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PC Setup

So, nun ist es soweit. Morgen kommen die Teile an. Zu zusammenbauen konnte ich mich zeitlich mit keinem aus der List arrangieren, leider.
Deswegen frage ich mal hier in die Runde, was gibt es besonderes zu beachten beim zusammenbauen und Vorallem beim erstmaligen einschalten?
Richtung Betriebssystem installieren, Treiber installieren. Was darf ich auf keinen Fall machen und was sollte ich zuerst machen?
Passt zwar nicht mehr zum eigentlich Thema aber führt das ein wenig fort, deswegen hoffe ich auf antworten :)

Gruß JayCay
 
Die Reichenfolge, die ich immer mache, ist folgende:
  • Mainboard auf die Verpackung legen (Antistatikhülle), RAM rein (nochmal leicht dran ziehen, um sicher zu sein, dass er fest im Sockel sitzt - manchmal ist beim RAM-Einbau ein bisschen Gewalt notwendig), CPU rein, WLP auftragen und Verstreichen (Nicht ertränken, eine dünne Schicht durch die man gerade noch so die Beschriftung erahnen kann hat für mich die besten Resultate gebraucht. Wenn an den Seiten ein bisschen was übersteht macht das nix.) und Kühler drauf. Falls du ein Bequiet Straight Power 10 genommen hast: die haben ein 2*4-Pin-Verlängerungskabel für die Stromversorgung der CPU. Dieses erspart dir enorm viel Rumgefummel, wenn du es genau jetzt aufsteckst.
  • Netzteil, Festplatten und Laufwerke in das Gehäuse einbauen. Laufwerke und Festplatten verkabeln* (Achtung: die Stecker passen nur in eine Richtung! Position der "Nase am L" beachten!) Falls notwendig: Gehäuse für den Mainboardeinbau vorbereiten (!Abstandshalter! - sind nicht mehr bei allen Gehäusen notwendig, aber bloß nicht vergessen, sollten sie notwendig sein. Wenn das Mainboard auf dem Mainboardtray aufliegt, ist schon mal was falsch. Am besten, du informierst dich bzgl. der Abstandshalter für dein Gehäuse nochmal im Internet. Falls Abstandshalter notwendig sind: aufpassen, dass man auch die richtigen Löcher verwendet. Das Gehäuse hat nicht nur für Standard-ATX Schraubengewinde, sondern auch für µ-ATX, Mini-ITX oder gar E-ATX.) Außerdem nicht vergessen: die Blende für die hinteren Anschlüsse des Mainboards. Die muss genau jetzt rein.
  • Sollten Abstandshalter notwendig gewesen sein: am besten nochmal die Löcher kontrollieren und die Anzahl der Abstandshalter mit der Anzahl der Befestigungslöcher auf dem Mainboard abzählen. Sicher ist sicher...
  • Was beim Autobau die "Hochzeit" genannt wird (Einbauen des Motors ins Chassis) entspricht so ziemlich dem nächsten Schritt: das Mainboard in das Gehäuse legen und in die richtige Position drücken (in der Regel in Richtung Gehäusehinterseite - die Rückseitenblende drückt immer etwas dagegen, deshalb ist da auch ein wenig Druck notwendig. Nachdem alle Schrauben sitzen, sollte das Teil bombenfest halten. An dieser Stelle kann man auch gleich die CPU (2*4-Pin) sowie das Mainboard (20+4-Pin) verkabeln*.
  • Jetzt kommen die Steckkarten rein: Grafikkarten (+ PCI-e-Stecker vom Netzteil (6+2-Pin)*), Soundkarten oder Ähnliches wird nun auf das Mainboard gesteckt und an der Gehäuserückseite festgeschraubt. Nun sollte auch die Stromversorgung komplett stehen.
  • Die Stromleitungen zu den Laufwerken haben wir ja schon erledigt, jetzt kommen die Datenleitungen: S-ATA-Kabel in Laufwerke und Festplatten stecken und das andere Ende in die S-ATA-Buchsen im Mainboard stecken. Auch hier gilt wie bei den Stromsteckern: die Stecker passen nur in eine Richtung, wieder auf die "Nase beim L" achten.
  • Jetzt kommt das Nervigste am Schluss: das Mainboard mit dem Gehäuse verbinden. Sollten irgendwo noch lose Lüfterkabel herumhängen, kannst du die jetzt anbringen. Außerdem: USB- und Audio-Anschlüsse von der Gehäusefront an die jeweiligen Eingänge am Mainboard anstecken sowie die Verkabelung des "Front Panels". Dazu ist ein Blick ins Handbuch unerlässlich. Der Steckerbündel mit "Power Switch", "Reset Switch", "HDD Led", "Power LED" und co. wird nun gemäß des Handbuches ans Mainboard angeschlossen. Sonst haben alle Knöpfe und Leuchten an der Front keine Funktion.

So. Und jetzt sollte der Rechner betriebsbereit sein. Also jetzt Netzteil einstecken, Monitor, Maus und Tastatur anschließen, ggf. noch einmal beten ;) und den Power-Knopf an der Gehäusevorderseite drücken.
Sollte nun was leuchten: Super, die Verkabelung scheint zu sitzen!
Sollte nun ein Logo auf dem Bildschirm erscheinen: super, der Rechner scheint funktionstüchtig zu sein!
Sollte nun das BIOS aufrufbar sein: schau mal durch, ob alles korrekt erkannt wird. Jetzt kann das Betriebssystem installiert werden
Sollte bei einem der Punkte Schluss sein: beschaffe dir einen BIOS-Speaker und poste das herumgedudel hier. Dann sehen wir weiter. Nur keine Panik, das wird schon.

So. Und nun wünsche ich dir viel Spaß und viel Erfolg ;)
Schreib auf alle Fälle, wie es gelaufen ist :)

gRU?; cAPS


* wichtig beim Verkabeln: immer dran denken, dass du auch den Raum hinter dem Mainboardtray nutzen kannst. Nur sollte dieser Raum nicht derart voll mit Kabeln sein, dass Vibrationen an die Rückwand übertragen werden können.
 
Alles, richtig, was Caps geschrieben hat. Aber du legst das Board auf die AUSSENSEITE einer Antistatischen Verpackung ... Yay. :D
Da nicht so viel Stress machen, einfach Board auf die Verpackung (also den Karton) legen, oder einfach auf die Folie, das ist relativ egal. Nur auf einen Tisch wäre doof, da es zu Beschädigungen kommen kann.
 
Vielen Dank, ich war aber etwas voreillig und habe mich einfach selber dran versucht, da ich einfach so aufgeregt war.
Hat alles wunderbar gepasst und hab mich beim anstecken tatsäclich nur einmal mit den Gehäuselüftern vertan, was ja aber nicht allzu schlimm war.
PC läuft seit Tagen rund, hab nur das Problem, dass die HDD nicht richtig angeschlossen zu sein scheint. aber damit befasse ich mich demnächst mal in Ruhe. aktuell läuft ja alles über die SSD und die hat ja noch genug Platz.
Vielen Dank für euren Support!

Wenn ich noch eine letzte Frage beantwortet käme wäre das super.
Undzwar suche ich noch einen Monitor der 4K kann und 1Ms reaktionszeit hat. 144Hz wären dabei auch noch super. wenn ihr da was empfehlen könnt wäre ich nicht ganz so Ratlos.

gruß JayCay
 
Schön, wenn dein PC soweit läuft.

Zum Monitor: Lass mich mal kurz in der Zeitkugel schauen, wann der erste 4K-Monitor mit 1MS Reaktionszeit und 144Hz auf den Markt.
Hmm, leider sagt diese mir nichts.

Und jetzt ohne Spaß: Es gibt auf dem Markt keinen 4K Monitor mit 144Hz. Und die ersten werden garantiert einige hundert Euros, wenn nicht sogar über 1000€, kosten.

MIt einer GTX1070 kann man 4K aber auch vergessen. Ich würde eher auf 1440p (WQHD) gehen.
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Die abgedrukte Reaktionszeit ist immer ein Fantasiewert. Die reelle Reaktionszeit liegt bei ~10 ms, auch bei Monitoren, die es auf der Packung anders suggerieren.
Mal abgesehen davon, dass es aufgrund des hohen Schaltaufwandes und der geringen Ladungsträgerbeweglichkeit der aufgedampften Halbleiterschichten aktuell unmöglich ist, 4K-Bildschirme mit 144 Hz zu befeuern: 4K @ 144 Hz wäre für alle aktuellen Rechner kompletter Overkill und nahezu unbezahlbar.
Daher kannst du dir aussuchen, was dir lieber ist: 4K oder 144 Hz.
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EDIT: oder wir nehmen einen WQHD-Monitor, wie mein Vorposter rät. :daumen:
gRU?; cAPS
 
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