Nach geltenden VDE Normen sind alle Kommunikationsanlagen (meint das komplette Netz mitsamt aller Komponenten) mit einem Potentialausgleich zu versehen, der sternförmig, sprich schleifenfrei, und schützend vor Niederspannung (240V/400V, sprich min 4mm² Cu eindrähtig) auszuführen ist.
Diese Normen haben durchaus ihren Sinn (wie eigentlich alles was der VDE macht), ist praxistauglich und durchaus auch von einem technischen Standpunkt nötig, selbst bei vergleichsweise kleinen Installationen wie einem EFH. Nicht ausgeglichene Potentiale, gerade bei so großen Höhenunterschieden wie sie typischerweise zw. Keller und Dach herrschen, können die Kommunikation deutlich negativ beeinträchtigen. Zudem kann es passieren, dass dein Netzwerk im wahrsten Sinne des Wortes wetterfühlig wird
Typischerweise, und das ist auch immer meine Empfehlung, findet der Potentialausgleich direkt auf dem kürzesten Weg zur Potentialausgleichsschiene im Hausanschlußraum statt.
Daher befindet sich in den meisten Fällen auch die Schaltzentrale des Heimnetzwerkes irgendwo in der Nähe des Hausanschlußraums, inkl. des Patchpanels, dass die Verteilung des Netzwerks sternförmig im ganzen EFH, oder sternförmig auf jede Etage und von dort aus wiederum (mittels Switch) sternförmig an jede Dose vornimmt.
Gerade wenn man ein Netzwerk nachrüstet ist es aber häufig nicht möglich ein solches ideales Netzwerk zu installieren. Von daher wäre es gut zu wissen, wie die SItuation bei euch genau aussieht.
Ich nehme mal an, dass euer Telefonanschluß (also die 1. TAE-Dose) ebenfalls im Keller gesetzt ist?
Steht dort ebenfalls der Router/Modem etc.? Sprich geht von dort aus ein Netzwerkkabel hoch unters Dach, von wo aus dann mittels Patchpanel/Switch die weitere Verteilung durchgeführt wird?
Wenn dem so ist wäre meine Empfehlung den PA dort im Keller an diesem Netzwerkkabel durchzuführen, z.B. indem du dort ein Mini-Patchpanel oder eine Netzwerkdose mit einer Anschlußmöglichkeit für ein 4mm² Cu Kabel installierst.
Die zweitbeste Möglichkeit ist es ein solches 4mm² Cu Kabel vom Patchpanel im Dach auf direktem Weg zur Hausanschlußschiene zu legen, etwa durch ungenutzte Kaminschächte.
Der Vorschlag mit dem PA über den Schutzerder der Satantenne ist im übrigen nicht statthaft und höchstgradig gefährlich für Mensch und Maschinen, sofern die Antenne nicht über einen separaten Blitzschutz verfügt!