[Review] Club3D Radeon HD 4870 Overclocked Edition

Minotaur

Komplett-PC-Käufer(in)
Einleitung

Der Hersteller Club3D ist seit 2003 offizieller ATI Partner und produziert neben Grafikkarten auch TV-Karten und Soundkarten und wurde 1997
in den Niederlanden noch unter dem Namen Colour Power gegründet. 2001 gründeten sie die Marke Club3D, welche seit 2005 als Firmenname
übernommen wurde. Ebenfalls seit 2005 produzieren sie auch Nvidia Grafikkarten.
Die heute von mir vorgestellte Radeon HD4870 ist die Overclocked Edition mit 1024 MB GDDR5 Arbeitsspeicher.


Technische Daten

GPU: RV770 XT
GPU Takt: 780MHz
Stream Prozessoren: 800
Speicher: 1024MB GDDR5
Speichertakt: 3700MHz (real 925MHz)
Kühlung: Aktiver Heatpipe-Luftkühler (Dual Slot)
Maximale Auflösung Digital: 2560x1600
Maximale Auflösung Analog: 2048x1536
Multi-GPU Technik: CrosfireX
Bus System: PCI Express 2.0
DirectX Version: 10.1
Anschlüsse
2x DVI (HDCP ready)
HDMI & VGA (beide via Adapter)
TV Out (SVHS & Chinch via Kabelpeitsche)
2x 6-Pin PCIe Stromversorgung


Lieferumfang

Grafikkarte
DVI zu HDMI Adapter
DVI zu VGA Adapter
HDTV Komponentenkabel
CrossFire Brücke
Y-Kabel Adapter 2x 4pin zu 1x 6Pin PCIe
Treiber CD inkl. PDF-Anleitung
Schnellinstallations-Anleitung (gedruckt)


Einbau

Da es sich hier um eine Dual Slot-Karte handelt, muss an der Gehäuserückseite der Slot unter dem der Grafikkarte frei sein, ebenso passen keine
Karten in den nächsten PCI(e) Slot mehr. Außerdem empfiehlt es sich auch den zweiten Slot nach der Grafikkarte freizuhalten, um einen besseren
Luftstrom zu ermöglichen. Wer in seinem Gehäuse ein Slot-Befestigungssystem für den schraubenlosen Einbau von Erweiterungskarten hat,
könnte etwas Fummelarbeit vor sich haben. In meinem Thermaltake Matrix MX ist dies der Fall und so lässt sich nur die Verriegelung für den oberen
Slot schließen, der untere Riegel kollidiert mit der deutlichen Stabilisations-Leiste der Karte, welche ein verbiegen verhindern soll. Behelfsweise kann
man aber bei Gehäusen mit solchen Slot-Riegeln auch diese Vorrichtung ausbauen und die Karten auf herkömmliche Weise am Gehäuse befestigen.
Die beiden PCIe 6-Pin Anschlüsse werden in meinem Fall von zwei getrennten Anschlüssen versorgt, wer aber nur einen 6-Pin Stecker am Netzteil hat,
kann auch das mitgelieferte Y-Kabel benutzen um den zweiten Anschluss mit Strom zu versorgen. Hierfür werden jedoch zwei freie, nicht zusammenhängende
5 ¼“ 4-Pin-Molex benötigt. Außerdem sollte das Netzteil mindestens 500 Watt Leisten. Markennetzteile mit 80Plus Zertifikat und 450 Watt schaffen das aber
auch, je nach Restsystem.


Lüfterlautstärke und Kühlung

Wie man der Karte gleich nach dem Entnehmen aus der Antistatikfolie ansehen kann, weicht die Kühlung aufgrund der werkseitigen Übertaktung
vom Referenzkühler stark ab. Ein 75mm Axiallüfter befindet sich inmitten des Hybridkühlers, welcher mit seinen seitlich herausragenden Kupfer-Heatpipes
sofort ins Auge fällt. Die Oberfläche und der Seitenbereich des Lüfters werden von einem transparenten Kunststoff abgedeckt, welcher den Luftstrom
optimieren soll. Der Arbeitsspeicher und die Spannungswandler wurden mit zusätzlichen, passiven Kupferkühlern versehen. Der Lüfter ist im 2D Betrieb
wahrnehmbar aber nicht störend. Im 3D Betrieb aber macht er sich durch ein deutliches Summen bemerkbar, was den Silent-Freak abschrecken dürfte.
Wer aber bei Zimmerlautstärke oder mit Headset bzw. Kopfhörer spielt nimmt dies eher nicht wahr, wenn der PC nicht auf dem Tisch neben dem User steht.
Befindet sich die GPU-Temperatur im 2D Betrieb noch um die 55-57°C, so sind unter Volllast im 3D Betrieb 80-85°C nicht ungewöhnlich.
Die Zimmertemperatur betrug währenddessen 18,4°C
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Treiberinstallation

Prinzipiell sollte man immer direkt den aktuellsten Treiber verwenden um Problemen aus dem Weg zu gehen. Nur wer kein Internet hat muss auf den Treiber der mitgelieferten CD zurückgreifen.
Die Installation an sich ist denkbar einfach und bedarf eigentlich keiner weiteren Ausführungen.
In meinem Fall jedoch hat sich herausgestellt, dass nach der Treiberinstallation unter Windows Vista X64 und Windows 7 X64 im 2D Modus (Desktop, Internet, Multimedia usw.) ein zitterndes Bild das Resultat war. Dieses Problem war AMD bekannt und hat sich seit der Version 9.10 des Catalyst Treibers von selbst gelöst. Zuvor ergaben Recherchen im Internet, dass dies lediglich mit übertakteten Versionen der HD 4870 einiger Hersteller auftrat. Des Weiteren war die Rede von Workarounds durch heruntertakten der Karte auf die Standardwerte, was aber in meinem Fall keine Abhilfe schuf. Im 3D Modus hingegen gab es kein zittriges Bild.

Testsystem

Nachdem also das Zittern durch aktuelle Treiber beseitigt war konnte es mit dem ermitteln der Performance weitergehen. Mein Testsystem stellt sich wie folgt zusammen:
CPU: AMD Phenom II x4 955 BE @Standard
Mainboard: Gigabyte GA-790XTA UD4 (AMD 790X/SB750 Chipsatz)
Ram: 4GB Kit DDR3 1333 MHz CL 7-7-7-24-1T @Ganged Dualchannel
Festplatte: 500Gb HDD Seagate 7200.12 Sata2 @ AHCI
Netzteil: 450W BeQuiet Dark Power Pro P7
Testobjekt Grafikkarte: Club3D HD 4870 1024MB Overclocked Edition @ 780/925MHz


Benchmark Ergebnisse

Bisher hatte ich noch nicht genug Zeit alle Benchmarks auszuführen.
Einen jedoch habe ich schon mal fertig. Den Rest gibt’s dann in Kürze.


3DMark Vantage: 1680x1050 Performance Mode P9751 Punkte
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Fazit

Wenn auch noch nicht alle Benchmark Ergebnisse vorliegen, so kann man jedoch trotzdem schon mal zusammenfassen.
Die Club3D Radeon HD 4870 Overclocked Edition ist eine leistungsstarke Grafikkarte, welche sich bei einer Auflösung von
1680x1050 Pixeln Leistungstechnisch noch nicht verstecken muss. Mit Standardeinstellungen kann man z.B. GTA IV ohne
jegliche Ruckler spielen. Auch Crysis kann man mit den vom Spiel gewählten Voreinstellungen problemlos spielen.
Die Lüfterlautstärke ist leider wenig begeisternd und schreit förmlich nach einem leiseren Ersatz.
Zwar kann man den Lüfter herunterregeln, was aber aufgrund der ansteigenden Temperaturen nicht ratsam wäre.
Die Spannungswandler mit ihrem weit entfernten, passiven Kühler sind auf den Luftstrom angewiesen und bei endlich
angenehmen 37% Lüftergeschwindigkeit dürfte nicht mehr genug Luft am Ende der Karte ankommen, um die Lebens-
erwartung der Karte nicht negativ zu beeinflussen. Die mittlerweile erhältliche HD 5770 ist aktuell eine bessere Wahl,
bleibt sie doch deutlich kühler und leiser. Die Leistung ist in etwa gleich, der Preis (etwa 120€) auch.
Allerdings unterstützt sie bereits DirectX 11 und es blitzt auch im 2D Modus kein Bild auf…
Wer 20 € mehr investieren kann und möchte, bekommt dafür die deutlich bessere Geforce GTX 460 mit 768MB,
für FullHD Spieler emfiehlt sich jedoch die Schwester mit 1024MB VRam.
 
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