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NAS-PC bzw. Server zur Datensicherung

Böhser Cabal

Komplett-PC-Aufrüster(in)
So, die Datensicherung steht bei mir jetzt mal mehr im Fokus.


Und ich habe keine Lust mehr mich mit externen USB-Platten rumzuschlage...etwas größeres muss her.
Etwas, wo alles zentral an einem Platz gespeichert ist.
Ausserdem sollten meine Eltern und mein Bruder da auch ihre Daten sichern können, das bisher immer ich gemacht habe; also es sollte für sie eine Cloud eingerichtet sein.


Also es sollen vorhandene Festplatten verbaut und durch zusätzliche Festplatten ergänzt werden.


Es sollte ein RAID Verbund mit 2x4TB und mit 3x8TB bzw. 3x6TB sein.


Doch wenn ich mir die Preie von NAS-Systemen anschaue, die MEHR als 4 Festplatten-Slots haben, da hat es mir doch ein wenig die Sprache verschlagen wie viel diese Systeme kosten.



Da ist man doch schon ins Grübeln gekommen, einen alten PC mit neuer stromsparender Hardware auszustatten und daraus ein NAS bzw. einen Server zu basteln.
Dann noch einen entsprechenden RAID-Controller verbauen, und man hat die selbe bzw. bessere (?) Vorrausetzungen zum Daten sichern wie mit einem gewöhnlichen NAS.


Konkret schwebt mir folgendes vor:

Das alte Board und CPU sammt Ramm fliegt raus (ein Pentium 4 ist denke ich mal ein wenig verstaubt für diese Aufgabe. ;-) )

Rein kommt:

CPU: Intel® Core™ i3-6100T für 129€.
Board: MSI B150M MORTAR B150 für 83€.


Den Arbeitsspeicher (DDR3) habe ich noch bei mir zuhause rumfahren, wird wohl auf 2x2GB hinaus laufen.


Ich habe mit Absicht keinen Celeron oder Pentium ausgewählt, da ich eine CPU wollte, die immer noch ein wenig Luft nach oben hat, wer weiß wofür ich sie noch alles brauchen werde.
Eine Grafikeinheit ist schon integriert; also fällt eine Grafikkarte weg. Und mit lediglich 35Watt Verlustleistung ist sie bestens für einen ökonomischen 24/7-Betrieb geeignet.

Das Board ist ein µATX-Board. Ein VOLL ausgewachsenes Board halte ich für unnötig.
Trotz alldem habe ich auf ein paar für mich wichtige Sachen geschaut, z.B. 4 Rammbänke und 2 PCIE-Slots (wer weiß was die Zukunft bringt...da will man doch ein wenig vorbereitet sein.)


Was mir jetzt noch fehlt ist ein pasender RAID-Controller. Und da ich damit überhaupt keine Erfahrungen habe, seit ihr gefragt welche ihr denn empfiehlt.

Und was für ein Betriebssystem und Software ich brauche, da brauche ich ebenfalls noch eure Hilfe.




Anforderungen an das fertige Produkt:

- Das NAS oder der PC sollten für einen 24/7-Betrieb ausgelegt sein.
- Eine Cloud sollte damit einrichtbar sein.
- Mindestens 5 Festplatten sollten darin Platz finden...mit Luft nach oben.



Ich für meinen Teil favorisiere im Moment dem Umbau eines alten PCs zu einen NAS-System bzw. einem Server gegenüber einem neuen NAS.
Zum einen weil ich im Gehäuse deutlich mehr Platz habe für jede Menge Festplatten. Platz für den PC habe ich ja, der wird nämlich eh im Keller stehen, und da kann er auch ruhig Lärm machen.
Dann mag ich damit Erfahrungen sammeln wie das Teil eigentlich genau funktioniert und eingerichtet wird.
Und wenn man selber was zusammen schraubt, dann lernt man es am besten...(und Spass macht das nebenbei auch noch.)




Oder...was meint ihr?

NAS...oder PC?

Und falls PC, welche Komponenten sollten verbaut sein?


MFG
 
Als Gehäuse könnte ich dir das Silverstone DS380 empfehlen, da es 8 Hot-Plug-Platten (3,5") unterbringt und zusätzlich noch Platz für 4x 2,5" intern hat. jedoch ist man damit auf ITX und SFX festgelegt.

Ich selbst habe auf dieser Basis ein NAS mit dem OS FreeNAS am laufen, jedoch werkelt drin ein Athlon 5350 (etwas mehr stromsparender als der i3 und dennoch völlig ausreichend.)

Da man aber bei AM1 maximal 4x SATA hat, habe ich mir in der Bucht einen gebrauchten 16-Port SAS-Controller dazu geholt (LSI 9650SE)
Die übrigen 8 Ports kann man prima mit einem SFF-Adapter nach außen führen und kann so später noch erweitern.
 
Na ja, du solltest schon ein board mit ECC-Support nehmen.
Auch bei den Platten solltest du etwas aufpassen, normale Desktop-HDDs sind für den Zweck nicht brauchbar, wenn es mehr als 4-5 Laufwerke werden sollen, sollten es dann sogar Datacenter Class HDDs sein, da die Vibrationen doch nicht ohne sind.
Mir fallen im Moment knappe 3 Hauptoptionen ein:

1 HP Microserver mit externen Laufwerken über SAS im externen Case (relativ billig, allerdings nur beschränkt erweiterbar, da nur 1 slot für SAS-Controller)
2 Vollwertiges Case mit Eigenbau, alle Platten intern, als Gehäuse kommt z.b. das oben genannte in frage, oder auch ein 19" 2-4HE-Case
3 Oder 2 mit externen Disks

Beim OS würde ich auf ein System mit ZFS-Support setzen. Da gibt es zum einen BSD oder Solaris, wobei Solaris etwas schneller ist und auch etwas weniger RAM frisst (Achtung! ECC-RAM ist für ZFS ein absolutes Muss)

Edit: was ist denn so das maximale Budget? Und in Sachen Cloud ist der Upstream deiner Leitung wichtig, wie sieht es da aus?
 
Zuletzt bearbeitet:
für ein privates NAS ist ECC völlig unnötig, normale HW passt da schon (außer vlt 24/7 Platten sollte man nehmen)
 
für ein privates NAS ist ECC völlig unnötig, normale HW passt da schon (außer vlt 24/7 Platten sollte man nehmen)
Kommt drauf an, welches OS läuft. ECC ist nunmal für ZFS absolut nötig und bei BTRFS je nach genutzten Funktionen zu empfehlen. Außerdem ist ECC-Speicher nur unwesentlich teurer.

Und gerade diese FS sind für Storageserver optimal (CoW, Snapshots, RAID auf FS-Ebene etc.).
 
Als Gehäuse könnte ich dir das Silverstone DS380 empfehlen, da es 8 Hot-Plug-Platten (3,5") unterbringt und zusätzlich noch Platz für 4x 2,5" intern hat. jedoch ist man damit auf ITX und SFX festgelegt.

Gehäuse brauch ich keines, denn ich habe bereits eines.

Ich selbst habe auf dieser Basis ein NAS mit dem OS FreeNAS am laufen, jedoch werkelt drin ein Athlon 5350 (etwas mehr stromsparender als der i3 und dennoch völlig ausreichend.)

Da man aber bei AM1 maximal 4x SATA hat, habe ich mir in der Bucht einen gebrauchten 16-Port SAS-Controller dazu geholt (LSI 9650SE)
Die übrigen 8 Ports kann man prima mit einem SFF-Adapter nach außen führen und kann so später noch erweitern.

OK, das was ich über den Controller im Netz lese, scheint gar nicht mal so schlecht sein.

Wie lange läuft der Controller bei dir schon und was für ein RAID-System hast du installiert?


Ach ja...und was für ein Betriebssystem läuft auf deinem Rechner-NAS?
 
Gehäuse brauch ich keines, denn ich habe bereits eines.



OK, das was ich über den Controller im Netz lese, scheint gar nicht mal so schlecht sein.

Wie lange läuft der Controller bei dir schon und was für ein RAID-System hast du installiert?


Ach ja...und was für ein Betriebssystem läuft auf deinem Rechner-NAS?

Er schreibt von FreeNAS, also BSD. Generell würde ich aber heutzutage eher HBAs einsetzen, da moderne CPUs schnell genug für Softwareraid sind und mit den passenden Filesystemen Sachen wie Write-Hole-problems / Inkonsistene FS umgangen werden.
 
Na ja, du solltest schon ein board mit ECC-Support nehmen.
Auch bei den Platten solltest du etwas aufpassen, normale Desktop-HDDs sind für den Zweck nicht brauchbar, wenn es mehr als 4-5 Laufwerke werden sollen, sollten es dann sogar Datacenter Class HDDs sein, da die Vibrationen doch nicht ohne sind.

Als Festplatten für 3xRaid habe ich die WD Red Serie ins Auge gefasst, da sie ja für einen Dauerbetrieb durchaus ausgelegt sind...

Das Raid-System mit 2x4TB würde aus 2 bestehenden Festplatten von mir nehmen, das sind Seagate NAS HDD SATA III 4TB.

Mir fallen im Moment knappe 3 Hauptoptionen ein:

1 HP Microserver mit externen Laufwerken über SAS im externen Case (relativ billig, allerdings nur beschränkt erweiterbar, da nur 1 slot für SAS-Controller)
2 Vollwertiges Case mit Eigenbau, alle Platten intern, als Gehäuse kommt z.b. das oben genannte in frage, oder auch ein 19" 2-4HE-Case
3 Oder 2 mit externen Disks

Wie gesagt, ich würde da ein vorhandenes Gehäuse von mir nehmen.

Beim OS würde ich auf ein System mit ZFS-Support setzen. Da gibt es zum einen BSD oder Solaris, wobei Solaris etwas schneller ist und auch etwas weniger RAM frisst (Achtung! ECC-RAM ist für ZFS ein absolutes Muss)

Edit: was ist denn so das maximale Budget? Und in Sachen Cloud ist der Upstream deiner Leitung wichtig, wie sieht es da aus?


Also ich rede jetzt vom System OHNE Festplatten...

So 700€ würde ich schon ausgeben. (Also Board, CPU, Raid-Controller, vielleicht noch ein neues Netzteil).
 
Es gibt auch Motherboards mit SAS-Controllern:

Opt1 Preisvergleich | geizhals.eu EU (mehr Rechenleistung)
Opt2 Preisvergleich | geizhals.eu EU (sparsamer)

Wirklich billig sind die aber nicht. Die billigste Option ist vermutlich ein gebrauchter aus der Bucht, neu kosten die alleine schon 300€+

Um ein das ganze besser einschätzen zu können: Es geht hierbei nur um reinen Storage, auch bei der Cloudgeschichte oder willst du damit noch mehr anstellen?


Also mir wäre es schon lieber wenn der Controler seperat auf einer Steckkarte ist...weil ich kenne mich.

Irgendwann muss vielleicht das Board raus weil ich z.B. den Rechner meiner Mutter günstig aufrüsten muss...dann würde sie den Core i3 inklusive Board von mir bekommen und dann kaufe ich mir ein neues, schnelleres und stromsparenderes System mit Board und CPU.



Also ich will das System in den Keller stellen wo auch mein Modem ist...Lautstärke durch das vibrierende Gehäuse oder Lüfter sind mir dann auch egal.

Das soll als Datengrab für mich dienen wo ich aber immer wieder schnell zugreifen kann.

Und zusätzlich will ich darauf auch noch eine Cloud für mich und meine Familie haben.

Also eigentlich übernimmt das selbstgebaute NAS Aufgaben eines Servers...


Datensicherheit ist mir da sehr wichtig...und wenn der Rechner nichts zu tun hat weil keiner zugreift, dann sollte er nach Möglichkeit wenig Strom verbrauchen...soll halt ein 24/7-System werden.
 
Also dann eher soetwas: Wunschliste vom 10.03.2016, 12:47 Preisvergleich | geizhals.eu EU

Das ist jetzt Skylake, ohne Platten und controller liegt der Verbrauch zwischen 12-20W im Leerlauf. Mit einem Fujitsu D3417-B als MB sind auch 9W drin. Als Endkunde ist das allerdings nur schwer zu bekommen.

Grundsätzlich brauchst du bei einer Bare_metal installation nicht umbedingt einen HBA solange alle Platten direkt ans MB passen. Das wird erst bei Virtualisierung mit VT-d wichtig. Oder halt wenn es richtig viele Platten werden. Über Extended kann so ein Controller ein paar Dutzend SAS-HDDs ansteuern.

Und na ja, DatenSicherheit bekommst du sowieso nur durch Backups, ein RAID erhöht nur die Verfügbarkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie lange läuft der Controller bei dir schon und was für ein RAID-System hast du installiert?

Ich nutze den Controller eher als HBA (Controller "ohne" RAID) und unter FreeNAS habe ich ein RAID6 mit 6 Platten und ein RAID1 mit 2 Platten laufen.

Ich hätte zwar auch alles im Controller einrichten können, aber dann würde ZFS nicht so optimal laufen.

Laufzeit ist schwierig zu sagen, da ich mein NAS nur anmache, wenn ich es brauche. (alleiniger Nutzer zzt.)
Längstens lief es mal 3 Tage am Stück.
 
Also dann eher soetwas: Wunschliste vom 10.03.2016, 12:47 Preisvergleich | geizhals.eu EU

Das ist jetzt Skylake, ohne Platten und controller liegt der Verbrauch zwischen 12-20W im Leerlauf. Mit einem Fujitsu D3417-B als MB sind auch 9W drin. Als Endkunde ist das allerdings nur schwer zu bekommen.

Grundsätzlich brauchst du bei einer Bare_metal installation nicht umbedingt einen HBA solange alle Platten direkt ans MB passen. Das wird erst bei Virtualisierung mit VT-d wichtig. Oder halt wenn es richtig viele Platten werden. Über Extended kann so ein Controller ein paar Dutzend SAS-HDDs ansteuern.

Und na ja, DatenSicherheit bekommst du sowieso nur durch Backups, ein RAID erhöht nur die Verfügbarkeit.


Also das Board ist hier anscheinend verfügbar: KLICK.

Allerdings, das von Fujitsu wie auch das andere was du vorgeschlagen hast kosten über das doppelte was ich ursprünglich geplant hatte...was rechtfertigt den deutlich höheren Preis?

Den Arbeitsspeicher kannst du übrigens abziehen, ich habe noch Ramm zuhause rumliegen...investiere die Kohle lieber in einen besseren Controller.


Das mit den Backups ist klar...allerdings habe ich auch schon mal die Erfahrung gemacht dass mir schon mal meine Backup-Platte abgeraucht ist.

Von daher komme ich um ein oder mehrere RAID-Systeme nicht rum.
 
Also das Board ist hier anscheinend verfügbar: KLICK.

Allerdings, das von Fujitsu wie auch das andere was du vorgeschlagen hast kosten über das doppelte was ich ursprünglich geplant hatte...was rechtfertigt den deutlich höheren Preis?
Das sind einige Sachen. Von Fernwartung auf BIOSebene über ECC-Ram hin zu guten EFI-Implementierungen (aka VT-d funktioniert wie geplant)
Den Arbeitsspeicher kannst du übrigens abziehen, ich habe noch Ramm zuhause rumliegen...investiere die Kohle lieber in einen besseren Controller.
Jein, bessere Controller gibt es eigentlich nicht mehr für den Anwendungszweck, außerdem ist der auch nicht unbedingt nötig (siehe meinen letzten Post).
Generell braucht Skylake DDR4-RAM und ECC ist eigentlich auch Pflicht. (siehe Will ZFS and non-ECC RAM kill your data? | JRS Systems: the blog Das gilt zwar im speziellen für ZFS, aber auch andere Dateisysteme leiden darunter. Und bitflips im Speicher sind viel häufiger als angenommen, im Normalfall sind sie halt nur bedingt kritisch)
Außerdem Profitiert ZFS massiv von RAM, häufig gelesene Dateien werden dann automatisch gepuffert.
Das mit den Backups ist klar...allerdings habe ich auch schon mal die Erfahrung gemacht dass mir schon mal meine Backup-Platte abgeraucht ist.

Von daher komme ich um ein oder mehrere RAID-Systeme nicht rum.

Edit: um einen der Chefentwickler von ZFS zu zitieren


Matthew Ahrens schrieb:
I would simply say: if you love your data, use ECC RAM. Additionally, use a filesystem that checksums your data, such as ZFS.

Edit 2: Als Backup für wichtige Daten kommt z.B. auch noch AWS | Amazon Glacier – Online Backup Server in der Cloud in Frage, AES-Verschlüsseln und in die Amazoncloud
 
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