Netzteil ausreichend für Komponenten?

kleinerEisbär

Software-Overclocker(in)
Netzteil ausreichend für Komponenten?

Hallo Forenmitglieder :)

Ich hab da eine kleine Frage, und zwar folgende:

Reicht mein Netzteil für folgende Komponenten, oder wäre ein neues angebracht?
Netzteil: 8487604 - 300 Watt be quiet! Pure Power

CPU: i5 4690k laut Datenblatt: 88Watt, OCd wohl mehr
GPU: rx 480 bei Erscheinen, erwarteter Verbrauch: 150Watt
MB: Asus Maximus VII Impact: ?!?
Gehäuselüfter: Silent Wing 2: 2,4Watt


An für sich eine recht einfache Aufgabe, zusammengerechnetergibt es alles: 88+150+12+2,4= 255,4
Das 300WL8 soll ja laut beQuiet! 300Watt kostant halten können, von daher dürfte es an für sich ja kein Problem sein, auch wenn der Puffer wohl sehr gering wäre.

Was haltet ihr davon?
 
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AW: Netzteil ausreichend für Komponenten?

Da du Neuanschaffungen planst:

i5 ~ 250€
480 ~ 200€

Dies mit einem Netzteil zu befeuern was aktuell 40€ kostet und kaum (W-) Spielraum bietet...könnte klappen.
Mir persönlich wäre es aber zu riskant!
Würde um auf Nr sicher zu gehen z.B. ein E10 400W dazu kaufen.
 
AW: Netzteil ausreichend für Komponenten?

Naja Neuanschaffung eigentlich nicht, sondern eher gute gebrauchte, bis auf die GPU natürlich.
Jedoch ist die Frage wo die Risiken liegen, wieso sollte man das 300Watt Netzteil für 150 Watt nutzen können nicht aber für 255?

Zumal beQuiet!, zumindest wie ich bisher in Erfahrung gebracht hatte, eine relativ zuverlässige Firma sein soll, was Watt-Angaben angehen soll.

http://abload.de/img/stromverbrauchmokdz.jpg

Das hier hatte ich mal bei meinem persönlichen Recherche-Zug gefunden, die vorhandenen Zahlen gehören zu einem
Intel Core i5-4670K (84Watt TDP)
selben Mainboard
& einer Gigabyte Windforce 670 OC 2GB (170Watt TDP)

*Ein neues Netzteil ist natürlich drinne, nur ist die Frage ob es notwendig ist.
 
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Den i5 wirst du vermutlich ocen (4-4,5 GHz) wodurch dessen TDP Richtung ~100W gehen wird.
Graka dazu (150 - 175W) bist du schnell bei 250 - 275W.
MoBo, Ram, Laufwerke, Lüfter rechne ich gerne pauschal 50W dazu.
Dadurch kommst du schnell über 300W Nenn-Leistung, ist nicht unbedigt schlecht.
Zumal es sich Volllast handelt (Idle niedriger), jedoch finde "Ich" (in Bezug der Invest-Summe) sollte auch ein leistungsfähigeres Netzteil dazu.
Du kannst aber gerne die neuen Komponenten mit Prime95 testen.
Geht dein PC dann aus -> neues Netzteil.
 
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Jein.
Doch es geht nicht um die Wattzahlen sondern um die verbaute Technik. Das von dir ausgewähltes Netzteil ist gruppenreguliert. Wenn du eine RX 480 verbauen willst, solltest du zu einem Indy-Netzteil wechseln, wie z.B. den be quiet! Straight Power E10 400W.
Trotzdem kannst du es natürlich mit dem Pure Power probieren.
 
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Hui, das hört sich ja sogar alles noch komplizierter an als das was ich mir bis jetzt für Gedanken gemacht hab -.-

Gibts zu dem gruppenreguliert bzw nicht irgendwo eine Quelle aus der du dein Wissen ziehst die ich mir vielleicht auch durchlesen kann ?:p
 
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Genaueres kann dir besser der Threshold erklären. Ich kenne mich auch nur oberflächlich aus.
 
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Text von Threshold, von mit überarbeitet:

Ein gruppenreguliertes Netzteil bedeutet, dass die drei vorhandenen Spannungen im Netzteil (3,3V, 5V und 12V) gemeinsam erzeugt werden. Diese drei Spannungen sind also abhängig voneinander.
Belastest du nun eine Leitung sehr stark (heute meist nur 12V für GPU, da 5V nur für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich nicht mehr benötigt), sinkt die Spannung dieser ab, sodass statt 12V z.B. nur noch 11,6 vorhanden sind. 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX-Spezifikation, bei 11,4 Volt wird es aber schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5V-Leitung bis 5,5V oder gar 6V angehoben wird.
Dies kann nur ausgeglichen werden indem man die zu hohe Leitung stärker belastet. Dies ist aber nicht so einfach, da es kaum Komponenten im PC gibt, welche 5V benötigen. Eine SSD oder HDD schafft diese Belastung nicht.
Wenn in dem gruppenregulierten Netzteil noch eine billige Filterung und Glättung vorhanden ist (zu erkennen an den verbauten Kondensatoren), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung.
Man kann die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, aber es ist möglich, sie so weit zu reduzieren, dass es keinen Einfluss auf die Hardware mehr hat.
Sobald die Restwelligkeit aber wieder ansteigt, hat sie ab einem gewissen Punkt wieder Einfluss auf die Hardware. Oft ist das der Grund, warum Festplatten ausfallen.
Bei guten Netzteilen mit entsprechenden Schutzschaltungen, schalten diese ab, sobald die Spannung auf einer Leitung unter einen gewissen Wert sinkt.
Wenn man zum Beispiel mit einem gruppenreguliertem 450 Watt-Netzteil (Beispiel be quiet System Power 7) eine Grafikkarte übertaktet, dann schaltet das Netzteil ab, obwohl die Leistung des Netzteiles ausreichen sollte. Das Netzteil schaltet ab, da wie Spannung der 12V-Leitung unter einen bestimmten Wert sinkt und die 5V-Leitung nicht ausreichend belastet wird.
Es gibt allerdings auch Netzteile, welche gar nicht abschalten und weiter Strom zuführen, auch wenn die 12V-Leitung schon unter 10V gefallen ist. Dies liegt dann an dem Fehlen der Schutzschaltungen.
Beispiele für diese Netzteile wären z.B. die Corsair RM-Serie und die Thermaltake Germany-Serie.
Das wird auch dann zum Problem, wenn man Netzteile hat, die sehr viel Leistung bringen, z.B. ein be quiet L8 mit 730 Watt. Dies suggeriert einem, dass es eigentlich genug Leistung für Multi-GPU haben sollte. Allerdings ist die Spannungsstabilität dabei so schlecht, dass man sie dafür nicht nutzen sollte.
Dann gibt es so genannte Indy-Netzteile. Bei denen werden, wie der Name schon erahnen lässt, die verschiedenen Spannungen unabhängig voneinander erzeugt. Dies passiert mit Hilfe eines DC-DC-Converter. Daher werden diese Netzteile auch DC-DC-Netzteile genannt. Der Vorteil dabei ist die Spannungsstabilität. Selbst wenn die 12V-Leitung sehr sehr stark belastet wird, hat dies keine Auswirkungen auf die 5V- und 3,3V-Leitung.
Dennoch sind Schutzschaltungen unumgänglich, denn bei einem Fehler wird sonst das Netzteil nicht abgeschaltet und es könnte zu Schäden an der Hardware kommen.

Es gibt aber auch Netzteile, welche so stake Kondensatoren haben, dass sie Problemlos mehr Leistung bewältigen können. Da wäre zum Beispiel ein be quiet P11 mit 550 Watt zu nennen, welches in der Lage ist, kurzfristig mehr als 700 Watt zur Verfügung zu stellen, ohne dass sich die Spannungsstabilität ändert. Das P11 wäre zum Beispiel sehr gut für ein Multi-GPU-System zu empfehlen.

Außerdem gibt es noch die Sache mit dem Peakwert. Aktuelle Grafikkarten (z.B. die 900er Serie von Nvidia) haben zum Teil stark schwankende Peakwerte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen maximaler Last und Idle hin- und herschalten. Grund dafür ist der Boost-Modus in den aktuellen Karten.
So kann es passieren, dass eine Karte mit einer durchschnittlichen Leistungsaufnahme von 180 Watt einen Peak über 300 Watt hat. Dieser Unterschied wird bei übertakteten Karten noch größer.
Einen interessanten Test dazu gab es vor einiger Zeit bei Toms Hardware (als die 900er Serie von Nvidia auf den Markt kam), dort lag die durchschnittliche Leistungsaufnahme etwas unter 200 Watt, allerdings gab es Peaks bis 400 Watt.

Zusammengefasst:
Gruppenregulierte Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung (was heute, angesichts der 12V-Leitung der Normal fall ist) ein Problem mit der Spannungsstabilität. Dies führt im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils (wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind), im schlimmsten Falle aber zur Beschädigung der Hardware (falls Filterung und Glättung schlecht sind).
Indy-Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Hier ist allerdings der Nachteil, dass im Bereich der maximalen Leistung die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt. Dies ist oft auf schlechte Komponenten im Netzteil zurückzuführen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schutzschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, welches aber erst jenseits von 80 Ampere greift, denn schon bei weniger als 50 Ampere fangen die Leitungen an zu schmelzen.

Moderne Netzteile, wie das be quiet E10 oder auch das Antec Edge (es gibt natürlich noch weitere) haben keine Probleme mit den Peak Werten. Ihre Filterung kann dies problemlos abfangen.
Bei älteren oder gruppenregulierten Netzteilen kann es passieren, dass diese Peaks zu hoch sind und die Schutzschaltung greift (abfallende 12V-Leitung).
Dies ist gerne in älteren Netzteilen der Fall, denn Kondensatoren werden über die Zeit belastet und altern somit. Wenn ein Kondensator platzt, dann kann es zu Schäden kommen.

Das heißt nicht, dass alle Netzteile, welche älter als 4 Jahre sind, sofort entsorgt werden müssen. Wenn man die Hardware nicht verändert und alles gut läuft, dann besteht erstmal kein Grund dazu, ältere Netzteile auszutauschen.
Allerdings ändern sich die Konfigurationen von Zeit zu Zeit. Wenn man nun von einem Sockel 775-System mit GTX 280 auf ein aktuelles System mit aktueller Grafikkarte updated, sollte man sich im Klaren sein, dass das Netzteil von damals vielleicht den modernen Ansprüchen nicht gerecht wird. Dann wäre es notwendig, das Netzteil auszutauschen.
 
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Hui, das hört sich ja sogar alles noch komplizierter an als das was ich mir bis jetzt für Gedanken gemacht hab -.-

Gibts zu dem gruppenreguliert bzw nicht irgendwo eine Quelle aus der du dein Wissen ziehst die ich mir vielleicht auch durchlesen kann ?:p

Da du das Netztiel schon hast, kannst du es ausprobieren. Mal schauen, obs reicht. Das weiß man vorher ja nie.
Allerdings haben wir auch keine Ahnung, wie die Karte mit technisch veralteten Netzteilen umspringen wird -- es gibt ja noch keine tests.
Von daher musst du mal schauen und Reviews abwarten, wie die Leistungsaufnahme ist, wie die Peaks sind, usw.
Gruppe Netzteil sollte man aufgrund der Veränderten Anforderungen moderner Hardware heute nicht mehr neu kaufen.
 
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Puh, ich hab mir jetzt selbständig mal nochmal ne Menge dazu durchgelesen, und ich glaube einfach, dass es wohl die beste Idee ist, das vorhandene gebraucht zu verkaufen um vom fast gleichen Geld das beQuiet! E10 400W zu kaufen.
Meine Bedenken würden am Ende wohl nur dazu führen, dass ich mich beim Zocken immer unwohl fühle :D, und wer will das schon.
Und die 40€ sind bei einem System, das gesamt wohl sowieso nur um die knappe 500€ kostet echt okay.

Danke euch auf jeden Fall für die Hilfe und Aufklärung :)
 
AW: Netzteil ausreichend für Komponenten?

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Ich hätte da mal nochmal eine Frage :)
Meine Phanteks Evolv ITX ist ja leider doch recht eng, selbst für ITX, so dass es oft zum Problem wird, die nicht genutzten Kabel des Netzteils irgendwo zu verstauen.

Was wäre denn der Equivalent zum beQuiet! E10 400W in modularer Steckweise?:)
 
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Na ja, du kannst das 500 Watt Modell nehmen, das gibt es mit KM.
Oder du nimmst ein anderes Netzteil, allerdings kostet KM nun mal Geld, das kriegst du nicht für 50€.
 
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Was wäre denn mit dem Corsair SF450? Klein und super leise.
 
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Mhmm, was Netzteile angeht bin ich nen Rookie :D

Könnt ihr vielleicht Pro und Contra Argumente aufbringen, so dass ich mich einfach entscheiden kann? x.x
 
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Ich kenne kein SFX Netzteil, das es mit einem guten ATX Netzteil aufnehmen kann.
 
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