Neues Fallout-Spiel: Obsidian-Boss würde es gerne machen

Am Rande, ich weiß ehrlich gesagt auch nicht mal welchen Narren Bethesda sich eigentlich an solchen "Mechaniken" gefressen hat, aber diese Art dem Spieler damit auf dem "Sack zu gehen" halten sie ja bereits seit Skyrim, in wirklichen jeden ihrer Titel, bis dato, die Stange, ohne zumindest die (optionale) Option auf abschalten.

Weil auch in Skyrim ist man ja schon nach der Hauptquest in Whiterrun, für den Rest des Spiels, in gewissen Abständen, immer wieder random von Drachen attackiert worden und war es sogar doppelt nervig, weil es dazu führen konnte das Quest NPCs bei solchen Angriffen getötet wurden und Quests entsprechend nicht mehr machbar waren, oder lösbar wurden.

...

Black Isle hatte eigentlich von Fallout auch nie dieses Verständnis das man da einfach nur eine maximal karge, tote Welt, mit lauter Schrott und zerstörten Häusern als Kulisse für einen rauen Überlebenskampf wollte, wie es vielleicht, in F1 und F2, auch wegen des Grafikstils rübegekommen ist und wie es Bethesda dann mit F3 und F4 weitergepflegt hatte und es jetzt dadurch auch irgendwie in den Köpfen ist.

Bereits Projekt "Van Buren" wollte nach F2 sogar noch tiefer in diese Frage einsteigen, wie die Entwicklung so einer Gesellschaft letztlich weitergehen könnte.

Natürlich ging es auch in den Interplay-Fallouts um den Aufbau einer neuen Gesellschaft nach dem Zusammenbruch der Zivilsation. Aber vor allem in Fallout 1 war es eben eine von Mangel geprägte Gesellschaft: Funktionierende Technik war selten, Waffen improvisiert, Munitionen leider nur/immerhin bei 1-2 Typen knapp und über Nahrungs- und Wassermangel wurde zumindest berichtet, auch wenn die Bedeutung von Ernährung im Spielverlauf minimal war. In Fallout 3 und New Vegas dagegen reicht es in der Regel, 100 m Umkreis um eine beliebige Siedlung zu durchkämmen und man findet konservierte Lebensmittel für mehrere Wochen (und in New Vegas noch frische on top), dreimal stärkere Waffen als der durchschnittliche Zivilist in diesen Spielen sie trägt und genug Munition, damit normale NPCs damit ein Leben lang auskommen würden. Eine Suche in 500 m Umkreis fördert nicht selten mehr Feuerkraft zu Tage, als das gesamte "arme, hilflose" Dorf insgesamt hat.

Das ruiniert bei mir nicht nur die Endzeitstimmung, sondern eben auch die Ökonomie. Eigentlich sollten haltbare Massenobjekte wie z.B. Besteck gar keinen Wert haben und Vorkriegs-Konsumgegenständen respektive funktionierende -Technik zwar wertvoll, aber rar sein, da das meiste während des Krieges oder in den beiden folgenden Jahrhunderten verbraucht respektive zerstört wurde.

Bezüglich Bethesdas Fraktions-Systemen:
Jede Aktion mit Moral- oder Zugehörigkeits Bonus/Malus zu versehen ist einfach nur eine ganz billige Art, auch kleinen Handlungen eine übergreifende Bedeutung zu geben. Ohne ein komplexes KI-System (aber siehe @Mahoy), dass zwischen beobachteten und heimlichen Taten unterscheidet und die Kommunikationswege in der jeweiligen Welt nachstellt, wären die meisten Spielerinteraktionen sonst vollkommen konsequenzlos. Und das darf es in einem guten Rollenspiel doch nicht geben.^^
 
Zurück