Netzausbau in Europa: "Einfältig und dumm"?

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Also bei uns (Kaff mit ~1000 Einwohnern und ner downloadgeschwindigkeit von ~85kb/s) wird FTTH (also Glasfasern dirket ins Haus) verlegt :D
Als Zwischenlösung wird das Glasfaserkabel an ein Kupferkabel im Ort angeschlossen.
Das sollte dann eines der modernsten Netze in Dt. sein:P (übrigens nur möglich, weil die Gemeinde selber die Initiative ergriffen hat und das Netz evt. mit der Baufrima zusammen betreibt, sollte sich kein andere Betreiber finden):ugly:
 
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Tja, bei uns im Kaff(16.000 Einwohner) gibt es max DSL 2000 von der Telekom. Dann haben ein paar Glückliche noch DSL 32.000 von Kabel Deutschland oder so. Und die Gemeinden rundrum haben ohne Witz LTE, das Netz hört ca 200m vor dem Ortseingang aber auf. Die paar Dörfer haben also deutlich schnelleres Inet als ich in der Stadt:what:

So viel zum cleveren Ausbau:daumen2:

Btw aktuell verlegt hier ne Firma irgendwelche Leitungen. Hoffe ja das die was nettes verlegen, auf das ich dann wechseln kann:hail:
 
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Halte aber mitlerweile den upload für das größere Problem.

Das der Upload bei ADSL schneller ist als der Download hat weniger technische sondern primär Produktpolitische Gründe...

Da man einen schnellen Upload vor allem zum Betrieb von Servern benötigt ist er vor alem für Firmen interressant, die dann auch entsprechend dafür zahlen- wenn du einen schnellen Upload willst musst du zu SDSL greifen- bei der deutschen Telekom zahlt man dann aber bereits für 2 MBit/s 140€/Monat- hier wird richtig abgezockt
 
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oh mann dann dauert das hier ja noch ewig bis wir die 2k leitung los sind-.-
 
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Hat nicht mal die Merkel vor paar Jahren erzählt, dass 2020 jeder Haushalt so DSL 50k haben soll?
Naja das halte ich für sehr zweifelhaft. Gipfeltreffen: Merkel drängt Internet-Branche zu schnellem DSL - Nachrichten Wirtschaft - Webwelt & Technik - WELT ONLINE
Naja so ähnlich jedenfalls.
Ich kann mich glücklich schätzen, dass in meinem 2200 Seelenort (in Thüringen) bei mir offieziel DSL 16k anliegt und 15k - 18k ankommen.
Hier ist die Welt noch in Ordnung...
 
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Na ja die wollen bzw. müssen halt Geld verdienen für ihre Aktionäre.

Das sich die Telekom dabei ihr eigenes Grab schaufelt, merken die herren im Vorstand sowieso erst wenn der Zug abgefahren ist. Denen macht das dann aber auch nichts, den die bekommen ja ihr dickes Geld plus Pensionsansprüche.

Wie war das damals, UMTS für 100 Milliarden ersteigert, wer redet heute noch davon, wo es doch inzwischen LTE gibt.

Nur merken tu ich nichts von den Tollen Erungenschaften. Mein Bekannter lebt in Ahrweiler und dümpelt da Online dahin. O.K. er könnte eigentlich ja zum überteuerten UMTS bzw. LTE Tarif greifen, nur wie soll er das alles bezahlen, wenn er dann für ein paar Stunden täglich Online gehen will.

Ein paar Orte weiter, wo er früher wohnte, gibt es noch nicht mal einen perfekten Handy-Empfang, geschweige den DSL. Da wollte ihm die Telekom doch glatt einen ISDN Anschluss als Internetzugang für Schweinegeld anbieten.

Oder bei mir, 2 km ausserhalb der Kreisstadt Siegburg, da liegt glatt eine 1024k Leistung seitens der Telekom. Eine Nachbarin von mir auf der anderen Straßenseite dümpelt noch mit einer 500er Leistung vor sich hin.

Oh Wunder, als ich zu Netcologne gewechselt bin, habe ich plötzlich eine 3000er Leitung erhalten und das alles, gleichwohl die selben Leitungen benutzt werden.

Der Witz seinerzeit war dazu, ich hab unterm Dach eine 1024k Leitung der Telekom gehabt, während mein Vermieter im selben Haus im Erdgeschoss mit max. 768k ins Netz kam, wenn er dann rein kam.

Jetzt jammert die Telekom, das ich weg bin und auch mein Vermieter, welcher bei UnytiMedia jetzt sogar mit 32.000k Surfen darf.

Das beste an der Sache ist, dass ich nur noch die hälfte für Telefon-/ und Internetflat zahle und mein Vermieter für seine 32.000k Internet plus Telefon sogar weniger als früher zahlen muss.

Und dennoch schafft es die Telekom Kunden zu halten, wie meine Nachbarin, die trotz des besseren Angebotes seitens UnityMedia unbedingt bei der Telekom bleiben will.

Für mich ist das Angebot der Telekom einfach nur noch lächerlich, vor allem wenn ich mir überlege was die in Großstädten an Preis/Leistungs Angeboten bieten.

Ich glaube das so manch ein besessener gar nicht merkt, was er dort Monat für Monat für Telefon und Internet ausgibt, denn wenn wir schauen, dass immer mehr junge Leute heute sogar nur noch mit dem Handy ins Internet gehen, dann wird mir schnell klar das sich viele von denen rapide überschulden.

Hab desletzt erst wieder den Telekom Tarif fürs Handy mit Internetzugang gesehen, wo mir die Kinnlade runter viel (ca. 80,-€ mtl. bei Iphone). Kommt da noch der Wunsch nach einem schnellen Anschluss in der Wohnung dazu, na dann sind wir doch locker bei 100,-€ und mehr im Monat fürs Telefon und Internet.

Klar, eine schnelle Leitung will wohl jeder, aber für die Zukunft erscheint mir der Weg über Funk sicherlich der zukunfts weisende zu sein. Hier könnte man dann auch die unzähligen Dörfer besser ans Netz bringen, anstatt die Straßen umzugraben um Glasfaserkabel zu verlegen. Sicherlich wäre die Mehrheit damit zufrieden endlich mal mit 6.000k Stock stabil ins Internet zu kommen.

Das allerdings setzt natürlich voraus, das die Anbieter einen vernüftigen Preis machen und nicht auf kurzfristige Gewinne für die Aktionäre setzen.



Gruß
 
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Ich weiss eigentlich nicht warum die Telekom hier so madig gemacht wird.
Seit ich den neuen Anschluss hab, in unserem 1000 Seelen Kaff, ist die Bandbreite echt gut und der Ping :daumen:.
Da haben einige Freunde mit Unity etc. keine Möglichkeiten hinterher zu kommen mit Pings von über 50ms....
 
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Bei mir isses besonders witztig die Situation. Halbes Dorf hat DSL 16000 oder 32000er Kabelinternet..... die andere garnichts.... zum Glück gibts hier ne halbwegs gute Alternative zum UMTS und LTE Dreck.... der Ping ist da deutlich besser genauso wie die Stabilität der Übertragungsgeschwindigkeit. Link für den ders brauch.
 
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ner ist aber fuer 5 leute im haushalt zu lahm.
wir haben vor 2 jahren bei der telekom angerufen und die haben gesagt in 6 monaten wir das bei uns schon verfuegbare 16000er freigeschaltet und in einemjahr 50000er.
Doch wir duempeln immer noch bei 6000 rum .
 
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Gott lob mir meinen Kabelanschluss. 50€ für 50Mbit, Telefon Flat und Sky ist schon günstig.

Solange die Nachfrage nach den "alten" Leitungen und damit vertriebenen Produkten noch da ist wird die Telekom auch keine Maßnahmen ergreifen. Lohnt sich im Moment eben nur für Großstädte da man dort bedingt durch Mehrfamilienhäuser und vor allem die Industrie viel mehr Absatz findet. Ausbau in den kleinen unzureichend abgedeckten Gebieten wird zu teuer sein, zumal dort die Nachfrage lange nicht so hoch ist wie viele meinen.
 
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Also in Brandenburg hat sich die Telekom damals ein Totales eigentor geschossen, aus dem Ort wo ich her komme und nahegelegene Nachbarorte wurden alle mit Glasfaser ausgestattet. Im zuge der Modernisierung und aufbau "ost". Nur in Betrieb gegangen ist das nie. Die Leitungen liegen immernoch und Statt diese endlich in Betrieb zu nehmen, buddeln die daneben einen Graben und legen Kupferkabel rein....
Also das nennt man mal wirtschaftlich. Zumal alle Geräte und Techniken da sind, die stehen nur ungenutzt rum.
Und selbst meine eltern die grademal 400m vom HVT weg wohnen bekommen nur eine 6Mb/s leitung. Ein Großes einkaufszentrum an den der HVT anliegt hat nichtmal 1Mb/s und das Große Farbenwerk das mit einer weißen Katze wirbt, das hat volle 100MB/s.... und liegt ca 100M weg vom HVT.
In der Straße wo ich wohne... (naja nur noch auf dem Papier) ist eine 16Mb/s vorhanden, aber nur analoges Kabel, würde ich in der Nachbarstraße wohnen die ca 25m weiter weg ist, da gibt es VDSL 50...

Zum glück jetzt bin ich in Berlin, da hatte ich zwar auch streß mit den "Kuperanbietern" aber nun bin ich bei Kabel Deutschland und habe eine 32Mb leitung aus der aber in wirklichkeit schon 34Mb raus kommen in der Sekunde.

Anscheinend kommt es auch auf das Geld an. :daumen2:
 
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Selbstverständich. Ob4ruler hat z.B. DSL 200.000, weil er und seine Freunde so lange auf den Bürgermeister eingeredet haben bis der bereit war, ein gutes Sümmchen in die Hand zu nehmen.
 
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Steht er mit der Meinung alleine? Wenn ja kanns ja auch das Geisterfahrer Syndrom sein (Ein Geisterfahrer? Hunderte...). Nochdazu spricht er nicht speziell vom FTTH in jedes kleine Kaff, weil im Endeffekt entscheiden Kosten/Gewinn Verhältnis und den Grundsatz kann man keinem Unternehmen vorwerfen. Bitte auch mal beachten, jedes Unternehmen hat die Möglichkeit eine schnelle Leitung in euer Dorf zu legen, deswegen nicht nur auf der Telekom rumhacken.
 
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Diese vielfältigen Meinungen bzw. "Situationsschilderungen" bestätigen doch total die Artikelüberschrift...

Bei mir schauts ähnlich aus, Stadtgrenze Berlin nicht weit eg, Jahrelang wird der Bürgermeister generft und auf die Telekom gehetzt. Die sieht "keinen Handlungsbedarf" und haben nach Informationen vom Bürgermeister aber eine Alternative DSN:NET.
In wie weit der gut oder schlecht ist, kann ich nicht abschätzen. Aber so vielfältig die "Ausbaugebiete" und weißen Flecken sind im Lande, so vielfältig sind auch die Meinungen über die ganzen ISPs.

Meine von Arcor z.B. war grausig, aber Alice gut. Alice wird woanders gehasst, ähnlich KabelDeutschland...
Der Netzausbau geht weiter?...
 
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Was mich auch ärgert ist, dass der Netzausbau offenbar völlig willkürlich erfolgt... außerdem stört die "Bürokratie" der großen Netzbetreiber, da sie es fast unmöglich macht auf die wünsche einzelner, vor allem kleinerer Kunden einzugehen

Schade finde ich auch, dass es nicht oder nur schwer möglich ist selbst bzw. auf eigene Kosten eine Leitung zum nächsten DSLAM zu verlegen und sein Netz so selbst auszubauen
 
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willkürlich trifft es am besten

Ein Nachbarort hier bekommt dieses Jahr mind. 15K garantiert. bis zu 50k sollen in dem Ort möglich sein (es werden keine neuen Kabel verlegt). Bisher gibt es dort nur 2k

nachdem ein Unternehmen der in dem Ort sesshaft ist sich mit der Telekom in Verbindung setzte bzgl schnelleren internet vereinbarte er mit der Telekom den Ausbau indem er 20.000€ an Telekom zahlt. Gesagt getan, er hat das Geld in das Dorf investiert und dieses Jahr wird das internet geschaltet.
es werden keinerlei Leitungen neu gebaut o.Ä.

Laut Telekom müssen nur ein paar Schaltschränke umgebaut werden und dann soll das ganze dieses jarh laufen. aber uahc nur für den einen Ort, alle orte drum herum bekomme nichts davon ab.
 
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@ Sperwip, ich denke wenn du Geld in die Hand nimmst kannst du mit dem Betreiber des gewüschten DSLAMs sicher was machen, siehe Post unter dir. Dir muss nur klar sein das du da nicht mit 100m Cat 6 Kabel und einem Dlink Router anzurücken brauchst ;)

@norse genau dein Beispiel zeigts doch das da nicht unbedingt Willkür dahintersteckt, sondern wie in deinem Fall 20.000 EUR. Rechne mal bitte aus wielange, wieviele Kunden Grundgebühr zahlen müssen damit alleine die 20K bezahlt sind.

Nicht falsch verstehen schnelleres Internet ist sicher kein Fehler aber solange kein Staatsbetrieb auf Allgemeinkosten die Käffer anbindet werden ihr wohl mit dem Vorhanden auskommen müssen.
 
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Ca. 40 Kunden zahlen, ca. 40€ Grundgebühr, dann sind die 20.000€ wieder drin.

In einem 100 seelen Dorf ist die nachfrage sicherlich nicht so groß, aber für die Konzerne mach- und finazierbar.
Da dauert es halt 2 Jahre bis die Kosten wieder eingefahren sind, ausserdem sind verluste hier und da auch mit eingeplant.
 
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Ich hab mir mal die Mühe gemacht und den kompletten Threat durchgelesen... und bei aller Meckerei gibt es ein entscheidenes Problem: es gibt keine LWL-Endgeräte. Würde es diese nämlich geben, dann hätte ich in meiner 6k-Seelen-Gemeinde nämlich keinerlei Probleme. Auf den 2 Hauptstraßen liegt nämlich Kupfer (und ich wohne auf der falschen Seite der Querstraße - von Freund Tkom bekomm ich nur ISDN!!!) und der Rest wurde im Zuge Aufbau-Ost mit LWL verlegt (die großen Knotenpunkte - Reststrecke zum Endkunden wieder Kupfer).

Aussage der Tkom sinngemäß: Für jeden Hausanschluß wird ein Wandler benötigt, der alles koordiniert und übersetzt. Dieser ist aber so teuer, dass für jeden Wandler min 50 Teilnehmer nötig sind, damit er sich rentiert. Die Realität bei uns sieht allerdings so aus, dass pro Wandler max 8-10 Anschlüsse zustande kommen. Und damit ist die Telekom nicht bereit, zu investieren.
 
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