor gelassen. Schau mal in die Effizienztabellen bei PCGH, ein 8700k liegt bspw. vor den aktuellen Gens und das sogar sehr sehr deutlich (rein auf das Gaming bezogen)

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11. und 8. Gen sind beide in Intels 14nm-Prozess gefertigt.
Dann darf man hier nicht vergessen: 2017 - Release-Jahr der 8. Gen - kam AMD mit Ryzen um die Ecke, und hat Intel gehörig unter Druck gesetzt.
Eigentlich wollte Intel schon beim 10nm-Prozess sein, doch bekanntlich verzögerte sich das wiederholt. Die neue Architektur war zudem auf 10nm ausgelegt, und konnte nicht einfach in 14nm gefertigt werden. Die Rückportierung auf den 14nm-Prozess hat Zeit gekostet. Also verwendeten mehrere Generationen die gleiche Architektur mit minimalen Verbesserungen - und zusätzlichen Kernen -, auch die Fertigung im weiterhin gleichen Prozess machte nur geringe Fortschritte. Um bei der Leistung nicht abgehängt zu werden, musste Intel die Effizienz streichen, und zum Holzhammer greifen.

Dann endlich, mit der 12. Gen war auch der 10nm-Prozess - inzwischen umbenannt in Intel 7 - Serienreif für den Massenmarkt. Zugleich kam die erste Generation der Hybrid-Architektur.
Leistungsmäßig stand man zwar besser da, aber AMD hatte nicht geschlafen, also hatte Intel den Holzhammer nicht komplett beiseite gelegt.

Man sieht also eine Verbesserung der Effizienz, von 14nm zu 10nm - alias Intel 7. Bei der 12. und 13. Gen, soll es der selbe Fertigungsprozess sein, die Effizienzsteigerung kommt hier also durch Verbesserungen der Architektur.
Die 14. Gen ist nur ein Refresh der 13. ohne wirkliche Verbesserung. Diese hatte Intel erneut mit dem Holzhammer geprügelt, um noch ein paar Prozentchen mehr Leistung zu erzielen.
 
Wenn man es ganz objektiv sieht und mal genauer drüber nachdenkt ist die Antwort ja klar.

NEIN, nicht die Embargos von Intel, Nvidia und AMD, andere schon.

Insbesondere Nvidia und Intel und zunehmend auch AMD nutzen das Embargo in erster Linie um Druck auf die Journalisten aufzubauen und schieben das Argument "Fairness für alle" vor. Man hat das doch schon x mal gesehen, das die Intel CPUs vorher im Handel sind, Ich weiß das sie zum Teil schon ewig vorher bei den Distributoren liegen, noch bevor die Samples an die Presse gehen. Ich hatte mal einen 10700K gekauft bevor überhaupt irgend ein Journalist den in den Fingern hatte.

Angefangen hat das ganze Spiel damit den Verkaufstag auf den NDA Tag zu legen um so die Tests quasi als kostenlose Werbung einzuspannen. Davor war das ja absolut üblich dass das NDA/Tests deutlich vor dem Verkaufstag da waren. Da hatte man z.b. auch bei Problemen noch Zeit für Rückfragen. Damit angefangen hat soweit ich weiß auch Nvidia.

Danach wurde dann der Zeitpunkt des Sample Versands / Treiber release eigentlich immer weiter Richtung NDA geschoben, so dass den Redakteuren immer weniger Zeit für den Tests bleibt. Dabei geht es doch vor allem darum, dass man wenig Zeit hat einen kompletten Vergleich unter gleichen Bedingungen (gleicher Treiber, frisches System usw ) mit alten Produkten vorzunehmen. Und zudem soll gefälligst die Anzahl der Benchmarks reduziert und auf die Hype Titel beschränkt werden, denn da sind die unterschiede am größten ;)
Herzlich Willkommen Nachtschichten .... Ich sehe jedenfalls keinen Grund wieso es nicht möglich wäre hier mehr Zeit einzuplanen. Es ist so gewollt.

Next Step, die Leihdauer für die Samples wird immer weiter reduziert. Wollte man früher Mainboards testen bekam man von Intel eine Dauerleihstellung für CPUs, heute darf man sich die CPU jedes mal wieder kurzfristig neu ausleihen oder muss sie selber kaufen -> ergo kaum noch Mainboard Test, weil ständig CPUs kaufen einfach teuer ist.

Der letzte Step war dann bisher, alle Medien die keine Samples direkt vom Hersteller bekommen, selbst wenn sie NDAs abgeben, von allen Infos abzuschneiden. Das stellt sicher, das die Redakteure die im Sample-Pool sind "exklusiv" Infos haben und am Ball bleiben und das ganze Spiel weiter mitmachen.

Kurz gesagt man wird komplett von Intel, Nvidia, AMD vor den Karren gespannt, weil CPU und VGA Hype-Themen sind die Klicks bringen.

Schon alleine daran zu sehen, dass das in keinem anderen Segment, bei keinem anderen Hersteller so abläuft. Würde sich ein Gehäuse-Hersteller etc. das trauen, würden alle dem einfach nur komplett den Finger zeigen.

Leider geht das hier ja eben nicht, nur deswegen sind die Embargos überhaupt möglich. Ohne den Hersteller gibt es keine First Hand Infos, keine Zusammenarbeit bei Problemen, nichts. Und dazu kommt der Reputationsverlust weil man mit den Reviews immer später dran ist. Ist also auch keine Lösung. Eine echte Zwickmühle, ein Zucker, Brot und Peitsche Spielchen aus der man eigentlich kaum raus kommt.

Es gibt also nur 2 Optionen
a) man spielt dieses verfluchte Spielchen mit und macht das beste draus b) man stellt das Thema ein und schreibt über was anderes ( was meistens keine Option ist)
 
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Dann hätten wir zwar kein finanzielles, aber ein noch größeres ökologisches Problem. Wenn jeder - quasi unbegrenzt - Strom zieht, bräuchten wir noch viel mehr bzw. leistungsfähigere Kraftwerke. Man kann nicht jedes Problem mit mehr - oder gar unbegrenzt - Geld erschlagen.

Also ich hätte kein Problem damit, meine "8 GHz Kompressor CPU" voll-ökologisch mit 500 W aus meinem Bio-Getreide gefütterten Esel-Göpel zu betreiben. Oder etwas einfacher vielleicht auch aus einer banalen Photovoltaikanlage samt Speicher. (Aber Esel!) Sowas kostet zwar, aber in dem Szenario sind Kosten ja kein Problem. ;-)
Wenn "unendlich Geld" aber auch "Finanzierbarkeit unendlicher Werte" bedeuten soll, dann braucht man "unendlich Ressourcen". In so einer Welt leben wir leider nicht. Bei uns sind die Werte endlich und wenn man denen flächendeckend mehr Geld gegenüberstellt, dann hat man leider nur mehr Inflation, aber keine zusätzliche Rechenleistung. Das klappt nur durch Verlagerungen aus einem in den anderen Bereich – buttert man hunderte Milliarden in KI-Stromverbrauch, dann bekommt man dafür tatsächlich mehr inhaltlich dürftige bis falsche Texte für das Internet. Aber am anderen Ende Balance können sich Spieler keine GPUs mehr leisten und sämtliche Verbraucher sollen noch mehr ihrer Daten offenlegen.

Wenn man es ganz objektiv sieht und mal genauer drüber nachdenkt ist die Antwort ja klar.

NEIN, nicht die Embargos von Intel, Nvidia und AMD, andere schon.

Insbesondere Nvidia und Intel und zunehmend auch AMD nutzen das Embargo in erster Linie um Druck auf die Journalisten aufzubauen und schieben das Argument "Fairness für alle" vor. Man hat das doch schon x mal gesehen, das die Intel CPUs vorher im Handel sind, Ich weiß das sie zum Teil schon ewig vorher bei den Distributoren liegen, noch bevor die Samples an die Presse gehen. Ich hatte mal einen 10700K gekauft bevor überhaupt irgend ein Journalist den in den Fingern hatte.

Angefangen hat das ganze Spiel damit den Verkaufstag auf den NDA Tag zu legen um so die Tests quasi als kostenlose Werbung einzuspannen. Davor war das ja absolut üblich dass das NDA/Tests deutlich vor dem Verkaufstag da waren. Da hatte man z.b. auch bei Problemen noch Zeit für Rückfragen. Damit angefangen hat soweit ich weiß auch Nvidia.

Das NDAs am Vorstellungstag fielen und der Verkauf erst später begann, war auch nur in einer Übergangsphase so. Früher, als die Gummistiefel noch aus Holz waren, fanden Vorstellung, NDA-Fall und Verkaufsbeginn gleichzeitig statt. Das war der klassische Hard-Launch. Später hat man dann Vorstellung und NDA-Fall vorgezogen, aber die Auslieferung (insbesondere nach Europa) dauerte noch. Heute hat man einen Teaser, eine Ankündigung, eine Vorstellung und dann NDA-Fall und Verkaufsbeginn zusammen. Der Grund ist aber, wie du ganz richtig erkannt hast: Aufmerksamkeitsmaximierung.
Der zwischenzeitlich noch eingeschobenen Tech-Day ist mittlerweile genauso ein fester Programmpunkt wie eine komplette zweite Kladde für die Einsteiger- und Mittelklasse-Modelle (bei Intel als solche, bei AMD als APUs) und AMD hat nach der getrennten Vorstellung/Einführung/NDA-Fall für wahlweise das Top- oder das begehrteste Modell sowie einer zusätzlichen, dritten Termin-Kaskade für die Gaming-Subsparte jetzt auch noch getrennte Vorstellung/NDA/Verkaufstermine für die Plattform etabliert.
 
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