Openleaks: Wikileaks-Konkurrent geht in die Alpha-Phase

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Ist wohl schon seit dem 26.1 (da ging die Seite online. warum soltet ihr ja sicherllich wissen :ugly:) bekannt, ihr kommt ein wenig sehr spät. Desweiteren benutze ich die Classic Startseite und möchte diese Art von News da nicht drin lesen! :daumen2:
 
Blöde Frage:
Wo liegt der Unterschied im Geschäftsmodell zu Wikileaks? Die sind für ihre jüngsten Veröffentlichungen auch Partnerschaften mit verschiedenen Medienunternehmen eingegangen, so dass diese die Daten lange vorher auswerten konnten. Das einzige, was mir bei Openleaks zu fehlen scheint, ist die anschließende Downloadmöglichkeit für Jedermann, was man in Anbetracht der grassierenden Verschwörungstheoretiker, die selektiv Häppchen aus jeglichem Zusammenhang reißen und für sich verwerten können, auch sehr zu Begrüßen ist.
 
Oh gott.

Nochmehr von denen?
Sehen wir vielleicht bald eine eigene Landesgründung?

Wäre doch was. "Leakia. Das Land, in dem jeder die patriotische Pflicht hat, geheime staatliche Datensätze der Republic Leakia an andere Nationen zu übermitteln". :ugly:
 
Kann es sein, dass Wikileaks seine Sporen verteilt hat und am Ende aus denen haufenweise neue Leak-Portale sprießen;):D?

Zurück zum Thema:
Irgendwie sehe ich diese Entwicklung geteilt. Auf der einen Seite kommen Informationen zu Tage, die ansonsten geheim geblieben wären, wobei man da auch abwägen muss, ob das einen positiven oder negativen Effekt hat.
Denn es hängt ja auch davon ab, wie man mit ihnen umgeht (z.B. verantwortungsvoller Umgang oder Bildung von Verschwörungstheorien).

Weiterhin weiß man gleichzeitig so viel und so wenig. Da man zwar haufenweise Daten hat, aber ewig braucht, um sie durchzuschauen (außer man ist so schnell wie Nummer. 5 :D), wodurch man wiederum auf andere angewiesen ist, die diese Quellen auswerten. Somit muss man letztendlich zusätzlich noch selbst überlegen, für wie vertrauenswürdig man die Auswerter befindet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm.

Wenn ich das so recht durchdenke. Meint ihr, es gibt genug Nachfrage nach einer Platform, die die Machenschaften der anderen beiden enthüllt?

Wäre doch mal was. Die Wikileaks Enthüllungshüllungs Platform ;)
 
Das einzige, was mir bei Openleaks zu fehlen scheint, ist die anschließende Downloadmöglichkeit für Jedermann, was man in Anbetracht der grassierenden Verschwörungstheoretiker, die selektiv Häppchen aus jeglichem Zusammenhang reißen und für sich verwerten können, auch sehr zu Begrüßen ist.

Tolles Argument. So ähnlich haben auch die Oberen der Katholischen Kirche argumentiert, als Luther die Bibel aus dem lateinischen übersetzte und allen zugänglich machen wollte.

Ja, ja. Die da unten sind zu dumm, das zu verstehen. Und Verschwörungstheorien dürfen nur durch die anerkannten Medien gestreut werden. Schon klar!
 
@AMDFan2005: Wer weiß. Vielleicht wird es sowas tatsächlich geben;):D.

Allerdings besteht dann auch die Möglichkeit, dass die Portale sich auf einzelne Gebiete (Politik, Wirtschaft, usw.) spezialisieren, wodurch sich Effektivität (die Verbreitung von Informationen, Vertiefung auf bestimmte Themen) erhöht.
Das Problem bei der Sache ist, wenn Portale beginnen, sich gegenseitig als Konkurrenz zu sehen und gegeneinander arbeiten, weswegen eventuell weniger geleakt wird als sonst, da sie am gleichen Thema arbeiten zum Beispiel.

@drakenbacken: Ich denke mal, dass ruyven eventuell u.a. darauf hinaus wollte, wie man mit Informationen umgeht. Auf der einen Seite besteht die Möglichkeit, dass Verschwörungstheorien entstehen, auf der anderen Seite kann man allerdings auch verantwortungsvoll mit den zugänglichen Infos umgehen. D.h. konstruktive Lösungen finden, um Missstände zu beheben, die durch die Leaks aufgedeckt worden sind. Vermutlich ist das so ein zweischneidiges Schwert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tolles Argument. So ähnlich haben auch die Oberen der Katholischen Kirche argumentiert, als Luther die Bibel aus dem lateinischen übersetzte und allen zugänglich machen wollte.

Ja, ja. Die da unten sind zu dumm, das zu verstehen. Und Verschwörungstheorien dürfen nur durch die anerkannten Medien gestreut werden. Schon klar!

Hm? Was hat das im Entferntesten mit dem zu tun, was Ruyven geschrieben hat?

Ich bin wahrscheinlich der letzte, der mit Ruyven in irgendwas übereinstimmt, aber hier ist es mal soweit. :P

Downloadmöglichkeiten wären definitiv nicht schlecht, ehe dann wieder sowas ala "OMG. Die USA haben das WTC eigenhändig in die Luft gesprengt" kommt, wo es in Wirklichkeit "OMG. Clinton hat von den Drohungen Bin Ladens gehört und so gut wie nichts dagegen getan" heißen sollte.

Verschwörungstheoretiker interpretieren ja ständig irgendwas aus vorhandenem Material. Die meisten Holokaustleugner glauben ja sogar, dass alle Juden mit dem deutschen Reich zusammengearbeitet hätten, weil irgendwo mal zu lesen war, dass der Judenrat Hitler teils unterstützt hat und ehemalige Mitglieder wie George Soros bis heute kein Problem in der Unterstützung sahen.

Und dann gibt es noch diejenigen, die glauben, Bin Laden sei ein CIA Agent, nur weil das CIA vormals dumm genug war, Al Qaida und die Jihadistenbewegung ins Land zu holen.

Wie man sieht, kann man aus den klarsten Faktoren eine Verschwörungstheorie zuisammenbasteln. Irgendwo gibt es bestimmt sogar Menschen, die die Richtigkeit von "1+1 = 2" in Frage stellen und mit irgendeiner religiösen Verschwörung in Einklag bringen.
 
Damit kann Openleaks nicht gespiegelt werden und ist damit vergleichsweise verwundbar

Damit ist Wikileaks überhaupt nicht im WWW und für externe quasi nicht angreifbar. Stealth statt Hundertschaften ;)


Tolles Argument. So ähnlich haben auch die Oberen der Katholischen Kirche argumentiert, als Luther die Bibel aus dem lateinischen übersetzte und allen zugänglich machen wollte.

Ja, ja. Die da unten sind zu dumm, das zu verstehen. Und Verschwörungstheorien dürfen nur durch die anerkannten Medien gestreut werden. Schon klar!

Niemand sprach von zu dumm. Genaugenommen habe ich gar nichts zur großen Masse gesagt, aber wenn dann hätte ich in die gleiche Kerbe wie Arthuriel geschlagen: Zu faul.
Niemand hat die Zeit und erst recht nicht die Lust, monatlich ein paar 100.000 Seiten Enthüllungen durchzuarbeiten und die Sichtweise der Gegenseite zu recherchieren.

99,9999% der Leute greifen auch auf Wikileaks gar nicht oder nur in Folge zielgerichteter Links zu. Dadurch erfüllen derartige Plattformenen in vierfacher Ebene nicht den Anspruch der ungefilterten Informationsvermittlung:
1. Filter ist die Existenz von Whistleblowern.
2. Filter ist deren Auswahl von Informationen.
3. Filter ist die Veröffentlichung auf der Seite, denn auch Wikileaks stellt keineswegs alles sofort online
4. Filter ist der Zugriff der Leute auf die Seite, der durch andere gelenkt wird.
Und jede einzelne dieser Ebenen bietet die Möglichkeit, durch gezieltes oder zufälliges weglassen von Informationen einen verfälschten Eindruck zu erwecken - insbesondere die letzte, denn da kann jeder aktiv werden, der möchte.

Wer jemals mit einem 9/11-Theoretiker diskutiert hat, der weiß, dass es verdammt viele gibt, die aktiv werden wollen und noch mehr, die ihnen zuhören. Heutzutage haben es nur noch die wenigsten Meinungsmacher nötig, Lügen zu verbreiten. Sie müssen nur aus dem unüberschaubaren Informationsstrom das rauspicken, was ihnen ins Konzept packt und es dann ohne Zusammenhang darstellen.
Eine Plattform, die gigantische Mengen an Informationen zur Verfügung stellt, die per Definition als unverfälschter als alle anderen Medien gelten, ist eine Goldgrube für solche Leute. (Ein hervorragendes Beispiel ist imho noch "Climategate". Da kam sogar noch ein 0ter Filter hinzu, weil die nötigen Zusammenhänge im privaten Schriftwechsel nie vorkamen)

Mein Fazit: Selbst wenn man die sehr offensichtliche Gefahr ausblendet, dass jemand gezielt Märchen über eine solche Plattform veröffentlichen könnte, besteht enormes Missbrauchpotential. Luthers Bibelübersetzung ist damit nicht vergleichbar, denn er hat nur bestehende Interpretationen in einer neuen Sprache niedergeschrieben. Ein wesentlich besseres Beispiel wäre die Vielzahl von Koranübersetzungen bzw. der Übergang von Predigern und Bloggern damit. Ein und dieselbe Quelle dient als absoluter, unanfechtbare Untermauerung für Forderungen, die von der Vernichtung der westlichen Welt über die Eroberung des arabischen Raumes bis hin zu Pazifismus und Armenfürsorge reichen.
 
Hm? Was hat das im Entferntesten mit dem zu tun, was Ruyven geschrieben hat?

Dann lies dir seinen Beitrag nochmal sorgfältig durch. Auch die Bibel ist durchaus sehr komplex und nicht umsonst seit zwei Jahrtausenden Streitobjekt zwischen zahllosen Gelehrten. Seit Luthers Übersetzung und Druck der Bibel in die Umgangssprache kann jeder Depp mitdiskutieren, egal, ob er was davon versteht (und die meisten verstehen davon extrem wenig, weil sie nur ein paar Zitate aus dem neuen Testament kennen).

Das Argument, jemand könne falsche Schlüsse aus dem Material ziehen, ist das dürftigste, das es gibt. Jedem Menschen steht es frei, seine eigene Meinung zu bilden, auch, wenn diese meiner und deiner Meinung nach haarsträubend unfundiert ist. Um diese Meinung zu bilden muß jeder Mensch auch Zugang zu den notwendigen Informationen haben. Das gehört zur Meinungfreiheit dazu.

Die Meinungs- und Informationsfreiheit sind Grundrechte. Es ist wohl nachvollziehbar, daß Regierungen bestimmte Informationen zurückhalten, oftmals sogar gegen das Interesse der eigenen Bevölkerung (was dann für mich ein Verbrechen ist). Haben diese Informationen jedoch erst einmal diese Schwelle der Geheimhaltung überwunden, steht es weder mir noch dir noch Openleaks zu, hier Zensur zu üben. Und genau das findet statt, wenn nur ein gewisser Personenkreis dazu Zugang erhält.

Genaugenommen habe ich gar nichts zur großen Masse gesagt, aber wenn dann hätte ich in die gleiche Kerbe wie Arthuriel geschlagen: Zu faul.
ok, das ist leider wahr.
Niemand hat die Zeit und erst recht nicht die Lust, monatlich ein paar 100.000 Seiten Enthüllungen durchzuarbeiten und die Sichtweise der Gegenseite zu recherchieren.
Das kann aber kein Argument dafür sein, Informationen für die Allgemeinheit nur gefiltert durch "anerkannte" Meinungsmacher(agenturen) zuzulassen. Wie groß da die Gefajhr ist, brauch ich dir ja nicht zu erklären.
Mein Fazit: Selbst wenn man die sehr offensichtliche Gefahr ausblendet, dass jemand gezielt Märchen über eine solche Plattform veröffentlichen könnte, besteht enormes Missbrauchpotential.
Das ist nun einmal der Preis der Freiheit. Wer es nicht aushält, daß neben fundierter Recherche und überzeugenden Rückschlüssen auch falsche Thesen aufgestellt, haarsträubende Rückschlüsse gezogen und märchenhafte Geschichten erzählt werden, darf die Freiheit nicht wollen und muß eben die Diktatur fordern.

Meine Meinung!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Dann lies dir seinen Beitrag nochmal sorgfältig durch. Auch die Bibel ist durchaus sehr komplex und nicht umsonst seit zwei Jahrtausenden Streitobjekt zwischen zahllosen Gelehrten. Seit Luthers Übersetzung und Druck der Bibel in die Umgangssprache kann jeder Depp mitdiskutieren, egal, ob er was davon versteht (und die meisten verstehen davon extrem wenig, weil sie nur ein paar Zitate aus dem neuen Testament kennen).

Das Argument, jemand könne falsche Schlüsse aus dem Material ziehen, ist das dürftigste, das es gibt. Jedem Menschen steht es frei, seine eigene Meinung zu bilden, auch, wenn diese meiner und deiner Meinung nach haarsträubend unfundiert ist. Um diese Meinung zu bilden muß jeder Mensch auch Zugang zu den notwendigen Informationen haben. Das gehört zur Meinungfreiheit dazu.

Die Meinungs- und Informationsfreiheit sind Grundrechte. Es ist wohl nachvollziehbar, daß Regierungen bestimmte Informationen zurückhalten, oftmals sogar gegen das Interesse der eigenen Bevölkerung (was dann für mich ein Verbrechen ist). Haben diese Informationen jedoch erst einmal diese Schwelle der Geheimhaltung überwunden, steht es weder mir noch dir noch Openleaks zu, hier Zensur zu üben. Und genau das findet statt, wenn nur ein gewisser Personenkreis dazu Zugang erhält.

Ruyven hat doch nichts weiter geschrieben, als dass diese Dokumente dann auch downloadbar sein sollten, damit man Verschwörungstheoretikern gleich den WInd aus den Segeln nehmen kann, wenn sie dann hier oder irgendeinem anderen Forum Halbwahrheiten posten oder gar die Dokumente auf OpenLeaks direkt sabotieren/fälschen (weiss nicht, inwiefern der gewöhnliche Anwender da Änderungen vornehmen kann).

Mir ist übrigens sehr wohl klar, dass manche Dinge sehr nah an der Wahrheit liegen und trotzdem als Verschwörungstheorien ausgelegt werden (siehe Obamas Geburtsurkunde und die Feststellung, dass seine Mutter vor seiner Geburt eigentlich garnicht lange genug einen US Hauptwohnsitz besaß, um ihre Staatsbürgerschaft weiterzugeben, sollte er tatsächlich nicht in Hawaii geboren worden sein).

Und ich bin strikt dagegen, irgendwelche Geheimdokumente der Öffentlichkeit vorzulegen. Nicht nur, dass damit die nationale Sicherheit gefährdet werden kann, es verletzt auch das Recht auf Geheimhaltung.
Ich will auch nicht, dass meine gesamten Lebensdaten irgendwo im Internet auftauchen.

Wikileaks hat ja in letzter Zeit damit absolut den Vogel abgeschossen. So wollte Assange (oder hat er bereits?) eine Liste von Schweizer Bankkonten veröffentlichen, die zu nicht-Schweizer Privatpersonen und Firmen gehören.
Das geht einfach zu weit und sollte unterbunden werden. Die Regierungen, haben dazu ebenfalls nicht das Recht.
 
Das kann aber kein Argument dafür sein, Informationen für die Allgemeinheit nur gefiltert durch "anerkannte" Meinungsmacher(agenturen) zuzulassen. Wie groß da die Gefajhr ist, brauch ich dir ja nicht zu erklären.

Ich spreche mich ja auch nicht für ein Verbot von Informationsverbreitung aus.
Der Allgemeinheit Informationen über Rechtsmittel vorzuenthalten kann imho nur in (durchaus zahlreichen) Einzelfällen aufgrund der Art der Informationen gerechtfertigt sein. (Stichworte: Privatsphäre, Postgeheimniss, nationale Sicherheit, Wettbewerbsvorteile)
Das Konzept Wikileaks hat aber nun einmal eine traurige Geschichte, in der mehrheitlich Informationen veröffentlicht wurden, die unter diese Aspekte fallen und deren Schadens/Nutzensbilanz unterm Strich negativ ausfällt. Deswegen begrüße ich es privat, wenn derartige Plattformen nicht weiter zunehmen, sondern alternative Konzepte gewählt werden.

Die Ergänzung eines weiteren Filterschritts (Informationen werden nicht direkt online gestellt, sondern fähigen Journalisten zur Aufarbeitung vermittelt) zu obiger, ohnehin langer Liste, sehe ich deswegen als positiv, wenn er Missbrauchsfälle verhindert.

Das ist nun einmal der Preis der Freiheit. Wer es nicht aushält, daß neben fundierter Recherche und überzeugenden Rückschlüssen auch falsche Thesen aufgestellt, haarsträubende Rückschlüsse gezogen und märchenhafte Geschichten erzählt werden, darf die Freiheit nicht wollen und muß eben die Diktatur fordern.

Es gibt einen Unterschied zwischen "aushalten" und "aktiv fördern". Und wenn Wahrheit aufhört zu existieren, dann nimmt sie entweder die Freiheit oder die Gesellschaft mit. Man kann nicht in einer großen Gemeinschaft leben, wenn man nur noch den Dingen trauen kann, die man höchstpersönlich um unmittelbaren Umfeld beobachtet.


Ruyven hat doch nichts weiter geschrieben, als dass diese Dokumente dann auch downloadbar sein sollten, damit man Verschwörungstheoretikern gleich den WInd aus den Segeln nehmen kann, wenn sie dann hier oder irgendeinem anderen Forum Halbwahrheiten posten

Genaugenommen habe ich genau das Gegenteil geschrieben. Verschwörungstheoretikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, scheitert quasi nie an fehlender Datengrundlage. Das ist der Vorteil der Wahrheit: Sie liefert für gewöhnlich sehr viele Fakten.
Das Problem ist, dass man diese Fakten erst zusammensuchen muss, wärend der Märchenerzähler sich diesen Schritt spart. Fachwissen braucht er nicht. D.h.: Es ist immer einfacher, eine z.B. Verschwörungstheorie zu erfinden, als sie zu wiederlegen und es gibt mehr Leute, die ersteres machen können, als Leute, die letzteres machen.

Einzige Abkürzung die bleibt: Die Theorie durch aufzeigen kleiner Logikfehler (mit Ausnahme des Kreationismus habe ich bislang überall welche gefunden) ins Straucheln bringen und gleichzeitig darauf hinweisen, dass sie keinerlei verlässliche Quellen bietet. Ein Theorie ohne inneren Zusammenhang und ohne äußere Stütze ist wenig überzeugend.
Und hier kommen Datenmonster wie Wikileaks ins Spiel: Wenn man nur genug Schriftstücke zu einem Thema hat, dann findet man darin auch zu jeder nur erdenklichen Behauptung einen (Ab)satz, den mal als zustimmend präsentieren kann. -> Auf einmal hat der Verschwörungstheoretiker eine "Quelle" und wer ihn wiederlegen will, hat einges zu tun. Verschärfen tut sich das ganze noch, wenn die Quelle per Definition als glaubwürdiger gilt, als alle anderen (obwohl sie es gar nicht ist). Wenn hunderte Experten ein Gutachten zu 9/11 abgeben, in dem alles haarklein mit wissenschaftlicher Präzision erklärt wird, dann wäre das in einer Argumentation gegen einen Verschwörungstheoretiker komplett wertlos, sobald er in den weiten von Wikileaks einen "Hinweis" darauf findet, dass dieser Bericht von der Regierung beeinflusst wurde und einen weiteren Hinweis darauf, dass der CIA schuld war. Selbst grobe technische Fehler in der Verschwörungstheorie sind dann kein Fallstrick mehr:
Die Leser werden i.d.R. nicht das nötige technische Verständniss haben (und keine Lust, es sich anzulesen) und Experten, die es haben, gelten per se als unglaubwürdig.

Und wer diese Schilderung als Panikmache anschaut, der gucke sich "Climategate" an:
Ein Hacker schickt ein E-Mailarchiv an Wikileaks. Ein Haufen selbst ernannter Klimaexperte/"skeptiker"/Blogger stürzt sich drauf. Nach ein paar Stunden Arbeit ist in weiten Teilen der Internetgemeinde der Gedanke verbreitet, Klimastudien wären in böser Absicht gefälscht worden sind.
Im weiteren Verlauf verbringen mehrere Expertenkommissionen über ein Jahr damit, alles haarklein zu analysieren und am Ende steht fest: Es gab keinerlei Anlass für Aufregung - ein Ergebniss, dass natürlich niemanden interessiert.
Ergebniss:
Der Ruf eines ganzen Wissenschaftszweiges ist weiterhin geschädigt, Tausende (teuer bezahlte) Arbeitsstunden sind nicht in produktive Forschung, sondern in sinnlose Recherchen geflossen. Und das alles, weil Wikileaks den Helfer für einen Typen unbekannter Intention gespielt und ein paar missinterpretierbare, nicht öffentlichkeitstaugliche Informationen ohne den nötigen Kontext veröffentlicht hat.

oder gar die Dokumente auf OpenLeaks direkt sabotieren/fälschen (weiss nicht, inwiefern der gewöhnliche Anwender da Änderungen vornehmen kann).

Editieren sollte da, genauso wie bei Wikileaks, niemand können, außer die (unbekannten, annonymen) Mitglieder (unbekannten Hindergrundes und unbekannter Vertrauenswürdigkeit). Aber die Informanten selbst sind per Definition
- annonym
- unehrlich zumindest ihres z.B. Arbeitgebers gegenüber
- mit einem bestimmten Ziel unterwegs (ggf. nicht "Wahrheit"!)
- Lieferanten von unüberprüfbaren Informationen (=Behauptungen)

Oder anders gesagt:

Wenn ich sage, "AMDFan2005 ist Mitglied der MLPD (und Intel-Nutzer)", lege ich ~genauso gute Referenzen, wie Wiki- oder Openleaks. Der Unterschied ist, dass es mir niemand glauben und im gesamten Internet verbreiten wird - Open-/Wikileaks dagegen schon. Und die machen auch keine Aussagen über virtuelle Kleinigkeiten, sondern mit globalen Auswirkungen.

Wikileaks hat ja in letzter Zeit damit absolut den Vogel abgeschossen. So wollte Assange (oder hat er bereits?) eine Liste von Schweizer Bankkonten veröffentlichen, die zu nicht-Schweizer Privatpersonen und Firmen gehören.
Das geht einfach zu weit und sollte unterbunden werden. Die Regierungen, haben dazu ebenfalls nicht das Recht.

Tjo - nach dem Verstäniss von Wikileaks ist das nur eine logische Fortsetzung. Es gibt auf dieser Welt eine ganze Reihe von Personen, die mehr (finanzielle) Macht haben, als so macher Staat. Von Firmen mal ganz abgesehen. Deren Machenschaften aufzudecken ist also genauso "wichtig", wie die einiger Regierungen.
 
Und wer diese Schilderung als Panikmache anschaut, der gucke sich "Climategate" an

Deutlich ungünstigstes Beispiel. Climategate hatte nämlich Hand und Fuß.
Wenn Emails auftauchen, die darauf hinweisen, dass Mitglieder des Kommitees selbst nicht wirklich daran glauben, man im Norden Kanadas jene Messstationen offline setzt, die die bisher niedrigsten Messungen ausgaben, einige Forscher die Seiten wechseln und ein indischer Vertreter des Panels ausfilippt und jedem "Denier" rät, sich das Gesicht morgens mit Asbest einzureiben, hat man einige gute Gründe, die Sache mit der von Menschen gemachten Global Erwärmung für eine große Lüge zu halten. Dass die Mehrheit dieser s. g. Wissenschaftler eine direkte Verbindung zwischen
der Abholzung des Regenwalds/der Zerstörung der Riffe abzulehnen scheint (und stattdessen alles auf Abgase schiebt), macht sie für viele sicher auch recht unglaubwürdig. Unabhängig ihres Standes in der wissenschaftlichen Gesellschaft.

So oder so geschieht es denjenigen jedenfalls mehr als Recht. Haben doch viele der Mitglieder des Panels ein Problem mit freier Meinungsäußerung (siehe "Herr" Weaver, der sogar anonyme Poster eines Forums verklagen wollte *Kopfschüttel).
 
Deutlich ungünstigstes Beispiel. Climategate hatte nämlich Hand und Fuß.

Eben nicht und ich wähle dieses Beispiel bewusst, weil extrem viele Menschen extrem schnell drauf reingefallen sind und bis heute nicht die Wahrheit kapieren haben/kapieren wollen. D.h. weil es selbst mit sorfältiger Aufklärung nicht mehr möglich war, den Schaden, den wikileaks angerichtet hat, zu beheben.*)
Mitlerweile sind alle Untersuchungen durch, mir wäre kein einziges Paper bekannt, dass zurückgezogen oder auch nur nachgebessert werden musste. Nur war das ohne Hintergrundinformationen seinerzeit für niemanden erkennbar, weil sich der Schriftverkehr eben zwischen Leuten abspielte, die die nötigen Hintergrundinformationen hatten.

hat man einige gute Gründe, die Sache mit der von Menschen gemachten Global Erwärmung für eine große Lüge zu halten. Dass die Mehrheit dieser s. g. Wissenschaftler eine direkte Verbindung zwischen
der Abholzung des Regenwalds/der Zerstörung der Riffe abzulehnen scheint (und stattdessen alles auf Abgase schiebt),

An der Stelle eine allgemeine Anmerkung: Die von menschen gemachte globale Erwärmung wird im allgemeinen auf eine Vielzahl von menschlichen Handlungen zurückgeführt. Der direkte Ausstoß von Treibhausgasen (mehrheitlich Abgase, z.T. aber auch adneres) ist zwar der größte Faktor, aber Veränderungen in der Landnutzung z.B. durch Abholzung und inbesondere durch Brandrodung werden in IPCC&Co auf immerhin 20% Anteil beziffert.

macht sie für viele sicher auch recht unglaubwürdig. Unabhängig ihres Standes in der wissenschaftlichen Gesellschaft.

Wie bitte schön mach man sich selbst unglaubwürdig, wenn andere Personen Aussagen außerhalb ihres Kontextes verbreiten? Was glaubst du, wieviele "Herr Weaver" es gibt, für dein letzter Satz eine Unterstellung wäre, wenn man ihne Kontext verbreitet? Hast DU dann jemanden beleidigt oder derjenige, der es in missverständlicher Form verbreitet?

So oder so geschieht es denjenigen jedenfalls mehr als Recht. Haben doch viele der Mitglieder des Panels ein Problem mit freier Meinungsäußerung (siehe "Herr" Weaver, der sogar anonyme Poster eines Forums verklagen wollte *Kopfschüttel).

Üble Nachrede wird aus gutem Grund nicht durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt und das man sie aus selbstverschuldeter Unkenntniss praktiziert macht da keinerlei Unterschied. Wenn es zudem um Behauptungen geht, die persönliche Existenz bedrohen, ist es eben keine harmlose Internetgeschichte mehr - wie so oft bei Wikileaks.



An der Stelle ein möglicher Vorschlag, um solche Projekte fair zu gestalten:
Wer durch die unbefugte Verbreitung von fehlerhaften oder missverständlichen Informationen geschädigt wird, kann international dagegen Klagen. Prozess und Gutachterkosten werden vorläufig von z.B. dem internationalen Gerichtshof getragen. Wird ein festgestellt, dass durch die Verbreitung falsche Anschuldigungen erhoben wurden, so werden die gesamten Prozess und Gutachterkosten nebst den direkt aus den Anschuldigungen entstandenem Schaden und aller zu seiner Behebung nötiger Aktivitären entstehenden Kosten der Leak-Plattform in Rechnung gestellt. Sollten die nicht Zahlen können (davon ist auszugehen), haftet der Serveranbieter als Mittäter.
Bin mal gespannt, wo XXXXleaks noch downloads anbieten wird, wenn das jeden Moment Kosten für mehrjährige, globale Gerichtsverfahren, den Jahresbetrieb mehrerer Forschungsabteilungen und eine professionelle, globale Imagekampagne sowie ggf. die Kosten politischer Folgeschäden auf die Rechnung setzen kann - also 8-9 stellige Beträge.
Vielleicht mach sich dann auch die Online-Community 1-2 mehr Gedanken über die Verknüpfung zwischen Inet und RL.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eben nicht und ich wähle dieses Beispiel bewusst, weil extrem viele Menschen extrem schnell drauf reingefallen sind und bis heute nicht die Wahrheit kapieren haben/kapieren wollen. D.h. weil es selbst mit sorfältiger Aufklärung nicht mehr möglich war, den Schaden, den wikileaks angerichtet hat, zu beheben.*)
Mitlerweile sind alle Untersuchungen durch, mir wäre kein einziges Paper bekannt, dass zurückgezogen oder auch nur nachgebessert werden musste. Nur war das ohne Hintergrundinformationen seinerzeit für niemanden erkennbar, weil sich der Schriftverkehr eben zwischen Leuten abspielte, die die nötigen Hintergrundinformationen hatten.

Die Frage ist aber: Von wem wurden die Untersuchungen durchgeführt? Von einem unabhängigen Panel oder doch von einem Schwesterpanel?

Dass man an den Papieren nichts verändern musste, ist wohl klar. Bis zum heutigen Tage wurde die meisten der offline gesetzten Klima Stationen nicht wieder online gesetzt. Täte man dies, müsste man 100%ig die meisten Statistiken verwerfen.

An der Stelle eine allgemeine Anmerkung: Die von menschen gemachte globale Erwärmung wird im allgemeinen auf eine Vielzahl von menschlichen Handlungen zurückgeführt. Der direkte Ausstoß von Treibhausgasen (mehrheitlich Abgase, z.T. aber auch adneres) ist zwar der größte Faktor, aber Veränderungen in der Landnutzung z.B. durch Abholzung und inbesondere durch Brandrodung werden in IPCC&Co auf immerhin 20% Anteil beziffert.
Und das ist eben das Krumme an der Sache, das die meisten Wissenschaftler selbst nicht zu verstehen scheinen.
Treibhausgase sind nicht das Problem. Die Abholzung des Regenwaldes (grüne Lunge der Erde) und die Zerstörung der Meere (blaue Lunge der Erde) sind das Problem.

Würden diese beiden "Systeme" noch einwandfrei funktionieren, würden die meisten Treibhausgase einfach absorbiert werden. Außerdem sorgen Pflanzen und Korallen ja bekanntlich für die Sauerstoffproduktion auf der Oberfläche und im Meer.

Eine einfaches, hypothetisches Beispiel: Nehmen wir an, du wärst Arzt und hättest einen Patienten, der über extreme Kurzatmigkeit und Keuchhusten klagt. Schnell stellst du fest, dass der Patient Wasser in der Lunge hat.
Rätst du ihn (a) dazu, weniger zu atmen ... oder (b) behandelst das Lungenödem?

Was ich damit sagen will: Man kann ja hundertfach irgendwelche Ausstösse minimieren. Nur nützt dies rein garnichts, wenn man weiterhin den Regenwald abholzt und dadurch die Sauerstoffproduktion immer weiter einschränkt, weil immer weniger Pflanzen da sind, die CO2 absorbieren und durch Photosynthese O2 "ausscheiden".


Üble Nachrede wird aus gutem Grund nicht durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt und das man sie aus selbstverschuldeter Unkenntniss praktiziert macht da keinerlei Unterschied. Wenn es zudem um Behauptungen geht, die persönliche Existenz bedrohen, ist es eben keine harmlose Internetgeschichte mehr - wie so oft bei Wikileaks.
Es ging darum, dass dieser Herr eben nicht nur die Verbreiter (in diesem Fall übrigens nicht Wikileaks, sondern die Kanadische National Post) sondern auch Menschen verklagt hat, die in den Kommentarbereich der Onlinepräsenz der National Post geposted hatten.
Ich denke nicht, dass es gerechtfertigt ist, Jemanden zu verklagen, weil er auf einer Onlineplatform Jemanden als "Hypocrite" (Heuchler) bezeichnet.

Wäre dem so, hätten wir fast täglich irgendwo mehrere Gerichtsfälle deswegen.

Das ist meiner Meinung nach nichtmal genug für einen Foren Ban.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Frage ist aber: Von wem wurden die Untersuchungen durchgeführt? Von einem unabhängigen Panel oder doch von einem Schwesterpanel?

Und genau das meine ich mit "wenn es einmal auf Wikileaks stand, dann sind alle anderen Quellen unglaubwürdig". Natürlich waren an solche Untersuchungen andere Wissenschaftler beteiligt, so dass du das ganze vermutlich als "Schwesterpanel" bezeichnen würdest. Wer sonst sollte auch eine fachliche Expertise abgeben, außer Fachleute, die heutzutage zwangsläufig gobal vernetzt arbeiten?
Und weitere Teilnehmer, die sich anbieten würden/teilnahmen werden von einem geneigten Verschwörungstheoretiker wohl als parteiisch eingestuft werden: Leitende Mitglieder der entsprechenden Universitäten/Institute, Mitarbeiter, die über die Abreitspraktiken Auskunft geben könnten, ggf. Mitarbeiter von Regierungsinstitutionen die Forschung im Land koordinieren/über Finanzverteilung entscheiden, interne Untersuchungen von Magazinen,...:
Wenn Wikileaks den kompletten Wissenschaftsbetrieb der Lüge bezichtigt, wer bleibt denn dann noch, der eine unabhängige und zugleich fachlich kompetent genug ist, um eine Einschätzung zu geben? Blogger?

Dass man an den Papieren nichts verändern musste, ist wohl klar. Bis zum heutigen Tage wurde die meisten der offline gesetzten Klima Stationen nicht wieder online gesetzt. Täte man dies, müsste man 100%ig die meisten Statistiken verwerfen.

Und das ist eben das Krumme an der Sache, das die meisten Wissenschaftler selbst nicht zu verstehen scheinen.
Treibhausgase sind nicht das Problem. Die Abholzung des Regenwaldes (grüne Lunge der Erde) und die Zerstörung der Meere (blaue Lunge der Erde) sind das Problem.

Wenn du eine Natur"wissenschaftliche" Diskussion zum Thema "AMDFan2005 versteht besser als jeder Experte, wie die Stoffkreisläufe, Athmosphäre und Biosphäre dieses Planeten funktionieren" führen möchtest, dann können wir das gerne in einem seperaten Thread (oder via PM) versuchen. Als kleine Offtopicdiskussion lässt sich sowas erfahrungsgemäß nicht führen.

Da kann ich dir dann auch erklären, warum allein dieser eine Satz

Außerdem sorgen Pflanzen und Korallen ja bekanntlich für die Sauerstoffproduktion auf der Oberfläche und im Meer.

Mindestens zwei sachliche Fehler und einen dritten Denkfehler bezüglich des Themas enthält. (die sich auch in deinen weiteren Ausführungen wiederfinden)


Es ging darum, dass dieser Herr eben nicht nur die Verbreiter (in diesem Fall übrigens nicht Wikileaks, sondern die Kanadische National Post) sondern auch Menschen verklagt hat, die in den Kommentarbereich der Onlinepräsenz der National Post geposted hatten.
Ich denke nicht, dass es gerechtfertigt ist, Jemanden zu verklagen, weil er auf einer Onlineplatform Jemanden als "Hypocrite" (Heuchler) bezeichnet.

Wieso nicht? Macht es einen Unterschied, ob ich das auf einer Onlineplattform, in einer Tageszeitung, einer Konferenz oder im Schwimmbad mache? Eine Unterstellung bleibt eine Unterstellung.

Wäre dem so, hätten wir fast täglich irgendwo mehrere Gerichtsfälle deswegen.

Und wenn wir Falschparker bestrafen würden, müssten wir täglich irgendwo mehrere Knöllchen verteilen.

Im übrigen lag die Motivation in der Klage nicht in der Beleidigung gegenüber ihn, sondern in der Verbreitung falscher Behauptungen über ihn.
 
Aber es gibt auch andere Beispiele, die zeigen, dass Plattformen wie Wikileaks nicht vor Missbrauch geschützt sind bzw. selbst aufpassen müssen nicht ihre eigene Stellung zu missbrauchen.
Doch später musste sich Wikileaks bei Jürg G. dafür entschuldigen: «Es ist mittlerweile auch von unserer Seite verifiziert worden, dass es sich gar nicht um Sie handelt», schrieben die Verantwortlichen in einem Mail an Jürg G., das die «Rundschau» in ihrem Beitrag zeigte. Ähnlich erging es Heinrich S. aus Frankfurt, der gemäss den Informationen von Wikileaks 15 Millionen hinterzogen haben soll. Auch das erwies sich im Nachhinein als falsch.
Quelle: Schweizer Whistleblower stellte Unschuldige an den Pranger - Schweiz: Standard - bazonline.ch

Aber auch folgende Beispiele zeigen auf, dass solche Plattformen nicht ganz unproblematisch sind, wenn sie sich nicht nur darauf beschränken zu veröffentlichen und wichtige journalistische Grundsätze nicht beachten.

Assange wies die Kritik zurück und versicherte, seine Mitarbeiter hätten die Dokumente geprüft und Namen von "Unschuldigen" geschwärzt. Was er damit meint, erklärte er beim Seminar in Stockholm an einem Beispiel. Assange zeigte Dokumente, in denen das amerikanische Militär berichtet, wie es einem afghanischen Radiosender Geld für pro-amerikanische Berichte zahlt. Der Chef des Senders wird mit Namen genannt. "Er hat sich bestechen lassen", sagte Assange. Damit sei der Mann in seinen Augen schuldig. Das Beispiel ist bemerkenswert, weil es zeigt, wie Wikileaks-Mitarbeiter klassische Journalisten-Aufgaben übernehmen: Sie sichten und filtern. Und sie bewerten. Wer Unschuldige von Schuldigen unterscheidet, ist nicht mehr bloß Anwalt. Er ist auch Richter.
Quelle: Wikileaks: Julian Assange - Fast ein Held - Digital - sueddeutsche.de
Wie kann Wikileaks nur über Schuld oder unschuld urteilen. Nur weil ein Dokument eine aussage über einen Sachverhalt liefert, heisst dies noch lange nicht, dass diese aussage der Wahrheit entsprechen muss oder aber das Dokument gibt nur einen Teil des Sachverhaltes wieder, so dass der Gesamtkontex nicht erfasst wird.
Jüngstes beispiel ist die erhaltene steuer CD. Auf dieser können letztendlich nur bankdaten und Kontobewegungen enthalten sein. Daraus lässt sich aber noch kein Beweis für ein Steuervergehen ableiten. Ob diese konten bei der Steuererklärung angegeben wurden weiss nur die zuständige Finanzbehörde. Diese dürfte, selbst wenn sie wollte, Wikileaks keine Auskünfte geben. Eine Veröffentlichung würde aber das informelle Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen erheblich verletzen. Von der Vorverurteilung in der Bevölkerung ganz zu schweigen.

Auch die Autorin Michela Wrong ist wütend auf Wikileaks. Mit Entsetzen musste sie feststellen, dass ihr Buch „Jetzt sind wir dran: Korruption in Kenia“, in dem sie die Abgründe der staatlichen Korruption in Kenia offen legt, auf Wikileaks in ganzer Länge veröffentlicht wurde. Als Grund nannte Wikileaks, die Buchhändler in Nairobi würden es nur ungern verkaufen, da sie sich vor den drakonischen Strafen fürchten, die in Kenia wegen Verleumdung drohen. Wrong ärgerte sich sehr, da das Buch kein Regierungsdokument ist und nun überall auf der Welt kostenlos verfügbar ist. „Ich schrieb an Wikileaks und erklärte ihnen, dass sie ihrer eigenen Sache schaden, da die Verleger kaum Leuten wie mir weitere Vorschüsse für Recherchen in Afrika geben werden, wenn sie mit den Büchern dann nichts verdienen.“
Quelle: Wikileaks: Julian Assange - Fast ein Held - Digital - sueddeutsche.de

Und auch dieses Beispiel zeigt, dass es durchaus Grenzen für eine solche Plattform geben muss.
 
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