Shadowprotect Desktop - hat jemand damit Erfahrungen?!

woodstock69

Kabelverknoter(in)
Hallo,

für mein frisch installiertes Windows 7 suche ich eine Backup-Lösung. Ich könnte dazu Acronis True Image 2014 in der stark reduzierten OEM-Version nutzen, die der Crucial MX100 beilag. Aber das Programm ist nicht ganz das was ich suche und gleiches gilt auch für die Win7-eigene Systemsicherung.

Momentan habe ich mich ein wenig auf Shadowprotect Desktop eingeschossen, auch wenn es im Endkundensegment recht unbekannt ist und leider auch nicht so ganz billig ist. Daher findet man auch kaum umfangreiche Stimmen und Erfahrungsberichte zu der Software (zumindestens nicht von Endkunden).

Aber der Funktionsumfang spricht mich schon sehr an und ich weis, daß es gerne im kommerziellen Bereich genutzt wird.

Mich interessiert in erster Linie wie stark der Shadowprotect Desktop-eigene Dienst die Rechnerperformance belastet. Ich plane nicht, daß das Backup alle 15 Minuten läuft, aber alle 2-4 Stunden könnte es schon sein.

PC: i7-4790K mit Noctua 15, Asrock Z97 Extreme4, einige SSDs und ein LSI Megaraid mit normalen HDDs als Datengrab.

Ich nutze fast ausschließlich Photoshop und Lightroom und die sollten nicht zu sehr von der Backup-Lösung belastet werden.

Kann mir jemand dazu was sagen?! Danke! :)
 
Danke für den Tipp. :)

Ich hab mir so ziemlich alle gängigen Infos und Meinungen zu dem Thema Backup angeschaut, aber nichts davon überzeugt mich zu 100%. Das hauseigene Backup-Tool funktioniert sicherlich einwandfrei, aber es ist mir trotz seiner Leistungsfähigkeit letztendlich zu rudimentär. Robocopy kenne ich auch, aber selbst das GUI ist ja sehr kryptisch. Auch Paragon und wie sie alle heissen, sind nicht das was ich suche.

Ich möchte eine Lösung, die unauffällig im Hintergrund arbeitet und dabei wenig Rechnerleistung schluckt, die im Bedarfsfall auch eine Platte klont (und damit sofort mit Status Backup-Zeitpunkt wieder einsatzbereit ist, ohne eine Boot-CD mit den ab und an auftretenen Überraschungen funktioniert (auf meinem alten PC hat weder die Boot-CD von Acronis, Reflect oder EaseUS Backup funktioniert)), die Zugriff auf Dateiebene erlaubt, mit einem NAS etc. arbeitet. All das bietet Shadowprotect Desktop und es hat auch seinen Grund, warum die App im Business-Bereich sehr beliebt ist.

Sicherlich bieten die anderen Lösungen ebenfalls viele Möglichkeiten, aber Shadowprotect Desktop kommt meiner Idealvorstellung schon am nächsten.

Ich scheue mich ein wenig davor die Trial-Version zu installieren. Nicht wegen der Limitierungen der Trial-Versionen, sondern einfach weil ich keine potentiellen Dateileichen bei Deinstallation haben möchte.
 
Ich lese aus deinem letzten Posting vor allem heraus, dass du vorwiegend eine Lösung suchst, welche mit Images arbeitet, ist das korrekt? Falls ja, so kannst du dir mal den Link "unbeaufsichtigtes 1:1-Backup" in meiner Signatur anschauen. Bei dieser Methode legt man ein 1:1-Image seiner Festplatte(n) an, indem man das externe Sicherungsmedium anschließt und dann davon bootet. Alles weitere geschieht automatisch. Da danach auch das System heruntergefahren wird, eignet sich diese Lösung beispielsweise gut für den Feierabend.
Die Einrichtung ist zwar etwas knifflig, danach ist die Bedienung aber sehr simpel.

MfG Jimini
 
Vielen Dank! Das ist eine interessante Methode, die ich auch sicherlich umsetzten könnte. :)

Trotzdem ist es nicht ganz das was mir vorschwebt. Vielleicht gibt es ja doch noch jemanden, der was zu SPD sagen kann?!
 
Kurzes Feedback:

Ich habe mittlerweile Shadowprotect Desktop gekauft und bin sehr zufrieden. Es läuft sehr unauffällig und ich führe pro Woche ein zeitgesteuertes Vollbackup sowie alle 2 Tage in inkrementelles Backup der Systemplatte durch.
Für ca. 75GB benötigt das Vollbackup der Systemplatte knapp unter 3 Minuten von SSD zu SSD bzw. ca. 9:30 Minuten von SSD auf ein Synology NAS per Gigabit-Anbindung. Das empfinde ich als sehr schnell und auch die Möglichkeit, daß man auf Netzlaufwerken sichern kann, gefällt mir äußert gut (Tipp: NAS-Systeme per IP einbinden, da unter Windows eingerichtete Netzlaufwerke nicht von der Recovery CD erfasst werden). Das komprimierte Image belegt ca. 29GB (Standardeinstellung).

SPD richtet einen Dienst ein, der aber unbemerkt im Hintergrund werkelt und keinerlei Auswirkungen auf die Performance hat. Während des Backups nimmt sich SPD zwischen 50-60% der CPU-Leistung (i7-4790K), was aber angesichts der kurzen Backup-Dauer kein Problem darstellt. Das Programm erlaubt bei Bedarf ein Throttling, was ich aber nicht ausprobiert habe.

Die Bedienoberfläche ist sicherlich nichts für Einsteiger und einige wichtige Infos (wieviele Backup sollen behalten werden etc.) verbergen sich hinter unscheinbaren Buttons in den Tiefen des Programms. Die Online-Dokumentation ist aber sehr umfangreich, setzt jedoch auch einige Grundkenntnisse in Sachen Backup voraus.

Für eine WinPE-basierende Recovery CD muß man erst noch einiges bei Microsoft runterladen (ca. 1.6GB), was etwas nervig ist. Sehr gut: man kann auf einfache Art und Weise eigene Treiber in die Recovery CD einbinden. Alternativ gibt es ein Linux-basierendes Image, was nur noch gebrannt oder auf einen USB-Stick gebracht werden muß.

Beide Recovery CDs funktionierten auf Anhieb und das Linux-Image erkannte sogar meinen LSI Megaraid-Controller, ohne daß zusätzliche Treiber nötig waren. Das ist bei anderen Programmen nach meiner Erfahrung nicht unbedingt immer der Fall und es gab schon ab und an böse Überraschungen bei dem Versuch ein Backup-Image zurückzuspielen.

SPD ist ein Profitool und hat ein paar Eintiegshürden, die es zu überwinden gilt. Die Funktionalität spricht aber für sich und ich bin trotz des Preises von gut EUR 90,- sehr zufrieden mit der Entscheidung.

In einer Hinsicht muß ich mich jedoch revidieren: SPD kann keine Platten clonen. Da der Umgang mit der Recovery CD allerdings unproblematisch läuft, kann ich damit leben.
 
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