AW: Schlauchdicke ändern
Die Pumpenkennlinie ist so wie sie ist. Sie hängt allein von der Drehzahl und vom Aufbau der Pumpe ab

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Der Schlauchquerschnitt wirkt sich nur auf die Kreislaufkennlinie aus, deren Schnittpunkt mit der Pumpenkennlinie den Arbeitspunkt bestimmt, und die du im Regelfall nicht kennst. Man kann ohne erheblichen Aufwand nur den resultierenden Arbeitspunkt ermitteln.
Da im Vergleich zum Schlauch aber viel viel größere Strömungswiderstände und damit Druckverluste (insb. in Form von Kühlern) in einem Wakükreislauf vorkommen, fällt der Einfluss eines vergrößerten Schlauchdurchmessers auf den gesamten Strömungswiderstand und damit auf den Gesamtdruckverlust meistens so minimal aus, dass er im Regelfall völlig in der Messungenauigkeit üblicher Wakü-DFM untergeht. Der Arbeitspunkt verschiebt sich also so gut wie nicht, weil sich die Kreislaufkennlinie wegen eine größeren Schlauchquerschnitts so gut wie nicht verändert. Zumindest wenn man sich von 10mm ID ausgehend zu noch größeren Innendurchmessern bewegt ist der Effekt jedenfalls vollkommen vernachlässigbar - sogar bei verhältnismäßig langen Schlauchstrecken.
Neben dem Querschnitt ist die Schlauchlänge ausschlaggebend, ob ein Druckverlust durch den Schlauch messbar wird. Bei Wakü-üblichen Schlauchlängen ist der Strömungswiderstand durch Rohrreibung in den Schläuchen in der Regel bereits bei 8mm ID und bei üblichen Volumenströmen vernachlässigbar gering. Von 6mm ID auf 8mm ID konnte man in Wakü-Kreisläufen mit üblichen Schlauchlängen manchmal noch gewisse Unterschiede messen, aber schon von 8mm ID auf 10mm ID ist im Normalfall kaum noch ein sauber nachweisbarer bzw. messbarer Effekt zu verzeichnen. In irgendeiner Weise relevante Auswirkungen sind natürlich erst recht nicht zu erwarten. Wenn man sehr lange Schläuche (z.B. >10m) einsetzt, kann der Anteil der Rohrreibung in den Schläuchen auch bei 10mm ID langsam wieder zu einem wenigstens sauber messbaren Anteil am Gesamtdruckverlust werden. Dann macht der zusätzliche Druckverlust die Kreislaufkennlinie so steil, dass der Arbeitspunkt sich auf der Pumpenkennlinie messbar verschiebt (man misst also weniger Durchfluss und eine höher Druckdifferenz). Speziell bei Pumpen wie der zitierten DDC-Baureihe deren Kennlinie nahe der Druckachse fast waagerecht verläuft, ist ein Effekt durch veränderte Schlauchdurchmesser aber noch schwerer zu erreichen als bei Pumpen die flachere Kennlinien besitzen.
Für die Praxis kann man festhalten: Der Strömungswiderstand von Schläuchen oder Rohren gegebener Länge ist zwar grundsätzlich durchmesserabhängig, aber bei den Strömungsgeschwindigkeiten die man aufgrund des Widerstands der Kühler und Radiatoren (Radiatoren bieten nicht viel Widerstand aber meist mehr als der Schlauch) üblicher Weise in Waküs erreicht, sind die Rohrreibungsverluste aufgrund des niedrigen Turbulenzgrades schon ab 8mm ID und bei üblichen Schlauchlängen so gut wie ganz vernachlässigbar. Im Übrigen hat ein minimal erhöhter Strömungswiderstand bzw. Druckverlust aufgrund der Schläuche, wenn überhaupt, auch nur Einfluss auf den Volumenstrom (Durchfluss), der seinerseits bekanntermaßen nur äußerst geringfügigen Einfluss auf die Kühlleistung hat. Von daher kann man konstatieren: Es lohnt sich für jemanden den die Theorie nicht interessiert und der seine Radis nicht zehn Meter vom Rechner entfernt aufbauen will keine zwei Sekunden lang über das Thema Schlauchquerschnitte nachzudenken, solange man nicht unter 8mm ID geht. Bei 10mm ID und mehr ist das Thema für annähernd übliche Setups jedenfalls nur noch von Irrelevanz geprägt

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Was die "Sinnhaftigkeit" eines Schlauchwechsels von 16/10 auf 16/12 in Bezug auf in der Praxis wesentlich relevantere Parameter wie die Knick/Beulfestigkeit angeht wurde ja schon alles gesagt.
16/12er Schlauch ist diesbezüglich im Vergleich zum sehr knickfesten 16/10er eine Katastrophe und sollte besser gar nicht erst in Erwägung gezogen werden.