Richard Garriott findet die meisten Game-Designer schlecht

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Richard Garriott ist auf Interview-Tour für sein neues Spiel Shroud of the Avatar und hat sich in einem der Gespräche zu ein paar markigen Aussagen hinreißen lassen. Game-Designer sind seiner Ansicht nach größtenteils einfach schlecht und er habe kaum so gute Designer wie sich in der Branche kennengelernt.

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Ich habe meinen Kommentar zu diesem V**el schon auf PCG hinterlassen. Er ruht sich auf seinen einen Hit Ultima aus, der auch nur erweitert wurde und nichts Neues bringt und der weilen noch auf... wartet... der Kracher... Spiele für soziale Netzwerke á la Farmville. Ich weiß das es viele gibt die diesen Scheiß spielen, trotzdem kann man da nicht von irgendwas reden, was anspruchsvoll ist.
Ach ja und von Klagengeld leben kann er auch... wie ich ihn nicht mag.
 
Dann sollte er mal den großen Worten auch mal Taten folgen lassen. Was zu seiner Zeit vielleicht gepaßt hätte kann man doch eher kaum auf die Neuzeit übertragen, Technik und Techniken laufen ja auch weiter.
 
Tablura Rasa mag zwar ein Flop gewesen sein, aber am Game-Design lag das sicher nicht.
Das Problem war, das seinerzeit kaum ein anderes MMO mit Abo neben WoW bestehen konnte - und auch heut noch kann.
Wenn ein MMO neben WoW erfolgreich sein will, muß es ein ganz anderes Setting bedienen (Eve Online) oder aber f2p sein.
Würde man Tabula Rasa heute erneut releasen, als f2p mit Item-Shop, es sähe sicherlich anders aus mit dem Erfolg.
Zumindest ich hab es gerne bis zur Server-Abschaltung gespielt.

Aber prinzipiell stimmt es, das nach Ultima nicht mehr viel großartiges kam. Fast wie bei Peter Will Wright und Peter Molyneux.
Aber es stimmt auch: Wenn man sich die Teaser mit Interviews zu Spielen so ansieht, dann loben die Designer ihre Entscheidungen in den Himmel, erfinden das Rad meist aber nur neu und versauen dafür das Interface, die Steuerung, die Kameraführung oder sonst was, während die Texturen super und die Effekte übertrieben sind. Da wird kaum bis garnicht auf die Community gehört, da werden fragwürdige Entscheidungen getroffen (siehe Always-On bei SimCity) und so weiter und so fort. So unrecht hat er also garnicht.
 
Aber es gibt, wie ich finde, jedes Jahr neue Konzepte und Ideen, die mehr als gelungen sind. Ob es nun Indie ist oder eben nicht. Bioshock, WatchDogs, Borderlands, Saints Row, Machinarium und etliche andere Titel sorgen immer für neuen Wind. Und dann muss es auch titel geben, die technisch eine dicke Keule raushauen, es muss ja quasi einen Bezugspunkt geben was möglich ist.
Das Problem ist einfach, die Leute erwarten zu viel, sehen aber nicht das es nicht unendlich Konzepte gibt, weil jedes Konzept schon irgendwie besteht. Man kann immer nur ändern, verfeinern, kombinieren oder eben wirklich gänzlich neues schaffen, dann muss man aber eben auch die Ressourcen haben.
Ich denke schon das sich jede Idee erstmal gut ist, aber es meistens an der Umsetzung hapert, weil man eben damit auch verdienen muss bzw. Leute ihren Lebensunterhalt damit bestreiten - Zeit-, Kostendruck.

Overall wollte ich nur sagen das der Typ gänzlich abgehoben ist und es viel mehr super Konzepte jährlich aufn heimischen PC zu bestaunen gibt.
 
Ich finde er differenziert nicht genug. Die Designs bei Triple-A Titeln sind im allgemeinen echt grauenhaft und meistens nur recycling. Wobei es auch Ausnahmen gibt, wie über mir bereits erwähnt. Indie Titel jedoch sind meiner Meinung nach fast immer designtechnisch etwas neues bzw. kreatives.
 
Ich denke, dass er Indie-Titel ausschließt. Er spricht ja explizit von Designern, die ausschließlich fürs Game-Design zuständig sind. Ich kann mir vorstellen, dass das bei kleinen Indie-Entwicklern eher selten der Fall ist.
Kann gut sein, dass er Recht hat. Wenn man den Überblick über alle Bereiche in der Entwicklung hat und sich nicht nur aufs Game-Design konzentriert, könnte es tatsächlich so sein, dass am Ende die besseren Ergebnisse rauskommen, einfach weil man als Game-Designer auch im Blick hat, was technisch möglich ist und seine Ideen dahin optimiert.

Wie auch immer, ich mag den Kerl. Der ist mit seinem Lord British Getue so ein herrlicher lebender Anachronismus.:D
 
Da steckt viel Warheit drin, auch wenn er selber nicht mehr so viel auf die Kette bekommt, hat er einfach Recht.
 
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