Die Reichenfolge, die ich immer mache, ist folgende:
- Mainboard auf die Verpackung legen (Antistatikhülle), RAM rein (nochmal leicht dran ziehen, um sicher zu sein, dass er fest im Sockel sitzt - manchmal ist beim RAM-Einbau ein bisschen Gewalt notwendig), CPU rein, WLP auftragen und Verstreichen (Nicht ertränken, eine dünne Schicht durch die man gerade noch so die Beschriftung erahnen kann hat für mich die besten Resultate gebraucht. Wenn an den Seiten ein bisschen was übersteht macht das nix.) und Kühler drauf. Falls du ein Bequiet Straight Power 10 genommen hast: die haben ein 2*4-Pin-Verlängerungskabel für die Stromversorgung der CPU. Dieses erspart dir enorm viel Rumgefummel, wenn du es genau jetzt aufsteckst.
- Netzteil, Festplatten und Laufwerke in das Gehäuse einbauen. Laufwerke und Festplatten verkabeln* (Achtung: die Stecker passen nur in eine Richtung! Position der "Nase am L" beachten!) Falls notwendig: Gehäuse für den Mainboardeinbau vorbereiten (!Abstandshalter! - sind nicht mehr bei allen Gehäusen notwendig, aber bloß nicht vergessen, sollten sie notwendig sein. Wenn das Mainboard auf dem Mainboardtray aufliegt, ist schon mal was falsch. Am besten, du informierst dich bzgl. der Abstandshalter für dein Gehäuse nochmal im Internet. Falls Abstandshalter notwendig sind: aufpassen, dass man auch die richtigen Löcher verwendet. Das Gehäuse hat nicht nur für Standard-ATX Schraubengewinde, sondern auch für µ-ATX, Mini-ITX oder gar E-ATX.) Außerdem nicht vergessen: die Blende für die hinteren Anschlüsse des Mainboards. Die muss genau jetzt rein.
- Sollten Abstandshalter notwendig gewesen sein: am besten nochmal die Löcher kontrollieren und die Anzahl der Abstandshalter mit der Anzahl der Befestigungslöcher auf dem Mainboard abzählen. Sicher ist sicher...
- Was beim Autobau die "Hochzeit" genannt wird (Einbauen des Motors ins Chassis) entspricht so ziemlich dem nächsten Schritt: das Mainboard in das Gehäuse legen und in die richtige Position drücken (in der Regel in Richtung Gehäusehinterseite - die Rückseitenblende drückt immer etwas dagegen, deshalb ist da auch ein wenig Druck notwendig. Nachdem alle Schrauben sitzen, sollte das Teil bombenfest halten. An dieser Stelle kann man auch gleich die CPU (2*4-Pin) sowie das Mainboard (20+4-Pin) verkabeln*.
- Jetzt kommen die Steckkarten rein: Grafikkarten (+ PCI-e-Stecker vom Netzteil (6+2-Pin)*), Soundkarten oder Ähnliches wird nun auf das Mainboard gesteckt und an der Gehäuserückseite festgeschraubt. Nun sollte auch die Stromversorgung komplett stehen.
- Die Stromleitungen zu den Laufwerken haben wir ja schon erledigt, jetzt kommen die Datenleitungen: S-ATA-Kabel in Laufwerke und Festplatten stecken und das andere Ende in die S-ATA-Buchsen im Mainboard stecken. Auch hier gilt wie bei den Stromsteckern: die Stecker passen nur in eine Richtung, wieder auf die "Nase beim L" achten.
- Jetzt kommt das Nervigste am Schluss: das Mainboard mit dem Gehäuse verbinden. Sollten irgendwo noch lose Lüfterkabel herumhängen, kannst du die jetzt anbringen. Außerdem: USB- und Audio-Anschlüsse von der Gehäusefront an die jeweiligen Eingänge am Mainboard anstecken sowie die Verkabelung des "Front Panels". Dazu ist ein Blick ins Handbuch unerlässlich. Der Steckerbündel mit "Power Switch", "Reset Switch", "HDD Led", "Power LED" und co. wird nun gemäß des Handbuches ans Mainboard angeschlossen. Sonst haben alle Knöpfe und Leuchten an der Front keine Funktion.
So. Und jetzt sollte der Rechner betriebsbereit sein. Also jetzt Netzteil einstecken, Monitor, Maus und Tastatur anschließen, ggf. noch einmal beten

und den Power-Knopf an der Gehäusevorderseite drücken.
Sollte nun was leuchten: Super, die Verkabelung scheint zu sitzen!
Sollte nun ein Logo auf dem Bildschirm erscheinen: super, der Rechner scheint funktionstüchtig zu sein!
Sollte nun das BIOS aufrufbar sein: schau mal durch, ob alles korrekt erkannt wird. Jetzt kann das Betriebssystem installiert werden
Sollte bei einem der Punkte Schluss sein: beschaffe dir einen BIOS-Speaker und poste das herumgedudel hier. Dann sehen wir weiter. Nur keine Panik, das wird schon.
So. Und nun wünsche ich dir viel Spaß und viel Erfolg

Schreib auf alle Fälle, wie es gelaufen ist
gRU?; cAPS
* wichtig beim Verkabeln: immer dran denken, dass du auch den Raum hinter dem Mainboardtray nutzen kannst. Nur sollte dieser Raum nicht derart voll mit Kabeln sein, dass Vibrationen an die Rückwand übertragen werden können.