Netzwerklatenz messen im Mikrosekundenbereich

psalm64

Software-Overclocker(in)
Moin zusammen,
mal ne blöde Frage...
Kennt einer von Euch eine Software (Open Source oder Professionell, notfalls auch mit Hardware verbundelt), mit dem man Netzwerk-Latenzen messen kann?
Und zwar mit einer sicheren Genauigkeit im höchstens einstelligen Mikrosekundenbereich. Notfalls auch niedrig zweistellig wenn kostenlos(Also nicht einfach nur Ping machen... :))
 
Mikrosekunden wird keine Softwarelösung zuverlässig auflösen können. So genau ist ein Consumer OS garnicht. Das müsste schon eine Spezialhardware messen.
Sowas:

Die Frage ist aber natürlich was du wirklich herausfinden willst, vielleicht lässt sich das dann ganz anders messen.
Für alles was man mit Software in einem Netzwerk messen kann lautet die Antwort eigentlich immer Wireshark.
 
Zuletzt bearbeitet:
Huch, ich hab Millisekunden gelesen :klatsch:

Ja klar, wenn du in den Millionstelbereich willst kannste normale Software und auch Hardware vergessen, für solche Dinge brauchste professionelles Messwerkzeug (das du vermutlich nicht bezahlen willst...).
 
Spezieller Anwendungsfall oder bloße Neugierde? Ich frage aus ernsthaften Interesse.

Mit "normaler" Hardware ist das nicht möglich. Dafür sind Uhren in "Consumer-Geräten" auch gar nicht genau genug. Bei reiner Software kommt dann halt auch immer noch die Latenz der Anwendung hinzu, die die Latenz des reinen "Netzwerks" verfälschen würde.

Ich würde daher auch erst einmal keiner Software trauen, die so etwas verspricht.

Es gibt von Geräte, z.B. von Fluke, die das können. Sender und Empfänger werden vorher mittels Atomuhr synchronisiert. Wenn dann Datenpakete gesendet werden kann mittels des genauen Timestamps die Latenz ermittelt werden. Ich würde mal schätzen, dass du im Netz als Preis für solche Geräte nur ein "kontaktieren sie uns" finden wirst. Also ab mittlerem 5-Stelligen Betrag aufwärts.

Ich kenne das bei der Messung der Signal-Güte nach dem Verlegen von langen Glasfaserstrecken...

Da du aber präferiert nach Open Souce oder kostenloser Software fragst, wird wohl auch das einmalige vermessen lassen durch eine Fachfirma das Budget sprengen.
 
Ja klar, wenn du in den Millionstelbereich willst kannste normale Software und auch Hardware vergessen, für solche Dinge brauchste professionelles Messwerkzeug (das du vermutlich nicht bezahlen willst...).
Naja, ich nicht, aber mein Chef ggf. schon. :-) (Aktuelles Angebot liegt bei ~100K, ich hoffe noch, es vielleicht billiger hinzubekommen...)
Spezieller Anwendungsfall oder bloße Neugierde? Ich frage aus ernsthaften Interesse.
Konkreter Anwendungsfall. Kunde will bestimmte Paketlaufzeit in SEHR niedrigen ms Bereich und das auch permanent professionell gemonitort haben. (Ping reicht da nicht.)

Mit "normaler" Hardware ist das nicht möglich. Dafür sind Uhren in "Consumer-Geräten" auch gar nicht genau genug. Bei reiner Software kommt dann halt auch immer noch die Latenz der Anwendung hinzu, die die Latenz des reinen "Netzwerks" verfälschen würde.

Ich würde daher auch erst einmal keiner Software trauen, die so etwas verspricht.

Es gibt von Geräte, z.B. von Fluke, die das können. Sender und Empfänger werden vorher mittels Atomuhr synchronisiert. Wenn dann Datenpakete gesendet werden kann mittels des genauen Timestamps die Latenz ermittelt werden. Ich würde mal schätzen, dass du im Netz als Preis für solche Geräte nur ein "kontaktieren sie uns" finden wirst. Also ab mittlerem 5-Stelligen Betrag aufwärts.

Ich kenne das bei der Messung der Signal-Güte nach dem Verlegen von langen Glasfaserstrecken...

Da du aber präferiert nach Open Souce oder kostenloser Software fragst, wird wohl auch das einmalige vermessen lassen durch eine Fachfirma das Budget sprengen.
Wir haben schon EIN passendes Messgerät dafür und müssten das mit einer passenden GPS-Zeit-gesyncten Netzwerkkarte ausstatten. Aber für die andere Seite brauchen wir ja noch ein Gegenstück...
Und alleine die GPS-Zeit-gesyncten Netzwerkkarten für die HW, die wir einsetzen, kosten pro Stück über 10k und für die andere Seite müssen wir noch ein Messgerät kaufen. Invest also um die 100k+.
Und die Netzwerkkarte mit GPS-Zeit-Sync bietet dann eine Genauigkeit im Nanosekundenbereich, soooo genau war es dann doch nicht nötig... Und mit den normalen Karten hätte die Messung aber "nur" eine Genauigkeit von 0,1ms, das reicht halt nicht. :)
Da dachte ich, ich gucke mich nochmal im Internet um und fragen kostet ja nichts, ist ja imemrhin ein HW Forum hier. :)
Fluke ist schonmal ein guter Tipp, da gucke ich mal.
Mikrosekunden wird keine Softwarelösung zuverlässig auflösen können. So genau ist ein Consumer OS garnicht. Das müsste schon eine Spezialhardware messen.
Sowas:

Die Frage ist aber natürlich was du wirklich herausfinden willst, vielleicht lässt sich das dann ganz anders messen.
Für alles was man mit Software in einem Netzwerk messen kann lautet die Antwort eigentlich immer Wireshark.
Die HW gucke ich mir auch mal an, vielleicht ist das ja billiger, als die aktuelle Lösung die wir anstreben. :)
Japp, Wireshark ist super, die Lösung die wir aktuell nutzen ist quasi so eine Art automatisiertes LuxusWiresharkPlus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumindest bei Oszis und Multimetern war LeCroy immer minimal weniger wahnsinnig als Fluke und Keysight. Also Preis Anfragen schadet sicher nicht.
 
Mit Teledyne habe ich gesprochen, die können das nicht. Die machen sowas nur über kurze Strecken und dedizierte Fasern, nicht "durchs" Netz. (Zumindest habe ich das so verstanden.)
 
Mit Teledyne habe ich gesprochen, die können das nicht. Die machen sowas nur über kurze Strecken und dedizierte Fasern, nicht "durchs" Netz. (Zumindest habe ich das so verstanden.)

Gegensatz zu einer einzelnen Leitung braucht es Geräte, die tatsächlich mit Datenpakten arbeiten. Alles andere würde ja nicht durch einen Switch kommen...

Ja, es ist schon etwas ungewöhnlich, "das Netzwerk" zu messen. Jede aktive Komponente trägt ja zur Latenz bei. Sogar hauptsächlich, würde ich behaupten.

Eine Einzelmessung zeigt dir dabei ja auch nur den Stand zum aktuellen Zeitpunk an. Wird eine aktive Komponente getauscht oder sogar wenn sich die Last darauf verändert, wären die Messwerte quasi hinfällig.

Die letztendliche Frage die ich mir stelle ist, ob das ganze überhaupt sinnvoll ist.

Wenn dein Kunde solche Anforderungen hat, muss er ja schon sehr spezielle Geräte an beiden Enden haben.
Das diese dann grundsätzlich mit einer normalen Netzwerkinfrastruktur überhaupt kompatibel sind, wundert mich.
 
Ich denke (hoffe) dass der Kunde auf den Kabeln eh kein normales Ethernet laufen lässt. Mit der zufälligen Kollisionsauflösung ist das für zuverlässige Timings im us Bereich nämlich sowieso nicht zu gebrauchen.
 
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