AW: Öl Casecon
gute Idee. und wenn ichs richtig verziere, kann ich die Kabel als 1 Strang aus dem (ich sag einfach mal Aquarium könnt auch was anderes sein) Aquarium rauslegen.
Genau; das ganze auch mit USB, Netzwerk, Audio, S-ATA und anderen Kabeln
Eventuell könnte man die Kabel an eine Slothblende im trockenen Teil des Gehäuses anschließen, damit das auch was gleichschaut, eine Blende aus einem Mainboard mit Onboardgrafik sollte sich perfekt dafür eignen
könnts ja ein bisschen den Hanfseilen ähnlich machen, oder so
ja, speziell bei Silikonöl muss man mit dem Abdichten aber sehr vorsichtig sein; ein Problem könnte hier sein, dass das Öl sogar im Inneren der Kabelisolierungen entlang kriecht und das irgendwann bei der Tastatur, der Maus oder sonstwo herauskommt, damit kann man einiges versauen; um das effektiv zu verhindern muss man das Kabel samt den einzelnen Litzen auf ein paar mm abisolieren und an der Stelle in Kunstharz eingießen wobei man natürlich auf eine ausreichende Schirmung des Kabels und eventuelle Kurzschlüsse achten muss, besonders schwer ist das natürlich bei Kabeln mit vielen einzelnen Litzen etwa DVI, Netzwerk oder S-ATA Kabel
Eine alternative Möglichkeit wäre es einfach jeweils einen Zwischenstecker einzufügen und diesen in Kunstharz zu vergießen.
Wenn man kein Silikonöl verwendet ist das Sickerproblem allerdings nicht ganz so groß weshalb man hier auf diese aufwendige Maßnahme eventuell verzichten kann, langfistig wird aber wahrscheinlich trotzdem eine geringe Menge durch die Kabel sickern aber so spart man sich wenigstens den Ölspray fürs Mauspad ^^
Bei Silikonöl sollte jedenfalls der gesamte Ölgefüllte Bereich Luft und Öldicht verschlossen werden, das Zeug sickert noch durch die kleinsten Öffnungen und kann ein ganzes Zimmer versauen
Hier kommen wir zur Auswahl des richtigen Öls
Dabei sind einige Faktoren zu beachten:
-Flüssigkeit/ Viskosität; wie leicht kann das Öl umgewälzt und gepumpt werden?
-Stocktemperatur (bei der Kombination der Ölkühlung mit einem Chiller); ab dieser Temperatur beginnt sich das Öl zu verfestigen, es kann nichtmehr sinvoll weiter abgekühlt werden
-Wärmeleitfähigkeit; sehr wichtig da das Öl in diesem Fall als Kühlmittel dient
-Wärmekapazität; wie viel Wärme kann das Öl speichern? Wichtig beim mechanischen Ableiten der Wärme durch das Öl im Zuge der Umwälzung
-Elektrische Isolationsfähigkeit; Unterschiedlich aber bei allen in Frage kommenden Ölen für die Anwendung in einem PC bei weitem gut genug, auch für das Netzteil
-Haltbarkeit; alle zwei Monate Ölwechsel weil das Zeug ranzig wird? Das muss nicht sein…
-Temperaturbeständigkeit; bei welcher Temperatur beginnt sich das Öl zu zersetzten? Vernachlässigbar da bei allen in Frage kommenden Ölen deutlich > 100°C
-Farbe; farblos kann man bei Bedarf immernoch färben, im Zweifelsfall aus Ästetischen Gründen relevant
-Sickerfreudigkeit; ist ein Öl sehr sickerfreudig muss der nasse Teil des Gehäuses aufwendig abgedichtet werden auch das Sickern im Inneren von Kabeln wird zum Problem; bei manchen Ölen ist es schlimmer als bei anderen, grundsätzlich besteht das Problem jedoch bei allen (man merkt es ja schon in der Küche; eine Flasche Öl, die schon längere Zeit offen war ist meist komplett ölig)
-Entzündlichkeit; ein Sicherheitsaspekt
-Brennbarkeit; ein Sicherheitsaspekt; ein mit 20l Öl gefüllter PC kann schnell den Unterschied zwischen einem kleinen Feuer und einem abgebrannten Haus machen, im Brandfall natürlich auch ein Versicherungsproblem
Grundsätzlich kommen hauptsächlich folgende Öle in Frage:
-Pflanzenöl
Besteht hauptsächlich aus Fetten
Vorteile:
- billig (aber preiswert?)
-leicht zu bekommen
-vergleichsweise wenig kriechfreudig
Nachteile:
-gut brennbar und relativ leicht entzündlich
-relativ dickflüssig, schwer zu pumpen und umzuwälzen
-begrenzt haltbar, wird ranzig
-Eigenfarbe
-hoher Stockpunkt , nicht für tiefe Temperaturen geeignet
Klassisches Mineralöl (Diesel, Heizöl oder ähnliches)
Besteht aus einer Mischung diverser organischer Stoffe;
nicht empfehlenswert da es diverse Kunststoffe und Klebstoffe angreifen/auflösen kann
Paraffinöl
Besteht aus Alkanen; wird in der Regel aus Erdöl hergestellt und daher ebenfalls den Mineralölen zugeordnet; es gibt verschiedene Arten von Paraffinölen die sich durch die Kettenlänge der Alkane unterscheiden
Vorteile:
-relativ billig aber schon deutlich teurer als Pflanzenöl
-relativ leicht zu bekommen
-es gibt vergleichsweise flüssige Paraffinöle (wobei natürlich nicht alle Paraffinöle gleich sind!)
-Relativ schlecht entzündlich (etwa wie Wachs) und allgemein chemisch sehr reaktionsträge (aber gut brennbar wenn es mal brennt)
-in einigen Varianten relativ niedriger Stockpunkt
-relativ wenig sickerfreudig
-Farblos
-praktisch unbegrenzt haltbar (einige hundert Jahre sicher, dann müsste man vielleicht nachfüllen um Verdunstungs- oder Sickerverluste auszugleichen)
Nachteile:
-gut brennbar
Silikonöl
Besteht aus Silikon-Sauerstoff-Silikon… Ketten mit Kohlenwasserstoffresten und kommt nicht in der Natur vor- es muss aufwendig (und vor allem teuer) künstlich hergestellt werden, auch hier gibt es verschiedene Varianten die sich hauptsächlich durch ihre Kettenlänge unterscheiden
Vorteile:
-Fast unbrennbar und entsprechend nicht entzündlich
-sehr Temperaturbeständig (z.T. >250° was aber nicht nötig sein sollte)
-beste elektrische Isoliereigenschaften was aber nicht relevant sein sollte
-Farblos
- zum Teil relativ flüssig
-In einigen Varianten sehr niedriger Stockpunkt, zum Teil tief im Minusbereich…
-praktisch unbegrenzt haltbar
Nachteile:
-relativ schwer zu bekommen
-sehr teuer, eine komplette PC Füllung kann einige hundert € kosten, das Geld könnte man z.B. in eine fette WaKü investieren
-Sehr kriechfreudig