[Suche] Plattenspieler

Also der Plattenspieler funktioniert einwandfrei, alle Schalterfunktionen sind noch intakt.

Nur wie sieht das mit nem Tonabnehmer und einer neuen Nadel aus? Hab mal testweise die alte Nadel, die noch dran war, benutzt und ein kurzes Stück von ner Platte gespielt. Funktioniert alles. Aber da wird doch sicherlich irgendwas gealtert sein, nach 15-20 Jahren in einem alten Dachboden :huh: Die Nadel scheint sowieso nicht der Kracher zu sein. Die hat, was ich gehört hab, sehr wenig gekostet.

Nach so langer Zeit ist vermutlich der Gummi der Nadel ausgehärtet. Das klingt nicht nur nicht mehr so toll, sondern ist auch für die Platten net so gut. Wenn du nur ein neues System kaufen willst, dann achte drauf dass du ggf. eines kaufst, bei dem du per Nadeltausch dich verbessern kannst. So was gibts z.B. von Ortofon, die 2M Serie.

D.h. du kaufst net unbedingt gleich das tollste, sondern steigst billiger ein und wenn dich das Analogfieber packt, dann kannst für kleines Geld upgraden.
 
Also der Plattenspieler funktioniert einwandfrei, alle Schalterfunktionen sind noch intakt.

Nur wie sieht das mit nem Tonabnehmer und einer neuen Nadel aus? Hab mal testweise die alte Nadel, die noch dran war, benutzt und ein kurzes Stück von ner Platte gespielt. Funktioniert alles. Aber da wird doch sicherlich irgendwas gealtert sein, nach 15-20 Jahren in einem alten Dachboden :huh: Die Nadel scheint sowieso nicht der Kracher zu sein. Die hat, was ich gehört hab, sehr wenig gekostet.

Um einen passenden Tonabnehmer zu finden müsste man technisch gesehen zwei Dinge wissen: das effektive Tonarmgewicht und die Abschlusskapazität vom Phono-Eingang deines Verstärkers. Beides solltest du in den BDAs der Geräte finden. Relevant ist dann aber natürlich auch noch dein Geschmack.
Wenn du die technischen Werte nicht findest könnte man auch noch schauen was für ein Tonabnehmer im Moment montiert ist und daraus die Werte für eff. Gewicht und Kapazität ableiten.
Viel ist auf deinem Bild leider nicht zu erkennen, aber für mich sieht das nach einem Shure aus.

Welches Internet meinst du? Ich habe heute seine Meinung zum ersten Mal gehört.

Wo treibst du dich denn Vinyl-mäßig im Internet rum? Analog-Forum? Da wird man nüchterne Betrachtungsweisen eher selten finden. Aber im HiFi-Forum wird meine Meinung von vielen anderen Usern geteilt, aber auch dort gibt es natürlich andere Meinungen. Ich sehe das eher pragmatisch und habe (für mich) erkannt, dass die Schallplatte selbst der limitierende Faktor ist und nicht der Plattenspieler (vorausgesetzt er entspricht gewissen Mindestanforderungen, eben der HiFi-Norm).

Beim Abspielen von Platten gehts ja darum sehr kleine Schwingungen abzutasten und in sehr kleine Spannungen umzusetzen. Dabei ist es ja nicht so abwegig die Meinung zu vertreten, dass auch verhältnismäßig kleine Fremdeinflüsse wie z.B. Luft- und Körperschall (soll es ja beides beim Musikhören geben) auch einen gewissen Einfluss auf das Ergebnis der Abtastung haben.

Beidem kann man durch eine ordentliche Aufstellung entgegnen, am besten ein Wandregal, nicht in direkter Strahlrichtung der Lautsprecher.

Dazu kommen Resonanzen, die angeregt werden können und auch werden z.B. bei der Kombination TA und Arm (die sich recht leicht rechnen lässt und bei der Kombination der beiden Teile in einem bestimmten Bereich liegen sollte) oder sonstiger sich gegenseitig beeinflussender Teile am Spieler.

Du meinst damit dann wohl das effektive Tonarmgewicht. Dass das Zusammenspiel zwischen Abnehmer und Arm harmonieren muss sagte ich ja auch bereits. Aber ich denke, man sucht sich eher den Abnehmer passend zum Tonarm und nicht anders rum.

Diese Einflüsse lassen sich eben nicht mit 2 simplen Messwerten erschlagen, dazu ist die Realität zu komplex.

Diese Einflüsse sind aber, wie gerade beschrieben, nicht wichtig für die Auswahl des Plattenspielers wenn man die genannten Bedingungen erfüllt. Und mehr als 2 technische Daten, nach denen man das Laufwerk aussuchen muss, bleiben dann eben nichtmehr übrig.
Und so komplex die Realität ist, sollte man das Musikhören darüber nicht vergessen. Die Erfahrung habe auch ich schon machen müssen. Mich immer an technischen Spitzfindigkeiten gestört, wollte alles optimieren....aber zum entspannten Musikhören kommt man dann nichtmehr weil man immerwieder nur nach Fehlern in der Wiedergabe sucht. Ich mag meine Anlage nun so wie sie ist, und auch wenn sie objektiv im besten Falle Durchschnitt ist macht sie mir in meinen 4 Wänden Spaß beim Musikhören.
 
Mein lieber afi, wir könnten jetzt noch tage-, wochenlang hin und her schreiben ohne den anderen zu überzeugen. Oder wir sparen uns das und aktzeptieren die wirre Meinung des anderen :schief:. Mir persönlich ist es auch egal ob du deine Platten auf nem Hamsterdrehstall oder nem LP12 abhörst, wenn du damit glücklich bist, bitte. Wie ich vor ein paar Tagen schonmal geschrieben habe: Hifi ist kein Dogma! Erlaubt ist, was gefällt!

Deswegen werde ich jetzt ohne Aufforderung zu diesem Thema nichts mehr schreiben. Ich habe meine Vorschläge gemacht, die nach meinem Dafürhalten zu nem bessern Resultat führen als den bestehenden Spieler zu behalten (so dolle ist der schließlich net). Wie es weitergeht kann der Fragesteller selber entscheiden.
 
Also ich hab nochmal ein Bild gemacht, auf dem man den Tonabnehmer des alten Plattenspielers besser sieht. Taugt der was? Sonst hol ich mir einen neuen Spieler, wahrscheinlich den Pro-Ject Debut III
 

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Du musst dir keinen neuen Plattenspieler kaufen nur weil die Abtastnadel hin ist, die kann man tauschen.
Da das ja offensichtlich dein erster Umgang mit der Thematik Vinyl ist würde ich dir dazu raten, erstmal klein anzufangen und einfach eine Ersatznadel für deinen Tonabnehmer zu kaufen.

Der Tonabnehmer, ist wie schon von mir vermutet, ein Shure-System, ein M75B. Ein ganz solides Einsteiger-System aus den 70ern. Durch den sphärischen Schliff hat es keine besonders gute Auflösung, aber um in das Hobby Schallplatte einzusteigen kann man es schon erstmal nutzen. Wenn du dann merkst, dass du Spaß am Vinyl hast kannst du ja immernoch was besseres kaufen.
Am besten meldest du dich mal bei dem Händler, dort gibts das M75 als kompletten Tonabnehmer für 34,50€, die Nadel selbst für 24,90€. Die Nadel allein würde eigentlich schon reichen zum tauschen, dann musst du den Tonabnehmer auch erstmal nicht neu justieren, wenn er derzeit vernünftig justiert ist.

Wenn du dann noch nicht zufrieden bist wäre der nächste sinnvolle Schritt der Kauf eines deutlich besseren Tonabnehmers.

Oder willst du unbedingt einen neuen Plattenspieler kaufen?
 
Tendenziell bin ich schon für einen Neukauf. Der jetzige funktioniert zwar, aber man merkt ihm sein Alter an. Diverse Befestigungen sind nicht mehr das Wahre, fällt mir jetzt allmählich immer mehr auf, hab den bisher nie so genau betrachtet.
 
Klar, kann ich voll und ganz verstehen. Ich hab meinen technisch besseren Yamaha P-300 auch gegen einen Pro-Ject Xperience III getauscht, eben aus haptischen Gründen.
Wenn du dir einen neuen für um die 300€ kaufen möchtest würde ich als voll-manuellen Dreher eben den Pro-Ject Debut III empfehlen, als Vollautomaten den Dual CS 455-1.

Wenn dir nicht klar ist wo die Unterschiede sind:

Bei einem manuellen Plattenspieler schaltest du den Motor ein um den Plattenteller (mit aufgelegter Platte) zum Drehen zu bringen. Danach musst du den Tonarm selbst über der Einlaufrille platzieren und absenken. Nach dem die Seite der Platte durch ist musst du den Tonarm selbst wieder anheben und in seine Parkposition zurück bewegen. Eben alles manuell.
Bei einem Vollautomaten drückst du einfach den Starknopf und der Tonarm richtet sich von selbst aus und senkt sich von allein ab. Am Ende der Plattenseite parkt der Tonarm von selbst wieder ein und der Motor schaltet sich (nicht bei allen Geräten) auch von selbst ab.

Welche Version man bevorzugt ist eine Geschmacksfrage. Ich persönlich bevorzuge manuelle Dreher, da für mich das Auflegen der Platte eine Art Ritual ist und ich die Interaktion mit der Technik liebe.
Beim Vollautomaten ist das Musikhören halt bequemer, aber dafür sind auch viele mechanische Teile zusätzlich verbaut, die gerne mal kaputt gehen können.
 
Ist der Pro-Ject Xperience III, deiner Meinung nach deutlich besser als der Debut III? Der ist mir auch schon aufgefallen, dann würd ich eben noch etwas sparen.
 
Haptisch ist er definitiv deutlich besser (Carbon-Tonarm, Plexiglas-Plattenteller, Klavierlack...)...aber klanglich macht es keinen großen Unterschied. Da musst du letztendlich wissen, wieviel dir die Optik und Haptik wert ist, für mich war es der ausschlaggebende Punkt um von meinem Yamaha P-300 auf den Xpression III zu wechseln und ich bereue es bei keiner Platte die ich höre. Aber wie gesagt, klanglich darfst du dir da keine Vorteile erwarten. Theoretisch ist der Spurfehlwinkel beim Xpression III durch den längeren Arm (8" beim Debut III gegen 8,6" beim Xpression III) kleiner wodurch er weniger zu Verzerrungen neigt. Aber in der Praxis macht sich das kaum bemerkbar wenn man die Justage gewissenhaft durchführt.
 
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