Netzteilfertigung: Fabrikbesuch bei Cougar

Das wird nur bei der Fehlersuche benötigt, die Testschaltung wird halt ein Signal ausgeben, ob die Spannung ausreichend geglättet ist oder nicht. Sollte da etwas nicht stimmen, wird mitm Oszi gemessen. Wobei da nicht einmal ein Tastkopf dran ist. Immer anhaben ist bei nem Oszi schlecht, denn die erzeugen recht viel Wärme.
 
Hallo!
Also so schlimm wie es hier dargestellt wird ist es gar nicht.
Ich habe pers. zwei Jahre in Shenzhen gelebt und hunderte Produktionen besichtigt.
Ich kenne auch das tägliche Leben und die Umstände dort.
Wenn dort ein Mitarbeiter in der Fließbandproduktion um die 400 Euro im monat verdient, dann ist dies schon nicht wenig. Man bedenke, meist sind es junge Menschen mit einer Standard Schullaufbahn ohne große Kenntnisse. Diese werden dann geschult und angelernt (fast wie eine Berufsausbildung nur kürzer) und verdienen ihr erstes Geld. und mal nebenbei, es ist Standard das die Firma die Wohnungen stellt, 3 Mahlzeiten am Tag in der Kantine ausschenkt und sich um die Arbeitskleidung etc. kümmert. Sprich - die Jungs und Mädels haben keine monatlichen Kosten für irgendetwas (vielleicht ihr Handy...).
Diese Leute können also einiges an Geld sparen und trotzdem jedes Wochenende "weggehen" und Spass haben, das kostet dann vielleicht 10 Euro pro Person, sich so eine Nacht um die Ohren hauen.
Viel Geld fließt meist an die Eltern da dies in China Tradition ist.
Aber von Ausbeutung oder schlechten Bedingungen zu sprechen ist maßlos übertrieben. Was ich in 2 Jahren in China alles gesehen habe... da ist dieser Job am Fließband ganz sicher nicht das untere Ende.

Um mal persönlich zu werden, meine chin. Frau hat vor 12 Jahren auch am Fließband in einer Netzteilproduktion angefangen. Und wo war Sie vor einigen Jahren - im Managment mit einem Master-Abschluß einer renommierten Universität. Solch junge Leute können diese Arbeit auch als Sprungbrett nutzen wenn sie engagiert sind.
In Deutschland ist so etwas viel schwieriger - vom Fließbandarbeiter zum Manager?


Hba ich letztens ne Reportage rüber gesehen, die teilen sich da son Zimmer und es sieht auch aushaltbar aus, also so schlecht ist das in China für die gar nicht..

Es gibt schlimmeres, muss ich dir recht geben :)
 
1Mio Yen sind gut 8000-9000€, wieso soll da der Schninetze noch zählen? :D
Yen? Wir sind in China, nicht in Japan.

Auch heute gilt noch die Faustregel 1 Euro = 10 RMB (Chinesischer Renmimbi).
also sind 400 Euro ca. 4.000 RMB, das ist viel in China.
Mit 4.000 RMB konnte meine Familie und ich schon sehr sehr gut leben (ohne Miete). Und wir haben ganz sicher nicht schlecht gelebt ;)
 
Das Problem an D sind nicht soo sehr die Löhne, es sind viel mehr die Unkosten!
Strom, Telefon, Miete, das kostet hier derb viel.
Und Auto nicht vergessen.

Entsprechend brauchst in D wesentlich mehr Geld, als in manch anderen Ländern.
Vielleicht sollt man nicht das Gehalt bewerten, denn wenn ich 5000€ hab und davon muss ich 4500€ für Miete (normale 120qm Wohnung), Strom, Wasser und co zahlen, ist das am Ende dennoch wenig.

Wenn ich gleich 400€ bekomme, davon aber 100% zur Verfügung hab, ist das aber nicht so viel weniger...
 
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