Phononic Hex 2.0: CPU-Kühler mit Peltier-Element kostet 125 Euro

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Die Heatpipes des vorderen Lamellenturms enden zwischen der kalten Seite des Peltiers und der CPU. Dieser Kühler kann also nur schwerlich unter Raumtemperatur kühlen, weil dann die durch den vorderen Lammellenturm streichende Luft die kalte Seite des Peltiers erwärmt.

naja ist halt die frage was schneller ist, die cpu beim erhitzen oder das peltierelement beim kühlen. etwas nach dem einschalten mag das ja gehen aber die cpu fängt ja auch erstmal bei raumtemparatur an, höchstens ein zeitverzögerter start des peltier würde gehen. wobei ich es auch schon mal geschafft habe eine 95W cpu unter luft im idle (ich weiß keine 95W) stabil auf einem delta 10 kelvin zu halten und unter last auf >40 kelvin. fragt man sich schon wo der vorteil liegen könnte.
 
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Wenn ich Peltier-Element lese denke ich immer wieder an den Coolermaster V10, und der war auch damals schon eher mau... :what: Scheinbar funktioniert dieses Kühlkonzept einfach auf CPU-Kühlern nicht zufriedenstellend.
 
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Hmmm es war glaube ich 1997 oder 1998, da haben ich schon mit den Peltier Elementen an meinem Thunderbird Experimentiert. Ergebnis war mit der Richtigen Leistung wurde der Prozessor richtig gut gekühlt aber das hatte Kondenswasser zu folge was natürlich Kontraproduktiv war außerdem Stand die Leistungsaufnahme in keinem Verhältnis.
 
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Wir hatten damals, also vor inzwischen 15 Jahren, auch mit Peltier-Elementen herumexperimentiert. Der einzige Vorteil an der Technik ist ja auch dass man Temperaturen unter der Umgebungstemperatur erreichen kann, was ja mit einer dichten Wasserkühlung oder Luftkühlung unmöglich ist. Damals hatte ein Kumpel ein entsprechendes Peltier-Element mit einer Wasserkühlung gekühlt, um die enorme Abwärme des Elements unter Kontrolle zu bringen. Diese Mini-Peltiers gabs auch schon von Thermaltake, und auch die waren systembedingt damals schon zum scheitern verurteilt. Wenn man an den Energieerhaltungssatz denkt, und dann den 6-Pin an einem 92mm-Kühler sieht sollte jedem, der in Physik in der Schule aufgepasst hat klar sein, dass der Kühler keine Wunder vollbringt.

Was mir an der Stelle nicht ganz klar ist: Im Prinzip ist das Peltier auf beiden Seiten mit Heatpipes eingepackt. Somit wird auch die kalte Seite luftgekühlt. Wärs nicht sinnvoller, das PE unten anzubringen und dann den Kühler nur zu nutzen um das PE zu kühlen? Auf die wie es jetzt aufgebaut ist kommts mir vor, wenn man es als geschlossenes System betrachtet, wie ein Kupferblock dem in der Mitte ein kleiner Heizkörper eingebaut wurde.

Hmmm es war glaube ich 1997 oder 1998, da haben ich schon mit den Peltier Elementen an meinem Thunderbird Experimentiert. Ergebnis war mit der Richtigen Leistung wurde der Prozessor richtig gut gekühlt aber das hatte Kondenswasser zu folge was natürlich Kontraproduktiv war außerdem Stand die Leistungsaufnahme in keinem Verhältnis.

Der Thunderbird kam erst 2000 auf den Markt. Davor gabs nur die Slots (Argon, Pluto, Orion). Bist knapp daneben. :)
 
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Das Problem mit Peltierelementen ist das sie -wie schon von einigen hier bemerkt- durch ihre Ineffizienz zusätzliche Wärmeleistung in das System einbringen. Wird diese nicht adäquat abgeführt erhöht sich die mittlere Temperatur des Gesamtsystems und das Peltierelement kann am Ende sogar kontraproduktiv sein.

Beispiel: Wir haben einen CPU-Kühler, der 20°C kalte Luftstrom kann 5W/K von den Heatpipes abführen. Der Wärmewiderstand zum Heatspreader liegt bei 0,1K/W. Wenn wir jetzt einen CPU mit 100W Abwärme annehmen wird die Heatpipe 40°C warm und der Heatspreader 50°C. Wenn wir jetzt ein Peltierelement mit einer elektrischen Leistung von 35W einbauen erhöht sich die Temperatur der Heatpipes durch die zusätzliche Abwärme des Peltierelements auf 46,5°C. Kann das 35W Peltierelement die höhere Temperatur auf der Heatpipeseite durch seine Kühlleistung wettmachen? Wohl eher nicht denn die Effizienz solcher Elemente ist bekanntlich nicht überragend. Die Kühlleistung liegt vermutlich in der Größenordnung der elektrischen Leistung. Dabei stehen wir bei einem Problem: Die Kühlleistung müsste größer sein als die CPU Leistung damit die CPU-Seite des Peltierelements kälter sein kann als die Heatpipeseite- und ist sie das nicht ist das Peltierelement sogar kontraproduktiv.

Unterm Strich erwarte ich mir von diesem Kühler nicht nur keine Wunder, ich erwarte sogar das er ausgesprochen schlecht ist. Außer vielleicht auf irgendeinem LV CPU mit einer TDP deutlich unter 50W. Und auch da sind zwar die Temperaturen vielleicht nicht so schlecht aber die Lautstärke dafür umso schlechter.

Ein grundlegendes Problem der Peltiertechnik ist auch die geringe Leistungsdichte: Peltierelemente mit einer wesentlich höheren Leistung sind einfach größer als ein CPU-Kühlerboden.
 
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Was mir an der Stelle nicht ganz klar ist: Im Prinzip ist das Peltier auf beiden Seiten mit Heatpipes eingepackt. Somit wird auch die kalte Seite luftgekühlt. Wärs nicht sinnvoller, das PE unten anzubringen und dann den Kühler nur zu nutzen um das PE zu kühlen? Auf die wie es jetzt aufgebaut ist kommts mir vor, wenn man es als geschlossenes System betrachtet, wie ein Kupferblock dem in der Mitte ein kleiner Heizkörper eingebaut wurde.



Der Thunderbird kam erst 2000 auf den Markt. Davor gabs nur die Slots (Argon, Pluto, Orion). Bist knapp daneben. :)


Der Grundgedanke solcher Mischbauweisen ist eine bessere Ausnutzung des Luftstroms durch das Peltier. Prinzipiell tragen die hinteren Lamellen in einem Doppelturmkühler weniger zur Gesamtkühlleistung bei, weil sie mir vorgewärter Luft arbeiten müssen. Steigert man nun mit einem Peltier den Temperaturgradienten am zweiten Lamellenturm, steigt dessen thermische Effizient und man kann mehr Wärme abführen. Im Vergleich zu einer reinen Peltierkühlung reicht für diesen Booster-Einsatz ein deutlich kleineres Peltier, den ein Teil der Wärme wird im erste Lamellenturm weiterhin konventionell abgeführt. Dafür sind Temperaturen unter der Umgebungstemperatur weder vorgesehen noch in relevantem Maße möglich.
Zumindest mir ist aber auch kein Praxisszenario bekannt, in dem die durch derartige Peltier-Booster erzielte zusätzliche Kühlleistung auch nur den Kühlungsbedarf des Peltiers selbst deckt. Wenn viel Wärme abtransportiert werden muss erreicht ein Peltier nur noch einen kleinen Temperaturunterschied, kann also wenig Einfluss auf die Kühlleistung nehmen. Bei geringer Abwärme und normalem Luftdurchsatz wird die Luft im ersten Lamellenturm kaum vorgewärmt und es gibt keinen Nachteil, den das Peltier kompensieren kann. Bei geringer CPU-Abwärme und geringem Luftdurchsatz würde zwar die von der Gesamtkonstruktion an die Luft abgeführte Wärme deutlich steigen – aber da das Peltier auch die Wärmeentwicklung vervielfacht und nicht genug Kühlluft zur Verfügung steht, steigen die Temperaturen trotzdem.
 
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Am Ende führt doch kein Weg an einem Kompressor, Trockeneis, Flüssigstickstoff oder ähnlichem vorbei wenn man Temperaturen unter Raumluft haben will. Hat eigentlich schon jemand versucht, seinen Wakü-Radiator mit einer Berieselung zu Kühlen? Damit sollte man (zumindest theoretisch) unter Raumtemperatur kommen können oder? :ugly:
 
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Einfacher wäre es wohl die Wakü mit Leitungswasser zu spülen. Das ist ganzjährig schön kühl und wenn man es schafft das richtig zu dosieren ist der Wasserverbrauch nicht mal so hoch. Ob das wirklich mal jemand umgesetzt hat wüsste ich auch gerne.
 
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Am Ende führt doch kein Weg an einem Kompressor, Trockeneis, Flüssigstickstoff oder ähnlichem vorbei wenn man Temperaturen unter Raumluft haben will. Hat eigentlich schon jemand versucht, seinen Wakü-Radiator mit einer Berieselung zu Kühlen? Damit sollte man (zumindest theoretisch) unter Raumtemperatur kommen können oder? :ugly:

Verdunstungskühlungen ("Bongkühler") waren zur Jahrtausendwende durchaus verbreitet. Die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt aber schnell und heutige Kühlerfeinstrukturen würden den Dreck aus der Umgebung nicht lange tollerieren. Praktisch ist weiterhin der sehr einfache Eigenbau, wenn eine starke Pumpe vorhanden ist, und die automatische Vermeidung von Kondenswasser.
 
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Bei diesem (schlechten) Spielzeug nein, bei den Kühlungen, die unter Umgebungstemperatur gehen (Peltier, Kompressor usw.) allerdings schon. Die Lösung ist den Sockel zu isolieren und ihn in Schaumstoff usw. einzuwickeln (Vorsicht bei der Unterseite des Mainboards!).

Plastidip geht auch ganz gut
 
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Also ich hab mir das Teil bestellt und eingebaut und bin positive überrascht.
Hatte vorher eine Wakü drinnen (Raijintek mit 240ger Radiator
Der Hex 2 kühlt definitive besser zwischen 10 -12 grad unter Volllast im ambient mode als die Wakü.
Insane Mode habe ich mal gestestet hab aber ganz schnell wieder umgestellt als die temp unter 10 Grad gefallen ist.
Lautstärke für mich nicht wahrnehmbar. Abwärme ist ähnlich wie bei der Wakü am Radiator.
Mal sehen was die Tage noch so passiert ....
 
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Also ich hab mir das Teil bestellt und eingebaut und bin positive überrascht.
Hatte vorher eine Wakü drinnen (Raijintek mit 240ger Radiator
Der Hex 2 kühlt definitive besser zwischen 10 -12 grad unter Volllast im ambient mode als die Wakü.
Insane Mode habe ich mal gestestet hab aber ganz schnell wieder umgestellt als die temp unter 10 Grad gefallen ist.
Lautstärke für mich nicht wahrnehmbar. Abwärme ist ähnlich wie bei der Wakü am Radiator.
Mal sehen was die Tage noch so passiert ....

Was erwartest du bei einer WaKü die gerade mal 75€ kostet?? :what: Dieser Kühler kostet fast das doppelte, da erwarte ich auch bessere Ergebnisse, teste es mal gegen eine richtigen WaKü. :)
 
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was kostet denn eine RICHTIGE Wasserkühlung?
Also ich bin zufrieden und nur das zählt..
 
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was kostet denn eine RICHTIGE Wasserkühlung?
Also ich bin zufrieden und nur das zählt..

Nur für CPU? 120-150€, je nachdem ob du die Teile Neu oder gebraucht kaufst. kannst auch noch locker über die 200€ Grenze kommen wenn du besonders hochwertige Teile willst. :)
 
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was kostet denn eine RICHTIGE Wasserkühlung?
Also ich bin zufrieden und nur das zählt..

Das ist schwer zu sagen... Da ne Wakü sehr individuell ist.
Grundbestandteile einer Wakü sind halt Pumpe, Ausgleichsbehälter, Kühler, Radiator und Lüfter.
Dazu kommen die Kosten für Schlauch, Anschlüsse, Kühlmedium und ggf. Befestigungsmaterial/Adapter.

Das bekommt man für ca. 200-250 Euro hin (nicht beachten, ist nur als Beipiel mal zusammengeklickt).

Wenn es aber Rohre statt Schlauch, spezielle Winkel, größere Durchmesser und co werden sollen, kann da noch einiges dazu kommen.
Auch GPU-, Mainboard- und RAM-Kühler kann man verbauen, mehrere Radiatoren und und und..

Die meisten gönnen sich zudem:
- noch nen Ablasshahn
- gewinkelte Anschlüsse
- Lüftersteuerung
- Durchflussmesser
- Temperatormesser
- Wasserspiele
- LEDs
- etc.
 
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Das ist schwer zu sagen... Da ne Wakü sehr individuell ist.
Grundbestandteile einer Wakü sind halt Pumpe, Ausgleichsbehälter, Kühler, Radiator und Lüfter.
Dazu kommen die Kosten für Schlauch, Anschlüsse, Kühlmedium und ggf. Befestigungsmaterial/Adapter.

Das bekommt man für ca. 200-250 Euro hin (nicht beachten, ist nur als Beipiel mal zusammengeklickt).

Wenn es aber Rohre statt Schlauch, spezielle Winkel, größere Durchmesser und co werden sollen, kann da noch einiges dazu kommen.
Auch GPU-, Mainboard- und RAM-Kühler kann man verbauen, mehrere Radiatoren und und und..

Die meisten gönnen sich zudem:
- noch nen Ablasshahn
- gewinkelte Anschlüsse
- Lüftersteuerung
- Durchflussmesser
- Temperatormesser
- Wasserspiele
- LEDs
- etc.

Und bei diesen Extras bist du schnell bei 300€ und mehr :D Aber 200€ stimmt schon wenn man hochwertige Teile nimmt, "Low-Budget" geht auch bis 150€ solange es nur für die CPU sein soll.
 
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Das mir dann doch zu viel Bastelei. Ich geh auf die 50 zu da sind die Hände nicht mehr ganz so ruhig.
Da kommt mir Der Hex 2 doch sehr gelegen einbauen fertig.
 
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Und was spricht bei deinen Anforderungen gegen einen günstigen Luftkühler für unter 30€? Einbauen, fast 100€ gespart, fertig.
 
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Zu Laut. Meine Ohren funktionieren noch ^^
 
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Dann lies mal den Artikel und überlege dir dann ob du wegen des Geräuschpegels zuschlagen solltest.
 
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