Soll das ein "subtiler" Hinweis sein?
Normalerweise nenne ich meine Quellen, wie du eigentlich wissen solltest. In dem Fall scheint es ein Geoblocking zu geben, denn mein erster Versuch die Quelle zu verlinken führte beim Testen ständig zu Fehlermeldungen. Um keinen MOD auf den Plan zu rufen, halte ich mich daran und verlinke es also erst gar nicht. Wenn du wissen magst, woher das stammt - gerne per PM.
Das sollte, mit einer gewissen Verzögerung, aber auch bald in der deutschen Qualitätspresse erscheinen.
Pardon, das Missverständnis habe ich verursacht, weil ich die eigentlichen Adressat*innen nicht genannt habe. Du nennst doch gern gescheite Quellen.
Tatsächlich spielte ich mit dem Hinweis "Vorsicht: Quellen werden genannt" auf die Äußerungen mancher Diskussionsteilnehmer an, die seriöse Quellen als Propaganda abtun oder zumindest außer Acht lassen, weil die Unterschiede zwischen den Inhalten der Quelle und dem eigenen Weltbild als unvereinbar empfunden werden.
Das wurde auch bei brooker, Estilofatuo und Serandi offensichtlich. Und solange ich von diesen User*innen keine eindeutige Positionierung zu bestimmten Fakten sehe, die der Kreml-Propaganda widersprechen, sehe ich auch keine Grundlage für konstruktive Diskussionen. Damit meine ich bspw. eine klare Anerkennung und Verurteilung konkreter russischer Kriegsverbrechen.
Ich bestreite nicht, dass es dazwischen endlos viele Abstufungen und Nuancen geben mag - aber ganz am Ende der Ereigniskette kommt immer die Rechnung.
Oder anders ausgedrückt: Es gab wohl viele Gründe, die es lohnten zu streiten - aber nur einen, der lohnte Krieg zu führen.
Die ökonomischen Belange hinsichtlich der Bodenschätze sind relevant. Dies bestätigend formuliert auch die Bundeszentrale für politischen Bildung:
Die Bedrohung des autokratischen politischen Regimes in Russland, das sich vor allem aus Rohstoffeinnahmen speist, ist in Rechnung zu stellen, will man die Rohstoffkomponente in Russlands Eroberungskrieg gegen die Ukraine verstehen. Denn die Energiewende und die beabsichtige Defossilisierung der globalen Wirtschaft würde die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes bereits mittelfristig erheblich verschlechtern – und dann liegt es nahe zu versuchen, diese abzuwenden, solange die eigene Machtposition dies noch erlaubt. Zwei logische Folgerungen hat der Kreml daraus gezogen: Zum einen die vorhandenen Abhängigkeiten stärken, um die Übergangsfristen zu verlängern (North Stream 1 und 2, Gas als "Brückentechnologie"), zum anderen, die Ressourcenkompetenz und wirtschaftliche Macht bei den Rohstoffen der Zukunft national und global ausbauen.
Hier sieht man auch schöne Karten:
https://www.bpb.de/themen/europa/uk...-der-ukraine-und-ihre-strategische-bedeutung/
Das Interesse des Kriegsverbrechers Putin an osteuropäischen Gebieten scheint mir eher politisch geprägt zu sein. Insbesondere das
2021 durch den Kriegsverbrecher Putin gestellte Ultimatum verdeutlicht einige (aber nicht alle) Motive. Dennoch lassen sich diese Punkte anteilig auch als Mittel zum ökonomischen Zweck lesen. Wenn man bedenkt, wie billig er die Ukraine "einkaufen" wollte, wäre ein kleiner 3 Tage-Krieg aus putinesker Sicht ein Schnäppchen, um die NATO einerseits von Moskau (geografisch) fernzuhalten und andererseits Ressourcen an Moskau (politisch) zu binden. Es mag Hand in Hand gehen, ich habe aber den Eindruck, es wäre auch zum Krieg gekommen, wenn in der Ukraine nicht ganz so viele Bodenschätze lägen.
Der Kriegsverbrecher Putin hat meines Erachtens in den letzten Jahrzehnten in mehrfacher Hinsicht versagt:
- außenpolitisch-territorial, weil er es nicht geschafft hat, die in seiner Rede im Deutschen Bundestag 2001 gesetzten Ziele zur europäischen-eurasischen Kooperation zu erreichen
- technologisch, weil er die Erlöse aus dem Geschäft mit fossilien Energieträgern nicht in damit konkurrierende Entwicklungen erneuerbarer Energien investierte
- innenpolitich, weil er ein schlechter Verlierer ist, und somit seine Agenda nur mit autokratischen Strukturen als letztem Strick zu erhalten vermochte, statt sich über demokratische Anpassung dem Westen anzunähern
An seinen Strick hat er lange gearbeitet. Jetzt hängt er dran und kann nicht mehr loslassen.