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SSD-Kauf: Wegen Bauteilwechseln ein "unkalkulierbares Risiko"?

PCGH-Redaktion

Kommentar-System
Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu SSD-Kauf: Wegen Bauteilwechseln ein "unkalkulierbares Risiko"?

Bauteilwechsel auf Elektronik sind nicht ungewöhnlich, doch bei SSDs können diese sehr schnell die Leistungsdaten ändern. Toms Hardware hat das Thema untersucht und beklagt ein potenziell "unkalkulierbares Risiko" für den Kunden, weil die Hersteller mit Transparenz geizen - insbesondere dann, wenn der Kunde einen Nachteil hat. Manch einer erinnert sich an die SMR-Debatte bei Festplatten.

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PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Problem: Die Herstellerleistungsversprechen können zum Teil nur unter ganz bestimmten Bedingungen erreicht werden. Es ist für den Käufer also aufwendig, ihre Einhaltung zu überprüfen und es ist ebenso aufwendig, stellenweise unmöglich, die Komponenten zu verifizieren, weil es wenig bis keine Vergleichslisten gibt. Normalerweise umgeht man das durch Testergebnisse und Vergleich der Herstellerangaben untereinander – zwar entspricht keins von beiden 1:1 dem, was man im eigenen Rechner beobachten wird, aber die Reihenfolge sollte gleich bleiben. Genau dieses Prinzip gilt aber nicht mehr, wenn sich die Eigenschaften einiger Angebote relativ zu anderen ändern. Da müsste ein neuer Vergleich her, weil ein neu geschaffenes Produkt mit bestehenden konkurriert. Das kann eine Privatperson mangels Vergleichsobjekten aber nicht leisten – und professionelle Testmagazine auch nicht, wenn das neue Produkt heimlich unter neuem Namen verkauft wird.

Erinnert an die Autoindustrie, wo Bezeichnungen in Generation N teilweise dem jeweils nächst stärkeren Modell aus Generation N-1 entsprechen. Nur das dort neben dem Namen eben noch die korrekte kW-Angabe steht und einem auch drei statt vier Zylinder mit der Nase darauf stoßen, dass irgendwas ganz anders sein muss. (Von den offensichtlichen Änderungen am Außendesign, die bei einer SSD kein Äquivalent haben, ganz zu schweigen.)
 
D

DAU_0815

Guest
Erinnert an die Autoindustrie
Ach, da ist das viel schlimmer. Was hat ein Fahrzeug zum Verkaufsbeginn, mit dem sämtliche Tests gemacht werden mit dem zu tun, was nach jährlichen "Produktkostenoptimierungen" noch übrig geblieben ist? Die ersten zwei Jahre werden Fehler korriert. Danach wird es nur noch billiger. Materialien mit schlechterer Spezifikation werden genutzt, Schutzlack entfällt, Komponenten werden gestrichen, neue Zulieferer werden ohne umfassende Testreihe benutzt, etc.
 

Jeretxxo

BIOS-Overclocker(in)
Das ist mir auch schon so häufig sauer aufgestoßen, gerade die Geschichte mit der Herkunft der NAND Chips, plötzlich fehlender DRAM Cache oder plötzlich ist der MLC zu TLC oder TLC zu QLC Speicher geworden ohne das irgendwas darauf hindeutet. Gerade Sandisk (Westerndigital) und Crucial (Micron), um mal bekanntere Namen zu nennen sind mir da schon häufiger negativ ins Auge gefallen, allerdings ist das absolut nicht neu, das Problem ist praktisch so alt wie die SSD, was es aber nicht gerade besser macht, das es da nicht schon lange mal einen Aufstand gab versteh ich ohnehin nicht.
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Das ganze heißt im Englischen "Bait and Switch" bin ich ordentlich reingefallen. Alles begann mit der San Disk Plus 2TB, die ich mir für unter 150€ zugelegt habe. Das schön war, dass sie, in der großen Version, der Ultra 3D ensprach und nicht nur 1GB Cache hatte, sondern auch noch den guten (vor ein paar Jahren hätte mich bei der Formulierung noch jeder blöd angeschaut) TLC Speicher nutzte. Da die SSD in meinem Laptop die 16GB RAM kompensieren sollte waren sowohl das höhere Tempo, als auch die Haltbarkeit von 2700 Schreibzyklen ein großer Vorteil.

Noch während die SSD unterwegs war kam die große Ernüchterung: San Disk hatte den Flash gegen billigen QLC ausgetauscht. Im Mydealzforum wurde das klar: die Saturnkunden bekamen die guten TLC Versionen aus Malaysia, die Amazonkunden die billigen QLC Version aus China. Ich hatte bei Amazon bestellt. Die Schreibraten waren, sobald der SLC Cache voll war, deutlich schlechter und dazu noch die geringeren Schreibzyklen. Also ertmal Amazon, dann San Disk kontaktiert, letztere wollen nicht so ganz einsehen, warum das ein Problem war, ich konnte sie jedoch weichklopfen und war in Richtung Austausch unterwegs.

Dann ergab sich die Gelegenheit eine MX 500 zu kaufen, da ich San Disk durchaus satt hatte, habe ich mir die geholt, auch wenn sie mit 170€ etwas teurer war. Dann meinte es das Schicksal wieder gut mit mir und ich konnte mir eine 2TB San Disk Ultra 3D sichern und das sogar für unter 130€. Die SSD, die ich wollte, sogar für 20€ weniger, eine angemessene Entschädigung für den Ärger, danke liebes Schicksal.

Das ist das Schöne an zwei Wochen Rückgaberecht. Den Buhmann bekommt der Handel.

1: stehst du dann ohne SSD da, was in meinem Fall relativ blöd war.
2: den Ärger (Test und Rücksendung) hast du dennoch und dafür entschädigt dich keiner.
3: wenn du es erst nach den zwei Wochen bemerkst, dann stehst du noch blöder da. Nicht jeder testet seine SSDs intensiv nach der Ankunft, ich wäre ohne Warnung wohl auch darauf reingefallen.
4: auch wenn man es nicht bemerkt (und das dürfte bei fast allen der Fall sein), so wurde man dennoch um die versprochene Leistung betrogen.
(...), das es da nicht schon lange mal einen Aufstand gab versteh ich ohnehin nicht.

Weil man sich damit auskennen muß, damit man das Problem überhaupt bemerkt. Wenn du dann im geringen Promillebereich einen Kunden hast, der (wie ich) ein massives Problem damit hat, dann wird die SSD eben ausgetauscht oder zurückgenommen.
 

Echo321

Software-Overclocker(in)
Das ist das Schöne an zwei Wochen Rückgaberecht. Den Buhmann bekommt der Handel.
Soll er Druck machen und Produkte bestimmter Hersteller einfach nicht mehr anbieten.

Das Problem ist das es kaum jemand mitbekommt. Das fängt doch schon beim Kauf an. Wer setzt sich denn hin und liest Tests ? Das ist schon nur noch ein kleiner Teil von Käufern. Diese Käufer müssten dann noch Benchmarks durchlaufen lassen und die Ergebnisse mit den Tests vergleichen. Das machen doch nur ganz Wenige und wenn es dann Abweichungen gibt müssen die noch sehr auffällig sein. Kleine Abweichungen kann man immer noch auf leicht veränderte Rahmenbedingungen im Vergleich zum Test schieben (anderes Mainboard usw.).

Die Mehrheit der Käufer guckt nach dem Preis, der Lieblingsmarke und der Anzahl der Sterne bei Amazon und Co.
 

Jeretxxo

BIOS-Overclocker(in)
Weil man sich damit auskennen muß, damit man das Problem überhaupt bemerkt. Wenn du dann im geringen Promillebereich einen Kunden hast, der (wie ich) ein massives Problem damit hat, dann wird die SSD eben ausgetauscht oder zurückgenommen.

Schon klar, aber das Problem ist ja trotzdem doch ein "bekannteres", gerade in Hardwareaffinen Regionen, wohingegen bspw. das mit SMR und HMR oder die Gesichte mit den als 5400 RPM deklarierten 7200 RPM HDD's, deutlich weniger bekannt sein dürfte und der Aufschrei kam viel früher und lauter als das bei den SSD's der Fall ist, obwohl ich das Problem bei SSD's viel Kritischer sehe als die Gesichten bei HDD's.
Meiner Ansicht nach sollte der Hersteller das liefern was Beschrieben ist und Revisionen entsprechend Kennzeichnen oder Strafe zahlen, wenn falsche Produkte verkauft werden, denn nichts anderes passiert da.
 

hm1

Kabelverknoter(in)
So wie ich es verstanden habe ist es relativ sicher eine Samsung SSD/NVMe zu kaufen, oder? Als Systemplatte eine Evo und als Datengrab reicht eine QLC. - Da weiß ich wenigstens bereits am Produktnamen, dass es sich um QLC Speicher handelt :)

Eindeutige rebrands wie adata würde ich eh nicht kaufen... Bei SSDs existiert für mich nur Samsung, Intel und Crucial...

Ganz eindeutig habe ich jetzt aber nicht herausgelesen, wie es mit Crucial steht? Die BX-Serie wurde nach den Reviews downgegraded, dafür die MX-Serie "verbessert". Wie sieht es mit den P-Serien aus?

Edit1: das Amazon günstigere Produktvarianten verkauft kann ich zwar nicht beweisen, aber vier (normalerweise) hochwertige Markenprodukte in den letzten Wochen erwecken bei mir zumindest den Anschein, dass es so ist (3x Werkzeug und 1x Bekleidung). Elektronik kaufe ich zum Glück wenig bis garnicht bei Amazon.

Edit2: Bei allen Onlinehändlern muss aufgepasst werden! Bei meinem letzten PC (2016) wurde mir eine Western Digital Harddisk verkauft die sich als OEM ohne Herstellergarantie herausstellte. Hier hat der Distributor einfach irgendwo eine Palette aufgekauft und dann an Händler weiterverscherbelt... Meine Grafikkarte war gar für den osteuroäischen Markt gedacht... und das waren nur die Dinge dir mir aufgefallen sind.
 
Zuletzt bearbeitet:

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Schon klar, aber das Problem ist ja trotzdem doch ein "bekannteres", gerade in Hardwareaffinen Regionen, wohingegen bspw. das mit SMR und HMR oder die Gesichte mit den als 5400 RPM deklarierten 7200 RPM HDD's, deutlich weniger bekannt sein dürfte und der Aufschrei kam viel früher und lauter als das bei den SSD's der Fall ist, obwohl ich das Problem bei SSD's viel Kritischer sehe als die Gesichten bei HDD's.

Ich würde sagen beiden Probleme sind ähnlich bekannt und ähnlich schlimm. Zwar ist es gravierender, wenn eine SMR HDD als Systemplatte genutzt wird, aber heute vwenden fast alles sowieso SSDs. Die hDDs werden meist nur als Datengrab genutzt, wo die Nachteile nicht so krass auffallen. Deshalb ist es bei den SSDs eigentlich immer problematisch, da bei den Systemlaufen die Nachteile voll durchschlagen, besonders bei Systemen mit wenig RAM.

Bei beiden gilt, dass sich nur eine winzige Minderheit wirklich ausgiebig mit solchen Dingen befasst. Die Leute sind deshalb quasi immer ahnungslos.

Meiner Ansicht nach sollte der Hersteller das liefern was Beschrieben ist und Revisionen entsprechend Kennzeichnen oder Strafe zahlen, wenn falsche Produkte verkauft werden, denn nichts anderes passiert da.

Da bleibt einem nur zu hoffen, dass irgendjemand in den USA eine Sammelklage einreicht.
 

The_Rock

BIOS-Overclocker(in)
Na zum Glück mach ich bei allen gekauften Komponenten immer nen Leistungs- und Belastungstest. Hab mir schonmal ne zu langsame HDD geangelt. Das Austauschmodel war dann wieder ok.
Als Normalnutzer (ohne technische Kenntnisse) hat man natürlich Pech gehabt. Aber das ist leider überall so, nicht nur in SSDs oder generell Technik. Es gibt nen Grund, warum die meisten Preise mit der Zeit fallen.
 

Oberst Klink

Lötkolbengott/-göttin
Tatsache ist, dass dieser Komponenten-Tausch bei fast allen Produkten statt findet, die sich aus mehreren Teilen zusammensetzen. Diese Produkte befinden sich quasi ständig in Entwicklung. Die Hersteller schauen immer, wo man noch ein paar Cent sparen kann. Man verschafft sich einen Überblick darüber wie das Produkt ankommt, was innerhalb einer gewissen Zeit kaputt geht und was nicht und dann wird entschieden wo gespart werden kann.
Das sehe ich z.B. häufiger bei Elektrowerkzeug, wo z.B. kleinere Lager bei der nächsten Iteration verwendet werden oder PPE start PA6 zum Einsatz kommt.
Bei uns in der Firma kommt das auch hin und wieder vor, was dem Preisdruck geschuldet ist.

Wenn sich das für den Kunden zum Nachteil auswirkt, sollte das auf jeden Fall gekennzeichnet werden. An Preisanpassungen ist aber selten zu denken, die meisten Hersteller machen das ja um Kosten zu sparen oder den Gewinn zu maximieren oder beides. Bei einer SSD ist das natürlich für den 08/15-Kunden schwer nachweisbar, der merkt im Alltag ja kaum etwas davon, wenn überhaupt. Die Hersteller sind ja auch nicht blöd und wollen vermeiden, dass dem Kunden etwas auffällt.
 

Pokerclock

Moderator
Teammitglied
Edit2: Bei allen Onlinehändlern muss aufgepasst werden! Bei meinem letzten PC (2016) wurde mir eine Western Digital Harddisk verkauft die sich als OEM ohne Herstellergarantie herausstellte. Hier hat der Distributor einfach irgendwo eine Palette aufgekauft und dann an Händler weiterverscherbelt... Meine Grafikkarte war gar für den osteuroäischen Markt gedacht... und das waren nur die Dinge dir mir aufgefallen sind.
Das kann Dir in der Kombination auch gut und gerne bei Samsung passieren. Gibt ein entsprechendes Video eines Server-Hosters, der sich sicher war bei einem bekannten Händler aus Wilhelmshaven eine Samsung SSD Pro erworben zu haben. Als diese in der Garantiezeit defekt ging, war der Ärger groß als klar war, dass die SSD gar nicht für deutschen Markt gedacht ist (=keine Garantie) und der bekannte Händler (Gewährleistung von 2 Jahren überschritten) nix mehr davon wissen wollte. Dumm gelaufen. Hat schon seinen Grund, warum manche Angebote so super günstig sind.
 

SimonG

Software-Overclocker(in)
Was Crucial da gemacht hat ist mindestens eine Frechheit, wenn nicht sogar Täuschung. Review-Samples mit TLC an die Presse schicken und dann QLC an die Kunden verkaufen ist für mich nicht akzeptabel.
Als Reviwer würde ich bei so einem Vorfall ein erstes Wort mit dem Hersteller sprechen. Solche Aktionen sind auch schädlich für die Glaubwürdigkeit.

Das ist jetzt schon mein zweiter Grund von Crucial bei SSDs abzusehen. Wenn ich nicht auch positive Erfahrungen mit der Marke hätte, stünden sie spätestens jetzt auf meiner schwarzen Liste. In Zukunft dann Samsung für alles was wichtig ist.
 

fotoman

Volt-Modder(in)
Meiner Ansicht nach sollte der Hersteller das liefern was Beschrieben ist und Revisionen entsprechend Kennzeichnen oder Strafe zahlen, wenn falsche Produkte verkauft werden, denn nichts anderes passiert da.
Und wo tun sie das nicht? Bis zum Aufschrei (und den Umbenennungen) gab es bei den WD Red keine Angabe, ob es CMR oder SMR Platten sind und eine feste Geschwindigkeit wurde nicht angegeben, die WD80EFAX wurde immer nur mit "5400 RPM Class" angegeben.

Sandisk hat bei seiner SSD Plus auch niemals etwas von TLC oder QLC genannt, WD nennt bis heute keine Cache-Größen für die WD Blue SSDs, woher GH die Werte hat ist mir ein Rätsel. Ich werde meine nicht aufschrauben um zu prüfen, ob dort DRam aufgelötet ist. Es wurde nicht beworben also erwarte ich es auch nicht.

Deshalb ist es bei den SSDs eigentlich immer problematisch, da bei den Systemlaufen die Nachteile voll durchschlagen, besonders bei Systemen mit wenig RAM.
Ich suche immer noch die Nachteile meiner QLC System-SSD (die mit Absicht als QLC gekauft wurde). Aber ich nutze sie auch nicht, um Ram zu ersetzen sondern um darauf "normale" Daten zu speichern. Swapping ist für mich seit >20 Jahren unnütz, nur leider sieht MS das nicht ein. Und insb. würde ich für sowas niemals blind eine SSD kaufen, bei welcher der Hersteller keine für mich wichtigen Produkt-Details klar spezifiziert.

Da bleibt einem nur zu hoffen, dass irgendjemand in den USA eine Sammelklage einreicht.
Dazu muss der Hersteller aber erst mal mit dem Produktmerkmal geworben oder es wenigstens irgendwo in den Produktdatenblättern angegeben haben. Oder kann man in den USA neuerdings Produkt-Wünsche einklagen die u.U. jemand bei "Tests" eines Vorserienmodells meint heraus gefunden zu haben?
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Ich suche immer noch die Nachteile meiner QLC System-SSD (die mit Absicht als QLC gekauft wurde).

Wie gesagt: geringere Geschwindigkeit und geringere Haltbarkeit. Ach ja: die SSD vergisst ihre Daten auch schneller, d.h. man darf sie nicht so lange ohne Strom lassen.

Swapping ist für mich seit >20 Jahren unnütz, nur leider sieht MS das nicht ein.

Das Auslagern ist, dank SSDs, so nützlich, wie nie zuvor. Ich bin schon einmal bei 110GB Auslagerungsdatei angekommen. Wenn ich das ohne Auslagerungsdatei gemacht hätte, dann wären 160GB RAM nötig, die auch heute noch über 500€ kosten. So reichen meine 32GB dafür aus.

Dazu muss der Hersteller aber erst mal mit dem Produktmerkmal geworben oder es wenigstens irgendwo in den Produktdatenblättern angegeben haben. Oder kann man in den USA neuerdings Produkt-Wünsche einklagen die u.U. jemand bei "Tests" eines Vorserienmodells meint heraus gefunden zu haben?

Nein, das müssen sie nicht unbedingt. Die USA sind ein anderes Rechtssystem und und in Sachen Verbraucherrechte weit voraus. Alles was sie tun müssen ist, den Richter davon überzeugen, dass die Hersteller ein Produkt geändert haben, um damit kosten zu sparen und den Verbrauchern die Nachteile vorenthalten haben. Beides ist der Fall, von daher hätte die Klage gute Chancen.
 

Mephisto_xD

BIOS-Overclocker(in)
Tja, ist leider überall so. Und was sich "zum Nachteil" der Kunden ist halt schwer definierbar. Klar, irgendein synthetischer IOPS Test mag nur noch einen halb so langen Balken zeigen, aber wenn Windows gleich schnell bootet, Dateien in der gleichen Zeit von A nach B kopiert werden können, und die Kapazität gleich ist, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass ein Richter das als "gleichwertig" auslegt.

Beim RAM ist es noch schlimmer. Zen 1 z.B. war ja besonders in der Anfangsphase etwas wählerisch beim Speicher, wer in den ersten Monaten ein System zusammenbauen wollte musste aufpassen, dass er die richtigen Speicherchips erwischt - ich meine, es wären damals solche von Samsung gewesen, während Micron nicht oder nur schlecht lief. Wenn der Hersteller dann still und heimlich den Zulieferer wechselt ist das besonders blöd, denn dann läuft obwohl man sich informiert hat im Zweifel gar nichts, Fehlersuche ist schwierig und man kann am Ende nichtmal den Hersteller beschuldigen, denn der hat natürlich nie mit Kompatibilität oder einer besondern Chipsorte geworben.

Ich denke das Thema ist doch etwas schwieriger als "Wer betrügt muss hinter Gitter", ansonsten gäbe es die ganze Problematik nicht.
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Tja, ist leider überall so. Und was sich "zum Nachteil" der Kunden ist halt schwer definierbar. Klar, irgendein synthetischer IOPS Test mag nur noch einen halb so langen Balken zeigen, aber wenn Windows gleich schnell bootet, Dateien in der gleichen Zeit von A nach B kopiert werden können, und die Kapazität gleich ist, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass ein Richter das als "gleichwertig" auslegt.

Das dürfte relativ leicht sein. Alleine die geringere Schreibzyklenzahl sollte ausreichend sein. Es ist eben ein großer Unterschied, ob die SSD 2700 Schreibzyklen verkraftet (19nm TLC) oder nur 500-1000. Das mit der Leistung kann man auch gut zeigen, besonders beim kopieren großer Dateien.

Aber vor Gericht kann man sich nie sicher sein.
 

INU.ID

Moderator
Teammitglied
Dann meinte es das Schicksal wieder gut mit mir und ich konnte mir eine 2TB San Disk Ultra 3D sichern und das sogar für unter 130€. Die SSD, die ich wollte, sogar für 20€ weniger, eine angemessene Entschädigung für den Ärger, danke liebes Schicksal.
Wobei zumindest noch nicht sicher ist wie gut es das Schicksal mit dir gemeint hat.

Im Thread auf MyDealz zur Sandisk Ultra 3D 2TB (128€) hatte ja jemand Bilder von der alten und der neuen Version gepostet. Die alte SSD bestand aus deutlich mehr Bauteilen, so dass der Unterschied beim Gewicht (~50 vs ~30 Gramm?) irgendwo um die 20 Gramm lag. Das alleine wäre ja noch kein Problem.

Aber er meinte auch, dass der (DDR3L) RAM-Cache jetzt nicht mehr (wie überall beworben/angegeben) 1GB groß wäre, sondern nur noch 512MB.

Ich hab daraufhin ja am 27.11 Sandisk angeschrieben, ihnen Bilder von der Rückseite meiner (neuen Ultra 3D 2TB) SSD geschickt (wegen SN-Aufkleber usw), auf den Umstand/Verdacht hingewiesen und um eine Erklärung gebeten. Bisher bekam ich (am 01.12) als Antwort, dass der Fall zur Überprüfung an einen "L2 Support Ingenieur" weitergereicht wurde. Ich bin mal auf dessen Antwort gespannt.

Zum Glück kann man bei Mediamarkt aktuell bis zum ich glaube 13.03.2021 seine gekauften Waren wieder kostenlos zurückschicken, und den Kaufpreis erstatten lassen. (ka warum bei Saturn nur 14 Tage gelten)

So lange es die Leistung nicht negativ beeinflusst ist es ja auch egal wenn Bauteile oder auch Baugruppen ausgetauscht/ersetzt werden. Daran ist ja auch nichts ungewöhnlich, und um die Produktion am laufen zu halten ist es teilweise auch gar nicht anders möglich. Wir haben vermutlich alle schon Beispiele gesehen, so wie zb. der System-Seller (Komplett-PC-Verkäufer), der bei den preiswerten Computern zb. beim RAM oder dem Netzteil gar keine Marke garantiert, sondern schon in der Beschreibung eine Auswahl an Herstellern aufzählt, deren Produkte in dem PC stecken können. Aber idR immer mit dem Zusatz, dass die (technischen) Eigenschaften nicht schlechter als in der Beschreibung erwähnt ausfallen werden.

Wichtig ist hier ja nur dass die primären Eigenschaften identisch bleiben.

Aber wenn man wie Sandisk TLC gegen QLC tauscht, dann verschlechtert man ja nicht nur die Eigenschaften der Leistungsfähigkeit, sondern auch der Haltbarkeit. Auch das Reduzieren des RAM-Cache um 50% muß sich ja irgendwo bei der Leistung bemerkbar machen.

Und für mich waren 1GB RAM-Cache der Ultra 3D 2TB kaufentscheidend. Ich wollte normal eine Samsung-SSD mit 2GB RAM-Cache kaufen, habe mich aber wegen dem Preisunterschied dann doch für die Ultra 3D mit 1GB weniger Cache entschieden. Und wenn der 50% geringere Cache jetzt in Wahrheit noch mal 50% kleiner ist... :pissed:

Dann gebe ich die SSD schon aus Prinzip zurück. Und wenn (was ich nicht glaube) auch in der Ultra 3D mittlerweile QLC stecken würde, dann sowieso.

Das Thema sollte jedenfalls von den Testern und Reviewern bzw. Redaktionen deutlich genauer unter die Lupe genommen, bzw. verfolgt werden. Nvidia brachte uns ja den vermutlich prominentesten Fall, wo die "Kundenverarsche" mit den "angeklebten" letzten 512MB auch erst im Nachhinein aufgefallen ist.

Sowas geht einfach nicht.:hop:
 

Pu244

Lötkolbengott/-göttin
Aber er meinte auch, dass der (DDR3L) RAM-Cache jetzt nicht mehr (wie überall beworben/angegeben) 1GB groß wäre, sondern nur noch 512MB.

Warum nur, warum nur?

Dem Schicksal schein es großen Spaß zu machen, mich zu verarschen. Jedes mal, wenn ich geglaubt habe, eine gute San Disk SSD zu einem tollen Preis bekommen zu haben, kommt soetwas. Jatzt habe ich also die Auswahl zwischen richtigem Cache (wobei das nicht so sicher ist) und falschem Speicher und falschem Cache und richtigem Speicher.

Tolle Sache!

Dann gebe ich die SSD schon aus Prinzip zurück. Und wenn (was ich nicht glaube) auch in der Ultra 3D mittlerweile QLC stecken würde, dann sowieso.

Wobei ich dann halt eben ohne SSD dastehen würde. 65€ je TB wären selbst für eine Cachelose QLC SSD ein guter Preis, wenn TLC drin ist, dann sowieso. Allerdings ist es mies beschissen worden zu sein. Mit der Crucial ist alles in Ordnung, die kostet aber auch 20€ mehr pro TB.
 

mannefix

Software-Overclocker(in)
Getrickst wird überall. Das Fängt schon bei VW und Co an. Letzendlich sollte man die Ware ausprobieren.
PCGH kann hier helfen:
- zeigen wie man selbst genau testet
- Hardware über die Zeit testen und nicht vom Hersteller "schenken" lassen
(was zugegeben wegen den Kosten schwer ist)

Ich teste und schicke zurück was nicht der Werbung entspricht.
(Bei SSDs habe ich leider ein Komfort Problem. Ich habe so viele SSDs, dass die nicht alle an MB passen und ich zu faul
zum Wechseln bin. Aber auch nicht "krampfhaft" ins funktionierende System eingreifen will.

Ich habe auch die Sandisk 3D für 128 Euro gekauft (2 TB/Black Friday vor ein paar Tagen). Was ja klar ist - Eigene Dateien speichert man besser auf eine HDD (3,5 Zoll Festplatte, am besten von WD (red), 3 TB oder 4 TB...äh, ach ja, die hatten ja auch Probleme mit der Kennzeichnung (waren es die 1 TB?),
LOL
(;-), habe geprüft, waren die "Richtigen"...
 

Basileukum

Software-Overclocker(in)
Also das ist mal ein gutes Thema, und bekannt ist mir da davon bisher eher wenig. Das ist ja ne Sauerei, nur auf den Tisch damit.

Vor allem weil ja gerade die SSDs immer erschwinglicher werden. Aber da mußt dann halt als Kunde auch alle paar Monate deine Hardware überprüfen, wenn die SSD da nicht mehr ordentlich leistet oder dermaßen von den beim Verkauf angepreisten Werten sich entfernt, dann geht das halt an Händler zurück, soll sich der mit der Kagge rumschlagen, ist ja nicht mein Problem. Die werden dann den Lieferanten schon einheizen und die den Herstellern.
 

Pilo

Freizeitschrauber(in)
Ich hatte mir vor Jahren zur selben Zeit zwei "Transcend TS512GSSD370S" gekauft, die äußerlich absolut identisch aussehen, jedoch deutlich unterschiedliche Gewichte haben. Die mit der Serienummer (S/N): C76291-1189 wiegt 44 Gramm, die andere mit der S/N: C83831-0553 wiegt dagegen 57 Gramm, also 13 Gramm mehr.

Im "CrystalDiskMark 8.0.0 x64" ist die C83831-0553 lesend durchweg etwa 3 MB/s schneller als die C76291-1189, schreibend jedoch 12 bis 27 MB/s.
Im "AS-SSD-Bench 2.0.7316.34247" schreibt die C83831-0553 etwa 15 MB/s schneller als die C76291-1189, ansonsten gibt es keine weiteren nennenswerten Unterschiede.
 
Zuletzt bearbeitet:

Albatros1

Software-Overclocker(in)
Wenn ein kleiner Teil der Kunden einen Kauf rückgängig macht ist das eingepreist und stört dieses Vorgehen nicht. Gerade bei Elektronik kann man viel Schrott verkaufen und es wird nicht oder kaum bemerkt.
Auch ist gerade die "verschleißfreie Elektronik, Dinge ohne mechanische Bauteile" zu einem Synonym für kurze Lebensdauer geworden. Das meiste das ich zum allgemeinen Müllberg beitrage sind elektronische Komponenten.
Wieviele "Energiesparbirnen" die 20.000 Stunden halten sollten sind schon über den Jordan gegangen, weil die Elektronik defekt war. Und nein, keine Billigfabrikate.
Das Geld hätte lebenslang für Glühbirnen gereicht.
Das zum Thema Herstellerversprechen bzw Täuschung.
Getrickst wird überall. Das Fängt schon bei VW und Co an. Letzendlich sollte man die Ware ausprobieren.
PCGH kann hier helfen:
- zeigen wie man selbst genau testet
- Hardware über die Zeit testen und nicht vom Hersteller "schenken" lassen
(was zugegeben wegen den Kosten schwer ist)

Ich teste und schicke zurück was nicht der Werbung entspricht.
(Bei SSDs habe ich leider ein Komfort Problem. Ich habe so viele SSDs, dass die nicht alle an MB passen und ich zu faul
zum Wechseln bin. Aber auch nicht "krampfhaft" ins funktionierende System eingreifen will.

Ich habe auch die Sandisk 3D für 128 Euro gekauft (2 TB/Black Friday vor ein paar Tagen). Was ja klar ist - Eigene Dateien speichert man besser auf eine HDD (3,5 Zoll Festplatte, am besten von WD (red), 3 TB oder 4 TB...äh, ach ja, die hatten ja auch Probleme mit der Kennzeichnung (waren es die 1 TB?),
LOL
(;-), habe geprüft, waren die "Richtigen"...
Na ja, du bekommst dann die Ware, die ein anderer schon getestet hat und die wieder zurückging.
Natürlich werden auch die Kosten des "testens" auf die Neuware aufgeschlagen.
 
D

DAU_0815

Guest
Das Problem ist das es kaum jemand mitbekommt.
Dann ist es doch nicht schlimm. Es gibt grottige SSDs, z.B. von Samsung die QLC Dinger, wirklich grottig langsam, gekauft werden sie trotzdem. Wenn es den Leuten doch egal ist, ist es kein Problem. Schnell lesen kann man ja und wer schreibt schon schnell und viel? Beim Spiele kopieren begrenzt die Datenleitung, nicht die SSD.
 

beastyboy79

Software-Overclocker(in)
Das ganze heißt im Englischen "Bait and Switch" bin ich ordentlich reingefallen. Alles begann mit der San Disk Plus 2TB, die ich mir für unter 150€ zugelegt habe. Das schön war, dass sie, in der großen Version, der Ultra 3D ensprach und nicht nur 1GB Cache hatte, sondern auch noch den guten (vor ein paar Jahren hätte mich bei der Formulierung noch jeder blöd angeschaut) TLC Speicher nutzte. Da die SSD in meinem Laptop die 16GB RAM kompensieren sollte waren sowohl das höhere Tempo, als auch die Haltbarkeit von 2700 Schreibzyklen ein großer Vorteil.

Noch während die SSD unterwegs war kam die große Ernüchterung: San Disk hatte den Flash gegen billigen QLC ausgetauscht. Im Mydealzforum wurde das klar: die Saturnkunden bekamen die guten TLC Versionen aus Malaysia, die Amazonkunden die billigen QLC Version aus China. Ich hatte bei Amazon bestellt. Die Schreibraten waren, sobald der SLC Cache voll war, deutlich schlechter und dazu noch die geringeren Schreibzyklen. Also ertmal Amazon, dann San Disk kontaktiert, letztere wollen nicht so ganz einsehen, warum das ein Problem war, ich konnte sie jedoch weichklopfen und war in Richtung Austausch unterwegs.

Dann ergab sich die Gelegenheit eine MX 500 zu kaufen, da ich San Disk durchaus satt hatte, habe ich mir die geholt, auch wenn sie mit 170€ etwas teurer war. Dann meinte es das Schicksal wieder gut mit mir und ich konnte mir eine 2TB San Disk Ultra 3D sichern und das sogar für unter 130€. Die SSD, die ich wollte, sogar für 20€ weniger, eine angemessene Entschädigung für den Ärger, danke liebes Schicksal.



1: stehst du dann ohne SSD da, was in meinem Fall relativ blöd war.
2: den Ärger (Test und Rücksendung) hast du dennoch und dafür entschädigt dich keiner.
3: wenn du es erst nach den zwei Wochen bemerkst, dann stehst du noch blöder da. Nicht jeder testet seine SSDs intensiv nach der Ankunft, ich wäre ohne Warnung wohl auch darauf reingefallen.
4: auch wenn man es nicht bemerkt (und das dürfte bei fast allen der Fall sein), so wurde man dennoch um die versprochene Leistung betrogen.


Weil man sich damit auskennen muß, damit man das Problem überhaupt bemerkt. Wenn du dann im geringen Promillebereich einen Kunden hast, der (wie ich) ein massives Problem damit hat, dann wird die SSD eben ausgetauscht oder zurückgenommen.

Danke für deine Einblicke in diese Odyssee.

Im Prinzip ist der Handel immer auf Otto-Normalofang. Die Durchschnittskunden peilen das gar nicht und schreiben lieber ne 1 Sterne Rezension und sind dann mit dem Thema durch. Der Geek oder belesene schaut dann
auch schon mal in die Produktinformationen, bzw. setzt sich mit dem Hersteller auseinander.

Sobald bei mir Strom und SATA an der SSD angeschlossen sind, läuft auch schon Atto.

Hab mich zum PrimeDay zu einer MX500 2TB für 167€ hinreißen lassen, da die 1TB (ebenfalls Crucial) an die Kapazitätsgrenze stieß. Und Spiele von ner rotierenden Platte laden zu lassen ist mir irgendwie zu 2010 :-D
 

ΔΣΛ

PCGH-Community-Veteran(in)
Der Kunde wird also im großen Stil getäuscht wenn es dem Hersteller passt, wer hätte das nur gedacht, ist sicher noch nie vorher vorgekommen, wir müssen den Hersteller verzeihen, denn sie wollen nur das beste für den Kunden *Hust Sarksmus Hust*
Hier wäre die Politik hilfreich, sie könnten Bußgelder verteilen, weil nicht das drinnen ist womit das Produkt beworben wurde, das die Leute Tests lesen ist natürlich in deren Sinn, darum werden Gute Produkte auch stärker beworben... Ach vergesst es, wenn es die Politiker nicht selbst betrifft oder sie sich nicht auskennen (was wohl 99,99999% betrifft, die kleine Minderheit die Ahnung davon hat ist zu jung um mitreden zu dürfen), wird dahingehend nichts passieren, die Lobbyisten singen sie sicher mit guten "Argumenten" (Hust) in den schlaf.
Artikel schrieb:
Den meisten Kunden kann das egal sein, solange die Leistung vergleichbar bleibt.
[...]
es mag auch nicht weiter stören, wenn die versprochene Leistung dabei nicht nachteilig verändert wird
Leistung, ja, schön und gut, aber mir ist die Qualität ein viel wichtigerer Punkt, denn darum zahle ich schon mal gerne etwas mehr, die teureren Produkte werden schließlich unter anderem auch mit besseren Teilen beworben, beim Speicher und den Controllern.
 

Laute

Kabelverknoter(in)
Witzig, dass gerade der Artikel hier ist. Hab mich die letzten Tage auch etwas geärgert: SanDisk Plus 2TB bei amazon für 150 geschossen (ja, wir in Österreich haben noch ne extra Deppensteuer die sind Festplattenabgabe nennt...deswegen teuerer als in DE :D ). Was für Speicher verbaut ist kann man nur erraten. Dass die da mal TLC verbaut haben und jetzt großteils QLC benutzen ist schon sehr frech. Trotzdem hab ich's mir gefallen lassen, Systemfestplatte ist eh ne M2 und die hier wird halt für Spiele benutzt, wenn das kopieren der Games beim ersten mal länger dauert, naja, ich werd nicht sterben. Aber es ist natürlich eine absolute Frechheit was da passiert. Man muss sich nur im klaren sein, dass wir als Kunden dieses Geschehen in der Hand haben. Dem normalo fällt sowas eh nicht auf...und ich bin ehrlich gesagt zu wenig konsequent und denk mir einfach "Naja, schneller als HDD is sie eh..."
 

Cleriker

PCGH-Community-Veteran(in)
Ja, das Thema ist interessant. Allerdings finde ich, dass TH da gerade bei Adata etwas übertreibt. Im Preisvergleich hat sich das Bild der 8200 ständig geändert, so dass man mitbekommen konnte dass da was passiert. Auch konnte man das Bild auf der Herstellerseite mit dem aus den Tests vergleichen und hat gesehen dass es Abweichungen gab. Da darf der Kunde dann ruhig mal sein Gehirn benutzen und sich fragen was es heißt wenn Bauteile plötzlich anders aussehen, oder platziert wurden.
Ist mir immer noch sympathischer als Samsung mit ihren Produkten. Damals hatte ich drei 840 pro im Zeitraum von acht Wochen erworben. Alle hatten Texte in unterschiedlichen Sprachen auf der Verpackung, aber auf einer gab's nur asiatische und eine fühlte sich komplett anders an vom Material. In den üblichen Testtools wurden immer fast genau die spezifizierten Werte erreicht, aber dennoch dauerte das kopieren von einer der Platten deutlich länger als von den anderen beiden. Im BIOS vom Asus Crosshair wurden mir ganz andere S.M.A.R.T Werte ausgelesen. Da war die eine Platte von Beginn an nur bei 72 Prozent! Also alle drei eingepackt, direkt zu Samsung geschickt und in Rekordzeit zurück mit einem Schreiben, dass alles in Ordnung wäre und ich doch bitte den tools und nicht dem Board trauen solle. Samsungs eigenes tool war direkt verlinkt. *hust*

Inzwischen hatte ich bereits SSDs von SanDisk, Toshiba, Mushkin, WD, Intel und Crucial und zufrieden war ich mit allen. Das Hauptaugenmerk liegt ja letztlich doch auf den Zugriffszeiten und nicht auf den Schreibraten, jedenfalls bei mir. Nur für doof verkaufen lasse ich mich nicht gern.
 
R

RNG_AGESA

Guest
Schritt 1
1TB SAMSUNG 970evo+ zum BF günstig geschossen,
Schritt 2
die alte 250GB Systemplatte ins M.2.2 gesteckt, OS in 2min geklont, M.2.2 später wegen Downgrade der GPU-PCIe auf 8 Lanes deaktiviert.
Schritt 3
System 350GB zugewiesen – was viel zu viel ist –, verbleibende 650GB für besondere Spiele reserviert, im Besonderen, hauptsächlich, überhaupt von anfang an natürlich nur an MFS2020 gedacht
Schritt 4
Ladezeiten des MFS2020 auf der NVME mit 860Evo SATA verglichen. Kein Unterschied. Kurzer Peak auf 180mb/sec (von möglichen 3500mb/sec) war alles.
Schritt 5
neues Handy gekauft
 

DarkWing13

Software-Overclocker(in)
Es geht bei solchen Produkten nicht nur um die "Speed" sondern auch um die Lebensdauer. (TBW/MTBF)
"Kosteneinsparungen" bedeutet nunmal auch oft geringere Qualität...

mfg
Schritt 1
1TB SAMSUNG 970evo+ zum BF günstig geschossen,
Schritt 2
die alte 250GB Systemplatte ins M.2.2 gesteckt, OS in 2min geklont, M.2.2 später wegen Downgrade der GPU-PCIe auf 8 Lanes deaktiviert.
Schritt 3
System 350GB zugewiesen – was viel zu viel ist –, verbleibende 650GB für besondere Spiele reserviert, im Besonderen, hauptsächlich, überhaupt von anfang an natürlich nur an MFS2020 gedacht
Schritt 4
Ladezeiten des MFS2020 auf der NVME mit 860Evo SATA verglichen. Kein Unterschied. Kurzer Peak auf 180mb/sec (von möglichen 3500mb/sec) war alles.
Schritt 5
neues Handy gekauft

Was meinst du mit Ladezeiten?
OS? Games?
Da wirst du nicht viel bemerken, selbst zu einer SATA-SSD.
"Lohnen" tun sich solche SSDs im PC nur, wenn man öfters große Datenmengen/Dateien bearbeitet/verschiebt/kopiert. z.B. 4K-Videos.

mfg
 
Zuletzt bearbeitet:

Cleriker999

PC-Selbstbauer(in)
Habe mir ne 970 evo + TB gekauft vor kurzen bei Amazon. Irgendwelche Tipps was ich testen könnte ob da wirklich alles passt?
 

INU.ID

Moderator
Teammitglied
Hier ist die Antwort die ich gerade eben von Sandisk erhalten habe:


Guten Tag.

Aus Ihren Informationen entnehmen wir, dass Sie wissen möchten, ob die Ultra 3D SSD 2TB, 1 GB DDR3L-Cache hat und diese eine TLC-SSD ist.

Wie Sie gemerkt haben ich habe Ihren Fall an unsere Ingenieur-Abteilung escaliert. Hiermit sende ich Ihnen die Antwort. Diese Informationen werden nicht für Einzelhandelsprodukte veröffentlicht.

Wir stehen Ihnen für weitere Informationen und Unterstützung zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

S. K.
SanDisk® Global Customer Care




Schon toll wie man bei Sandisk mit seinen Kunden umgeht. :pissed::hop:
 

INU.ID

Moderator
Teammitglied
Das Problem ist wie man es feststellen kann. Wie kann man ohne Vergleichslaufwerk (was definitiv 1GB hat) feststellen, ob der Cache 1GB oder 512MB groß ist.

So oder so hat mich die Antwort von Sandisk so aufgeregt, dass die Rücksendung eigentlich 100%ig sicher ist. Ich warte noch mal 1-2 Tage, und schau dann was ich mache.

Und definitiv werde ich mir so eine Antwort für die Zukunft merken. Ich kaufe von diesem Hersteller nie mehr irgendwas, so einfach ist das.

Ich wollte keine wirklichen Geheimnisse wissen, sondern wieviel Cache meine SSD hat, und welche Speicherzellentechnologie zum Einsatz kommt. Und dann schicken die mir so eine Antwort.
 
Zuletzt bearbeitet:
P

pseudonymx

Guest
Naja also jeden den es juckt ob seine ssd nun wirklich die angegebenen transferraten schaft, testet dies doch auch... Gerade bei ssds teste ich jede... Grade ne neue teamforce 1tb sata bekommen.. Unter 80euro günstig.. Wird sofort getestet... M.2s sowieso... Kann ja immer was net stimmen.... Werden die angegebenen Raten nicht ansatzweise erreicht gibt's ne Rma. Ganz einfach.... Aber was die wichtigen Datenträger im rig angeht setzte ich sowieso auf Samsung.... Die haben ihre eigenen Controller und Speicher dies.... Und wenn Samsung was ändert dann zum positiven... Schreiben Evo oder plus drauf und verlangen mehr Kohle..... Find ich in Ordnung :D
 
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