brooker
F@H Team #70335 Event Manager
Ich habe bisher noch nirgends gelesen, dass die Russen behaupten das es nicht ihre Flugzeuge waren. Es wurde lediglich ausgeführt, dass man die vereinbarte Route seiner Meinung nach nicht verlassen hat und sich deshalb keiner Schuld bewusst ist. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass bei der Ortbestimmung gewisse Toleranzen bestehen. Woher hast du denn deine Info?Lächerlich. Einerseits wollen sie's nicht gewesen sein
Natürlich ist es unverantwortlich ein Patrollienflugzeug wegen einen temporären Luftraumverletzung abzuschießen. Es liegt bei den bisherigen Fälle nämlich kein als feindlich zu definierender Angriffsflug vor, sondern die grenzabfliegenden Flugroute sind sind seitlich verlagert und verletzten damit den Flugraum. Ich habe bisher noch nichts dazu gefunden, dass es definierte Angriffsflüge zu einer Zielbekämpfung gab.- aber wenn man mit Abschüssen droht, gilt das als "unverantwortlich".
Gleichzeitig werfen die Russen in den Raum, dass auch NATO-Flugzeuge während Aufklärungen regelmäßig in den russischen Luftraum eindringen. Und hier schließt sich nun der Kreis der Unverantwortlichkeit: denn wenn die NATO russische Flugzeuge bei Luftraumverletzungen abschießt, dann wird Russland das rechtmäßig auch praktizieren. Sollte das wirklich das Ziel sein.
Hier mal zur Verdeutlichung über was für Luftraumverletzungen wir hier sprechen am Beispiel Estland vom 19.09.2025
Sieht so einen Bedrohungslage, also ein Angriff auf Infrastruktur oder Leib und Leben auf die NATO aus?
Russland ist der Feind der NATO und von Deutschland? Befinden wir uns mit Russland im Krieg? Nach meinem Wissen ist das nicht so.Dabei liegt genau das in der Verantwortung der Bundeswehr und anderer Militärs: Kampfflugzeuge feindlicher Staaten im eigenen Luftraum abzuschießen.
Und wo bitte steht geschrieben, dass Fluggeräte ohne eine vorliegende Bedrohungslage einfach so abgeschlossen werden müssen. Ich bitte um eine Quelle.
Hab ich schon mehrfach gelesen, aber bis am Schemen bisher nichts konkretes gesehen. Ich würde mich über Quellen freuen. An diesen könnte ich die empfundene Bedrohungslage bestimmt besser verstehen.Nö. Es gibt unmissverständliche Aufzeichnungen. Die Flugroute ist nachweisbar.
Wir sprechen hier über verschiedene Luftraumverletzungen die in den letzten Tagen und Woche als Story aneinandergereiht werden .Na klar, gern: Das sind Kampfflugzeuge. Die haben Raketen. Damit kann man Sachen kaputt machen und Menschen töten. Und die Kampfflugzeuge kommen aus einem fernen Land, dass sich mit uns in einem hybriden Krieg befindet.
Hier die Auflistung und die Sachlage nach meiner Kenntnis dazu:
Polen: 10. September, drangen 19 Gerbera-Drohne in den polnischen Luftraum ein. Drei bis vier Drohnen wurden abgeschossen, andere stürzten ab, als ihnen der Treibstoff ausging.
Kommentar: diese Drohnen waren die Überreste einer Drohnengruppe die aus der UA kommend über Belarus in den polnischen Luftraum geflogen sind. Die Weißrussen haben einige dieser Drohnen über ihrem Territorium bereits abgeschlossen. Die verbliebenen wurden vor der Luftraumverletzung an Polen gemeldet. Die Drohnen wurden laut Belarus aufgrund von Stör- oder Abfangmanövern der Ukraine und Russlands von "ihrer Flugbahn abgebracht". Die Drohnen nicht bewaffnet sondern mit Zusatztanks für eine größere Reichweite ausgestattet.
Der Abschuss war m.M.n. absolut berechtigt und auch der folgende Artikel 4.
Polen 13. September, operierten russische Drohnen erneut in der Nähe der polnischen Grenze.
Kommentar: in der Nähe zu operieren ist legitim, es gab keinen Grenzübertritt und keine Bedrohungslage per Definition
Rumänien 13. September, ... das rumänische Verteidigungsministerium bestätigte die russische Herkunft der Drohne vom Typ Geran. Etwa 50 Minuten lang sei der Flugkörper entlang der rumänischen Grenze geflogen.
Kommentar: es gab keinen Grenzübertritt und keine Bedrohungslage per Definition
Estland 19. September, ... 3 Kampfjets vom Typ MiG-31 drangen nahe der Ostseeinsel Vaindloo für zwölf Minuten unerlaubt in den estnischen Luftraum ein. Vgl. Schema oben
Kommentar: ja, es ist eine Luftraumverletzung, aber aus meiner Sicht keine Bedrohungslage und auch keine ungewöhnliche Situation; wobei sowas natürlich nicht regelmäßig passieren sollte, es muss aber auch einen Grund geben
Dänemark 23.September, ... wurde der Flughafen in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen vorübergehend geschlossen, da in der Nähe Drohnen gesichtet wurden. Wer für die Verletzung des dänischen Luftraums verantwortlich ist, ist auch am Freitag noch unklar.
Dänemark 24. September, ... betroffen waren die Flughäfen Aalborg, Esbjerg und Sonderborg sowie der Luftwaffenstützpunkt Skrydstrup. Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen (49) sprach von einer «systematischen» Bedrohung und einem «hybriden Angriff». Auch hier ist die Herkunft der Drohnen unklar.
Dänemark 25. September, über das Portal Flightradar 24 wurden in der Nacht auf Freitag erneute Drohnensichtungen über dem dänischen Flughafen Aalborg gemeldet. Die Polizei gab jedoch relativ schnell Entwarnung. Es habe sich augenscheinlich nicht um eine Drohne gehandelt, berichtet der Sender TV 2.
Kommentar: in den letzten Jahren haben die Vorfälle an Flughäfen mit Drohnen zugenommen. Hier wurde bisher von privaten Drohen gesprochen. Welcher Typ von Drohnen in Dänemark und von wem eingesetzt wurde ist bisher unbekannt.
Norwegen 23. September, ... Flughafen in der norwegischen Hauptstadt Oslo kam es in der Nacht auf Dienstag zu Drohnenvorfällen. Zuvor war in der Nacht auch eine Drohne über dem militärischen Sperrgebiet Akershus in Oslo gesichtet worden. Ob die Vorfälle miteinander zusammenhängen, ist noch unklar.
Kommentar: in den letzten Jahren haben die Vorfälle an Flughäfen mit Drohnen zugenommen. Hier wurde bisher von privaten Drohen gesprochen. Welcher Typ von Drohnen in Dänemark und von wem eingesetzt wurde ist bisher unbekannt.
Lettland 25. September, ... fingen Gripen-Kampfjets aus Ungarn mehrere russische Militärflugzeuge in der Nähe des lettischen Luftraums ab. Bei den Kampfjets, die sich dem Luftraum des Landes näherten, handelte es sich um russische Maschinen – eine Su-30, eine Su-35 und drei MiG-31.
Kommentar: Kommentar: in der Nähe zu operieren ist legitim, es gab keinen Grenzübertritt und keine Bedrohungslage per Definition
Alaska 25.09. mehrere russische Kampfflugzeuge in der Nähe des US-Luftraums gesichtet. Nach Angaben des North American Aerospace Defense Command (Norad) handelte es sich um zwei Flugzeuge des Typs Tu-95 und um zwei Flugzeuge des Typs Su-35. Diese konnten jedoch von US-Flugzeugen abgefangen werden. Wie das Norad mitteilte, hat es in diesem Jahr mindestens neun solcher Vorfälle gegeben.
Kommentar: Kommentar: in der Nähe zu operieren ist legitim, es gab keinen Grenzübertritt und keine Bedrohungslage per Definition
Schweden 26. September, ... ein Vorfall gemeldet. Nahe der Marinebasis in der südschwedischen Region Karlskrona sollen mehrere Drohnen den Luftraum durchflogen haben. Die Polizei konnte einen der Flugkörper beobachten, wie der schwedische Sender SVT berichtet. Noch ist unklar, um welchen Drohnentyp es sich handelte und woher die Flugkörper stammten.
Kommentar: in den letzten Jahren haben die Vorfälle an Flughäfen mit Drohnen zugenommen. Hier wurde bisher von privaten Drohen gesprochen. Welcher Typ von Drohnen in Dänemark und von wem eingesetzt wurde ist bisher unbekannt.
Fazit: die Medien sind bezüglich Drohnen und Grenzübertritt sensibilisiert, es wird alles kommuniziert was festgestellt wurde. Aber es gibt leider noch viele Unklarheiten über den Typ der Drohnen, den Hintergrund für Ihren Einsatz und ihren Eigentümer. Hier würde ich mir wünschen das man professionell sachlich kommuniziert und reagiert und bis zur vollständigen und schlüssigen Klärungen den Ball flach hält und keine Hysterie in der Bevölkerung auslöst, welche die Politik dankend aufnimmt. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass Russland mit dem Thema Luftraumverletzung in Zukunft sensibler umgeht. Ich finde es sehr bedenklich das man auf Seiten der NATO eine gemeinsame Untersuchung zur den Vorfällen mit den Russen bisher ausgeschlagen hat und damit weiter unklar bleibt warum zwischen den Aufzeichungen der Russen und NATO derartige Unterschiede bestehen.
Wo fliegen sie denn hier einfach so rum? Wir sprechen hauptsächlich über Lufträume über der Ostsee.Also sollten wir sie einfach hier rumfliegen lassen? Und winken? Und jubeln? Wo sind wir denn hier?
Ja, es sind Kampfflugzeuge aber diese werden nicht nur von den Russen eingesetzt. Und es mach für mich einen riesen Unterschied ob ein Kampfflugzeug auf Angriffskurs oder lediglich auf Patrouillenflug ist. Denn letzterer ist völlig normal und legitimer Bestandteil einer Luftüberwachung.Nochmal: was du lapidar 'Partouillenflugzeuge' nennst, sind Kampfflugzeuge. Die haben einzig und allein den Zweck, gefährlich zu sein.
Bitte lass uns sachlich bleiben. Danke. Das sind völlig an den Haaren herbeigesponnene Szenarien.Es gibt auch nur ganz wenige Sachen im Leben, die noch gefährlicher sind. Wenn man die unkontrolliert machen lässt, können die das Reichstagsgebäude, deine Hütte oder ein ganzes Krankenhaus mitsamt Patienten und Mitarbeitern zusammenfalten.
Du weißt ganz genau, dass ein Patrouillenflug im Rahmen der Luftraumüberwachung absolut normal ist und nichts mit einer Entsendung zu tun hat.Ja es ist natürlich keine Bedrohung für irgendjemanden wenn ein Staat sein militärisches Gerät ungefragt in das Territorium eines anderen Staates entsendet.
Ich möchte es nicht verharmlosen. Das bitte nicht missverstehen. Mir geht es darum, dass man in dieser Situation sachlich bleibt und professionell mit der Situation umgeht. Denn die hier propagandierte unumkehrbare Eskalation, Kampfflugzeugen wegen Luftraumverletzungen abzuschließen, sollte wenn überhaupt auf absoluten Fakten beruhen. Das heißt, es muss per Definition eine konkrete Bedrohungslage vorliegen. Und selbst dann ist eine absolute Handlungsweise nicht zwingend erforderlich. Was ich aktuell wahrnehme ist der Aufbau einer medialen Hysterie auf Basis von viel öffentlicher Unklarheit.Btw die wie von Dir genannt "Patrolienflugzeuge" waren Kampflugzeuge auf Patrollienflug. Gibt es einen Grund für den Versuch der verharmlosung?
Oh, dass heißt, dass die Panzer aus Deutschland in der UA ein diplomatisches Nachspiel oder die Kriegserklärung von Russland an Deutschland bedeuten können?Jedem Staat ist klar das wenn er sein Kriegsgerät in das Hoheitsgebiet eines anderen Staates schickt dieses ein diplomatisches Nachspiel hat im schlimmsten Fall als Kriegserklärung verstanden wird.
Alles bekannt, aber hier nicht relevant.Das wissen übrigens auch alle Soldaten welche die eigene Grenze verlassen bzw in die Grenzen eines anderen Staates übertreten.
Ein Anmerkung zum Thema Flughafen Sicherheit: ich begrüße es absolut, dass man sich auf Grund der Ereignisse ernsthafte Gedanken dazu macht, wie die Sicherheit des Luftraumes im Bereich von Flughäfen aktiv geschützt werden kann. Denn der Blender mit dem Laserpointer könne in Kürze auch die Drohne nutzen.
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... hat der Stern sehr gut zusammengefasst: https://www.stern.de/politik/auslan...chwedens-fuer-russland-bedeutet-31874430.htmlIch muss Dich noch etwas fragen.
Kannst Du mir bitte erklären warum Russland die Erweiterung der Nato zum Beispiel durch Schweden und Finnland als Bedrohung empfindet?