Nach Ukraine-Invasion: Kiew will Russland aus dem Internet drängen

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Die russische Adresszone .ru soll aus der globalen Internetinfrastruktur verbannt werden. So will die ukrainische Regierung Russland aus dem Internet werfen.

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Ihr seid lahm...

Nachtrag vom 1. März 2022, 14:44 Uhr​

Der Vorstand des RIPE NCC hat inzwischen auf die Forderungen reagiert und wird diese nicht umsetzen. In einer Ankündigung heißt es: "Kommunikationsmittel sollten nicht durch innenpolitische Streitigkeiten, internationale Konflikte oder Krieg beeinträchtigt werden. Dazu gehört die Bereitstellung korrekt registrierter Internet-Nummerierungsressourcen."

Und weiter heißt es: "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das RIPE NCC neutral bleibt und keine Positionen zu innenpolitischen Streitigkeiten, internationalen Konflikten oder Kriegen bezieht. Dadurch wird die Gleichbehandlung aller für die Bereitstellung von Internetdiensten Verantwortlichen gewährleistet". Die Organisation werde außerdem ihre Bemühungen dokumentieren, damit die Registry nicht negativ von "Gesetzen, Vorschriften oder politischen Entwicklungen" beeinflusst wird.

 
Man kann es auch als eine dürftig verpackte Zensur bezeichnen. Dadurch wird nicht nur Russland eingeschränkt, alle anderen ebenso.
Wen sperrt man dann als nächstes aus, China?
 
Putin hat genau das erreicht, was vorher alle westlichen Politiker mit klarem Nein geantwortet haben, dass die NATO sich nicht einmischt. Denn die NATO gibt es nur, weil die “ bösen Russen“ gibt, das wurde jetzt deutlich.

dumme Politik
 
Putin würde das vielleicht sogar begrüßen, denn dann bekommen die Menschen in Russland wirklich nur noch die staatliche Propaganda zu sehen.
Das dachte ich mir gerade auch beim Lesen. Ob das der richtige Weg ist, ist eindeutig infrage zu stellen.
 
Sowas würde dann wohl ähnlich wie bei Swift laufen, das China am Ende vorsichtshalber was Eigenes auf die Beine stellt.
Der Westen+incl. "neutrale" Schweiz zeigt ja gerade Allen, das man seine Systeme net unbedenklich nutzen kann.

In der Hinsicht sehe ich Russland nur als Bsp., was u.U. bei nem "Handelskrieg" USA vs China noch so Alles kommen kann.
 
Ein Eintrag im richtigen Menü macht aus dieser Sperre eine Farce.

Es ist egal, ob die Icann die root Zone ru entfernt oder nicht. Wenn sie das macht, hat das bestenfalls Symbolwirkung. Alles was man braucht um das zu umgehen, wäre ein DNS Server der dann halt nur .ru auflöst.

In die erste Zeile schreibt man z.B. 1.1.1.1 für einen DNS der alle wirklichen Zonen auflöst (.de, .com, .fr, etc.). In die zweite Zeile schreibt man die IP des DNS Servers der Eure Fantasie-Zone auflöst die es nicht wirklich gibt.

Die Verwaltung der Domainnamen und die IPs auf die sie zeigen wäre für alle Akteure außer die staatlichen über Nacht ein Alptraum. So ganz ohne Auswirkung wäre die Abschaltung von .ru nicht. Dann wäre da noch die Sache mit den Zertifikaten.
 

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Ein Eintrag im richtigen Menü macht aus dieser Sperre eine Farce.

Es ist egal, ob die Icann die root Zone ru entfernt oder nicht. Wenn sie das macht, hat das bestenfalls Symbolwirkung. Alles was man braucht um das zu umgehen, wäre ein DNS Server der dann halt nur .ru auflöst.

In die erste Zeile schreibt man z.B. 1.1.1.1 für einen DNS der alle wirklichen Zonen auflöst (.de, .com, .fr, etc.). In die zweite Zeile schreibt man die IP des DNS Servers der Eure Fantasie-Zone auflöst die es nicht wirklich gibt.

Die Verwaltung der Domainnamen und die IPs auf die sie zeigen wäre für alle Akteure außer die staatlichen über Nacht ein Alptraum. So ganz ohne Auswirkung wäre die Abschaltung von .ru nicht. Dann wäre da noch die Sache mit den Zertifikaten.
du scheinst die macht der unwissendes zu unterschätzen. vorweg du hast im grunde recht. wenn aber nur <1% der anwender wissen wie man so etwas macht ist das ergebniss das gleiche.
 
Ich hatte bis jetzt als Laie immer gedacht:
Grundsätzlich hat das Internet nur die IP-Adressen-Vergabe per USA.
Die könnten also ganze Länder abhängen.

Kann mir net vorstellen, wie Jemand ohne Zustimmung der USA ein eigenes Internet betreibt.
(bzw. wäre vllt. der Anschluss an das reguläre Web net so easy)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte bis jetzt immer gedacht:
Grundsätzlich hat das Internet nur die IP-Adressen-Vergabe per USA.
Afaik hat jeder Registrar, und davon gibt es nicht nur amerikanische, einen Sub-Bereich den er selbst vergeben darf.
Wie oben schon angemerkt müsste man schon aktive Sperren bauen solang noch jemand irgendwo einen eigenen DNS hinstellt.
Die Infrastruktur für "echte" große Internet-Sperren haben afaik nur China, Russland und Großbritannien.

Inhaltlich ist der Vorschlag aber zum Glück eh abgelehnt worden und wäre imo auch alles andere als Förderlich gewesen, untergräbt er doch aktiv die Argumentation dass ausschließlich der Andere Informationen begrenzt.
 
Der Sub-Bereich der Anderen könnte also u.U. von den USA aus gesperrt werden.
In dem Sinne, das zwar die Länder vllt. intern noch können aber net raus.
 
Nö, die können höchstens von amerikanischen DNS Servern nicht mehr bekanntgegeben werden. Aus Sicht der IP-basierten Infrastruktur sind die nicht einfach plötzlich weg.
 
du scheinst die macht der unwissendes zu unterschätzen. vorweg du hast im grunde recht. wenn aber nur <1% der anwender wissen wie man so etwas macht ist das ergebniss das gleiche.
den secondary DNS kann man auch auf Provider-Ebene an die Router der Leute daheim verteilen. Kein Eingreifen der DAUs erforderlich.
 
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