Neuer PC - Überspannungsschutz?

ChillerT

PC-Selbstbauer(in)
Hallo,

ich habe nun einen neuen PC und der hat ne gute Stange gekostet.
Um die Teile auch in Zukunft gut zu schützen, wollte ich fragen, ob ihr Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz für sinnvoll haltet.
Das Haus in dem meine Wohnung ist, ist bereits etwas älter und bei der Elektrik wurde viel gepfuscht.

Besitzen die neuen Netzteile bereits eigene Sicherungen? Und sind Überspannungsschutz-Steckleisten sinnvoll?

Vielen Dank euch im Voraus!
 
Vernünftige Netzteile bieten alle 6 relevanten Schutzschaltungen. Das sind:

Über- und Unterspannung (UVP und OVP)
Kurzschluss (SCP)
Überlastschutz (OPP)
Überstromschutz (OCP)
Überhitzungsschutz (OTP)

Jeder Hersteller setzt dafür aber individuelle Trigger Points. Ohne zu wissen welches Netzteil es konkret ist, kann man dazu nichts sagen.

Wenn die Inhausverkabelung nicht ganz so prall ist kann man auch noch eine entsprechende Steckleiste nutzen. Schaden tut es mit Sicherheit nicht.
 
@Shinna

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Gibt es etwas vorauf ich bei den Steckdosenleistungen achten sollte? Habe gehört die von Brennstuhl sollen wohl ganz gut sein.
 
Keine Ahnung. Ich selber nutze keine. In meinem Reihenhaus haben wir nach dem Kauf quasi "kernsaniert". In dem Zuge wurden auch alle elektrischen Leitungen samt Sicherungskasten erneuert. Ich habe dafür keinen Bedarf.
 
Gibt es etwas vorauf ich bei den Steckdosenleistungen achten sollte?
Bei Steckdosenleisten ist darauf zu achten, das dort eine DIN/VDE-Zertifizierung und auch ein TÜV-Prüfung durchgeführt wurde ... ein popliges GS-Zeichen (womöglich sogar nur als Aufkleber angebracht) genügt hier nicht.
Ja ... Brennenstuhl ist gut, aber nicht nötig. Meine Kopp-Steckdosenleiste leistet hier schon seit über 15 Jahre hervorragend ihren Dienst.
 
Habe eine Brennenstuhl Master/Slave Steckdosenleiste mit einem Überstromschutz gegen Blitzeinschlag. Ob und wie viel der taugt, habe ich glücklicherweise noch nicht rausfinden müssen.
Qualität der Leiste ist eher so lala. Wurde einmal innerhalb der Garantie ausgetauscht weil der Schalter beim Einschalten geknistert hat und die nachfolgeleiste hat den selben Fehler. Reinigen der Schaltkontakte hat da Abhilfe geschaffen.
 
Hallo,

ich habe nun einen neuen PC und der hat ne gute Stange gekostet.
Um die Teile auch in Zukunft gut zu schützen, wollte ich fragen, ob ihr Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz für sinnvoll haltet.
Das Haus in dem meine Wohnung ist, ist bereits etwas älter und bei der Elektrik wurde viel gepfuscht.

Besitzen die neuen Netzteile bereits eigene Sicherungen? Und sind Überspannungsschutz-Steckleisten sinnvoll?

Vielen Dank euch im Voraus!

Prinzipiell setzt sich ein gutes Überspannungskonzept aus Grob-, Mittel- und Feinschutz zusammen. Der Grobschutz wird im Hauptschaltschrank installiert, der Mittelschutz in jedem Stockwerk und der Feinschutz an jeder Steckdose.

Die Steckdosenleisten sind der Feinschutz.

Man sollte sich nicht zuviel drauf einbilden, aber es kann durchaus helfen und ist mMn empfehlenswert, um teure Geräte zu schützen.

Im Prinzip sind die auch alle recht einfach aufgebaut. Ein Varistor (es sind mehrere verbaut) schließt im Fall einer Überspannung alles kurz. Bei den etwas besseren Geräten ist auch noch ein Gasentladungsröhrchen verbaut, das zusätzlich den Strom ableitet, wenn das ganze etwas länger dauert. Dann sind noch 2-3 Schmelzsicherungen verbaut, deren Wachs schmilzt, was dafür sogt, dass sich der Überspannungsschutz abschaltet, wenn zuviel Energie aufgenommen wird (das soll verhindern, dass dir der billige Überspannungsschutz die Hütte abfackelt.

Einen Varistor haben auch die meisten guten Netzteile verbaut.

Einem Kumpel hat mal bei einem Gewitter eine Überspannung heimgesucht. Das Ergebnis war in dem Haushalt ein defektes PC Netzteil (billige Version), eine defekte netzwerkkarte, zwei Laptops mit defekten Netzwerkanschlüssen und ein defekter HDMI Anschluß an einem der Laptops.

Insgesamt noch recht glimpflich ausgegangen, aber ich denke, die paar Euro kann man schon investieren.

Vernünftige Netzteile bieten alle 6 relevanten Schutzschaltungen. Das sind:

Über- und Unterspannung (UVP und OVP)
Kurzschluss (SCP)
Überlastschutz (OPP)
Überstromschutz (OCP)
Überhitzungsschutz (OTP)

Jeder Hersteller setzt dafür aber individuelle Trigger Points. Ohne zu wissen welches Netzteil es konkret ist, kann man dazu nichts sagen.

Tut mir leid, aber diese Schutzschaltungen sind nur für die Sekundärseite zuständig, ihm geht es um die Primärseite.

Gibt es etwas vorauf ich bei den Steckdosenleistungen achten sollte? Habe gehört die von Brennstuhl sollen wohl ganz gut sein.

Ja, die sind nicht schlecht und haben auch üblicherweise ein Gasentladungsröhrchen drin. Wenn man es noch weiter treiben möchte, dann kann man sich eine kaufen, die viel Energie ableiten kann.

Die hier kann knapp 10 mal soviel ableiten, wie die schlechteren, kostet aber auch einiges (dafür bekommt man auch eine preiswerte USV):
 
@Pu244 vielen Dank für die ausführliche Ausführung.
Die empfohlene Steckdosenleiste sieht gut aus, das einzige was mich an dieser stören würde, sind die verteilung der Steckdosen auf 2 verschiedene Seiten, gibt es vergleichbar gute Steckdosenleisten auch mit allen Steckern in Reihe?
 
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