Stop Killing Games ist nicht tot

Misanthrop68

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Stop Killing Games ist nicht tot:​

Ziele sollen im Digital Fairness Act weiterverfolgt werden​


Die Initiative Stop Killing Games erhält trotz der jüngsten Entscheidung der EU-Kommission neuen Rückenwind. In einem Livestream vom 17. Juni 2026 erklärte Initiator Ross Scott, dass das Projekt keineswegs beendet sei. Nach Gesprächen mit Vertretern der EU-Kommission habe er bereits den Eindruck gewonnen, dass die Behörde den Argumenten und der Lobbyarbeit der Spieleindustrie folgen werde. Die nun verkündete Entscheidung sei daher keine große Überraschung gewesen.

Gleichzeitig verwies Scott auf den geplanten Digital Fairness Act, der nach seiner Einschätzung zahlreiche Probleme adressiert, die auch von Stop Killing Games kritisiert werden. Das Gesetzesvorhaben soll Online Gamer besser vor unfairen digitalen Praktiken schützen und könnte damit einen geeigneten rechtlichen Rahmen für zentrale Forderungen der Initiative schaffen.

Besonders optimistisch zeigt sich Scott mit Blick auf das EU-Parlament. Dort gebe es nach seiner Einschätzung eine Mehrheit für die Anliegen von Stop Killing Games. Dadurch verliere die aktuelle Entscheidung der EU-Kommission an Bedeutung, da die politischen Forderungen auf anderem Wege weiterverfolgt werden könnten. Laut Scott sei die Ausgangslage sogar besser als erwartet. In seinem Livestream erklärte er, die Situation sei „besser, als wir zu träumen gewagt hätten“, da der Digital Fairness Act über die ursprünglichen Ziele hinausgehen und weitere verbraucherfeindliche Online-Praktiken einschränken könnte.

Die Kampagne Stop Killing Games will sich daher weiterhin aktiv für den Erhalt digitaler Spiele einsetzen. Unterstützer verweisen dabei auch auf Erfolge in anderen Regionen, etwa in Kalifornien, wo bereits gesetzliche Maßnahmen zum besseren Schutz digitaler Käufe und Online-Dienste beschlossen wurden.

Bis mögliche Regelungen im Rahmen des Digital Fairness Act tatsächlich verabschiedet und umgesetzt werden, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Gesetzgebungsverfahren auf EU-Ebene gelten als komplex und langwierig. Dennoch sehen die Verantwortlichen der Initiative die aktuellen Entwicklungen als Grund zur Zuversicht und nicht als Niederlage. Für Stop Killing Games ist die Debatte damit noch lange nicht beendet.
 
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