• Hallo Gast, du kaufst gerne günstig ein und erfährst oft vor deinen Freunden von interessanten Angeboten? Dann kannst du dein Talent als Schnäppchenjäger jetzt zu Geld machen und anderen PCGH-Lesern beim Sparen helfen! Schau einfach mal rein - beim Test der Community Deals!

Pimp my PC 2019: Aufrüstbericht von C00lhand

C00lhand

Schraubenverwechsler(in)
Pimp my PC 2019: Aufrüstbericht von C00lhand

Aufrüstbericht von C00lhand

Sehr geehrte Damen und Herren,


zunächst möchte ich mich bei den PCGH Redakteuren und Sponsoren bedanken. Ich hoffe, dass solche Gewinnspiele weiterhin von PCGH veranstaltet werden, und wünsche den Lesern für das nächste Jahr schon mal viel Glück!




Ich habe mich wie ein Kind gefreut, als die neue Hardware endlich bei mir eintraf.
DSC01056.jpg



-Prozessor
Wie ich in der Bewerbung beschrieben habe, gab es zu der Hardware von PCGH noch den Prozessor AMD Ryzen 5 3600 als Eigenanschaffung.


DSC01070.jpg



In dem Forum wurden die Stimmen laut, dass der Prozessor nicht zu dem Mainboard passt. Ich traf meine Wahl mit dem Gedanken an die Zukunft. Da ein Mainboard die Nutzungsdauer eines Prozessors in den meisten Fällen übertrifft, finde ich war meine Wahl in Ordnung. Wenn AMD das Versprechen über die Kompatibilität des AM4 Sockels über mehrere Prozessorgenerationen hält, möchte ich später auf jeden Fall auf einen Ryzen 4000 aufrüsten.



-Grafikkarte


DSC01059.jpg




Bevor ich aber mit dem Komplettumbau beginnen konnte, wollte ich erstmal schauen, was das reine Upgrade der Grafikkarte bringen würde. Deshalb baute ich zunächst nur die neue Grafikkarte in das alte System ein. Die MSI RX 5700XT ist in der Länge, Breite und Höhe deutlich größer als die alte Nvidia Karte.

DSC01060.jpg
DSC01061.jpg


Ich war deshalb gezwungen, eines der Festplattenkäfige zu entfernen. Ansonsten hatte ich keine Platzprobleme mit meinem be quiet! Gehäuse.


DSC01062.jpg


In der Bewerbung rechnete ich mit einer Leistungssteigerung im Durchschnitt von etwa 250%.


Tabelle_GPU_Benchmark.jpg



Bei den neueren Spielen habe ich eine Steigerung zwischen 200% und 300%. Da ich nicht die ganze Palette an Spielen testen konnte, wie PCGH das bei den GPU-Benchmarks macht, kann ich natürlich nicht die genaue nominierte Leistungssteigerung berechnen. Aber bereits aus den oben genanten Ergebnissen kann ich ersehen, dass meine Annahme aus der Bewerbung passt.


Lautstärke der Grafikkarte
Im offenen Gehäuse empfand ich die Lautstärke der neuen Grafikkarte bei Volllast in Benchmarks als störend. Aber im geschlossenen Gehäuse, wo die Gehäuselüfter für einen Luftstrom durch das Gehäuse sorgen, wird die Grafikkarte nicht mehr so heiß und deshalb auch nicht so laut. Ich sehe Temperaturen um die 70 Grad Celsius. Auch ohne Kopfhörer werde ich durch die Lüfter der Grafikkarte beim Zocken nicht gestört. Im Idel bleiben die Lüfter sowieso stehen und die Karte ist lautlos.



-Mainboard


DSC01063.jpg




Zum dem Lieferumfang gehören einige Sachen, die mir persönlich gefallen haben. Dazu zählt die Tasche, in der alle Kabel und anderes Zubehör verstaut werden können. Des Weiteren fand ich, dass die beschriftbaren Aufkleber für die SATA-Kabel eine sehr schöne Idee ist. Ich hatte in der Vergangenheit tatsächlich schon solche Fälle, wo ich bei 6 oder mehr angeschlossenen SATA-Geräten lange nach dem richtigen Kabel am Mainboard gesucht habe.


Als ich das Mainboard genauer in Augenschein genommen habe, fielen mir zwei Sachen auf. Das eine Teil erregte meine Neugier und das andere Teil sorgte für Zweifel. Ich spreche von dem
GAME BOOST Knob und von dem zweiten CPU Power ATX 8-Pin Anschluss.


DSC01064.jpg
DSC01065.jpg





Mir ist irgendwie bis dahin auf den Bildern im Internet der zweite CPU Power Anschluss entgangen. Als ich es nun erblickte, war ich auf ein Mal nicht mehr sicher, ob mein altes Netzteil noch ausreicht. Denn es hat nur einen solchen Anschluss. Ich habe daraufhin lange im Handbuch und auf der Webseite von MSI gesucht, ob für den Betrieb zwingend beide Anschlüsse belegt sein müssen. Leider fand ich weder im Handbuch, noch auf der Webseite eine Antwort. Nach weiteren Recherchen im Internet und mehreren Videos über dieses Mainboard kam ich zu der Erkenntnis, dass der zweite Anschluss lediglich für extremes Übertakten benötigt wird. Ich kann auch bestätigen, dass das Mainboard auch mit nur einem 8-Pin CPU Power Anschluss problemlos startet und läuft.
Auf den GAME BOOST Knop gehe ich weiter unten bei Tuning ein.


CPU-Kühler


DSC01077.jpg




Bei der Montage des Kühlers MUGEN 5 gab es keine Probleme. Ich musste ihn lediglich um 180° drehen und die Lüfter dementsprechend auch, damit die Sicht auf die Mainboard-Beleuchtung nicht versperrt wird. Wie man es auf dem Bild unten erkennen kann.




DSC01074.jpg
DSC01075.jpg




Auf dem Bild daneben sieht man, dass der Kühler auf der rechten Seite im unteren Bereich kürzere Lamellen besitzt, damit auch große Arbeitsspeicher-Riegel da drunter passen. Höhere Riegel mit Beleuchtung wären somit kein Problem. Man hätte aber dann wegen dem Lüfter des Kühlers keine Sicht auf die beleuchteten RAM-Riegel.


DSC01076.jpg
DSC01093.jpg




Bei dieser Mainboard/Kühler Kombination hätte man sich entscheiden müssen, möchte ich die Mainboard Beleuchtung oder die Arbeitsspeicher Beleuchtung sehen. Beides geht nicht. Ich stand vor diesem Problem nicht, da mein Arbeitsspeicher keine Beleuchtung hat.


Die Temperatur des Prozessors liegt bei Last um die 70° Celsius.


Weitere Ausstattung des Mainboards



DSC01065.jpg



Aufdem Mainboard sind ebenfalls eine Power- und Reset-Taste, sowie Debug Code LED vorhanden.
Die Taster empfand ich als sehr hilfreich, solange man noch an dem offenen System arbeitet. Für die schnelle Inbetriebnahme reichte es aus, lediglich die Stromkabel anzuschließen.


Rückseite.jpg




Ebenfalls als sehr durchdacht und hilfreich sehe ich die beiden Tasten Clear CMOS und Flash BIOS auf dem rückwärtigen I/O-Panel an. BIOS Reset funktioniert nun auch beim geschlossenen Gehäuse. Man muss nicht mehr jedes Mal die meistens schwer zugängliche Steckbrücke auf dem Mainboard schließen.



Der Versuch das BIOS/UEFI über die Flash BIOS Taste oder aus dem UEFI-Menü (M-FLASH) upzudaten, klappte bei mir auch nach mehreren Versuchen nicht. Das Mainboard weigerte sich in den Flash-Modus neu zu starten. Ich landete ständig beim schwarzen Bildschirm. Lediglich im Windows Modus über das MSI Programm „Dragon Center“ konnte ich das UEFI aktualisieren. Das Problem mit M-FLASH besteht aber weiterhin. Ich arbeite an der Fehlersuche.


71R5NxZgHUL._SL1500_.jpg


Neben den Power- und Reset-Taster befinden sich ein USB 3.0 (USB 3.2 Gen1) und USB 3.2 Gen 2 Anschluss. Da mein Gehäuse lediglich zwei USB 3.0 Anschlüsse besitzt, habe ich eine Frontblende mit USB-C 3.1 und 2 x USB 3.0 Buchsen bestellt. So bleiben die Mainboard Anschlüsse nicht ungenutzt und sind an der Gehäusefront leicht erreichbar.


Lautstärke des Mainboardlüfters
Der kleine Lüfter über dem I/O-Hub des Mainboards läuft lediglich beim Einschalten des PCs an und steht sonst still. Deshalb ist der Lüfter nicht störend.


M.2 Steckplätze



DSC01068.jpg


Das Mainboard besitzt drei schnelle M.2 Steckplätze, die mit einem Kühlkörper „M.2-Shield Frozr“ versehen sind.

DSC01067.jpg


Auf der Unterseite dieser Kühlkörper befinden sich Wärmeleitpads.


Ich finde nicht, dass diese Kühlkörper überflüssig sind. Erstens schützen sie die SSD vor versehentlicher physischer Einwirkung und zweitens halten sie die heiße Luft der Grafikkarte von der SSD ab. Denn bei einer Axial-Belüftung der MSI RX 5700XT wird die Luft in alle Richtungen gepustet, auch direkt in Richtung Mainboard.



- PCIe SSD


DSC01066.jpg




Die Crucial P1 mit 500GB habe ich in dem ersten M.2 Steckplatz verbaut. AS SSD Benchmark bescheinigte dieser PCIe SSD eine Lesegeschwindigkeit bis zu 1760 MB/s und beim Schreiben bis zu 932MB/s. Trotzdem entschied ich mich die SSD nicht als Systemlaufwerk zunutzen. Ich blieb bei meiner 240GB SATA-SSD (Lesen: 478 MB/s,Schreiben: 433 MB/s). Denn mir fiel der Kommentar von Manuel Christaaus PCGH 12/2019 „Die langweiligste PC-Komponente des Jahres? Die SSD!“ ein. Im Alltag bringt die höhere Geschwindigkeit keinen Unterschied. Aber wenn ich meine Lieblingsspiele drauf installiere, werde ich bestimmt einen größeren Nutzen daraus ziehen. Tatsächlich hatten sich die Ladezeiten gemessen an Hand von Battlefield 5, Fortnite, PUBG, X-Plane 11 und Shadow of the Tomb Raider gegenüber der HDD im Durchschnitt um 30% verringert. Ein Extrembeispiel ist PUBG: vorher dauerte es ca. 60s vom Starten der Runde bis zum Auftauchen in der Wartezone, danach waren es nur rund 15 Sekunden. Die Verifizierung der Fortnite Daten z. B. lief bis zu 600MB/s schnell ab und verkürzte die Wartezeit enorm.


Ich habe mir schon fest vorgenommen, in der nächsten Zukunft eine zweite PCIe SSD oder gar eine dritte anzuschaffen. Bis dahin benutze ich eine Erweiterungskarte, eine SATA3 Card von Asrock als Übergangslösung, um alle meine SATA-Geräte anschließen zu können.


Somit sind aktuell alle sharingfreien PCIe-Slots des Mainboards mit einer Erweiterungskarte belegt:
PCIe x1 Slot mit der SATA-Karte,
PCIe x4 Slot mit der Soundkarte.



-Arbeitsspeicher

DSC01072.jpg
DSC01073.jpg



Die Speicherriegel sind mit einem Kühlkörper aus Metall versehen und nicht aus Kunststoff, oder gar als Aufkleber, wie ich das schon bei anderen RAM-Riegel gesehen habe. Dadurch fühlen sich die Riegel sehr stabil und wertig an.
Beim ersten Start liefen die Riegel mit 2400 MHz. Beim Einschalten des A-XMP Speicherprofils wurden sofort 3200 MHz und die Timings 16-18-18-36 eingestellt. Damit laufen die RAM-Riegel bis jetztstabil.


Beleuchtung


DSC01088.jpg
DSC01095.jpg



Die Beleuchtung der Grafikkarte beschränkt sich auf das MSI Logo im RGB Spektrum.
Da das Mainboard und die Grafikkarte von dem Hersteller MSI stammen, lassen sich in dem Programm „MSI Dragon Center“ die Farbe und der LED Style beider Komponenten synchronisieren, was nette Farbspielereien hervor bringt. Über die zahlreichen RGB-Anschlüsse lassen sich weitere LEDs ansteuern und mit Grafikkarte synchronisieren. Natürlich lässt sich die Beleuchtung sowohl am Mainboard, wie auch an der Grafikkarte komplett abschalten.



-Tuning
Natürlich wollte ich auch wissen, wie hoch die Leistungssteigerung durch das CPU-Upgrade ausfällt. Dazu führte ich in 5 Spielen (Shadow of the Tomb Raider, Crysis 3, Metro: Last Light, Bioshock Infinite und Dirt) Benchmarks in einer Auflösung 1280 x 720 durch. Im Durchschnitt sah ich 55% höhere FPS Zahlen. Als Vergleich zog ich die Aufrüstmatrix für Prozessoren aus dem Heft 03/2020 auf Seite 26 hinzu. Demnach hat man einen Plus von 50,7% ausgehend von einem IntelCore i7-4790K auf einen AMD Ryzen 5 3600. Klar mein alter Intel Xeon E3-1231 v3 ist langsamer als der i7-4790K. Aber im Großen und Ganzen: PASST!


Overclocking
Ich hatte mich gefreut, dass MSI möglicherweise mit dem GAME BOOSTDreh-Knopf eine einfache Methode für die Anfänger geschaffen hat,eine CPU zu übertakten. Leider wurde ich enttäuscht. Schon auf Stufe 1 wurde die Frequenz um 550 MHz automatisch erhöht. Das führte dazu das der PC nicht mehr startete. Ein Blick in das Handbuch verwirrt aber noch mehr. Dort befindet sich eine Tabelle mit den verschiedenen Boost Stufen und den dazu gehörigen Frequenzen für Ryzen 3, 5 und 7 der 2000 Reihe. Im UEFI werden aber unter „Hilfe“ nur die Ryzen 7 2000 angezeigt. MSI Dragon Center, wo die Stufen auch per Software eingestellt werden können, spricht lediglich von Ryzen9 3900X, Ryzen 7 3800X und Ryzen 7 3700X. Ich vermute, dass auch die kleineren Ryzen 3000 Prozessoren mit einem BIOS Update unterstützt werden könnten. Zurzeit ist es aber nicht der Fall.
Die einfachste Möglichkeit die CPU zu übertakten, war dann über Dragon Center mit dem „Extreme Performance Scenario“. Der Prozessor lief damit dauerhaft mit 4150 MHz. Das brachte in Battlefield 5 ein Plus von etwa 4% bei einer Auflösung von 2560x1080.


Als Nächstes versuche ich mich an dem Overclocking über das unübersichtliche UEFI Menü. Zum Glück brachte PCGH in dem Heft 03/2020 ein MSI UEFI-Guide heraus, wo detailliert die einzelnen Menüpunkte erklärt werden.


Ich kann nicht oft genug betonen, wie hilfreich mir die PCGH Hefte bei meinem Hobby waren. Speziell für meinen Prozessor und Grafikkarte als Beispiel fand ich in den Heften 08/2019 bis 03/2020 jede Menge Tests. Die Artikel dienten mir als Hilfestellung und als Vergleich für eigene Testergebnisse.
Liebe PCGH Redakteure: Ihr macht eine super Arbeit und liefert monatlich ein tolles Heft ab. Weiter so!



-Schlusswort/Zusammenfassung
Ich bin mit meinem Aufrüstrechner sehr zufrieden. Er ist beim Surfen und der Office Arbeit angenehm leise. Der PC ist aber auch schnell genug für Gaming in Ultraqualität bei mehr als 60 FPS. Ich persönlich erhöhe jetzt lieber die Qualität u. a. durch VSR und nehme dafür niedrigere Bildraten in Kauf. Mit dem modernen Chipsatz und den modernen Schnittstellen bin ich auch für die Zukunft gut gerüstet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Krolgosh

Software-Overclocker(in)
AW: Pimp my PC 2019: PCGH rüstet sechs PCs nach Wunsch auf - jetzt bewerben

Das nenn ich doch mal nen schönen und ausführlichen Bericht zu deinem Umbau! :) Schön gemacht und viel Spaß mit der Hardware!

PS: Du musst dich nicht rechtfertigen wieso du dich für ein X570MB entschieden hast. Wenn man nicht auf jeden Euro schauen muss würde ich immer auf die neueste Platform setzen. Alles richtig gemacht.
 

InfoStudent

Freizeitschrauber(in)
AW: Pimp my PC 2019: Aufrüstbericht von C00lhand

Vielen Dank, wirklich ein sehr schöner Bericht, gute Auswahl und verdient gewonnen. Denke auch es war gut gewählt bei den Punkten und das X570 dient dir sicher noch eine Weile
 

Pisaopfer

Software-Overclocker(in)
AW: Pimp my PC 2019: Aufrüstbericht von C00lhand

Klasse Bericht und klasse System, viel Spaß mit der Hardware.
 
TE
C00lhand

C00lhand

Schraubenverwechsler(in)
AW: Pimp my PC 2019: Aufrüstbericht von C00lhand

Nachtrag!!!

Das Problem mit dem BIOS Update gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Als noch sporadische Bootprobleme dazu kamen, konnte ich schnell die SATA-Erweiterungskarte als Ursache ausmachen. Ich habe mir eine kleinere M.2-SSD als Systemlaufwerk zugelegt. Die als Übergangslösung verwendete SATA-Erweiterungskarte flog raus. Und sieh da! Alle Probleme gelöst. Der Rechner bootet schneller. BIOS/UEFI macht, das was es soll. Das erwähnte Frontpanel mit USB-Anschlüssen ist auch angekommen und eingebaut. Zusätzlich wich der DVD-Brenner einem gebrauchten Blu Ray-Brenner.
Jetzt bin ich komplett zufrieden und spare schon für das nächste Upgrade!
 
Oben Unten