NVIDIA Ampere Laberthread

Hat hier jemand ne 3080Ti Founders Edition und betreibt diese mit ner Wakü? weil ich habe das glück gehabt einen zu bekommen und möchte die natürlich auf wakü umbauen. Habe mir da den Alphacool rausgesucht der angeblich passen soll laut Kompatibilitätslist aber vielleicht kann hier jemand was zu sagen wie der Kühler so ist
 
Vielleicht kommt bald ein EKWB Special Edition für die Ti. Habe so einen auf der 90er. Siehe hier. Leider recht teuer. Das In/Out-Terminal ist in mehreren Ausführungen/Richtungen im Lieferumfang enthalten und leuchtet natürlich. ^^

1635421979900.jpeg
 
Jau, du hast recht.
Also macht auch Sinn und die schreiben das sogar leicht versteckt in der Kompatibilitätsliste.

1635454699500.png

Sind halt die gleichen PCBs mit +2 Modulen.

NVIDIA-GeForce-RTX-3080-Founders-Edition,-10GB-GDDR6X,-HDMI,-3x-DP-pcb.jpg NVIDIA-GeForce-RTX-3080-Ti-Founders-Edition-pcb.jpg

Dann würde ich den Block definitiv empfehlen.

 
Hi @All

ich wollte mal meine UV erfahrung mit meiner RTX 3080ti FE teilen.

In meinen Augen bestätigt sich auch bei dieser Karte, dass Nvidia, Ampere mit hilfe der Brechstange (Strom) an Big Navi in Benchmarks vorbei wollte.

Meine 3080ti FE läuft bei 300Watt mit nahezu identischer Leistung wie Stock, nur dass sie dabei 50Watt weniger vebraucht.
Wichtig ist natürlich eine ausreichend guter Airflow im Tower. Mein Fractal Define R6 ist bestückt mit 3x 140 zuluft vorne+unten und 2x 140 auf ein 240 Radiator abluft.

Ich habe natürlich einige Zeit in meine Afterburner Curve reingesteckt um Stabil das Optimum rauszuholen. (Metro Exodus Benchmark)

Mit diesen Werten entpuppt sich die RTX3080ti zu der Karte, die sie hätte sein müssen. Der GA102 ist in den Spannungregionen zwischen 780mv bis 850mv erst richtig effizient. Dabei Taktet Sie zwischen 1720Mhz-1840Mhz im GPU Limit.
Bis 300 Watt arbeitet der Kühler der FE unauffällig leise und kühl genug, um konstante Boost Taktraten zu erreichen

Ergebnis sind folgende Werte:

PL: 85%
Lüfterkurve Stock
max. Temp Chip: 69°C
max. Temp VRAM: 90°C
max. RPM Lüfter: ~1700 rpm
21°C Raumtemperatur

Mein System:
AMD Ryzen 9 5900X Custom WaKü 240 Radi
32GB 3600Mhz CL16
Tower: Fractal Define R6 gedämmt mit Staubfilter
 

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Mann sollte aber nicht mit einem power Limit arbeiten. Mit dem Curie Editor im Afterburner bekommst du bessere Ergebnisse hin.

Edit hab gerade gesehen du hast ne curve drin. Wobei die eher "anders" aussehen sollte... such dir die Ziel Spannung und wähle dazu eine Frequenz die du erreichen "willst" ab dem Punkt folgt eine Gerade....
Er wird also immer den Punkt versuchen zu halten....
Damit reduziert du das hin und her geclocke und die Leistungsspizten. Die Karte läuft ruhiger.
 
bessere Ergebnisse
*andere Ergebnisse

Die gesamte Curve optimieren (GPU Offset oder Curve Optimizer) und das Powerlimit beschränken ist ebenfalls eine völlig legitime Option.

Um eine Lüfterkurve zu optimieren, ist das sogar besser, da die mittlere Leistungsaufnahme relativ konstant bleibt. Beim klassischen Curve-Undervolting hat man zwar konstanten Takt und Spannung, allerdings variiert die Leistungsaufnahme je nach Spiel und Auflösung enorm.
 
Mann sollte aber nicht mit einem power Limit arbeiten. Mit dem Curie Editor im Afterburner bekommst du bessere Ergebnisse hin.

Edit hab gerade gesehen du hast ne curve drin. Wobei die eher "anders" aussehen sollte... such dir die Ziel Spannung und wähle dazu eine Frequenz die du erreichen "willst" ab dem Punkt folgt eine Gerade....
Er wird also immer den Punkt versuchen zu halten....
Damit reduziert du das hin und her geclocke und die Leistungsspizten. Die Karte läuft ruhiger.
Bisher habe ich wie du es beschreibst den curve Modus verwendet, nur macht man damit das eigentlich "Feature" der modernen GPU's zunichte. Das hin und her Takten ist doch gewollt und dient der optimalen Performance in jeglicher Auslastung.

Das PT Limit ermöglicht auch bei niedrigerer Auslastung höhere Taktraten zu fahren. So entsteht ein im Durchschnitt höhere Leistung.

Mach ich es wie du beschreibst, Nagel ich die frequenz auf Spannung x fest und die Karte kann bei geringer Auslastung nicht mehr hoch takten und nicht ihre volle Power aus der Dose ziehen.

Das sind meine Gedanken dazu.
 
@JaniZz Du machst es etwas zu kompliziert. Das Powerlimit würde ich überhaupt nicht anfassen. Einfach auf 100% oder höher lassen. Ziehe im Afterburner die komplette Kurve mit Shift herunter und ziehe dann bei der gewünschten Spannung einen Punkt bis zur gewünschten Frequenz hoch. Apply drücken und fertig. Sieht dann wie hier aus:

1635873335700.png

Die Karte wird dann wie gewohnt bei ca 100MHz rumideln und bei Last geht sie auf zB 800mV und zB 1860MHz. Sie wird weder höher takten, noch niedriger, außer die CPU oder die Software bottleneckt. Die Leistungsaufnahme wird sich dann voraussichtlich irgendwo zwischen 200-300W einpendeln, je nach Spiel. Lass die Karte einfach ziehen was sie braucht, statt ihr ein Limit vorzugeben.

Die Kurven kannste beim UV vergessen. Einfach die Spannung und die Frequenz festnageln und fertig. Die Kurven sind eher hilfreich, wenn man sich im harten OC-Bereich befindet und die Karte quasi um jeden MHz-Step mit dem Powerlimit kämpfen muss. Da macht so eine Kurve Sinn. Beim UV eher nicht.

PS: Ich gehe einfach mal davon aus, dass es dir hier um Effizienz geht. Daher wird die niedrigstmögliche Spannung festgenagelt, mit der die Karte noch einigermaßen gute Frequenzen hinbekommt. Bei Ampere sind das, wie von dir bereits festgestellt, so um die 800mV (+/- 25mV). Drüber wirds schnell ineffizient und drunter relativ instabil.

PS2:

1635874069400.png

1770mHz bei 831mV und 293W sind nicht gut optimiert.
Da sind noch locker 60MHz drin bei der Spannung.
Wie gesagt, hau die Kurve weg. Die bringt nix.

Mach lieber 825mV fix und suche die stabile maximale Frequenz. Wahrscheinlich so um die 1860MHz. Das ist schneller und verbraucht etwas weniger Strom und die Karte passt sich nicht ständig der Last an, sondern fährt stabil auf diesen Werten und die Leistungsaufnahme schwankt je nach Last.

Beim klassischen Curve-Undervolting hat man zwar konstanten Takt und Spannung, allerdings variiert die Leistungsaufnahme je nach Spiel und Auflösung enorm.
Ist doch egal. ^^ Klar, du hast dann bei Cyberpunk deine >300W und bei anderen Spielen vielleicht nur 200W. Ist dann halt so. Besser als wenn die Karte wegen der Kurve und einem kurzen Last-Loch ab und zu in instabile Frequenzen reinschießt und das Spiel crasht.

Nach Powerlimit würde ich nur gehen, wenn man Temperaturprobleme hat und man einen gewissen Wert wirklich nicht überschreiten will. Aber bei perfekter Kühlung würde ich immer nach Spannung gehen und dann die optimale Frequenz suchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Leistungsaufnahme schwankt je nach Last.
Und wenn er genau das nicht will? Ist bei Lukü, wie oben genannt, ggf. einfacher. So holt die Karte das Maximum aus dem "Kühlbudget" (in seinem Fall bspw. ~300W für einen angenehmen Betrieb).

Dennoch sehe ich da, wie du, noch Optimierungspotential. Entweder den Offset für die gesamte Curve ausloten oder den Curve-Optimizer anschmeißen, der gerade unten rum noch viel optimieren kann.
 
Ja aber was für Temperaturprobleme. Die Lüfter gehen auf 46% und die Temperatur peakt bei 69°C im 293W Benchmark. Mit der festen Spannung wird's auch nicht wärmer als jetzt, wenn er 825mV einstellt, sondern kühler. Die aktuelle Kurve zieht ihn ja auf 831mV und laut der Maximalwerte sogar teilweise auf 1043mV. Voll unnötig. ^^

Ich sehe da absolut keinen Grund nach Powerlimit zu gehen. Spannung festnageln und gut ist. Man muss sich schon entscheiden. Entweder Overclocking mit Kurve oder UV und dann Spannung und Frequenz manuell perfekt optimieren.

Das da ist nichts Halbes und nichts Ganzes.
 
Den Grund hat er selbst doch genannt:
Das PT Limit ermöglicht auch bei niedrigerer Auslastung höhere Taktraten zu fahren. So entsteht ein im Durchschnitt höhere Leistung.

Bei deiner Vorgehensweise wird die Karte in einem anderen, anspruchsvolleren Spiel eben mehr verbrauchen und dadurch ggf. lauter, als er es möchte. Und in anspruchsloseren Spielen wird die Karte, wie du schon sagst, weniger verbrauchen - nutzt dann aber das "überschüssige" Kühlpotential nicht aus, wie er es gerne hätte.
Besser als wenn die Karte wegen der Kurve und einem kurzen Last-Loch ab und zu in instabile Frequenzen reinschießt und das Spiel crasht.
Warum sollte das passieren?
 
Achso, ja zB wenn er jetzt DOTA spielt, dann wird die Karte sich natürlich auf so 1100MHz runtertakten. Die Kurve ist zwar nicht "kurvig", sondern abschüssig, aber die MHz-Steps sind ja schon noch da. Die Karte wird halt etwas gröber heruntertakten als mit Kurve. Aber runtertakten wird sie schon noch, wenn die Auslastung runtergeht und sie wird dann auch wenig verbrauchen.

1635875306500.png

Aber Leistung verliert man damit nicht.
Wenn die Karte möchte, wird sie wieder voll hochtakten.

Warum sollte das passieren?
Naja bei seiner Kurve jetzt nicht, aber wenn die etwas höher wäre, dann könnte die Karte hier und da versuchen auf 2GHz zu klettern, wenn das Powerlimit es zuließe und das Spiel kurzzeitig wenig Last verursacht. Da steigen einige Karten schnell aus. Seine Kurve ist da jetzt nicht scharf genug.

Aber mit fixem UV kann das halt niemals passieren.
Da bleibt die Karte immer bei der gewünschten Frequenz und Spannung.

Siehe:
Er wird also immer den Punkt versuchen zu halten....
Damit reduziert du das hin und her geclocke und die Leistungsspizten. Die Karte läuft ruhiger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht eher um die oberen Boost-Steps, welche je nach Last noch genutzt werden können. In Metro liegen dann bspw. die 1800@0.8V an bei 300W, in den aktuellen Assassins Creed, welche dafür bekannt sind, relativ sparsam zu sein, dann 1900@0.9V bei 300W. So wird das Powerbudget/Kühlpotential perfekt genutzt, um die maximale Leistung rauszuholen.
Naja bei seiner Kurve jetzt nicht, aber wenn die etwas höher wäre, dann könnte die Karte hier und da versuchen auf 2GHz zu klettern, wenn das Powerlimit es zuließe und das Spiel kurzzeitig wenig Last verursacht. Da steigen einige Karten schnell aus. Seine Kurve ist da jetzt nicht scharf genug.

Das ist mit dem normalen GPU-Offset relativ gut auszuloten, da die Curve genau so designt wurde, dass wenn die oberen Stufen stabil laufen, unten alles stabil bleibt. Deswegen würde ich an der Curve selbst nichts weiter optimieren abseits vom Offset, da es extrem aufwändig ist, die Stabilität zu gewährleisten (ich denke mal, darauf willst du hinaus). Ein wenig Potential ist aber auch hier vorhanden, das kann sich bspw. der Curve-Optimizer zu nutze machen. Bei meiner Turing GPU kommt hier eine sehr brauchbare Curve raus, die unten rum noch etwas mehr Offset drauflegt.

Wie gesagt, beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile - man muss selbst entscheiden, welches Ziel man erreichen möchte.
 
In Metro liegen dann bspw. die 1800@0.8V an bei 300W, in den aktuellen Assassins Creed, welche dafür bekannt sind, relativ sparsam zu sein, dann 1900@0.9V bei 300W. So wird das Powerbudget/Kühlpotential perfekt genutzt, um die maximale Leistung rauszuholen.
Ich glaube wir reden einfach von 2 verschiedenen Dingen.

Du/Ihr scheint die maximale Leistung bei dem Powerlimit rausholen zu wollen, während ich versuche auf Effizienz zu gehen. Im oben genannten Beispiel liefe Assassins Creed dann halt nicht bei 300W, sondern wahrscheinlich mit 250W oder noch weniger, natürlich auch mit etwas weniger Takt als 1900MHz, aber die 40MHz merkste wahrscheinlich sowieso nicht.

Das meine ich halt. Entweder man geht auf Effizienz oder auf Leistung. Was ihr da macht ist ein Mittelding per Powerlimit. Natürlich kann man das so machen, aber das ist kein richtiges Undervolting.
 
schön das ich dazu eine kleine diskussion auslösen konnte, weil genau dieses Thema ich, seit dem ich die 3080ti habe, überdenkt habe.

Meine Kurve ist mit steiegender Spannung flacher. Warum? Weil die Effiziens bei steigender Spannung und Temperatur abnimmt.
Somit kann man bei den niedrigen Spannungen mehr Offset (+300Mhz) geben, im oberen Bereich dann viel weniger (+100Mhz). Siehe Bild im Anhang. Die untere Linie ist die Stock Kurve.

Das führt dazu, dass die Karte in allen Spannungsbereichen auf das abgestimmt ist, was der Chip hergibt. Jeder Punkt in der Kurve ist am Cocl/Voltage optimum.

Mal ein kleines vereifachtes Beispiel, welche die Vorteile meine Methode mit FPS Limiter zeigen sollen

Ein Game im FPS Limit für 10 min
120 FPS
die GPU braucht zwischen 1700-1780 Mhz um 120 FPS zu stemmen.
PL 300Watt

Deine Methode:
GPU braucht für 1780Mhz 0,812V
next Step sind dann schon nur noch 1680 0,806V--->1620 0,750V
Deine Kurve ist stark fallend und alle Boost-Punkte hinter deinen Sweet Spot sind weit weg von dem was der Chip kann.
Was dann passiert... Entweder deine Karte nagelt einfach die 1780Mhz bei 0,812V fest beu ausreichender Auslastung, oder bei geringerer Auslastung fällt der Boost ein oder zwei Booststeps ab 1620Mhz-1680Mhz, also zu wenig um die 120 FPS zu halten. Das passiert vielleicht nur sehr kurz und deine GPU legt 90% der Zeit deine 0,812V bei 1780Mhz an. AVG Voltage liegst du sagen wir mal dann in 10 min bei 0,810V.

Meine Methode:
GPU braucht für 1780 Mhz 0,812V
Der nächste Step in meiner Kurve ist 1760 Mhz 0,806
Dann 1740 Mhz 0,800V--->1700 Mhz 0,793V

Nach diesen kleinen und feinen Boost Steps muss meine Karte um die 120 FPS zu halten 0,793V-0,812V verwenden. Sie schwank jetzt je nach Asslastung zwischein diesen Punkten in der Kurve und arbeitet immer im Optimalen Bereich Clock/Voltage=sehr Effizient und das FPS Limit kann immer gehalten werden. In den 10 Minuten AVG braucht meine Methode 0,800V um die 120 FPS zu halten.

Das bedeutet, dass nach deine Methode die GPU im Schnitt nach 10 Minuten mehr Energie verbaucht hat (AVG Voltage 0,800vs0,810V) und die 120 FPS werdem nicht gehalten.



Andere Beispiel:
Game in 10 minuten ohne FPS Limiter:

Deine Methode taktet egal in welcher Auslastung in den 10 Minuten 1780Mhz0,812V und verbraucht dabei AVG 280Watt. FPS liegen dann AVG bei120FPS

Meine Methode taktet je nach Auslastung 1780Mhz0,812V -1900Mhz 0,900V da ihr mehr und feinere Boost Steps zur Vergügung stehen und die Kurve nach 1780Mhz nicht abgehackt wurde.
In den 10 Minuten verbraucht sie AVG 300Watt liegt aber bei den AVG FPS bei 125FPS.


So, welche Methode ist jetzt besser? :-P

Falls ich mich irre bitte korriegiert mich, aber mir scheint es sehr schlüssig zu sein.

Warum sonst sollten alle GPU Hersteller mit dem Powerlimit arbeiten? Weil somit im Schnitt die FPS/Watt so besser sind.

Früher (vor 2013) gab es die Boost funktion und das Powerlimit nicht. Die Karten haben genau das gemacht ,was du mit deiner Methode machst. Takt festgenagelt auf Voltage X.
Das hat ein Grund warum sich das Weiterentwickelt hat.
 

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Es stimmt ja nicht, dass die Karte bei fixer Spannung und fixem Takt immer xy Watt verbraucht. Das ist komplett abhängig vom Spiel und wie es die Karte belastet. Kann bei sehr heftiger Last über 300W steigen und bei moderater Last auch mal 180W oder so.

Und mit Verlaub, es bringt dir gar nichts, wenn die Karte bei Minderauslastung (im Downclocking) höher taktet, weil die Karte da eh nur hingeht, weil sie sich langweilt. Die Performance spielt sich nur im obersten Bereich der Kurve ab. Alles was links ist, tritt eh nur ein, wenn die Karte rumpimmelt und warum sollte sie das tun. Wenn die Karte runtertaktet, dann sind deine Spieleinstellungen kacke oder die Karte für deine Spiele der komplette Overkill. ^^

Deine Kurve ist stark fallend und alle Boost-Punkte hinter deinen Sweet Spot sind weit weg von dem was der Chip kann.
Ja. Weil es egal ist.

Warum sonst sollten alle GPU Hersteller mit dem Powerlimit arbeiten? Weil somit im Schnitt die FPS/Watt so besser sind.
Die RTX3090FE hat ein Powerlimit von 350W, welches man auf 400W anheben kann. Das ist Nvidia Ampere. Die sind mit 350W angegeben und dann ballern die auch bis dahin, mit aller Kraft - ob's was bringt oder nicht. Du hast doch selbst festgestellt, dass es oberhalb von 300W praktisch gar nichts mehr bringt (zumindest hat das nix mehr mit Effizienz zu tun). Die Hersteller wissen das zwar auch, aber um Effizienz geht es denen aktuell schlicht nicht. Um die Effizienz kümmern sich die Kunden, die Bock drauf haben. Kunden erwarten, wenn da 350W draufstehen, dass die Karte auch bis 350W ballert. ^^

Außerdem ist es für die Hersteller viel leichter die Karte in Limits laufen zu lassen. Die geben einfach 350W vor und fertig. Der GPU-Boost wird sich daran abarbeiten und den maximalen Takt einstellen. Was wäre das für eine Arbeit bei jedem Chip erstmal den Sweetspot zu finden. Zumal die ja auch die Karte für eine entsprechende Leistungsaufnahme auslegen (Spannungsversorgung und nicht zuletzt den Kühler). Daher sind Powerlimits hier verpflichtend.

Man gewinnt auch mit Sweetspot-Optimierung keine Benchmarks gegen die Konkurrenz. Darum machen die das nicht. Und klar, natürlich ist GPU-Boost inkl Powerlimit schneller als, wenn man die Karte auf 800mV festnagelt und ihr ca 250mV vorenthält. Mit 1050mV oder höher wird die mehr Leistung erbringen. Die wird aber auch hier und da 50% mehr Strom für 10% mehr Frames verballern. Muss halt jeder selber wissen.

//

Bald kommt ja die RTX3090super/Ti/wasweißich und angeblich kommt die mit 450W(?) Powerlimit. Wenn man sich die Specs anschaut wird das prinzipiell eine RTX3090 mit +2% mehr Shadern, mehr Werks-OC auf dem baugleichen Speicher (die angegebene Bandbreite erreicht eine RTX3090 auch mit etwas OC) und vor allem einem deutlich höheren Powerlimit. Das ist eben momentan für die Hersteller der einzige Weg noch Leistung rauszukitzeln.

Effizienztechnisch macht das natürlich null Sinn und man darf die Karte auf keinen Fall fix untervolten, denn sonst wäre sie wohl kaum schneller als eine RTX3090 mit dem gleichen UV. Aber so sieht es halt aktuell aus.
 
Da stimme ich zu. Der Boost-Mechanismus ist vieles, aber nicht auf Effizienz getrimmt (ähnlich bei den CPUs). Es wird immer versucht, innerhalb der Limits (Power+Temp) die maximalen möglichen Boost-Stufen auszunutzen.

Höhere Spannungsstufen haben effizienztechnisch immer das Nachsehen, da der Verbrauch bei identischer Belastung quadratisch über die Spannung skaliert. Das kann man mit einem nahezu linearen Taktanstieg niemals ausgleichen ;)

Und tatsächlich wird die Effizienz mit der minimal möglichen Spannung auch am höchsten sein (~1500@0.7).

Der Boost-Mechanismus ist bei aktuellen GPUs und CPUs allerdings notwendig, damit die Chips "idiotensicher" laufen. Das liegt einfach daran, dass die Belastung von Anwendung zu Anwendung extrem variiert - was damals nicht in diesem Ausmaß der Fall war. Angefangen hat es damit, dass Privatnutzer ihre dicken GPUs mit Furmark über den Jordan geschossen haben ;)

Bei mir ist das recht ähnlich und auch der Grund, weshalb ich für "Undervolting" den Boost-Mechanismus im vollen Umfang benutze. Die GPU sieht bei mir neben Spielen auch Lasten, welche deutlich darüber hinaus gehen, oder auch weit darunter liegen und durch den Mehrtakt extrem profitieren bei einem absolut gesehen geringen Mehrverbrauch.
 
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