Neues Drogen-Ranking: Alkohol gefährlicher als Heroin

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Das Alkohol sozial schädlicher ist als Drogen ist doch eigentlich offensichtlich. Es ist zum einen viel leichter zugänglich, billiger als Ecstasy & Co. und vor allem wird Alkohol gesellschaftlich gerne verharmlost (siehe "Flatrate"- und 1€ pro Bier-Parties). So oft, wie man aktiv und passiv durch Betrunkene belästigt wird ist es ein Wunder, dass nicht jeden Tag hier was passiert.

Man siehts bei jedem Fußballspiel: Die ganzen besoffenen Affen im Zug/Bus die weitersaufen, ihre halb leeren Flaschen überall lieben lassen, gröhlen, einen belästigen, Leute provozieren um eine Prügelei anzuzetteln etc. Einfach nur widerlich. Und das sind keine Ausnahmen.

Für Familien ist es ohnehin extrem belastend, wenn einer Alkoholkrank ist. Und alkoholkrank muss da noch nichtmal jemand sein. Solange "Alkohol cool" ist, werden die Leute, die das übermässig jedes Wochenende oder sogar unter der Woche konsumieren es nie lernen. Die müssen dann erstmal jemanden im Suff fast umbringen, damit die zu Verstand kommen, wenn das überhaupt hilft.
 
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Das schlimme ist das Alkoholabhängigkeit sogar eine anerkannte Krankheit ist und Mio. an € für Rehabilitation ausgegeben wird!
 
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bin schon immer dafür gewesen alk zu verbieten.. bestätigt mich nur dieser bericht. tabak auch gleich weg, ist gesünder für alle. und dann extrem ungesundes essen.
 
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Aber auch nur, weil es nicht verboten ist! :schief:

Häh?
Was hat die legale/illegale Verfügbarkeit einer Droge damit zu tun, ob man das zum Erwerb benötigte Geld durch Arbeit oder durch Kriminelle Taten ranschafft?





Bist du schon mal von Drogensüchtigen belästigt worden?
Ja.
Und wenn ja, wieviel davon waren nicht durch Alkohol beinträchtigt?
Von denen, von denen ich den Konsum harter Drogen mit Sicherheit weiß (sind sehr wenige - die Anmerkung stand nicht umsonst in Klammern ;) ): In diesem Moment 0%.
 
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bin schon immer dafür gewesen alk zu verbieten.. bestätigt mich nur dieser bericht. tabak auch gleich weg, ist gesünder für alle. und dann extrem ungesundes essen.
Oh mein Gott. :klatsch: :stupid:

Das schlimme ist das Alkoholabhängigkeit sogar eine anerkannte Krankheit ist und Mio. an € für Rehabilitation ausgegeben wird!
Bleibt die Frage offen, ob es durch die verschiedenen Steuern auf die verschiedenen Arten von Alkohol*, nicht um ein vielfaches wieder reingeholt wird. Sprich die Leute also schon ihren eigenen Entzug +Kur im "Vorraus" bezahlen.

*Wir haben auch weiterhin die "Saufen für den Seesieg"-Steuer(Schaumweinsteuer), obwohl die kaiserliche Flotte für die sie erhoben wurde, schon seit 1919 auf dem Meeresgrund vor Scapa Flow liegt. :ugly:
 
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Was hat die legale/illegale Verfügbarkeit einer Droge damit zu tun, ob man das zum Erwerb benötigte Geld durch Arbeit oder durch Kriminelle Taten ranschafft?

Und was hat deine Aussage damit zu tun, das du noch nie beobachtest hast wie ein Alkoholabhängiger sich kriminell Alkohol besorgt? Denn eigentlich ist egal ob eine Droge legal oder illegal ist kriminelle Besorgungsarten wird es so oder so geben, denn nicht jeder hat das Geld oder das Alter sich Alkohol im Laden zu kaufen! Wenn der Jenige (der meine beiden Punkte erfüllt) sich Alkohol zu Gemüte führen will an Alkohol kommen möchte, sucht er sich einen Weg und der wär dann in beiden Punkten kriminell! Aber egal die kriminelle Beschaffung von Alkohol würde sich steigern, wenn es halt verboten wäre … logisch oder?

Bleibt die Frage offen, ob es durch die verschiedenen Steuern auf die verschiedenen Arten von Alkohol*, nicht um ein vielfaches wieder reingeholt wird. Sprich die Leute also schon ihren eigenen Entzug +Kur im "Vorraus" bezahlen.

Aber nicht nur die, denn auch die die kein Alkohol zu sich nehmen zahlen das mit! Das ganze nennt sich Krankenversicherung. ;)
 
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Aber nicht nur die, denn auch die die kein Alkohol zu sich nehmen zahlen das mit! Das ganze nennt sich Krankenversicherung. ;)
Leider. Besser wäre es, dafür nur die Mittel zu nutzen, welche durch die verschieden Steuern auf Alkohol verfügbar sind.

Berlin: (hib/FAL) Der Bund nimmt immer weniger Geld aus der Alkoholsteuer ein. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (16/10521) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der FDP (16/10373) hervorgeht, betrugen die Einnahmen aus der Branntweinsteuer im Jahr 2007 1,959 Milliarden Euro (2005: 2,1 Milliarden), aus der Schaumweinsteuer 371 Millionen Euro (2005: 424 Millionen), aus der Biersteuer 757 Millionen Euro (2005: 777 Millionen), sowie aus der Alkopopsteuer und Zwischenerzeugnissteuer 3 Millionen Euro beziehungsweise 26 Millionen Euro (2005: 10 Millionen beziehungsweise 27 Millionen).
Deutscher Bundestag: Weniger Erlös aus Alkoholsteuern
Aktuelleres Zahlenmaterial leider nicht auf die schnelle gefunden, bzw. war da was gegen gute Kohlen.
Jetzt fehlen nur noch die Kosten, welche durch Alkoholentzug, etc. anfallen.
 
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Nur wie willst du das durchsetzen, denn selbst die KFZ-Steuer wird nicht nur für den Straßenverkehr ausgegeben?!
 
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Nur wie willst du das durchsetzen, denn selbst die KFZ-Steuer wird nicht nur für den Straßenverkehr ausgegeben?!
Das Problem liegt im §3 der Abgabenordnung begraben.
Liberalismus: Lieber Aal ? oder das Elend der FDP - Götz Warnke - eigentümlich frei
...
Aber es kommt noch besser: Die Grundlage des deutschen Steuersystems, die „Abgabenordnung“, wurde 1919 von dem Justizbeamten Enno Becker (1869-1940) ohne wissenschaftliche Vorarbeiten und quasi im Alleingang entwickelt. Und selbstverständlich verankerte dieser stockkonservative wilhelminische Beamte auch den deutschen Obrigkeitsstaats-Geist in der Abgabenordnung. So steht selbst heute noch im § 3 der Abgabenordnung als Definition von Steuern: „Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen ...“ Sprich: der Staat schuldet seinen Bürgern für deren Steuerzahlungen gar nichts! Nicht etwa, dass sich die Bürger erdreisteten, den Sinn und Nutzen verschiedener Steuern in Zweifel zu ziehen. Nicht etwa, dass ein aufmüpfiger Bürger auf die Idee käme zu fragen, ob denn seine Hundesteuer auch wirklich nur der staatlichen Hundeverwaltung zu Gute käme und nicht für andere Ausgaben zweckentfremdet würde.

...

Dabei ließe sich das Problem durch eine Änderung des § 3 der Abgabenordnung recht einfach beheben, etwa so: „Allgemeine Steuern sind Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung für eine besondere Leistung darstellen. Spezielle Steuern (Kfz-Steuer, Hunde-Steuer etc.) sind Geldleistungen, die die staatlichen Stellen nur in dem Sachgebiet verwenden dürfen, für das sie erhoben werden; diese Steuern begründen eine sachbezogene Gegenleistung des Staates im Rahmen seiner Aufgaben.“
...
 
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Das war mir schon klar. :D

Ich wär auch für eine Änderung des §3 der Abgabenverordnung, aber ich glaube kaum das ein Volksbegehren da helfen wird!
Es gab mal Demonstrationen gegen Hartz 4 und was ist draus geworden? … Genau nix! :D
 
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Und was hat deine Aussage damit zu tun, das du noch nie beobachtest hast wie ein Alkoholabhängiger sich kriminell Alkohol besorgt? Denn eigentlich ist egal ob eine Droge legal oder illegal ist kriminelle Besorgungsarten wird es so oder so geben, denn nicht jeder hat das Geld oder das Alter sich Alkohol im Laden zu kaufen! Wenn der Jenige (der meine beiden Punkte erfüllt) sich Alkohol zu Gemüte führen will an Alkohol kommen möchte, sucht er sich einen Weg und der wär dann in beiden Punkten kriminell! Aber egal die kriminelle Beschaffung von Alkohol würde sich steigern, wenn es halt verboten wäre … logisch oder?

Kann es sein, dass du nicht verstanden hast, worum es in der Diskussion zwischen mir Nucleus geht?
"Beschaffungskriminalität" beschreibt nicht das illegale Erwerben einer Substanz. Das ist stink normale Kriminialität -Diebstahl, Einbruch, Raub, Erpressung,...- (ob Prositution noch dazu zählt, weiß ich nicht) die nur begangen wird, um das nötige Geld für die Stillung der Sucht zu erlangen (unabhängig davon, ob das Suchtmittel nun legal oder illegal ist). Sowas ist mir ausschließlich von den klassischen "harten" Drogen geläufig. Alkoholabhängige scheinen sich in aller Regel noch so weit unter Kontrolle zu haben, dass sie eben nicht wortwörtlich alles tun, um sich das nächste Bier leisten zu können.


Das Problem liegt im §3 der Abgabenordnung begraben.

Dieses "Problem" ist zwingend nötig für das funktionieren eines modernen Staates. Müssten Steuern zweckgebunden erhoben, müsste man im Extremfall mehrmals im Jahr die Einnahmen und Ausgaben prüfen und ständig den Steuersatz anpassen, um auch ja genau das einzunehmen, was für diesen und jenen Zweck gebraucht wird. Außerdem müsste man für jede Kleinigkeit eine seperate Steuer einführen, denn trotz allem gibt es wesentlich weniger Steuern, als es getrennte Ausgaben gibt.
Normale Politik wäre überhaupt nicht mehr möglich, weil die Steuergebung allein ein vielfaches der Arbeit erzeugen würde, die mit den heutigen Organen bewältigt werden kann.
 
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Kann es sein, dass du nicht verstanden hast, worum es in der Diskussion zwischen mir Nucleus geht?

Doch hab ich schon, aber diese Beschaffungskriminalität würde es auch geben wenn Alkohol ebend verboten wäre, nur siehst du das halt nicht so … zumindest glaube ich es so verstanden zu haben und das ist ein Fehler den eine legale Droge und das ist in meinen Augen nunmal Alkohol kann man schlecht mit illegalen Vergleichen!
Ein Alkoholiker der alt genug ist diese zu erwerben und das nötige Kleingeld hat würde nie auf die Idee kommen seine Pulle zu klauen, aber was macht er wenn er nicht alt genug ist oder halt kein Geld hat?

Ich frage mich auch warum du harte Drogen in Anführungsstrichen setzt selbst Drogen wie Cannabis, die du bestimmt unter weiche Drogen einteilen würdest, unterliegen dieser Beschaffungskriminalität egal wie sie geartet ist! ;)

"Beschaffungskriminalität" beschreibt nicht das illegale Erwerben einer Substanz

Deine Definition von Beschaffungskriminalität ist doch sehr eigenartig, denn Beschaffungskriminalität heißt nicht umsonst so und wiederspricht allen anderen Definitionen die ich so im Netz finden kann! :what:
 
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Abgesehen davon, dass die anstoßgebende Aussage von Thrian sich nicht mit einer möglichen Illegalisierung von Alkohol, sondern mit einer legalisierung von Heroin und Crack beschäftigte:

Mir erschließt sich deine Logik nicht. Wieso sollten Alkoholiker anfangen zu klauen, um Alkohol zu kaufen, wenn Alkohol verboten wird?


Ich weiß nicht, wo du deine Definitionen hernimmst, aber ich hab meine von der gängisten Quelle. Meinetwegen kannst du gern ein anderes Wort für Kriminalität-zur-Beschaffung-von-Geld-für-Drogenerwerb geben, aber darum gehts hier jedenfalls.
 
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Wieso sollten Alkoholiker anfangen zu klauen, um Alkohol zu kaufen, wenn Alkohol verboten wird?
Klauen müssen sie es auch nicht unbedingt, es würde ja auch kein Alkohol mehr zu kaufen geben zumindest nicht offiziell für den normalen Bürger. ;) Aber wie schon gefragt was macht der Alkoholiker wenn er nicht so ohne weiteres an seinen Stoff kommt, weil halt verboten? Selber brauen -> illegal! :D


Man unterscheidet zwischen der direkten und indirekten Beschaffungskriminalität. Unter die erste Gruppe fallen Delikte zum direkten Erwerb der Betäubungsmittel, die zweite Gruppe dient der Beschaffung von Geld oder Wertgegenständen zur Finanzierung des Kaufs.
Quelle deine angegebene. ;)

Zitat von dir:

"Beschaffungskriminalität" beschreibt nicht das illegale Erwerben einer Substanz
Ist zwar jetzt Wortklauberei ob das erwerben jetzt für dich illegal ist oder nicht, aber für mich und dem BtMG nicht, denn wenn Alkohol eine anerkannte Droge wäre, würde es ebend diesem Unterliegen und da steht eindeutig im § 30 Abs. 1 Satz 1 das es halt illegal ist.

PS: Mir gehts doch gar nicht um die Aussage von Thrian, mir gehts um deine Aussage
...zumindest wäre mir keine Kriminalität zur Finanzierung von Alkoholkonsum bekannt...
auf der ich geantwortet habe, weil Alkohol halt nicht verboten ist! ;)
 
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Ich bin ja mal ganz klar für striktere Gesetze bei Alkohol, vor allem wenn es ums Alter geht. Dort inbegriffen sind natürlich auch stärkere Kontrollen ;)
Gleiche bei Tabak. Wenn ich teilweise abends durch Ddorf laufe und dort höchtens 13-14 Jährige in der Ecke sehe mit wirklich hochprozentigem Zeug und Zigaretten, weiss ich nicht was ich davon halten soll bzw ist es nur erschreckend!

Aber für eines bin ich trotzdem und da kann ich mich jetzt auch gerne für outen (es ist meine Meinung):
Mildere Gesetze, wenn es um Marihuana geht, vor allem was das konsumieren anbetrifft!
 
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Das ist stink normale Kriminialität -Diebstahl, Einbruch, Raub, Erpressung,...- (ob Prositution noch dazu zählt, weiß ich nicht) die nur begangen wird, um das nötige Geld für die Stillung der Sucht zu erlangen (unabhängig davon, ob das Suchtmittel nun legal oder illegal ist).

Da Prostitution meines Wissens nicht illegal sondern ein anerkanntes Geschäft ist, für das Prostituierte auch eine entsprechende Einkommens- bzw. Umsatzsteuer entrichten müssen, kann ich mir nicht vorstellen, daß Prositution zur Beschaffungskriminalität zählt. Möglicherweise könnte man Steuerhinterziehung als Beschaffungskriminalität zählen, falls jemand primär auf den Strich geht, um seinen Drogenkonsum zu finanzieren, seine Einnahmen aber eben nicht ordnungsgemäß versteuert. Das ist allerdings eine recht akademische Überlegung.
Sicher bin ich mir aber nicht, ob Prostutition nicht vielleicht Beschaffungskriminalität sein kann, falls es sich um minderjährige Abhängige handelt, die sich prostituieren, da das vielleicht prinzipiell erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Das weiß ich aber nicht genau.

Sowas ist mir ausschließlich von den klassischen "harten" Drogen geläufig. Alkoholabhängige scheinen sich in aller Regel noch so weit unter Kontrolle zu haben, dass sie eben nicht wortwörtlich alles tun, um sich das nächste Bier leisten zu können.
Das wird in erster Linie daran liegen, daß Alkohol kostengünstig genug ist, sodaß sich Alkoholiker eben nicht zu kriminellen Handlungen hinreißen lassen müssen, um ihre Sucht zu finanzieren. Sollte Alkohol illegalisiert werden, würden auch da die Preise sprunghaft steigen, was bei schwer alkoholabhängigen Personen dann sehr wahrscheinlich ähnliche Verhaltensmuster wie bei Drogenabhängigen zutage fördern würde. Es ist nicht so, als würden Alkoholiker sowas nicht tun, weil sie irgendwie zu nett dafür wären, sondern weil sie es schlicht nicht nötig haben. Ein Alkoholiker wird wahrscheinlich mit rund € 10,- pro Tag für seine Sucht auskommen. Ein Heroinsüchtiger wird vermutlich schnell das Fünf- bis Zehnfache ausgeben müssen. Da ist es kein Wunder, daß er sich zur Beschaffungskriminalität genötigt sieht.
 
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Da Prostitution meines Wissens nicht illegal sondern ein anerkanntes Geschäft ist, für das Prostituierte auch eine entsprechende Einkommens- bzw. Umsatzsteuer entrichten müssen, kann ich mir nicht vorstellen, daß Prositution zur Beschaffungskriminalität zählt. Möglicherweise könnte man Steuerhinterziehung als Beschaffungskriminalität zählen, falls jemand primär auf den Strich geht, um seinen Drogenkonsum zu finanzieren, seine Einnahmen aber eben nicht ordnungsgemäß versteuert. Das ist allerdings eine recht akademische Überlegung.
Sicher bin ich mir aber nicht, ob Prostutition nicht vielleicht Beschaffungskriminalität sein kann, falls es sich um minderjährige Abhängige handelt, die sich prostituieren, da das vielleicht prinzipiell erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Das weiß ich aber nicht genau.

Es gibt weiterhin Prostituierte, die ihre Gewerbe nicht anmelden.
Aber wie gesagt: Ich weiß nicht, wie es formell eingestuft wird. So oder so macht es aber eine Aussage über die Selbstkontrolle und damit Sozialisationspotential, ob man sich nur zur Finanzierung einer Sucht prostituiert - oder ob man lieber den Konsum reduziert (reduzieren kann). Und darum ging es am Start dieser Argumentation ja mal: Beschaffungskriminalität als Symptom für die Stellung der Sucht über alles andere -einschließlich sozialen Status, Selbstwertgefühlt, Gesetze, Grundrechte anderer,...- und der daraus folgenden sozialen Probleme.
 
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Es gibt weiterhin Prostituierte, die ihre Gewerbe nicht anmelden.

Ja, sicher gibt es die. Es gibt überhaupt Steuerhinterzieher zuhauf. Das geschieht in den meisten Fällen aber nicht aus einer Suchtproblematik heraus.
Aber wie gesagt: Ich weiß nicht, wie es formell eingestuft wird. So oder so macht es aber eine Aussage über die Selbstkontrolle und damit Sozialisationspotential, ob man sich nur zur Finanzierung einer Sucht prostituiert - oder ob man lieber den Konsum reduziert (reduzieren kann). Und darum ging es am Start dieser Argumentation ja mal: Beschaffungskriminalität als Symptom für die Stellung der Sucht über alles andere -einschließlich sozialen Status, Selbstwertgefühlt, Gesetze, Grundrechte anderer,...- und der daraus folgenden sozialen Probleme.

Ich denke nicht, daß man Sucht über das Vorhandensein von Beschaffungskriminalität definieren kann. Denn das hieße ja im Umkehrschluß, daß Personen, die ihre Sucht aus eigenem Vermögen oder Einkommen finanzieren können, nicht süchtig bzw. weniger abhängig wären. Jemand, der sich sein Suchtmittel ohne Probleme leisten kann, kann genauso abhängig sein wie jemand, der das eben finanziell nicht stemmen kann. Gleichwohl lassen sich für eine solche Person natürlich viele soziale Nachteile, die mit einer Drogenabhängigkeit typischerweise assoziiert sind, umgehen.
 
Alkohol, das sozial-medizinische Problem Nr. 1

Seit Jahrzehnten wird Alkohol bei uns als 1. sozial-medizinisches Problem bezeichnet. Diese Studie ist ein weiterer Beweis zur rechten Zeit. In einer Zeit, in der Regierungen sich weigern, die von ihnen mitunterzeichnete Alkohol-Strategie der WHO (Mai 2010) umzusetzen. Sie stehen unter ständigem Druck der Alkoholindustrie, keine Massnahmen zuzulassen, die den Konsum und damit die Schäden reduzieren könnten. Diese Art Korruption kostet täglich Leben und schädigt die ganze Bevölkerung, die von der WHO als Passivtrinker bezeichnet wurde, weil sie unabhängig von ihrem Konsum ein Leben lang ungefragt die immensen alkoholbedingten Sozialkosten bezahlt und unter der verminderten Lebensqualität leidet. Die Bevölkerung kann sich nicht wehren, weil ihr die nötigen Informationen vorenthalten werden.
 
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