Router-Hersteller kritisiert Telekom und neue Tarife scharf - Was steckt wirklich dahinter?

Wie man sowas je an private Oligopole abtreten kann ist mir schleierhaft, unterm Strich sank noch immer die Qualität der DIenstleistung bei teils noch steigendem Preis.

Was ist Dir denn daran schleierhaft? Schau doch mal wer sich in den jeweiligen Aufsichtsräten herumdrückt.

Seltsam, das hab ich anders in Erinnerung.
Funktioniert haben sie als Staatsbetriebe, ja. Aber so was wie Service gab es nie, die wussten nicht mal, wie man das schreibt.

Ernsthaft: Unsere Postfiliale hatte 3 (mit Panzerglas verbarrikadierte) Schalter. Einer war für Briefmarken und Postkarten,
einer für Postkarten und Pakete, einer für Postbank und Briefmarken.

Durchschnittlich stand man 10 Minuten an. Kam man dann dran, hatte aber nicht aufgepasst und sich am falschen Schalter
angestellt, oder man wollte zum Paket noch eine Briefmarke kaufen, hieß es wieder anstellen am anderen Schalter.

DAS WILLST DU WIRKLICH WIEDER ZURÜCK HABEN?

Wie sieht denn der Service heute aus? Anruf beim Callcenter "sie haben ein Problem mit unseren tollen unfehlbaren Leistungen? Haha, nehmen sie sich ein paar Tage Urlaub und hoffen sie auf Rückmeldung/Lösung."

Zum Thema Post. Ja das konnte manchmal schon nerven, aber ist es den heute besser? Heute warte ich in einem Schreibwarenladen mit Zigarettenverkauf noch länger, nur um dann vor einer völlig überforderten Zeitungsverkäuferin zu landen.
 
Touche. So benachteiligt ich auch bei der DSL-Anbindung bin, aber wenigstens haben wir noch eine echte Postfiliale.
Mit 3 offenen, gleichberechtigten Schaltern, hinter denen tatsächlich freundliche Postmitarbeiter ihren Dienst tun.
Nenn mich Privatisierungsgewinnler.
 
Und ich muss jedes verdammte Paket von meiner Postfiliale selbst abholen.
Die Posttante schmeißt einfach nur noch ihre gelbe Karte in meinen Briefkasten.
Die Filiale im Sterncenter Potsdam ist ca. 1h Wegzeit entfernt + ca. 30 min Wartezeit am Schalter.
Ich bin also ein Privatisierungsverlierer. Hilft mir das jetzt irgendwie?

Der Witz an der Sache ist, die alte Postfiliale gegenüber würde nach der Privatisierung sofort geschlossen.
Jetzt müssen sich 3 große Neubaugebiete mit ca. 40k Einwohnern eine Postfiliale teilen.
Toll, wir sollten unbedingt noch mehr Privatisieren....
 
@matty2580
das leben läuft nicht immer perfekt. wen man sich aufregen "will" dann findet man immer ein Grund. und ja ich kann deine Aufregung teilweise verstehen.

aber wie wir alle wissen ist, das tcom nicht mehr die Zukunft ist sondern ein schlechter witz. die ganze Idee heut zu tage Datenvolumen einzuführen ist ein Unding.
 
Was soll man von einem Routerhersteller halten, der nicht mal Ahnung vom Telekom- Netz hat? Der Engpass ist nicht das Backbone Netz sondern die DSLAM in der Vermittlungsstelle oder im Outdoor. Die sind nur sauer, weil sie nix vom Kuchen abbekommen.

Und was soll man von einem Forumteilnehmer halten der offensichtlich unter einer massiven Leseschwäche leidet?

Ich verstehe nicht wie man aus den Aussagen:

Das ist laut Viprinet "hanebüchen", da es in Deutschland deutliche Überkapazitäten im Backbonebereich gäbe.

und

Enorme Kosten würde vor allem die Miete der letzten Meile verursachen, also die letzte Strecke zwischen Verteiler und Haus.

Das genaue Gegenteil heraus lesen kann!? Viprinet trifft hier den Nagel auf den Kopf. Das Bottleneck befindet sich auf der letzten Meile, zwischen DSLAM und Kunde. Warum befindet sich dort ein Bottleneck? Weil sich die Telekom schon seit Jahren weigert diese Jahrzehnte alte Infrastruktur zu modernisieren. Stattdessen wird das Netz auf Teufel komm raus über-bucht um möglichst viel extra Gewinn zu erwirtschaften. Die folgen sind natürlich abzusehen, die über-buchte Infrastruktur bricht unter der Last zusammen wenn auch nur ein Bruchteil der Kunden die Bandbreite, für die sie zahlen, auch wirklich nutzen wollen.

Die Reaktion der Telekom darauf ist simpel: Anstatt zu investieren, und somit das wirkliche verfügbare Angebot zu erweitern, sollen die Nutzer plötzlich gleiches Geld für weniger Leistung zahlen. Das ganze nennt man auch "Rückschritt" und ist nichts anderes als eine versteckte Verteuerung.


Aber ich finde es auch putzig das ein bisschen Säbelrasseln von Seiten Aigner und Rössler als "einschalten der Politik" bezeichnet wird. Das ist nichts weiter als übliche Wahljahr PR. Vor der "Politik" muss sich die Telekom am aller wenigsten fürchten, immerhin ist der Bund mit gut 60+% an der Telekom beteiligt. Die künstliche Empörung ist genau das, künstlich. Hinter den Kulissen freuen sich da so einige, so wird dieser Rückschritt ja vielerorts als tolles Mittel gegen "Raubmordkopierertum" und den "rechtsfreien Raum Internet" gesehen. Für die Politik ist das eine pure Win-Win Situation, nach außen mit den bösen "Ne, ne so aber nicht!" Zeigefinger winken aber in Wirklichkeit freut man sich über diese urkapitalistische Profitmaximierung. Und wenn das ganze Ding dann nach hinten los geht kann man sich trotzdem noch hinstellen und sagen "Ich war dagegen!" verhindert hat man es aber trotzdem nicht.
 
Man könnte das natürlich auch als Argument für die Drosselung bringen.
Wäre überall die letzte Meile vernünftig ausgebaut, wäre die Überkapazität der Backbones schnell dahin.
Die besteht doch nur, weil viel zu viele noch überhaupt keine brauchbare Anbindung haben.
 
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