Blog NZXT Phantom Review

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Komplett-PC-Aufrüster(in)
Nach einem kleinen Tower, der gerade mal Platz für ein µATX-Board Platz bot und massive thermische defizite aufwies, war klar das für die neue Hardware aus platz- sowie wärmetechnischen Gründen ein Bigtower her musste.

Doch welchen kaufen?! Das Angebot ist sehr groß und deckt ein großes Preisspektrum ab. Da mir aber die Kühlung der teuren Hardware sehr wichtig ist, war ich bereit ca. 150,00 EUR für ein Case aufzuwenden.

Ebenso war klar dass das Case schwarz sein muss, alles andere kommt mir nicht ins Büro. Zu dem Zeitpunkt als diese Entscheidung in angriff genommen wurde, veröffentlichte die PCGH-Redaktion in ihrem Heft einen großen Case-Test, auch das Phantom erstmals vertreten war und ordentlich abschnitt. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal für den hervorragenden Test, welcher sehr informativ und angenehm zu lesen war:hail:

Nach weiterer Recherche im Netz war schon bald klar das ich dieses Case haben muss (ich kann hier jedem die infos bei Caseking.de nahe legen, helfen ungemein weiter ink. Videos).

Im Januar war es dann soweit, das Case samt 600 Watt OCZ Netzteil wurden bei Caseking geordert und kamen auch schon am nächsten Tag an (einfach ein super Service!:daumen:)

Als ich den Karton des Towers sah wurde mir erst bewusst wie groß das Phantom wirklich ist:wow:
Also, dem Lieferanten gleich das Paket aus den Händen gerissen und ab ins Büro. Tür zu und ab ans Basteln!!:D

Erstmal alles sorgfältig ausgepackt und bestaunt:sabber:
Das Case war sehr ordentlich mit Schutzfolie überzogen. Auch waren keine Mängel und / oder Beschädigungen festzustellen.

Dann galt es sich die Verabeitung des Towers genauer anzusehen.
Als erstes fällt natürlich der enorme Freiraum auf, welcher kaum Grenzen setzt (je nach Vorhaben). Scharfe Kanten habe ich bis dato nicht entdeckt, was natürlich absolut positiv ist. Nett und vorallem angenehm sind die kleinen Detaillösungen des Phantom. Da wären zu Beispiel die Festplattenkäfige. Insgesamt gibt es zwei davon. Der kleinere lässt sich auch ausbauen um Platz für eine Pumpe oder ein größeres NT zu schaffen. Ebenso ist die Befestigung der HDDs sehr simpel und erklären sich von selbst (Platten sind durch die Gummilagerung entkoppelt).
Auch die Verschlüsse der 5,25 Zoll Laufwerke gefallen, allerdings sind diese trotz Schnellverschluss auf Rändelschrauben (beiliegend) angewiesen um die Laufwerke stabil aufzunehmen, das hätte man auch einfacher lösen können.
Gut gefällt auch die bereits verbaute Lüftersteuerung. Diese ermöglicht es auf fünf Kanälen insgesamt sieben Lüfter zu regeln, welche in größen von 120 - 230 mm verbaut werden können (3 x 120 & 1 x 200 (blau beleuchtet) sind bereits verbaut). Somit wird sicher gestellt das in allen Lebenslagen genügend Frischluft vorhanden ist. Die Beleuchtung des 200 mm Lüfters im Deckel lässt sich übrigens mit einem Knopf auf der Rückseite deaktivieren.

Hot Swap Anschlüsse sowie USB 3.0 Ports am Gehäuse sucht man leider vergebens. Besonders einen USB 3.0 Anschluss hätte man erwarten können. Hier sollte definitiv nachgebessert werden.

Trotz seiner imensen Größe und der sehr guten Platzverhätnisse, gibt es auch den ein oder anderen negativen Aspekt bzw. komplatibilitätsprobleme.

Als erstes wäre da die Aussparung in der Mainboardplatte, welche es ermöglichen soll einen Kühler samt Backplate ohne Ausbau des MB zu welchsen. Das hat mit meinem alten Acer µATX-Board (Sockel AM2) hervorragend funktioniert. Mit dem ASUS P67 Sabertooth (Sockel 1155) funktioniert das leider nicht. Die Aussparung müsste schon etwas größer sein, damit man auch wirklich alle vier Schrauben anziehen kann, und nicht nur zwei:what: Ich denke das dieses Problem wohl bei mehreren Boards auftritt. Wenn man wert auf dieses Feature legt, hilft leider nur noch der Dremel....

Das Gehäuse ist wirklich sehr breit, allerdings sollte jeder der einen 200 oder 230 mm Lüfter im Seitenteil verbauen möchte auch darauf achten das der CPU-Kühler nicht zu hoch baut. Im Falle des Scythe Mugen 2 Rev. B ist dies eben nicht möglich, da die Enden der Heatpipes die Lüfterblätter blockieren (dies ist aber wohl eher dem Mugen zu zu schreiben, als dem Phantom).

Auch beim NT sollte auf kompatibilität geachtet werden. Die Strecke zwischen NT und 8 PIN Anschluss auf dem MB strafft das Stromkabel auf das Maximum, sofern man dieses hinter dem Board verstecken will. Da dieses Kabel eben nur knapp passt hat man mit dessen Anschluss auch so seine Probleme: Die Kabeldurchführung ist bei eingebautem Board etwas knapp bemessen, was bei den beengten Platzverhältnissen leider nichts erleichtert.

Da wir gerade bei den Kabeln des NT sind: Die Kabel der Stromversorgung für die GPU sollten auch beachtet werden, da die Dürchführung im Case etwas Abstand zum Board hat. Im Falle einer Palit GeForce GTX 460 Sonic ist es leider nicht möglich die Kabel zu "managen", da diese schlicht zu kruz sind.

Das ist aber alles Kritik auf hohem Niveau, da das Phantom durchaus sehr gute Eigenschaften besitzt. So wirken die in schwarz lackierten Plastikabdeckungen (Front & Deckel) wirken gut verabeitet. Ebenso wirkt der Rest des Towers sehr hochwertig und ist sehr verwindungssteif.
Für LAN-Parties ist dieses Case aber nur bedingt empfehlenswert, da es bereits mit einem Leergwicht von 10,6 kg aufwartet, was mit HW-Bestückung noch mal eine gute Schippe mehr wird.

Nachdem somit alles in Ordnung war wurde der alte PC gleich mal in seine Bestandteile zerlegt.

Beim ersten Einbau überlegt man noch etwas länger wie man die Kabel dann verlegt, was bei einer Umrüstung dann aber deutlich schneller von statten geht.

Insgesamt gestaltet sich der Einbau im großen und ganzen als einfach. Lediglich einige Eigenschaften des Phantom sollte bereits bei der Planung beachtet werden um späteres Kopfzerbrechen zu vermeiden.

Fazit:
Alles in allem ein gelungenes Gesamtpaket, welches mit diversen finessen aufwartet, aber im Vorfeld auf komplatibilität überprüft werden sollte. Wird das bei der Planung beachtet, darf man sich über ein sehr gutes Gehäuse mit lediglich kleinen Macken freuen und ein designtechnisches Unikat sein eigen nennen.:daumen:
 
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