MoRa vs. 3x Radi vor den Einzelkomponenten

CL90

Software-Overclocker(in)
Hallo :)

Ich möchte gerne eine allgemeine Frage mit testergebnissen belegen.

Bei den beiden Wasserkreisläufen:
Versuchsaufbau 1:
420 Radi -> GPU1 -> 420er Radi -> GPU2 -> 420er Radi -> CPU
Versuchsaufbau 2:
1260 MoRa -> GPU1 && GPU2 (Parallel) -> CPU
lässt sich vermuten das der erste geringere Temperaturen auf den Komponenten (GPUs, CPU) aufweisen wird.
Aber wie groß wird der Unterschied ausfallen?

Kennt jemand von euch Tests die genau das vergleichen?
 
Im Prinzip heißt es immer, dass es egal ist, wo der radiator sich im Kreislauf befindet, einzig und allein auf die Fläche vom radiator kommt es hierbei an. Es sollten nicht mehr als 1 Bis maximal 2 Grad Unterschied sein zwischen Kreislauf 1 und 2.

Ich persönlich würde Kreislauf 2 nehmen, spart man sich ein paar Anschlüsse ;-)
 
Ich hätte mir das so hergeleitet:

t[SUB]cold[/SUB] = 30°C (Annahme: Wassertemperatur nach einem Radiator)
t[SUB]in[/SUB] (Eingangstemperatur)t[SUB]out[/SUB](Ausgangstemperatur)
t[SUB]raum[/SUB] = 23°C (Raumtemperatur)
Δt[SUB]chip[/SUB] (Die Temperatur Abgabe die von jeder Komponente in das vorbeifliesende Wasser geht)

Abwäme der Chips in Joule.
Q[SUB]GPU[/SUB] = 300Ws
Q[SUB]CPU[/SUB] = 150Ws

(Annahme des Wasserflusses)
Q[SUB]circle[/SUB] = 100l/h (~0,02778 l/s)
C[SUB]w[/SUB] = 4190J/kg*K (Spezifische Wärmekapazität)

Δt[SUB]GPU[/SUB] = Q[SUB]GPU[/SUB] / (Q[SUB]circle[/SUB] * C[SUB]w[/SUB])
Δt[SUB]GPU[/SUB] = 2,577°C
Δt[SUB]CPU[/SUB] = 1,288°C
(Btw. ist Δt linear proportional zu Q[SUB]circle[/SUB])

Da t[SUB]in[/SUB] die Wärmezufuhr (von 0 bis 100°) von Q nicht beeinflusst ist:
t[SUB]out[/SUB] = t[SUB]in[/SUB] + Δt[SUB]Chip[/SUB]

Jetzt zum vergleich:
(Unter vernachlässigung aller nicht berücksichtigter Einflüsse)

Und die ungeferen Eingangstemperaturen der Einzelkomponenten:
3x 420er einzel-Radiatoren
t[SUB]in[/SUB]GPU[SUB]1[/SUB] = 30°C
t[SUB]in[/SUB]GPU[SUB]2[/SUB] = 30°C
t[SUB]inCPU[/SUB] = 30°C

1260er MoRa
t[SUB]in[/SUB]GPU[SUB]1[/SUB] = 30°C
t[SUB]in[/SUB]GPU[SUB]2[/SUB] = 32,6°C
t[SUB]inCPU[/SUB] = 35,2°C

Die Eingangtemperaturen der Einzelkomponenten unterscheiden sich rechnerisch um bis zu 5°C
Das wird entsprechend auch etwa ~5°C Mehr Temp auf dem Chip ergeben (sofern das liniar skaliert)

In einem Verlustfreien System kümmern sich 3 einzelne 420er sowie 1 großer 3x420er MoRa um die gleiche Wärme.
Der unterschied ist der Temperatur Arbeitsbereich:

t[SUB]in[/SUB]420[SUB]1[/SUB] = t[SUB]cold[/SUB] + Δt[SUB]CPU[/SUB] = 31,3°C
Δt[SUB]420[SUP]1[/SUP][/SUB]= t[SUB]in[/SUB]420[SUB]1 - [/SUB]t[SUB]raum[/SUB] = 8,3°C
Δt[SUB]420[SUP]2[/SUP][/SUB] = 9,6°C
Δt[SUB]420[SUP]3[/SUP][/SUB] = 9,6°C

Δt[SUB]1260[/SUB]= t[SUB]cold[/SUB] + Δt[SUB]CPU [/SUB]+ 2*Δt[SUB]GPU[/SUB] - t[SUB]raum[/SUB]
Δt[SUB]1260[/SUB]= 13,44°C

Wir wissen ja das ein Raidator bei größerer Temperatur differenz besser kühlt.
Auch hier müssten demenstprechend 3 einzelradiatoren besser kühlen als ein großer MoRa.


das alles schön und gut durchgerechnet, aber es muss dazu doch richtige Tests geben?
Ich habe bloß nichts gefunden :(
 
Teile deiner Rechnung sind korrekt. Die Annahme der konstanten Temperatur nach jedem Radiator unabhängig vom Typ und von der Heizleitung des vorangehenden Chips ist zumindest im angesetzten Vergleich jedoch falsch.

Der richtige Kern der Berechnung ist Folgender:

CL90 schrieb:
Q[SUB]circle[/SUB] = 100l/h (~0,02778 l/s)
C[SUB]w[/SUB] = 4190J/kg*K (Spezifische Wärmekapazität)

Δt[SUB]GPU[/SUB] = Q[SUB]GPU[/SUB] / (Q[SUB]circle[/SUB] * C[SUB]w[/SUB])
Δt[SUB]GPU[/SUB] = 2,577°C
Δt[SUB]CPU[/SUB] = 1,288°C

Die Schlussfolgerungen die darüber hinaus gehen, hauen jedoch wegen der folgender Annahmen nicht hin:

CL90 schrieb:
t[SUB]cold[/SUB] = 30°C (Annahme: Wassertemperatur nach einem Radiator)
CL90 schrieb:
Da t[SUB]in[/SUB] die Wärmezufuhr (von 0 bis 100°) von Q nicht beeinflusst ist:
t[SUB]out[/SUB] = t[SUB]in[/SUB] + Δt[SUB]Chip[/SUB]

Das Wasser hinter jedem 420er Radi hat nicht die gleiche Temperatur wie hinter dem 1260er MoRa. Bei unterschiedlich starken Wärmequellen vor jedem Radi ist es nicht mal auf allen Radis dasselbe höhere Niveau.
t[SUB]in [/SUB]ist wegen der falschen ersten Annahme nicht gleich t[SUB]cold[/SUB] für den Fall der Zwischenradis. Da liegt letztlich der Trugschluss bei deinem Ansatz ;).

In der Realität ist es so, dass man zwar durch einen Radiator hinter jeder heizenden Komponente die Wassertemperaturen im Kreislauf gleichmäßiger auf die Komponenten verteilen kann, aber bei gleicher Gesamt-Radifläche eben nicht hinter jedem Zwischenradi auf das gleiche tiefe Niveau herunter kommt wie hinter einem großen Radi. Bei einem großen Radi profitiert also die Komponente direkt hinter dem Radi von einer niedrigeren Temperatur als man sie im Setup mit Einzelradis hinter jeder Komponente überhaupt irgendwo im Kreislauf erreiche würde. Dafür bekommt bzw. bekommen die letzte(n) Komponente(n) wärmeres Kühlwasser ab - insbesondere die allerletzte. Die Gesamtbilanz bleibt aber dieselbe denn die insgesamt zur Verfügung stehenden Wärmeabfuhr ist nur von der Gesamtfläche der Radis und deren Belüftung abhängig. Sind diese Parameter identisch, was in deinem Beispiel ja der Fall ist, kann die Wärme in keinem der beiden Fälle besser abgeführt werden.

Von einem Setup mit Zwischen-Radis kann man also von einer gleichmäßigeren Temperaturverteilung auf die Komponeten profitieren, aber das Temperaturniveau ist dann bei einigen Komponenten höher als wenn man nur einen Radi gleicher Gesamtfläche nach allen Chips nutzen würde. In letzterem Fall ist hängt es dagegen von der Reihenfolge ab, welche Komponente in den Genuss einer tieferen Temperatur kommt, als sie das Setup mit den Einzel-Radis überhaupt bieten kann. Das kann man sich zu Nutze machen, da nicht alle Komponenten in gleichem Maße von niedrigen Temperaturen profitieren (z.B. für OC). In der Gesamtbilanz der Wärmeabfuhr gibt´s aber keinen Unterschied zwischen den beiden Setups bei gleicher Radifläche und gleicher Belüftung.

Im Übrigen: Wenn du diese Aussage ansetzt:
CL90 schrieb:
Wir wissen ja das ein Radiator bei größerer Temperatur differenz besser kühlt.
wäre nach deiner vorangehenden Rechnung ja der MoRa besser - was im Sinne der Temperatur am Ausgang des MoRa auch der Fall ist ;) - nützt allerdings den Komponenten weiter hinten nichts.
Richtig ist hingegen, das bei einer höheren Temperaturdifferenz zwischen Ein- und Auslass eines Radiator mehr Wärme abgeführt wird, aber das hängt natürlich 1:1 mit der eingespeisten Heizleistung zusammen. Der Umkehrschluss dass unterschiedliche Temperaturdifferenzen an den Ein- und Ausgängen unterschiedlich großer Radiatoren ohne Ansehen der jeweils eingespeisten Heizleistung etwas über deren Effektivität aussagen würde, ist dagegen nicht zulässig.

Was man in der Praxis allerdings ins Kalkül ziehen könnte: Ein MoRa ist ein Rohrradiator, der nicht ganz so effizient arbeitet wie viele Netzradiatoren die man z. B. 420er Größe kaufen kann. Für obigen Vergleich müsste man also auch von Rohr-Radis beiden 420ern ausgehen.

Darüber hinaus könnte man sich Gedanken über Zwischenradiatoren machen, wenn z. B. bei wenig Durchfluss im Kreislauf mehrere sehr hitzige Grakas eingesetzt werden sollen, und das Temperaturniveau an dem/den letzten Chip(s) vor einem großen Einzel-Radiator sonst zu hoch würde. Auch wenn man partout allen Grakas die gleichen Ausgangsbedingungen für OC-Experimente zur Verfügung stellen will, wäre das ein Weg. Dafür erreicht man aber bei gleicher Gesamtfläche nirgends so niedrige Temperaturen wie bei Verwendung einen großen Radis, wovon vor allem CPUs hinsichtlich OC profitieren könnten, da diese oft weniger gut mit hohen Temperaturen klar kommen. Auf dem von dir angesetzten Temperaturniveau spielt das freilich noch keine Rolle, aber bei sehr sehr niedrigem Durchfluss könnte das u. U. anders aussehen.

Insgesamt sprechen wir aber bei all diesen Überlegungen, wie auch der korrekte Teil deiner Beispielrechnung zeigt, sogar bei großen Heizleistungen von Temperaturunterschieden im Kreislauf die zumindest bei unkritischen Durchflussraten kaum zu relevanten Unterschieden hinsichtlich OC o. Ä. führen würden. Derartige Optimierungsüberlegen sind daher im Normalfall überflüssig. Andere Einflüsse sind oft viel größer. So lässt sich z.B. ein einzelner MoRa viel leichter extern an einer Stelle platzieren die die kühlste Zuluft und freien Abstrom der erwärmten Luft garantiert, was sogar trotz seiner bauartbedingt etwas schlechteren Effektivität im Vergleich zu vielen Netzradis zu deutlich besseren Temps für die ersten Komponenten führen kann. Bei Zwischenradis ist das viel schwieriger (mehr Schläuche). Zudem werden Zwischenradis häufig intern verbaut, was vorgenannten Nachteile mit sich bringt. Derartige Nachteile können sogar dazu führen, dass ein Setup mit Zwischenradiatoren trotz gleichmäßigerer Temperaturen an den Einzelchips, zu einem insgesamt nicht nur geringfügig, sondern deutlich höherem Temperatur Niveau führt, als bei einem gut platzierten externen Einzelradi. Was OC angeht, dürfte allein schon das persönliche Glück beim Komponentenkauf und die Kühlermontage im Regelfall wesentlich mehr Einfluss auf die Ergebnisse haben als alle derartigen Optimierungen ;).
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Wasser hinter jedem 420er Radi hat nicht die gleiche Temperatur wie hinter dem 1260er MoRa. Bei unterschiedlich starken Wärmequellen vor jedem Radi ist es nicht mal auf allen Radis dasselbe höhere Niveau.
t[SUB]in [/SUB]ist wegen der falschen ersten Annahme nicht gleich t[SUB]cold[/SUB] für den Fall der Zwischenradis. Da liegt letztlich der Trugschluss bei deinem Ansatz ;).
Die 30°C annahme ist auch nur so gewählt worden. Es ist außerdem so, dass der 3te Radi nur 150Ws wegkühlen muss, also würde die Temp vor der GPU alleine schon deshalb kühler sein.
Ich merke aber, dass ich solche überlegungen hätte einbeziehen sollen.

wäre nach deiner vorangehenden Rechnung ja der MoRa besser - was im Sinne der Temperatur am Ausgang des MoRa auch der Fall ist ;) - nützt allerdings den Komponenten weiter hinten nichts.
Ich ging davon aus das 3x 9,x°C mehr effekt hab en wird als 1x 13,X. Aber das kann man wohl auch nicht so richtig belegen.


Also eigentlich könnte ich die Nachteile des MoRas durch erhöhten Durchfluss ausgleichen und müsste damit dann in etwa gleich gut kühlen können oder?
Der Kreislauf war so konzipiert:
AGB -> Pumpe -> MoRa -> GPU 1, 2 (Parallel) -> CPU -> AGB.
Könnte man den Kreislauf auch einfach Umdrehen? ohne etwas zu ändern? oder ist das schlecht wenn die Pumpe gegen die Schwerkraft in den AGB pumpt?
 
Mal wieder ein sehr ausführlicher Beitrag von Joe, macht immer wieder Spaß deine "Romane" zu lesen. :)

Das im letzten Absatz ist dabei mMn einer der entscheidendsten Punkte, der Verschlauchungsaufwand:
Ein MoRa ist ja, auf Grund seiner Größe, zu 99% extern platziert und hat daher immer Frischluft zum kühlen.
Wenn man die 3 Zwischenradis auch extern platziert hat man da 6 Schläuche, die da aus bzw in das Gehäuse gehen.
Wenn man dagegen die Zwischenradis intern verbaut, bekommen die, je nach den wie man die Belüftung realisiert, nicht alle Radis Frischluft und sind dann nicht mehr so effizient.

Ein weiterer Punkt ist mMn der Preis:
Ein MoRa3 420 kostet 174€ und 3mal der günstigste 420er kostet 237€(30mm), 252€(45mm) bzw 270€(60mm <- der ja eigentlich zum besten Vergleich genommen werden müsste).
Dazu kommen noch 4 Anschlüsse mehr und, wenn man die Zwischenradis extern platziert, 4 zusätzliche Schnelltrenner-Sets, was bei den guten QD3 mal eben 125€ mehr sind.

MfG

Edit:
Also eigentlich könnte ich die Nachteile des MoRas durch erhöhten Durchfluss ausgleichen und müsste damit dann in etwa gleich gut kühlen können oder?
Der CPU/GPU ist es am Ende egal ob sie nun 40, 45, 50, 55 oder 60° hat, das ist ja alles noch weit entfernt von kritischen Temperaturen.

Der Kreislauf war so konzipiert:
AGB -> Pumpe -> MoRa -> GPU 1, 2 (Parallel) -> CPU -> AGB.
Könnte man den Kreislauf auch einfach Umdrehen? ohne etwas zu ändern? oder ist das schlecht wenn die Pumpe gegen die Schwerkraft in den AGB pumpt?
Wie meinst du das mit "umdrehen"?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Einzelradis wären dann alle im Gehäuse. Was ein riesiges Gehäuse erfordern würde.
Ich denke das eine Kühlung mit 3 Kühlern Optimal wäre, aber es ist für mich einfach nicht umsetzbar (da das Gehäuse transportfähig sein soll)
Und ein Kompaktes Case + MoRa ist deutlich besser zu transportieren.

Hier wollte ich klären wie viel uneffizienter ein MoRa wäre.
Aber mit genügend durchfluss müsste das funktionieren.
Wenn ich mit 200l/h rechne sind es nur noch 2,5°C Temp differenz. was nicht mehr ganz so viel scheint.
Aber was müsste ich für eine Pumpe drann hängen um so einen Durchfluss zu schaffen?
 
Der Kreislauf war so konzipiert:
AGB -> Pumpe -> MoRa -> GPU 1, 2 (Parallel) -> CPU -> AGB.
Könnte man den Kreislauf auch einfach Umdrehen? ohne etwas zu ändern? oder ist das schlecht wenn die Pumpe gegen die Schwerkraft in den AGB pumpt?

Einfach Umdrehen geht nicht. Die Pumpe benötigt ersteinmal Zufluss, um mit dem Pumpen beginnen zu können. Daher ist der Teil: AGB-> Pumpe fix.

Wenn ich mit 200l/h rechne sind es nur noch 2,5°C Temp differenz. was nicht mehr ganz so viel scheint.
Aber was müsste ich für eine Pumpe drann hängen um so einen Durchfluss zu schaffen?

Einige Leute verwenden einfach mehrere Pumpen, ob du damit dann 200 l/h schaffst, weiss ich aber nicht.
 
Für 200l/h wird eine Pumpe nicht reichen, da müssten es sicher 2 oder gar 3 Laing DDC mit 18W auf 100% sein, was dann aber nicht mehr leise sein wird.

Mit "wenig Durchfluss" meint Joe <40l/h, bei mehr als 50-60l/h wirst du dann auch keinen nennenswerten Unterschied mehr feststellen können.

MfG
 
Oh ok.
Dennoch werde ich vermutlich meine Pumpenwahl überdenken.
Aber sowas kläre ich dann ganz genau im Kauberatungsthread :)
 
Die 30°C annahme ist auch nur so gewählt worden. Es ist außerdem so, dass der 3te Radi nur 150Ws wegkühlen muss, also würde die Temp vor der GPU alleine schon deshalb kühler sein.
Ich merke aber, dass ich solche überlegungen hätte einbeziehen sollen.

Um so ein Beispiel wirklich korrekt durchzurechnen müsste man das in der Tat. Das ist aber nicht ganz einfach, denn darüber bekommst du keine Angaben, ohne es tatsächlich für die explizite Konfiguration zu messen (was auch wieder schwierig ist angesichts der begrenzten Genauigkeit üblichen Wakü-Messequipments). Da hilft eben einfache Theorie oft besser weiter und diese besagt oben ausgeführtes ;).

Ich ging davon aus das 3x 9,x°C mehr effekt hab en wird als 1x 13,X. Aber das kann man wohl auch nicht so richtig belegen.
Die Temperaturdifferenzen am Radiator muss man stets zusammen mit der jeweils abgeführten Wärmeleistung sehen und zum anderen hängen die von dir errechneten Werte eben von dem falschen Ansatz ab.
Man kann daher nicht pauschal sagen die eine Konfiguration wäre besser als die andere - es kommt auf die Zielsetzung an. Entweder man ist auf gleichmäßige Kühlwassertemperaturen im Kreislauf aus, und akzeptiert dafür, dass man nirgends ein besonders niedriges Temperaturniveau erreichen kann (420er Zwischenradis), oder man möchte eine Komponente (z.B. die CPU) besonders gut kühlen, während die temperaturmäßig weniger anspruchsvollen Komponenten (den GPUs) eben zumindest teilweise mit etwas höheren Temperaturen zurecht kommen müssen (1260er MoRa). Von der Gesamt-Wärmeabfuhr sind aber beide Lösung zwangsläufig gleichwertig solange die Randbedingungen gleich sind (was in der Praxis aber wie gesagt nicht so einfach zu realisieren ist).

Also eigentlich könnte ich die Nachteile des MoRas durch erhöhten Durchfluss ausgleichen und müsste damit dann in etwa gleich gut kühlen können oder?
Wenn du mit gleich gut kühlen meinst, dass in beiden Fällen für keine der angesetzten Komponenten Gefahr besteht kritische Temperaturen zu erreichen, kann man das angesichts der Gesamtheizleistung und der zur Verfügung stehenden Kühlfläche bereits für sehr geringe Lüfterdrehzahlen grundsätzlich bejahen. Lediglich die Aussage, der MoRa habe Nachteile ist imho fragwürdig, denn Zwischenradis haben wie gesagt ebenfalls Nachteile (imho sogar mehr) - es kommt nur auf die Zielsetzung an ;).

Der Kreislauf war so konzipiert:
AGB -> Pumpe -> MoRa -> GPU 1, 2 (Parallel) -> CPU -> AGB.
Könnte man den Kreislauf auch einfach Umdrehen? ohne etwas zu ändern? oder ist das schlecht wenn die Pumpe gegen die Schwerkraft in den AGB pumpt?

Die Pumpe sollte auf keinen Fall in den AB pumpen. Damit verlierst du gewaltig an Druck, denn dann arbeitest du gegen kompressible Luft und die Entlüftung des Kreislaufs ist so gut wie unmöglich. Es hat seine Gründe, warum der einzige wirklich wichtige Verschlauchungsgrundsatz in Punkto Reihenfolge, die Aussage "AB direkt vor der Pumpe" ist ;). Das sollte man auf jeden Fall berücksichtigen. Die Reihenfolge aller anderen Komponenten ist dagegen mit den minimalen Einschränkungen die sich aus obigen Überlegungen ergeben tatsächlich ziemlich egal.

Hast du dir das mit den parallel geschalteten Graka-Kühlern wirklich gut überlegt? Wenn du 100l/h Durchfluss erreichst, hast du im Idealfall zwar in beiden Graka-Kühlern noch ca. 50l/h (was an sich reicht) aber zum Einen kannst du dir dessen nie sicher sein, wenn du es nicht in jedem Teilstrang mit einem eigenen DFM überwachst, und zum Anderen gerätst du damit schon bei moderater Senkung des Durchflusses in Bereiche die sich bezüglich der Wärmeübergangskoeffizienten in den Grakakühlern messbar negativ auswirken könnten. Angenommen du müsstest den Durchfluss auf 60 l/h senken (z.B. weil die Pumpe zu laut ist), hättest du nur noch ca. 30l/h in jedem Graka Kühler. Auch das Reicht noch um nicht Gefahr zu laufen, dass zumindest die Strömung in der GPU-Kühlstruktur laminar wird, aber es ist bereits von messbaren Kühlleistungseinbußen gegenüber sicheren 60l/h bei Reihenschaltung auszugehen. Da dich ja schon die paar wenigen Grad Kühlwassertemperatur die sich aus Reihenfolgenaspekten ergeben stören, wäre das etwas was du sicherlich nicht willst ;).
Wenn zudem einer der GPU-Kühler auch nur leicht anders angeströmt wird oder verdreckt, sinkt der Durchfluss in dem Teilstrang schnell unter ein Niveau, bei dem sich die Temperaturen dann auch deutlich verschlechtern, weil der Wärmeübergang im Kühler deutlich leidet - bis hin zum laminaren Strömungsfall.

Mit Reihenschaltung fährt man da im Regelfall einfach besser, denn die paar Grad die das Wasser durch die vorangehende Karte bei der zweiten wärmer ist, sind im Vergleich zum bei beiden Karten verschlechterten Wärmeübergang und der grundsätzlichen Unsicherheit über die Anströmung der Teilstränge meistens das deutlich kleinere Übel ;). (merkst sowieso nichts davon in dem Temperaturspektrum ;)).

@Spattel: Wichtige Argumente die du da noch ergänzt hast! Sehe ich genauso.


Edit:
Hier wollte ich klären wie viel uneffizienter ein MoRa wäre.
Aber mit genügend durchfluss müsste das funktionieren.
Wenn ich mit 200l/h rechne sind es nur noch 2,5°C Temp differenz. was nicht mehr ganz so viel scheint.
Aber was müsste ich für eine Pumpe drann hängen um so einen Durchfluss zu schaffen?

Wie gesagt ein 1260er MoRa ist grundsätzlich nicht weniger effizient als drei 420er - schon gar nicht wenn der MoRa extern steht während die Einzelradis intern verbaut wären ;). Ich glaube da liegt immer noch ein Trugschluss deinerseits vor.
200l/h sind völlig übertrieben und absolut nicht nötig - der Pumpenlärm den du dir mit so eine Zielsetzung einhandelst ist es definitiv nicht wert - auch nicht bei einer Pumpenkaskade. Zudem wäre deren eigene Verlustleistung voraussichtlich sowohl bei einer übertrieben starken Einzelpumpe als auch bei einer Kaskade aus mehreren Pumpen nicht mehr vernachlässigbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja stimmt. Ich ging ja von x°C unterschied bei den Karten aus. Wenn ich den durchfluss aber gut halten kann müsste Reihenschaltung gut funktionieren.
Was ist denn eine realistische durchflussrate für meinen Aufbau?
Wenn man sich bei den Pumpen umschaut gibt es welche wie z.b. die D5 die mit max 1500l/h betietelt werden. Die brechen aber sofort ein, sobald es nicht ein einfacher schlauch als kreislauf ist oder?
Gibt es Tests die verschiedene pumpen an größere lasten gehängt haben?
 
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