Studie: Illegale Downloader kaufen mehr Musik!

DaStash

PCGH-Community-Veteran(in)
Eine Studie der "BI Norwegian School of Management" zeigt auf, dass diejenigen die angeben illegal Musik runterzuladen wesentlich mehr Musik einkaufen, als diejenigen die angegeben haben keine illegale Musik herunterzuladen. Befragt wurden dabei 1900 Internetuser zwischen 15 und 20 Jahren.

Interessant dabei ist das diese Studie mit einer Auftragsstudie der Canadischen RIAA(Canadian Record Industry Association) aus dem Jahre 2006 übereinstimmend feststellt, dass 73% der "illegale Downloader" die Musik auch kaufen würden, im Gegensatz zu den nicht Downloadern.

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MfG
DaStash
 
Eine Studie der "BI Norwegian School of Management" zeigt auf, dass diejenigen die angeben illegal Musik runterzuladen wesentlich mehr Musik einkaufen, als diejenigen die angegeben haben keine illegale Musik herunterzuladen. Befragt wurden dabei 1900 Internetuser zwischen 15 und 20 Jahren.

Interessant dabei ist das diese Studie mit einer Auftragsstudie der Canadischen RIAA(Canadian Record Industry Association) aus dem Jahre 2006 übereinstimmend feststellt, dass 73% der "illegale Downloader" die Musik auch kaufen würden, im Gegensatz zu den nicht Downloadern.

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MfG
DaStash

Ich glaub kaum das die 73%stimmt wer bitte gibt denn freiwillig zu das er Urheberrechte missachtet? :what: Na klar das man dann sagt ja Kaufen würde ich das auch

Da ich mich langweile und nix zu tun hab lese ich mir das mal Durch.......
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe jetzt noch eine weitere Quelle hinzugefügt die etwas weiter ins Detail geht. Zitiert wird aus der Studie das diejenigen die illegal Musik herunterladen 10 mal mehr Musik online kaufen als diejenigen die nicht illegal herunterladen. Von daher denke ich schon, dass das stimmt. Zumal ja auch solch eine Studie dem Datenschutz unterliegen wird und man deshalb auch offen zugeben kann ob man dies macht oder nicht. Würde ja ansonsten das Ergebnis verfälschen.

Im Prinzip findet ja momentan auch nichts anderes statt als eine Marktverschiebung von Festmedienverkäufen(CD´s) hinzu selektierter(einzelne MP3´s), digitaler Musik die man online erwerben und auch beziehen kann.

MfG
 
Die Frage ist eher - was bedeuten die Zahlen?

Das Urheberrechtsverletzer eher dafuer in Frage kommen, Musik auch online zu kaufen, duerfte schlicht daran liegen, dass diese eher internetaffin sind - und umgekehrt duerfte die Kaufzurueckhaltung auf der anderen Seite einer insgesamt konservativeren Nutzung des Inzernets zurechenbar sein. Zu dieser Annahme passt auch der Altersdurchschnitt (15-20).

Die Frage ist ausserdem - was leitet man aus diesen Zahlen ab? Das ein Anteil X an legalen Downloads einen Anteil Y an illegalen aufwiegt? Darf man am Sonntag zu schnell fahren, wenn man sich von Montag bis Samstag an die Tempolimits haelt?

Wenn ich ueberhaupt etwas in diesen Zahlen erkenne, dann einen ganz, ganz zarten Hoffnungsschimmer am Horizont, dass die Erkenntnis allmaehlich Raum greift, dass auch Immaterialgueter zu erwerben sind. Es darf spekuliert werden, ob und welchen Anteil daran die abschreckende Wirkung von Verurteilungen hat.
 
hmmm, für mich besagen die zahlen, dass mein verhalten wohl kein einzelfall ist.

die musik, die veröffentlich wird, bekomm ich gelegentlich mit, aber nix davon würde mich reizen, es zu kaufen. ich würde nichts davon kaufen und tu es auch nicht.
Aber im gegenzug lade ich auch nichts runter, denn diese musik will ich einfach nicht hören.
ich will ja nichtmal einen radiosender hören, der diesen pop-schund spielt.

für verteidiger der downloads sagen diese zahlen, dass downloader mehr musik kaufen und somit die downloads den verkauf sogar ankurbeln.

die musikindustrie wird dagegen wohl eher darin sehen, dass nur 73% der downloader auch kaufen, das sind 27% die nicht kaufen. Die hoffen dabei, dass diese 27% kaufen würden, wenn sie nicht downloaden würden.
 
Die Frage ist ausserdem - was leitet man aus diesen Zahlen ab? Das ein Anteil X an legalen Downloads einen Anteil Y an illegalen aufwiegt? Darf man am Sonntag zu schnell fahren, wenn man sich von Montag bis Samstag an die Tempolimits haelt?
Darum geht es nicht. Diese Studie zeigt lediglich auf, dass an der Behauptung der Musikindustrie, dass Filesharer an den hohen Verkaufsrückgängen alleine Schuld sind, so nicht stimmen kann bzw. falsch ist. Sehr interessant ist doch, dass diese Studie zu den gleichen Ergebnissen führt wie eine Studie die von der "Canadischen RIAA" gemacht wurde. Ergo soll die Studie keine Rechtfertigung für illegales Verhalten sein.

Es darf spekuliert werden, ob und welchen Anteil daran die abschreckende Wirkung von Verurteilungen hat.
Bis jetzt anscheind keine, da solche Verurteilung momentan noch sehr spärlich sind.

für verteidiger der downloads sagen diese zahlen, dass downloader mehr musik kaufen und somit die downloads den verkauf sogar ankurbeln.
Aus dem Grunde setzten ja auch immer mehr Labels auf Free-Sample Musik, siehe beispielsweise Placebo: Battle for the sun oder generell viel Musik die offiziell bei youtube online gestellt wird.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Übrigen würde diese Studie auch die so gern angeführte Rechnung der Musikindustrie widerlegen, dass jeder illegale Download ein entgangener Gewinn ist, nur mal so am Rande. ;)

MfG
 
Darum geht es nicht. Diese Studie zeigt lediglich auf, dass an der Behauptung der Musikindustrie, dass Filesharer an den hohen Verkaufsrückgängen alleine Schuld sind, so nicht stimmen kann bzw. falsch ist.

Noe - so interpretierst Du sie, weil Du sie so interpretieren willst. Die Studie belegt nur (in wenig empirischer Weise - 1.900 Befragte im Alter zwischen 15-20 Jahren), dass ein Anteil X im Umfang Y auch legal "Musik kauft". Rueckschluesse, wie hoch dieser Umfang Y oder ein Gesamtvolumen Z waere, wenn illegale Downloads schwieriger und / oder das Risiko der Ahndung hoeher waere, sind blanke Spekulation. Haette sich allein das Konsumverhalten geaendert, muesste der Rueckgang des Tontraegerverkaufs in irgendeiner Weise mit einem Zuwachs bei den legalen Downloads korrespondieren - Studien, die das belegen, kenne ich nicht und melde deshalb auch Zweifel daran an, dass dem so ist.

Bis jetzt anscheind keine, da solche Verurteilung momentan noch sehr spärlich sind.

Die glaubhafte Androhung sollte genuegen. Aber genau an diesem Attribut -glaubhaft- scheitert die Abschreckung: so wie es in der Gewaltkriminalitaet auch deshalb Intensivtaeter gibt, weil moegliche Strafmasse selten ausgeschoepft werden und die Androhung deshalb nicht glaubhaft ist, werden im grossen Stil Urheberrechte verletzt - weil nicht ernsthaft zu befuerchten ist, dass es sanktioniert wird.
 
Die Aussage der Studie geht schon in die richtige Richtung:
Menschen, die musikalisch betrachtet nicht das fressen, was auf den Tisch kommt, sondern
in Eigenregie ihren persönlichen Weg durch die Musikwelt entdecken, entwickeln eine Beziehung
zu Musik. Und diese ist Grundlage für die Anerkennung des Wertes von Musik.
Jene Personengruppen bringen in einem erheblichen Ausmaß die Bereitschaft auf, den Künstler
für sein Werk zu vergüten und grundsätzlich dafür Geld auszugeben. Ich hab' beispielsweise innerhalb
nur eines Quartals vor 3 Jahren 500 € nur für CDs ausgegeben - allesamt Schmuckstücke für mich,
die angesichts ihrer horrenden Preise beim Otto-Normalverbraucher nur für Kopfschütteln sorgen
würden, aber mir war es das wert !
Die Sache ist aber auch die, das gerade anhand dieser Personengruppe deutlich wird, wie überflüssig
die Musikindustrie ist: Die Künstler gehören vergütet, nicht Dritte ! Den Künstlern steht annähernd
100%ige Vergütung zu, und nicht nur 10 % ! In diesem System werden Künstler ausgebeutet und
erfahren nicht das, was ihnen zusteht. Sowas will man nicht unterstützten.
Erst recht nicht, wenn man
von jenem fünften Rad am Wagen - der Musikindustrie - verteufelt und über Umwege in seinen
Rechten (Privatkopie) erheblich eingeschränkt wird.
Früher hatte die Musikindustrie ihre Daseinsberechtigung durch den Vertrieb, aber da gab's ja auch noch
kein Internet. Die heutigen Möglichkeiten zum Eigenvertrieb machen die Musikindustrie zum Opfer des
Strukturwandels und angesichts dessen, wie aggressiv und destruktiv sich die Musikindustrie dagegen
wehrt und wie sehr das Monopol der Musikindustrie mit ihrem Herr von Konserven-Popsternchen die
kulturelle Entwicklung der Musik unterdrückt, kann man wirklich nur noch sagen:
"Je schneller, desto besser."
Was heute gefragt ist, ist der Mut zu neuen Geschäftsmodellen.
Mein Favorit wäre das Gema 2.0-Konzept, weil es das ermöglicht, was mir persönlich am liebsten wäre:
Dem Künstler persönlich über ein Künstler-Portal direkt einen Betrag meiner Wahl online überweisen - und
das vollkommen unverbindlich und zeitlich unabhängig vom Erwerb seines Werkes; kurz: Auf freiwilliger Basis
wie eine Spende.
 
Die Sache ist aber auch die, das gerade anhand dieser Personengruppe deutlich wird, wie überflüssig
die Musikindustrie ist: Die Künstler gehören vergütet, nicht Dritte ! Den Künstlern steht annähernd
100%ige Vergütung zu, und nicht nur 10 % !
Wäre schön, wenn der Künstler 10% erhalten würde, außer wenigen Topstars, die sich ihre Verträge aussuchen dürfen, ist das Utopie, dass sie soviel erhalten.
 
Noe - so interpretierst Du sie, weil Du sie so interpretieren willst.
Jede Studie ist unterschiedlich interpretierbar. Der Fakt das sich diese aber mit einer anderen deckt und wie du den Quellen entnehmen kannst, auch zu den gleichen Schlüssen kommt, zeigt auf das die Interpretation von mir und auch die von den beiden verlinkten Quellen in die richtige Richtung weist.
Die glaubhafte Androhung sollte genuegen. Aber genau an diesem Attribut -glaubhaft- scheitert die Abschreckung: so wie es in der Gewaltkriminalitaet auch deshalb Intensivtaeter gibt, weil moegliche Strafmasse selten ausgeschoepft werden und die Androhung deshalb nicht glaubhaft ist, werden im grossen Stil Urheberrechte verletzt - weil nicht ernsthaft zu befuerchten ist, dass es sanktioniert wird.
In Amerika veringert die "glaubhafte Todesandrohung" bei schweren Delikten auch nicht diese. Es gibt genug Belege dafür das mehr Strafe nicht weniger Verbrechen bedeutet und von daher sollte man sich an die Wurzel des Übels ranmachen, sonst wird man nämlich gar nichts ändern können.

MfG
 
Aber jetzt mal ehrlich, stellt euch vor, euch würde jemand in der City dazu befragen.

Würdet ihr zugeben, möglicherweise etwas illegal gedownloaded zu haben?
 
@All

Ich möchte darum bitten sich hier nicht öffentlich zu illegalen Downloads zu bekennen. Das wollen wir nicht und für euch ist es besser so, das nicht öffentlich zu machen.

Topic

Bei mir kommt keine Download-Musik ins Haus. Weder illegal noch gekauft. Dafür ist mir die Qualität einfach zu schlecht. In meinem Regal steht immerhin eine Sammlung, die leicht einen vierstelligen Preis erreicht. Allerdings bin ich wohl eher die Ausnahme. Wenn man bedenkt, dass ein Album mal schnell 15 € kostet und nicht jedes Lied ein Ohrwurm ist, kann ich das verstehen.
 
hab meinen post soweit es geht gelöscht.

meine musik sammlung hat werttechnisch schon vor 10 Jahren die 5-stellige Euro grenze überschritten...

will mich aber anders ausdrücken.
könnte man sich in schlechter radioquali (oder wie bei promos teilweise "this is a promo" reinschneiden) einfach alles runterladen zum probehören, würde man als musikindustrie es sich einfacher machen.
 
Dafür ist mir die Qualität einfach zu schlecht.

Da bin ich ganz deiner Ansicht...ich habe mir jetzt z.B die neue Single von Green Day für 2,99€ bei Saturn gekauft, beste Qualität auf einer schönen CD mit einem klasse Cover.

Dabei hat man noch etwas in der Hand und untersützt auch nebenbei die Band für die Arbeit :daumen:
 
@All

Ich möchte darum bitten sich hier nicht öffentlich zu illegalen Downloads zu bekennen. Das wollen wir nicht und für euch ist es besser so, das nicht öffentlich zu machen.

Topic

Bei mir kommt keine Download-Musik ins Haus. Weder illegal noch gekauft. Dafür ist mir die Qualität einfach zu schlecht. In meinem Regal steht immerhin eine Sammlung, die leicht einen vierstelligen Preis erreicht. Allerdings bin ich wohl eher die Ausnahme. Wenn man bedenkt, dass ein Album mal schnell 15 € kostet und nicht jedes Lied ein Ohrwurm ist, kann ich das verstehen.

Dann gehör ich wohl auch zu der Ausnahme..
Ich hör zwar nur Türkische Lieder die ich auch nur mit dem Album zu meiner Sammlung hinzufüge
 
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