Keine Ahnung, ich nutze kein Youtube.
Ich kann nur für die Westküste sprechen, wo ich bei regelmäßigen Besuchen über die letzten 10 Jahre ein stetiges Anwachsen der sichtbaren Obdachlosigkeit beobachte.
Ob auf Walmart Parkplätzen oder an großen Straßen, unter Brücken - überall wo es geduldet wird, stehen die umgebauten Fahrzeuge oder Zelte dicht an dicht.
Man kann mittlerweile nicht mehr nach Seattle hereinfahren ohne das Elend zu sehen, gerade unter dem Alaskan Way Viadukt sind ganze Zeltstädte entstanden.
In San Francisco sieht man sie im Prinzip etwas gröber verstreut in vielen Parks, wenn man die Augen etwas öffnet.
Portland ist die einzige Stadt, die aktiv dagegen vorgeht - trotzdem kann man nicht mehr am Wilamette entlang schlendern ohne auf Behausungen zu stoßen.
In Detroit und Chicago soll es noch schlimmer sein, sagen Freunde vor Ort.
Das ist aber auch kein Geheimnis, dass die Schere zwischen Arm und Reich in den USA extrem auseiander geht und immer mehr Menschen auf der Straße leben. Das ist den Amerikanern auch selbst bewusst, Stadtbewohner werden mit dem Bild ja tagtäglich konfrontiert.
Viele der Obdachenlosen haben sogar einen Job, nur kann man sich erst deutlich über Mindestlohn in den teuren Städten Wohnraum leisten.