News PC-Hardware in Gefriertruhe: Kühlungsexperiment geglückt

PCGH-Redaktion

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Normalerweise ist PC-Hardware zur Kühlung in einem Gefrierfach nicht geeignet, doch einem Youtube-Kanal ist das Experiment jetzt geglückt.

Was sagt die PCGH-X-Community zu PC-Hardware in Gefriertruhe: Kühlungsexperiment geglückt

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Das beschriebene "Problem" des BEschlagens tritt m.E ja erst auf, wenn man die tiefgekühlte HArdware wieder warmer und feuchterer Raum-Luft aussetzt, z.B. durch Gefrierschrank-Tür öffnen oder Undichtigkeiten an der Kabeldurchführung. Wie hier in der Elektronikentwicklung machen solche Dinge (Betrieb von Elektronik in aktiv tiefgekühlter Umgebung/Klimaschrank) ja regelmäßig, da kommt es beim Runterkühlen nie zum BEschlagen und daraus resultierenden Kriechströmen. Das passiert immer erst beim Ende des Versuches, wenn man die Baugruppe aus dem Klimaschrank wieder herausholt und im gekühlten Zustand der feucht-warmen Raumluft aussetzt. Im Kühlschrank/Klimaschrank sorgt ja der "Kältetauscher"/Verdampfer mit seiner sehr kalten (Lamellen-)Oberfläche für den Feuchtigkeitsentzug der Luft im Innenraum des Klimaschrankes: Trocknungseffekt, den auch jeder mit einer Klimaanlage im Auto besonders an schwül-warmen Gewittertagen im Sommer kennen gelernt hat.

Von daher ist dieses "YouTube"-Experiment weder etwas "Besonderes", noch ist es etwas technisch Anspruchsvolles, selbst für Consumer-PC-HArdware, es ist einfach seit über 30 JAhren etabliertes Vorgehen bei Klimatests, das hier einfach nur klickbaitig "Inszeniert" wird...
 
/sign.
Das Problem bei "Hardware im Kühlgerät" ist eher die dauerhafte Wärmeentwicklung. Kühlschränke sind nicht für den andauernden Abtransport von mehreren 100 W ausgelegt, sondern für das einmalige runterkühlen einer überschaubaren Wärmemenge. Aber mit einem Low-Power-Retro-System und "nicht für Dauerbetrieb" kann man dieses eigentlich Problem natürlich einfach ignorieren und dann braucht es nur noch akzeptable Abdichtungen und eine einigermaßen trockene Initialfüllung. (Sehr feuchte, übersättigte Luft kann auch jenseits der kältesten Stelle kondensieren, sodass neben dem Verdampfer noch andere Teile feucht werden.)
 
Ja man sollte sowas natürlich nicht unbedingt an Tagen mit hoher Umgebungsluftfeuchte (oben beschriebene schwülwarme Sommer-Gewitter-Tage) durchführen bzw. dann gewisse Dinge zur Reduzierung von BEtauung während des BEtriebs der Test-HArdware beachten. Aber i.d.R. ist die HArdware ja wärmer, als das ganze Innenleben des Kühlschrankes, v.a. wenn der Kühlschrank schon vor dem Reinlegen der HArdware "runtergekühlt" wurde. ICh kenne jedenfalls keinen Fall in 30 JAhren Elektronikentwicklung und damit einhergehenden Klimaversuchen mit den "nackten" Prototypen-Baugruppen (also ohne Gehäuse), das es hier außer beim (v.a. vorzeitigen) Ende/Abbruch des Versuches durch Entnahme des tiefgekühlkten Samples aus der Klimakammer zu BEtauungseffekten gekommen ist. Sämtliche Feuchte sammelte sich IMMER in Form von Reif/Eis am Verdampfer des Klimaschrankes (kältester Ort und damit Kondensationspunkt) und nie am relativ warmen Testsample. Durch diesen Trocknungseffekt ist auch die Luftfeuchte in der Klimakammer in kürzester Zeit sehr gering (wird bei bestimmten Klimaversuchen ja mitprotokolliert), es darf halt nicht zu of die Türe geöffnet werden, weil dann jedesmal ein Schwall feucht-warmer Luft in die kalte Kammer gelangt, die dann natürlich auch auf der bereits runtergekühlten HArdware/Testsample zu (wenn auch nur vorüberhehender) BEtauung führen kann. Das wird Euch auch jeder Anbieter solcher Klimakammern genau so beschreiben und im Prinzip ist ein Kühlschrank/Gefrierschrank das Selbe wie eine solche Klimakammer im Kühl-Modus (Klimakammern können darüber hinaus auch mehr, wie z.B. Heizen statt kühlen oder Atmosphären mit definierter Feuchte erzeugen).
 
Klimakammern kenne ich nur mit interner Luftumwälzung, die verringern das Risiko natürlich noch einmal drastisch, und außerdem hat man da die nötige Leistung, um die Hardware durchlaufen zu lassen. Bei PC-in-Kühl[objekt]-Experimente hat man eher eine Runterkühlphase mit abgeschalteten System, in der nur Konvektion die Luft im inneren bewegt. Aber wie gesagt: Die dann drohende Nebelsituation kann man auch umgehen, in dem man einfach für eine trockene Füllung sorgt. Notfalls könnte man so eine kleine Kohlesäurepatrone drinnen ausströmen lassen, die alles feuchtes Gas aus der Umgebungsluft verdrängt.

Das viel größere Problem, welches derartige Experimente zu einer komplett nutzlosen Spielerei macht, ist später die Wärme rauszubekommen. Da braucht es bei Gaming-relevanter Hardware dann wirklich entsprechend dimensionierte Klimakammern, keine Isolierbehälter mit Kühlfunktion, wie sie Haushaltsgeräte darstellen.
 
Selbst YT ist neuer als diese Idee. Das Zeug in den Kühlschrank zu stellen oder im Winter raus auf den Balkon war schon Anno 2005 der OC-Lifehack für arme Schlucker.

Mir wäre lieber, wenn man mal die Leute aufklärt, die ihre neu bestellte Ware im Winter bei Minusgraden unmittelbar nach Lieferung in Betrieb nehmen wollen.
 
Ich hatte mal ganz früher die Idee, einen Wasserloop durch einen Kühlschrank zu ziehen und den Radiator da drin zu haben.
Bis ich gelernt habe, dass Kühlschränke gar nicht so gut im kühlen sind :schief:
 
WEnn man den "Radiator" der WaKü thermisch gut leitend mit dem Kältemittel-Verdampder eines Kompressor-Kühl- oder gar Gefrierschrankes verbinden würde (z.B. großflächig Verlöten), dann würde das ganz sicher hervorragend kühlen. Von Lärm und Energieverbrauch brauchen wir aber nicht anfangen. Solche Kältetechnik-Anlagen sind aber auch schon seit langem am MArkt, vielleicht nicht am Consumer-Massen-MArkt, aber für industrielle Anwendungen gibts das schon viel länger, als es Wasserkühlungen für PC's oder gar Consumer-PC's generell gibt...
 
Also vor 15 Jahren bei -10 Grad haben nen Kumpel und ich die Hardware im Garten aufgebaut. Ist schon cool wie das OC Potenzial schon steigt.

Heute brauchst das nicht mehr machen, bei den 3% die nur noch an Potenzial drin sind.
 
WEnn man den "Radiator" der WaKü thermisch gut leitend mit dem Kältemittel-Verdampder eines Kompressor-Kühl- oder gar Gefrierschrankes verbinden würde (z.B. großflächig Verlöten), dann würde das ganz sicher hervorragend kühlen.
Noop .....ich habe den Verdampfer direkt auf dem Abnehmer Gpu oder Cpu
Wozu einen Wasserkuhler mit einbinden :ka:

Bsp,,
Graka -40° (Kompressor)
CPU 30° @ work (Wakü Außenradiatoren)

HOF Testlauf.jpg
 
WEnn man den "Radiator" der WaKü thermisch gut leitend mit dem Kältemittel-Verdampder eines Kompressor-Kühl- oder gar Gefrierschrankes verbinden würde (z.B. großflächig Verlöten), dann würde das ganz sicher hervorragend kühlen. Von Lärm und Energieverbrauch brauchen wir aber nicht anfangen. Solche Kältetechnik-Anlagen sind aber auch schon seit langem am MArkt, vielleicht nicht am Consumer-Massen-MArkt, aber für industrielle Anwendungen gibts das schon viel länger, als es Wasserkühlungen für PC's oder gar Consumer-PC's generell gibt...

Das wäre ein äußerst leistungsschwacher Chiller, wie man sie in ausreichender Dimensionierung einfach bestellen kann. Da hat man dann aber entweder einen überschaubaren Temperaturvorteil oder Kondenswasserprobleme entlang des kompletten Kreislaufs.
 
Ich meinte das eher prinzipiell und in Anlehnung an das von @saphira33 beschriebene Szenario: simples "Hineinstellen" des WaKü-Radiators (mit Lüftern oder ohne?) in einen Kühlschrank...

NAtürlich ist das direkte Hinführen des verflüssigten Kältemittels zum Verdampfen direkt am Kühler der CPU/GPU (Chiller-Prinzip) allein vom Prinzip her schon viel effektiver, weil man sich die thermischen Übergänge durch den ansonsten "zwischengeschalteten" Wasserkreislauf inkl. der Wärmetauscher spart. Dass aber auch die ganze "Verrohrung" dann ein bissl anders aussehen muss, als bei einer Consumer-WaKü (Thermisch isoliert, druckbeständig, usw.) ist ja klar ansonsten hat man natürlich noch ganz andere Probleme als BEtauunug/Kondenswasser an einem Teil des Kreislaufes.
 
Was True Monkey hat, ist eine Kompressorkühlung. Die gibt es schon länger nicht mehr kommerziell für Endanwender.
Was du beschreibst, ist eine Wasserkühlung mit Chiller statt Radiator. Die gibt es, ausgehend von Geräten für den Laborbetrieb oder Aquaristik, im normalen Handel.
 
Normalerweise ist PC-Hardware zur Kühlung in einem Gefrierfach nicht geeignet, doch einem Youtube-Kanal ist das Experiment jetzt geglückt.

Wow, wie kann ein Youtube-Kanal ein Gefrierfach UND einen Rechner haben bzw. überhaupt etwas besitzen, denken oder tun?
 
Ah ok, ich dachte bisher tatsächlich, die von Dir beschriebene Kompressorkühlung (also ohne Wasser-"Zwischenkreis") ist das "Chiller-Prinzip". Also ist die Kühlung mit einem "Chiller" im Prinzip schon eine WaKü mit bis auf den Radiator entsprechenden "handelsüblichen" Consumer-WaKü-Komponenten und nur an Stelle des Radiator und seinen bunt wirbelnden "Püsterchen" ist da eine Art "Wärmetauscher" im vermutlich externen Einsatz, der das erwärmte Kühlwasser der WaKü über einen thermisch möglichst gut angekoppelten, aber vom Wasser getrennten Kältemittelkreislauf samt Kompressor abkühlt, richtig?

Effektiver als das simple Reinstellen eines Radiators in einen KLima-/Kühlschrank wird das aber sicher sein, an die LEistung einer Kompressorkühlung wird das natürlich aber nicht heranreichen.

Gegen Kondenswasser v.a. am Wasserkreislauf hilft dann nur thermische Isolation an allen kalten Leitungen und Teilen ggf. an den Kühlern selber, das sieht dann zwar sicher nicht mehr so schön "bunti blinki" aus für die vielen "Elektroaquarianer", aber wenn jemand auf kompromisslos niedrige Temperaturen bei CPU/GPU aus ist (Extremes OC), ist die "Optik" des Systems i.d.R. nicht ganz so wichtig, hauptsache die geforderte Leistung ist jederzeit abrufbereit...
 
Also doch noch jemand umgesetzt. Letztes Jahr hatte ich es als Möglichkeit angesprochen, wobei es als Joke gemeint war.:haha:
Was soll´s, irgendeiner macht den nächsten Schritt und packt die Technik in eine Tiefkühltruhe. Da sind richtig gute Minus Temperaturen zu erwarten. Mal sehen wer es umsetzt.:D
 
Ah ok, ich dachte bisher tatsächlich, die von Dir beschriebene Kompressorkühlung (also ohne Wasser-"Zwischenkreis") ist das "Chiller-Prinzip". Also ist die Kühlung mit einem "Chiller" im Prinzip schon eine WaKü mit bis auf den Radiator entsprechenden "handelsüblichen" Consumer-WaKü-Komponenten und nur an Stelle des Radiator und seinen bunt wirbelnden "Püsterchen" ist da eine Art "Wärmetauscher" im vermutlich externen Einsatz, der das erwärmte Kühlwasser der WaKü über einen thermisch möglichst gut angekoppelten, aber vom Wasser getrennten Kältemittelkreislauf samt Kompressor abkühlt, richtig?

Exakt. Natürlich hat niemand die Deutungshoheit über Begriffe und alles, was kälter macht, könnte als "Chiller" bezeichnet werden. Etabliert hat sich der Begriff aber für Kompressorlösungen, die Wasser kühlen (Beispiel). Mit dem Wasser kann man dann in einer Wasserkühlung weiteres anstellen. Direkte Kompressorkühlung wird dagegen meist als solche oder am Grad des Aufwands als Single-Stage/Dual-Stage bezeichnet.

Effektiver als das simple Reinstellen eines Radiators in einen KLima-/Kühlschrank wird das aber sicher sein, an die LEistung einer Kompressorkühlung wird das natürlich aber nicht heranreichen.

Gegen Kondenswasser v.a. am Wasserkreislauf hilft dann nur thermische Isolation an allen kalten Leitungen und Teilen ggf. an den Kühlern selber, das sieht dann zwar sicher nicht mehr so schön "bunti blinki" aus für die vielen "Elektroaquarianer", aber wenn jemand auf kompromisslos niedrige Temperaturen bei CPU/GPU aus ist (Extremes OC), ist die "Optik" des Systems i.d.R. nicht ganz so wichtig, hauptsache die geforderte Leistung ist jederzeit abrufbereit...

Die Leistung kann man in beiden Fällen beliebig hochtreiben. Im deutlich zweistelligen Kilowattbereich beginnt bei industriellen Chillern dann der Übergang zur Wärmepumpeninstallation/Anlagenbau. Als Nicht-OC-Sonderanfertigungen sind die Chiller von der Stange halt meist auf geringe Temperaturdifferenzen optimiert und deswegen schlechter für Rekordübertaktung geeignet, als eine direktkühlende Sonderanfertigung. Aber diese Abstimmung ist dabei wichtiger als der "direkt"-Aspekt.
 
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