News Produkthaftung für Software: Endlich keine verbuggten Spiele mehr?

Also ich glaube das es wir bei Einführung der Haftung dann wieder Release-Zyklen wie in den 90ern haben werden, als ein Spiel/Software dann erstmal in Japan und den USA kommt und dann 1-2 Jahre später in der EU. Das wird dann zu mehr Piraterie führen was dann wiederum den Markt in der EU stark an Relevanz verlieren lässt. Dazu wird es dann noch schwerer für Europäische Indie-Studios überhaupt ein Spiel rauszubringen. Und schon ist der Markt kaputtreguliert.

Oder es wird immer weniger Software für immer mehr Geld verlangt. So das man es garantieren kann das ja das game nicht mehr fehlerhaft ist als Beispiel. So wird es halt dann als Beispiel nur noch 8 anstatt 12 levels geben um das Risiko zu verringern. Oder eben lauter 12 kleine Level um es leichter zu verbessern. Auf jedenfall könnten Spiele also kleiner werden, zum wohle weniger Fehler.
Ob das dann die Quittung für diese Regelung ist, ist ne andere frage.
Und freilich werden so manche Entwickler nicht mehr wollen. Es gibt ja eh immer weniger Spiele Entwickler. Also zumindest außerhalb der großen ist das so. Und wer sagt das die großen für immer groß bleiben. Muss halt was gravierendes wie das geschehen und schon sieht es anderst aus. Wobei große können das ja eh besser abfangen als die kleinen und mittelgroßen Spiele entwickler.
Bei außerhalb des Spiels, da bin ich ja mal gespannt wie es weiter gehen wird.
 
Ich persönlich denke das Jemand der mit einer Software Geld verdient auch ehr Schadenersatz zahlen sollte als Leute die es umsonst machen.

Zumal ja auch beim Geldverdienen es ehr vorkommt das man Schindluder treibt um noch mehr Geld zu verdienen.
Dann gebe ich die Software für umme raus und verlange nur für Support Geld. Und dann?
RH, SuSE und Konsorten machen genau das.
Ich habe die Software nicht geschrieben und bin dann fein raus weil ich für die Bugs nicht verantwortlich bin?

Oder ist der OEM verantwortlich, wenn Windows Mist macht oder doch Microsoft?
Oder der Treiberhersteller, der dummerweise nicht festgestellt hat, dass sein Treiber zusammen mit einem anderen Treiber, den das System braucht aber nicht von ihm kommt, Datenmüll produziert.
Oder Software A die sich mit Software B beißt. Wer ist dann da zuständigt, wenn beide unabhängig von einander problemlos funktionieren?
So einfach ist es nicht eben nicht. Letztlich wird es eine gewisse Supportmatrix geben, die dann ggf. abgedeckt ist. Alles was darüberhinaus geht, ist eigenes Risiko. Selbst wenn du nur "Hello World" auf deinem PC hast, sind die dann raus.

Cunhell
 
Ich vermute, dass es Mittel und Wege gibt, sich da rauszureden, denn alles andere wäre ein unkalkulierbares Risiko für jeden Softwareentwickler. Man kann schon aus mathematischer Sicht nicht alle Anwendungsfälle in allen Variationen testen, der Aufwand wäre viel zu groß und sicher werden Szenarien vergessen, an die niemand gedacht hat.
Wenn gewisse Fehler nur bei wenigen Leuten auftreten, solle es ja kein Problem sein und kaum ins Gewicht fallen diese paar Leute auf deren Wunsch hin zu entschädigen. Sollten Fehler aber auf einer Vielzahl von Geräten oder sogar Konsolen auftreten, soll der Hersteller dafür bluten, weil er ein mangelhaftes Produkt veröffentlicht hat. So einfach ist das.

Als "unkalkulierbares Risiko" empfinde ich es eher als Kunde in den letzten Jahren, Software zum Release zu kaufen.
 
Wir müßen also dann wesentlich länger auf Games warten, bis die wirklich Bug-frei sind!
Das Henne-Ei-Problem bleibt leider trotzdem bestehen.
Selbst wenn ein geschlossenes System, ala "Apple" Voraussetzung werden sollte, siehe auch Konsolen-Games, geht die Rechnung nicht wirklich auf, den Abwärtskompatibilität muß dann auch funktionieren.

Das ver"bug"te Games damit hinfällig werden, bezweifle ich gänzlich, denn welchem Gamer entsteht eigentlich ein Schaden, außer die Software schädigt die Hardware!
Das ein Game nicht mit der vorhandenen Hardware nutzbar ist, muß der Gamer selbst, bzw. in den Minimal- und Opimal-, Maximal-Voraussetzungen heraus lesen.


Hier steht in jeder Hinsicht, zur Nutzung fehlerbehafteter Software und deren Regresswürdigkeit, noch ein sehr langer Weg bevor!
 
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Wenn gewisse Fehler nur bei wenigen Leuten auftreten, solle es ja kein Problem sein und kaum ins Gewicht fallen diese paar Leute auf deren Wunsch hin zu entschädigen. Sollten Fehler aber auf einer Vielzahl von Geräten oder sogar Konsolen auftreten, soll der Hersteller dafür bluten, weil er ein mangelhaftes Produkt veröffentlicht hat. So einfach ist das.
Jede komplexere Software wird vermutlich nie fehlerfrei sein. Manchmal treten diese nur in bestimmten Konstellationen auf, die halt vorher niemand bedacht hat. Überlege mal, auf wie vielen Geräten nur der Linux-Kernel läuft und überlege dann, wie man das sinnvoll testen soll. Von weiterer Software reden wir gar nicht erst.
 
Also ich glaube das es wir bei Einführung der Haftung dann wieder Release-Zyklen wie in den 90ern haben werden, als ein Spiel/Software dann erstmal in Japan und den USA kommt und dann 1-2 Jahre später in der EU. Das wird dann zu mehr Piraterie führen was dann wiederum den Markt in der EU stark an Relevanz verlieren lässt. Dazu wird es dann noch schwerer für Europäische Indie-Studios überhaupt ein Spiel rauszubringen. Und schon ist der Markt kaputtreguliert.

Das halte ich für ziemlichen Unsinn. Zum einen sind kleinere Indie-Entwicklungen in der Hinsicht eigentlich überhaupt nicht das Problem, denn diese funktionieren in aller Regel weitgehend ab Release so wie sie es sollen. Sicher kann hier und da mal ein Bug auftreten, aber darum geht es hier ja nicht.

Es gibt eben Fälle, bei denen Spiele derart unfertig und verbuggt auf den Markt geworfen werden, dass es allein schon vom Aufwand her vollkommen unmöglich ist diese Probleme in einer für den Kunden zumutbaren Zeit zu beheben. Das hat dann auch nichts damit zu tun, dass Fehler in der Entwicklung nicht aufgefallen sind, sondern es handelt sich dann eindeutig um Vorsatz.
 
Unterhaltungssoftware wird sowieso schwierig. Ab wann ist etwas wirklich unspielbar verbuggt?
Wenn ich die Hauptquest nicht mal beenden kann, auf Grund von Bugs definitiv, weil dann ist der "Primärzweck" des Spiels nicht mehr gegeben.

Allerdings träfe das, meiner Meinung nach, auch dann zu, wenn überhaupt eine Quest nicht abschließbar ist, weil verbuggt (auch Nebenaufträge) und sich das auf keine Art, durch den Anwender selbst, beheben lässt (z.B. neuladen).

Skyrim kann davon z.B. ein Lied singen.
Dort sind bis heute Nebenquests nicht spielbar (Vanilla), weil reproduzierbar verbuggt und nie durch Bethesda gefixt, obwohl damals von der Community an Bethesda gemeldet.

Man hat also von Seiten Bethesdas ganz bewusst, nicht funktionierende Inhalte, einfach entschieden nicht zu fixen.

Außerdem, wenn ein Bug dafür sorgt das ein Spielstand nach X Stunden nicht mehr spielbar wird.
Dabei denke ich an Oblivion, ebenfalls von Bethesda.

Dort sorgt ein Fehler in der Engine dafür das Spielstände nach etwa 600h Spielzeit, spätestens, unbrauchbar werden, da nach und nach alle Items im Spiel verschwinden und so der Spielstand unspielbar wird.

Hat Bethesda auch nie behoben, lediglich durch einen "fix" den Zeitpunkt hinausgezögert, ab wann das halt passiert (vorher war es nach etwa 200h, spätestens).
 
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Ich könnte mir vorstellen, dass bei einem vergeigten Gesetzesentwurf im Schlimmsten Fall viele Entwickler ihre Produkte einfahc nicht mehr im europäischen Markt verkaufen wollen werden, oder aber durch verflichtende Zusatzversicherungen oder Rücknahmegarantien (über die von Steam udn GOG hinaus) die Produkte halt wesentlich teurer werden.
So oder so wird es dem gewöhnlichen Gamer oder Endanwender außer evtl. höhere Kaufpreise rein gar nichts bringen, auch keine weniger verbugten Spiele am Veröffentlichungstag.
Man sieht ja, was die Gesetze alleine mit Spielen auf dem Deutschen Markt angerichtet haben.
Extra teuer, nicht verfügbar, zusammengestutzt, verhunzt durch Anpassungen etc.
Stellt euch jetzt mal vor, was die Unternehmen machen würden, wenn die wegen jedem Mist verklagt werden könnten, oder aber man quasi zu jeder Zeit mit billigen Begründungen ein Spiel zurückgeben könnte?
Als erstes werden Multiplayer und Coop aus Spielen entfernt, weil die zu instabil und unsicher sind.
 
So einfach ist es nicht eben nicht. Letztlich wird es eine gewisse Supportmatrix geben, die dann ggf. abgedeckt ist. Alles was darüberhinaus geht, ist eigenes Risiko. Selbst wenn du nur "Hello World" auf deinem PC hast, sind die dann raus.
Was ich geschrieben hatte war nix was man in stein meißeln müsste.

Aber so wie du das schreibst ist ja ehr das momentane ok, das quasi niemand etwas zahlen sollte.
Wenn die EU das auch so sieht ist eine Software Produkthaftung quasi eine Luftnummer und absolut unnütz.

Das sowas nicht leicht richtig zu machen ist sollte klar sein, sonst wäre es wohl schon längst gemacht worden, aber sofern man es nicht als kompletten Unsinn ansieht ist es nicht verkehrt da mal was zu regeln.

Was dabei dann rauskommt, ob es Müll ist, oder wie viele unsinnige Sachen dann drin stehen steht auf einem anderen Blatt.
 
Early Access ist doch oft nicht Feature komplett und daher wohl ehr Alpha.
Jeder der Alpha oder Beta Sachen bewusst nutzt und dann Schadensersatz will gehört in den A***** getreten.
 
Was coop Funktion ganz weg das ist ja schlecht, na das wäre ja ein hoher Preis. Würde mir echt nicht gefallen. Finde ja eh kaum gute coop games.

Achja eines war extrem hart und würde laut dem gesetzt wohl zur Verbesserung genötig gewesen wenn es nach dem ginge.
Das game ist schon sehr alt und heißt sacred 1. Ein wirklich super rollenspiel mit sehr vielen Möglichkeiten und Freiheiten. Es wäre echt perfekt und liest sich super, würde es da kein massives Performance und Bugs Problem geben. Von es verschwinden einfach items aus dem nix und man kämpft auf einmal nur noch mit der Faust. Das Pferd wo man besitzt kommt nicht wenn man pfeift oder verschwindet gleich ganz. Von weg wo man eigentlich weiter gehen sollte um stroy zu spielen ist nicht mehr offen. So kam einer von uns beiden durch wo der andere nach dem Sterben nie mehr wieder rein kommen konnte. Von Schadens werten wo auch nicht mehr da waren trotz Upgrade war alles dabei. Auch ein Weg auf der Karte und wenn man dort hin sieht, sieht man den Weg nicht.
Trotz der massiven Probleme, wollten wir das game durch ziehen. Auch wenn man manche Aufgaben wiederholen musste und öfters das game neu starten. Bis das wo ich nicht mehr rein kam. Dann war Ende gewesen. Haben es dann aufgeben. So haben wir also nur 50 % des games zocken können aber auch so mehrmals hart an der Grenze. Waren Immer wieder kurz davor gewesen das zocken dieses games aufzugeben.

Ich hoffe so was muss ich nie mehr wieder erleben. Der Spaß wird durch solche Probleme massiv gebremst. Es kann sogar den Spaß komplett vermiesen. Genau bei sowas, bräuchte man diese Regelung.

Das game wird wohl niemals mehr upgedatet. Das letzte Mal war 2010 gewesen und gezockt 2013 rum.
Solche games werden sich hoffentlich niemals durch setzen. Sowas gehört echt gestraft. Die leichten bis teilweise mitrelstarke ruckler wären wohl das geringste Übel gewesen. Aber gut, kann man leider nix dran machen.
 
Da kommt doch eh nichts bei rum.
Die Firmen werden das mit 100% Sicherheit irgendwie umgehen.
 
*schallendes Gelächter* Lobby, arm your weaponnnnnz

Da kommt genau nichts bei rum, am Ende lockern die das noch. Da steht dann drin "zumutbares Erlebnis" ohne zu definieren was "zumutbar" bedeutet. Ein Darktide oder Gothic 3 oder Elex 2 gilt dann eben als zumutbar.

Lächerlich. Bei den USB C steckern hat die Lobby sich ja auch ordentlich Zeit erkauft anstatt das "ab sofort bei Produktion" zu machen. Und bis dahin argumentieren sie das "USB C veraltet ist" und kippen das.

Wir leben im Kapitalismus. Institutionen wie Regierungen oder Parlamente sind nur Strohmänner der Industrie.
 
Hier, passender Beitrag mit kleinem UK-Spin ;)
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Gruß,
Phil
 
Immerhin, ein Schritt in die richtige Richtung.

Wird wohl wie üblich zig Schlupflöcher lassen, aber das Prinzip, Software muss ebenso funktionieren wie alles Andere, kann dann nicht mehr infrage gestellt werden.
 
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